Ludwig Bröcker - Aus dem Leben listiger Großmütter

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Das Buch enthält zwei Erzählungen, in denen jeweils eine listige mutige Großmutter die Hauptrolle spielt.
Wer jetzt meint, es ginge um eine sentimentale Beschreibung von Großmutter-Enkel Beziehungen, der wird enttäuscht sein, obwohl unsere Großmütter es an Liebe zu ihren Enkeln nicht fehlen lassen.
Der Enkeltrick:
Die Witwe Elisabeth (Lisbeth) wird von einem Paar von Betrügern heimgesucht, die versuchen, den Enkeltrick anzuwenden. Elisabeth gelingt es, einen vermeintlichen Polizisten im Keller eizusperren, in dem sie ihn für Wochen gefangen hält. Das führt zu skurrilen Situationen und einem überraschenden Ende.
Soscha:
Die in Schönheit gereifte Schauspielerin Franziska (Franzi) lebt mit ihrer zugelaufenen Katze Soscha in einer Laubenkolonie, weil sie sich bei den gestiegenen Berliner Mieten keine Wohnung leisten kann. Eines Tages trägt Soscha einen Streifen aus Plastikfolie um den Hals, auf dem nur ein einziges Wort steht: HILFE.

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„Früh-stück“ rief, etwa in den Tönen f-c.

Zu ihrem Missfallen hockte ihr Gast, nur mit T-Shirt und Unterhose bekleidet, auf der unbezogenen Schaumstoffmatratze. Immerhin, er rappelte sich hoch und griff nach dem Pappbecher, den Lisbeth mit Hilfe einer länglichen Schachtel durch das Fensterchen geschoben hatte. Nein, Milch und Zucker wollte er nicht. Er nahm auch die Brote, machte eine etwas angewiderte Visage und fragte schließlich: „Gibt es denn hier keine Wurst?“ „Nächstes Mal, vielleicht“, sagte Lisbeth, „dann weiß ich ja für die Zukunft Bescheid. Und bitte, beziehen sie doch die Matratze, das habe ich Ihnen gestern schon gesagt, und ziehen sie nachts den Schlafanzug an. Übrigens, eine frische Zahnbürste und Zahnpasta finden Sie im Spiegelschrank.“

Sie ließ ihn für eine halbe Stunde allein. Als sie wieder zum Gefängnis ging, erinnerte sie sich an ihre Söhne, die sich ja das Bad teilten, also hintereinander benutzten, und der jeweils Zweite sagte dann, jedenfalls manchmal, das was sie jetzt kühn zitierte: „Hier stinkt es ja, wie im Affenpuff “, worauf der Gefangene sie halb verwundert und halb erschrocken ansah. „Ja, glotzen Sie nicht so! Unter dem Lichtschalter ist ein Drehknopf. Da können sie den Ventilator doller stellen. Und sie sollten und dürfen auch duschen. Frische Handtücher finden sie in der Truhe, aber das wissen sie ja schon. Es tut mir wirklich leid, dass ich ihnen keine 30000 Euro überlassen konnte.“ Nach dieser Einlassung stieg Lisbeth wieder nach oben, beschwingt, so wie sie sich als kleines Mädchen gefühlt hatte, nachdem sie zum ersten Mal vom Dreimeterbrett gesprungen war.

Als sie nach einer Weile wieder an der Kellertreppe lauschte, hörte sie tatsächlich Duschgeräusche und kurz danach den Ventilator auf voller Pulle, wie sich die Jungs auszudrücken pflegten.

Beim nächsten Besuch am Gefängnis steckte in dem dunkle Arbeitsanzug gar nicht mehr der stramme Pseudopolizist vom vorigen Tag sondern mehr ein vom Leben gezeichneter Jüngling, traurig auf der Truhe sitzend. Seine Haare waren nach der Dusche pechschwarz.

Lisbeth hatte das Gefühl, dass sie ihn irgendwo schon einmal gesehen hätte.

