Wilhelm Filchner - Om mani padme hum

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Finanzielle Schwierigkeiten halten Filchner nicht davon ab, sich nach seiner Antarktis-Erfahrung wieder dem Inneren Asiens zuzuwenden. Auf eigene Kosten unternimmt er 1926 seine zweite Tibetexpedition. Auf seiner zweijährigen Reise durch Zentralasien durchquert Filchner die Wüste Gobi und Tibet. Dabei legt er 6000 km zurück und 160 Stationen an, auf denen er geophysikalische Messungen unternimmt. Präzise beschreibt er seine Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Fahrt durch Sumpf, Steppe, Treibsand, Fels und beim Kontakt mit anderen Kulturen – dabei immer auf eins bedacht: die «Verständigung und Freundschaft unter den Völkern und Frieden in der Welt» aufzubauen.

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Wir mussten schließlich immer alle vorhandenen Pferde vor einen Wagen spannen, den anderen also stehenlassen und nachholen. Diese »Etappen«-Fahrt kostete ungeheuer viel Zeit.

Die Lastkarren, die 3000 Dschin, d. i. 4500 russische Pfund, schleppen, spannen oft bis 15 Pferde vor. Bei Regen sind die großen Salzflächen aufgeweicht. Der dadurch entstehende Sandbrei ist so zäh, dass die Wagenführer es vorziehen, mit der Weiterfahrt zu warten, bis die Straßenoberfläche wieder trocken ist.

Das Schlimmste ist der Mangel jeglichen Wassers, der uns die Weiterfahrt zur Qual machte. Aber wir mussten durch, denn wehe der erschöpften, halb verdursteten Karawane! Sie wird von den erstklassig berittenen kleinen Räuberbanden der Wüste unbarmherzig angegriffen und niedergemetzelt.

Der größte Teil der eigentlichen Wüstenwanderung stand uns aber noch bevor. Würden wir überhaupt durchkommen?

Wir wussten zwar, dass die Chinesen, die ja ganze Karawanenstraßen durch die Gobi angelegt haben, in bestimmten Zwischenräumen für Zisternen gesorgt haben. Wir wussten aber auch, dass ein Teil der Oasen durch die ständig wandernden Sandmassen zum Versiegen gebracht wird und einfach vom Erdboden verschwindet.

Außerdem muss man täglich eine ganz bestimmte Zahl von Kilometern zurücklegen, ehe man die vereinzelten Oasen erreicht! Schafft man dieses Pensum nicht, dann wehe dem Wanderer. Mit erschöpften Menschen und Tieren weiß man aber im Voraus nie, ob man bestimmte Strecken täglich schafft. Mit ernsten Bedenken sah ich daher dem nächsten Teil unserer Fahrt entgegen.

Im Piket Tograk-tschasy finden wir einen kleinen Brunnen mit salzigem Wasser. Ein russischer Emigrant mit schwerer Stichwunde im Oberschenkel bittet mich um Beistand.

Schon in aller Morgenfrühe hat sich uns ein mohammedanischer Eseltreiber angeschlossen. Solche Weltreisenden sieht man hier öfter. Ihr Hab und Gut ist in ein bis zwei Säcken quer über den Eselrücken geladen. Auf diesem hockt der Besitzer, dessen Beine fast bis zur Erde baumeln. Rücklings sind noch Proviantsack, Teekanne und Wassergefäß angeschnallt. Zur Abwechslung marschieren die »Eselritter« auch zu Fuß. Sie legen erstaunliche Strecken zurück, Strecken, die wir tagelang im D-Zug durcheilen würden.

Auf Spurenweite der »Arbas«, der chinesischen Lastkarren (etwa 2,25 Meter) über staubige Straßen, durch verstopfte Hohlwege, wo ein Ausweichen unmöglich ist, arbeiten wir uns am 16. April weiter bis nach Ta-tschosy durch, 430 Meter hoch gelegen.

Auf wüsten, sandigen Strecken gedeihen noch hohes Gras, »Tschyi«, und Dornensträucher.

Kurz vor Ta-tschosy treffen wir eine Wasserader mit umfangreichen Schilfwäldern. Die Borochoro-Kette ist jetzt klar in ihrer ganzen Mächtigkeit sichtbar: 3000 Meter hohe Bergrücken und eisgepanzerte Felsriesen. Ein hochalpiner Eindruck!

Am 17. April überqueren wir ein drei Kilometer breites Geröllbett des Epte. Zwischen Dschungeln und Baumgruppen, Tamariskensträuchern und Dornengestrüpp geht es zum Piket Talldyk.

Beick erlegt einen Putorius-Alpinus-Gabler. Dessen Begleiter lief zum toten Kameraden, zerrte ihn, packte ihn schließlich am Genick, um mit ihm im Dickicht zu verschwinden; auch er wurde abgeschossen.

In Talldyk muss ich neuen Pferdeproviant kaufen. Wir fahren weiter durch Schilfwälder. Am Horizont stehen sie in Flammen.

Da wir in Sigoschur, einer kleinen Ortschaft mit Piket, kein Wasser finden, geht es weiter bis zum Fluss Dschirgilty, dessen zweigeteiltes Bett fast ausgetrocknet war. Hier befinden wir uns 500 Meter über Meereshöhe. Im Dschungel schlagen wir das Lager auf. Hasen, Fasanen, Rehwild, Wildschweine, Wölfe sind unsere Nachbarschaft. Wir erbeuten drei Eier eines Steppenadlers.

