Peter Rieprich - Treffpunkt Mitte

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"Nicolesci dachte an die Patrone in seinem Geigenkasten und fragte, ob er diesem Blender gleich heute Abend eine kleine Warnung verpassen sollte? Vielleicht erst einmal nur ins Knie." Im fünften KiezKrimi unseres Verlagshauses von dem Wahlberliner Peter Rieprich geht es um Waffenhandel, politische Intrigen, Erpressung und andere dunkle Machenschaften mitten in der deutschen Hauptstadt. Als Alexandru Nicolesci, aus Tadschikistan stammender Sicherheitsexperte für alles und jeden, im Auftrag der charmanten Chefin einer kleinen Presseagentur eine Observation durchführt, ahnt er nicht, worauf er sich eingelassen hat. Politiker, Geheimdienstler, Waffenhändler und dubiose Freiheitskämpfer treffen sich in Berlin-Mitte. Jeder von ihnen verfolgt seine eigenen, undurchsichtigen Ziele. Bald schon ist der erste Tote zu beklagen. Das Unheil nimmt seinen Lauf …

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Der Ministerialdirektor schüttelte betrübt den Kopf, schaute Lindemann über seine Lesebrille an, griff zu der vor ihm liegenden Akte und schlug die erste Seite auf.

»Dann also mal Klartext, Herr Lindemann. Ihre Firma, die Lindemann KG, ist seit nahezu dreißig Jahren sehr erfolgreich auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Modellflugzeugen. Das ist gut, das ist erfreulich, das ist nützlich für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Weniger erfreulich ist allerdings, dass Sie sich jetzt auf ein völlig anderes Gebiet, die Entwicklung und Herstellung von Drohnen für militärische Zwecke, vorwagen. Dafür haben Sie einen ehemaligen russischen Militärflughafen in Brandenburg gepachtet. Dort basteln einige Hilfskräfte aus Ihrem – zugegebenermaßen eindrucksvollen – Modellflugzeug LM 12 eine Drohne, indem sie dieses Modell mit einer Amateurkamera ausstatten beziehungsweise bessere Silvesterraketen unter die Flügel hängen. Und jetzt sollen wir Ihrem Projekt sozusagen die amtlichen Weihen geben, in dem wir den Export genehmigen. Da machen wir nicht mit.«

Unglaublich, wie dieser Sesselfurzer die Tatsachen verdrehte. Im Prinzip war doch jede Drohne nichts anderes als ein etwas größeres Modellflugzeug, wobei die Spitzenmodelle der Lindemann KG auch schon mit beeindruckenden Abmessungen und Flugeigenschaften aufwarten konnten. Der Prototyp der Drohne, den seine Schwester Celine in der Tat auf Basis des LM 12 konstruiert hatte, brauchte den Vergleich mit Modellen anderer Hersteller keineswegs scheuen. Gewiss gab es noch kleinere Probleme sowohl mit der Aufklärungselektronik als auch mit der Bewaffnung. Ebenso hatten sie bei der erwähnten Vorführung der Drohne etwas schauspielern müssen, special effects sozusagen. Solche Banalitäten gaben diesem Doktor Bruchhagen aber keinesfalls das Recht, so blasiert daherzureden.

»Da sind Sie wohl etwas falsch informiert, Herr Bruchhagen, und auch nicht auf dem neuesten Stand der Dinge. Wir haben unsere Prototypen in den letzten Wochen wesentlich weiterentwickelt – und wie man so hört, gibt es bei der Konkurrenz ja auch das eine oder andere Problem.«

Der Ministerialdirektor wirkte erstaunt. Treffer, dachte Lindemann, da waren die Ingenieure der German Defence Technology also auch noch nicht allzu weit mit der Entwicklung ihrer Drohne. Natürlich hatte er nichts dergleichen gehört, auch keinerlei Kontakte in dieser Branche. Es war einfach ein Schuss ins Blaue – aber bei jeder Neuentwicklung tauchten ja unweigerlich irgendwelche Schwierigkeiten auf.

Doktor Bruchhagen schüttelte den Kopf und klappte die Akte zu.