„Haben sie wenigstens eine Kippe?“ fragte er.

„Eine was?“

„Eine Kippe, Mann, eine Lusche, eine Zi-ga-rette!“

„In diesem Haus wird eigentlich nicht geraucht, da ist zwar noch eine Pfeife von meinem Mann aber kein Tabak.“

„Ich dachte, in diesem Haus wird nicht geraucht.“

„Schon, aber nur auf der Terrasse. Da können sie nicht hin, vielleicht später als Freigänger.“

„Ihre blöden Witze kotzen mich an!“

„Na, na, na, gerade wollte ich sie dafür loben, dass sie die Matratze bezogen und sogar geduscht haben.“

„Wo ist überhaupt ihr Mann?“

„Gestorben vor sieben Jahren.“

„Tut mir leid. Wie ich sie kennengelernt habe, ist er wohl hier in ihrem Privatknast verendet.“

Das verschlug Lisbeth doch etwas die Sprache, aber zugleich versuchte sie, sich in die Situation ihres unfreiwilligen Gastes zu versetzen: Was hatte sich in seinem krausen Gehirn aufgestaut? Eine Welt voll Gier, Betrug und Rache. Es war doch nur eine ganz kleine Prise Rache und ein wenig Sühne, was sie ihm zumuten wollte. Das musste sie mit ihm besprechen. Derweil hörte sie wieder:

„Wat is denn nu mit ner Kippe?“

„Ich denke darüber nach.“

Bei ihrem nächsten Besuch am Gefängnis sagte Lisbeth: „So, Herr Fack, oder wie sie auch immer heißen, wir müssen mal über ihre Zukunft nachdenken: Wie ich sehe, haben sie sich nicht für einen Hungerstreik entschieden. Das ist vernünftig, denn bei mir werden sie ganz ordentlich versorgt. Die Würde des Menschen muss gewahrt bleiben, oder wie sehen sie das?“

„Leck mich!“

„Das werde ich nicht tun. Nehmen wir mal an, sie machen einen Hungerstreik und verrecken hier. Vielleicht gelingt es mir, sie nach oben zu schleifen. Sie wären dann ja etwas leichter. Dann würde ich sie im Garten vergraben. Später, wenn ich selbst gestorben bin, und ein neuer Besitzer des Hauses im Garten wühlt, findet er eine Leiche, aber man weiß nicht, von wem, denn sie werden ja nicht vermisst.“

„Ich habe schon mal gesagt, dass mich ihre Witze ankotzen!“

„Ich weiß, ich weiß, deswegen ziehen wir einen Hungerstreik gar nicht in Erwägung. Zweite Möglichkeit: Ich rufe jetzt die Polizei. Das Dumme ist, dass Sie sich da irgendwie rausreden, und ich stehe am Ende schlechter da, als sie.“

„Das sag ich ja. Deswegen lassen sie mich einfach raus.“

„Dritte Möglichkeit: Ich rufe bei der Zeitung an, ein Reporter kommt, ich zeige ihm das Gefängnis - Sie hocken noch immer da drin- und erzähle die ganze Geschichte von Anfang an. Der Reporter hat eine Story, und danach geht es richtig los. Riesen Balkenüberschrift auf der Titelseite der Bildzeitung: Rentnerin sperrt Enkeltrick- Betrüger ein. Dazu tolle Bilder, hier durch dieses Fensterchen fotografiert, und Sie sitzen auf der Truhe. Ja, das machen wir.“

„Das machen wir bitte nicht!“

„Ihr Gesicht ist natürlich unkenntlich gemacht. Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat. Ich hoffe, auch sie wissen das zu schätzen.“