Herrlich waren die Abende im Lager, das wir fast immer in der Nähe einer Quelle oder, wenn diese fehlte, eines Tümpels aufschlugen. Da war es kühl, und wir konnten unsere während des Marsches vom Sonnenbrand ausgedörrten Glieder ausstrecken und ein wenig Luft schöpfen. Dunkel waren diese Nächte, aber am Horizont leuchteten überall hell die Flammen der Schilfbrände auf, und gewaltige Rauchschwaden zogen, vom Wind getrieben, tief über die Landschaft dahin. Die Dsungarei 3, in der wir uns befanden, ist ein abflussloses, wüstenartiges Hochland mit schlechter Erde. Die mongolischen Bauern müssen schwer arbeiten, um ihr elendes Leben zu fristen. Und was sie gewinnen, wird ihnen von den Räuberbanden abgenommen, die dem Prinzip huldigen, andere für sich arbeiten zu lassen.

Mitten in der Nacht wurden die Pferde häufig unruhig, weil sie Raubtiere witterten, Panther, auch Tiger und Wölfe, die unglaublich frech sind und, wenn sie Hunger haben, zumal im Winter, nicht davor zurückschrecken, in ein Lager einzubrechen und selbst Menschen anzugreifen.

Bis Schi-cho überqueren wir mehrere sanfte Höhenzüge mit morastigen Tälchen dazwischen und passieren das Piket Kur-tu.

Weiter bergauf, bergab! Die Strauchvegetation der Steppenwüste ist verschwunden. Die Geländeformen werden mächtiger. Vor uns liegt nun wellige Steppe.

Bei Schi-cho beobachten wir einen hohen Staubwirbel. Oft sieht man auch drei bis vier solcher Windhosen nebeneinander. Meist sind sie schräg, zuweilen auch kerzengerade.

Schi-cho hat vor den Toren einen muselmanischen Friedhof mit sauber gehaltenen, weiß getünchten Grabdenkmälern. Innerhalb der Stadtmauern dürfen wieder nur Chinesen wohnen. Hier gabelt sich der Weg nördlich nach Tschugutschak und dem Altai, östlich nach Tihwa.

Von Tschugutschak kann man Semipalatinsk in zwölf Stunden erreichen. Seit 1. März 1926 geht der Außenverkehr über Tschugutschak–Bachty–Semipalatinsk.

Der chinesische Kreismandarin des neuen Bezirks, Wu-su-chja, stellt sich ein und fragt höflich nach meinen Wünschen. Hier weht scheinbar ein besserer Geist als in Dschin-huo. Der Mandarin sendet mir nützliche Geschenke: Heu und Kauliang für die Pferde und Holz zum Kochen. Auch stellt er mir Soldaten als Diener zur Verfügung.

Wieder einmal arbeitet das Gerücht! Hier sagt man, ich suche mit meinen Instrumenten nach Gold und Silber. Außerdem aber – ich komme ja aus Russland! – hätte ich die arge Absicht, Karten und Pläne für die Russen aufzunehmen.

Mitten in der Nacht wurde mir Besuch aus Kuldscha gemeldet. Ich konnte mir wirklich nicht denken, wer mich um solche Stunde sprechen wollte. Es war ein Lette. Im Schutz der Nacht, damit ihn niemand beobachtete, kam er, um mich vor den Chinesen zu warnen. Er sagte, meine Messungen hätten die Eingeborenen in Wallung gebracht, man überwache mich bei Tag und Nacht. Die Stimmung gegen mich sei durchaus feindlich; ich möge mich vorsehen. Solche Warnungen darf man natürlich nicht in den Wind schlagen; doch sie waren unnötig, denn ich kannte schon lange die Gefühle, welche die misstrauischen Chinesen dieser Gebiete gegen mich hegten, und richtete mich danach. Meine Messungen wurden jetzt nur noch während der Nacht durchgeführt, und zwar derart, dass mir niemand zu nahe kommen konnte. Und doch fühlten wir alle hinter jedem Baum und Strauch, hinter jeder Wand und Tür die kontrollierenden Augen eines Spähers auf uns gerichtet. Auch machten die wachsamen Hunde der nahen Kirgisenzelte jedes Mal gewaltigen Lärm, wenn meine Beobachtungslaterne aufleuchtete.

Es ist wahrlich kein Vergnügen, unter solchen Umständen verantwortlich zu arbeiten. Doch was waren solche Nadelstiche im Vergleich zu den entnervenden Wüstenmärschen! Abwechslung hatten wir ja genug, bald kamen waldige Stellen, dann riesenhafte Geröllfelder, wo man kaum treten konnte, ohne abzurutschen, dann wieder Steppen, Wüstenstriche und Gebirge! Diese sind zerrissen und zerklüftet, und die reißenden, rasend dahinbrausenden und unten in der Wüste versandenden Gewässer sind gefährlich.

Über bebautes Flachland fahren wir am 21. April weiter nach einer steil abfallenden Hochfläche, die von breiten Geröllbetten durchfurcht ist. Wir nächtigen in Kui-tung, einem kleinen, in Schilf gebetteten Gehöft auf weiter Ebene. Höhenlage 420 Meter.

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