»Ich fürchte, da gibt es nichts vorzuführen und auch nichts zu diskutieren, Herr Lindemann. Unsere Entscheidung ist endgültig. Bauen Sie doch weiter ihre schönen Flugzeugmodelle, davon verstehen Sie etwas, dort sind Sie Marktführer.«

Wenn das so einfach wäre, dachte Lindemann. Leider war der Absatz von Modellflugzeugen in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen, billigere Produkte aus Asien überschwemmten den Markt. Die Lindemann KG hatte im letzten Jahr zum ersten Mal in der Firmengeschichte erhebliche Verluste eingefahren. Daraufhin hatte er die Idee mit den Drohnen entwickelt, dort einen erheblichen Teil des Familienkapitals investiert. Außerdem liefen einige seiner privaten Finanzmarkttransaktionen leider auch nicht wie gewünscht. Dieser Drohnenauftrag musste her, koste es, was es wolle.

»So nicht, Bruchhagen, nicht mit mir«, Lindemann wurde jetzt etwas lauter, »wir hatten eindeutige Zusagen von Ihnen, Sie schwätzen dauernd daher, von Hochtechnologie- und Mittelstandsförderung und wenn es ernst wird, speisen Sie den Mittelstand mit hohlen Phrasen ab. Großbanken und Konzernen stecken Sie es vorne und hinten rein, aber …«

»Die Herren vom VDDH sind jetzt hier, Herr Doktor Bruchhagen«, quäkte es aus der Sprechanlage.

Bruchhagen drückte eine Knopf am Telefon und antwortete: »Schicken Sie die Herren herein.« Zu Kevin Lindemann gewandt sagte er: »Sie sehen ja, ich habe zu tun.«

»Nun gut, Bruchhagen,« brüllte Lindemann sein Gegenüber an, »wenn Sie es nicht nötig haben, ihrem wohldotierten Job nachzukommen, den übrigens wir Steuerzahler finanzieren, dann muss ich wohl andere Saiten aufziehen. Dann werde ich jetzt, also dann muss ich wohl …«

Der Ministerialdirektor schaute Lindemann über seine Lesebrille an, sein massiger Körper bebte, und er brach in schallendes Gelächter aus: »Sie … Sie wollen … Sie wollen mir drohen … Sie mir …?«

Kevin Lindemann griff nach seinem Aktenkoffer und lief mit hochrotem Kopf zur Tür, rempelte zwei erstaunt blickende Männer an, die gerade das Zimmer betreten wollten. Es waren wohl die Vertreter des VDDH, des Verbandes der deutschen Drohnenhersteller. Jene Lobbyorganisation, die der Lindemann KG die Mitgliedschaft verweigert hatte und somit – trotz des hochtrabenden Namens – weiterhin nur eine einzige Firma repräsentierte: die German Defence Technology. Lindemann stürzte an den beiden verdutzten Männern vorbei auf den Flur. Er stürzte die Treppe hinunter, lief an den Wachleuten vorbei, die ihm hinterherriefen »Ihren Besucherausweis, Sie müssen …« und rannte auf die Straße.

Verzweifelt blickte er sich um. Verdammt öde Gegend hier, ein großer, begrünter Platz, in der Mitte ein Becken mit einer dreieckigen, meterhohen Betonkonstruktion darin – wohl ein Denkmal

oder ein Kunstwerk –, von dem zwei Jugendliche spöttisch auf ihn herabblickten, aber nirgendwo eine Kneipe zu sehen. Er lief weiter, erblickte auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Café, sah durch die Scheibe schon die Flaschen der gut bestückten Bar. Er bestellte einen doppelten Cognac, stürzte ihn hinunter und bestellte gleich einen zweiten.

Es war ja wohl unglaublich, was dieser hergelaufene Ministerialdirektor sich erlaubte. Lebte auf Kosten der Steuerzahler, eigentlich also auf seine Kosten, wenn es ihm auch in der Regel gelang, seinen Steuersatz durch geschickte Abschreibungen gegen Null zu drücken, lebte dieser Typ also sein Schmarotzerdasein und glaubte dann auch noch, seine Forderungen ignorieren und sich sogar über ihn lustig machen zu können. Na, der würde Kevin Lindemann kennen lernen, jawohl, richtig kennen lernen würde ihn der. Denn eines war klar, wenn es nicht mit diesem Drohnengeschäft klappte, dann konnte er den Laden dicht machen. Die jüngste Finanzkrise hatte das Familienvermögen geradezu dahingerafft. Nun gut, vielleicht waren einige seiner Transaktionen etwas gewagt gewesen, aber wer nicht wagte, der konnte auch nicht gewinnen – und wenn er gewonnen hätte …

Er bestellte noch einen dritten Cognac.

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