„Recht und Gerechtigkeit ist zweierlei.“

„O, wo haben sie denn das aufgeschnappt? Aber lassen sie mich weiter spinnen: Ich bin der Star in der einen oder anderen Talkshow. Der Moderator beugt sich Viertelkreis-artig zu mir rüber: Erzählen Sie doch unseren Gästen, wie Sie auf Schauspielmodus umgeschaltet und die kühne Idee mit dem Kellergefängnis realisiert haben, und darauf sage ich schnippisch: Ich bin kein Smartphone, das auf einen oder den anderen Modus umschaltbar ist.“

„Das ist wohl ihr höchstes Glück: Sich auf meine Kosten lustig zu machen.“

„Sie haben Recht, das ist eigentlich nicht meine Art. Andererseits, nehmen wir einmal an, der Coup mit den 30000 Euro wäre Ihnen geglückt. Dann hätten Sie sich lustig gemacht, zusammen mit Ihrer Komplizin. 1000 Euro hätten Sie schon am selben Abend verjubelt, doch jetzt steckt Ihre Komplizin schon mit einem anderen Ganoven unter einer Decke, und das meine ich wörtlich.“

„Fuck!“

„Ja, Herr Fack. Ich bringe Ihnen noch die Zeitung, und dann muss ich für eine Weile weg, allerlei Besorgungen machen, alles Ihretwegen.“

6.

Für ihren Einkauf wählte sie eine Tasche mit Rädern, auch Kartoffelbagger genannt. So ein Gerät hatte ihr irgendein wohlmeinender Mensch geschenkt, aber sie fand es keineswegs schick und benutzte es sehr selten. Doch heute war ihre Einkaufsliste sehr umfangreich. Als sie gerade aufbrechen wollte, klingelte es. Sie schlich ins Wohnzimmer und schob die Gardine ein winziges Stück zurück: Uschi. Das hatte sie sich schon gedacht. Sie durfte nicht hereinkommen, und das gemeinsame Cappuccino- Trinken musste heute auch ausfallen. Stattdessen schob sie ihren Kartoffelbagger zur Terrassentür hinaus durch den Garten zu einer Pforte, die sie auf- und zu schließen musste, dann durch einen schmalen Weg zu einem privaten Parkplatz und von da durch ein Tor zur Straße. Ihr wurde bewusst, dass sie sich nicht mehr so ängstlich und zögerlich bewegte, wie kurz zuvor, als sie das vermeintliche Geld abholte. Ich schreite, dachte sie, so wie sich alle fortbewegen bei Theodor Fontane. Auf dem Gehsteig kam ihr ein Mann mittleren Alters entgegen, die Ellenbogen, gewinkelt, bildeten links und rechts vom Bauch ein Dreieck. Lisbeth ging stur geradeaus, war sie doch Herrin über einen Gefangenen, und sah im Vorbeigehen das überraschte Gesicht des Kerls, der seine Dreiecke notgedrungen einklappte.

Zuerst steuerte sie einen Second-Hand-Shop an, wo sie drei T-Shirts, ein Sweatshirt und eine Trainingshose erstand, Unterhosen und Socken fand sie nicht dort, aber in einer Grabbelkiste in einem Kaufhaus. Dazu kamen Plastikbestecke, längliche Pappteller, Pappbecher und eine einfache Uhr. Dann ging es in den gewohnten Supermarkt, ihr Einkauf hatte aber eher ungewohnte Komponenten: Bier aus Dosen, kleine Sprudelflaschen aus Plastik, Fertigpommes, Pizzas und Ketchup (große Flasche) und Wurst. An der Kasse mussten noch Zigaretten beordert werden, und das machte sie etwas zögerlich: „Lass mal ne Ladung Kippen rüberwachsen“, klänge wohl cool, aber das würde man ihr nicht abnehmen. Man kannte sie ja, wenn auch nur flüchtig. „Legen sie bitte noch zwei Schachteln Zigaretten dazu“, sagte sie, „aber ich weiß nicht, welche meine Handwerker bevorzugen.“ Sie kaufte dann noch je eine Schachtel Marlboro und Lucky Strike, weil die gern genommen würden. Na dann.

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