Sie können sich weiter in einem umfassenden Homöopathiebuch über Kinder von mir (10) informieren oder einfach und unkompliziert die hier später erwähnten Empfehlungen nutzen. Die Arzneien können in Apotheken bezogen oder als kompakte „Hausapotheke“ aller hier erwähnten Arzneien (siehe Hinweise am Ende) beschafft werden.
Homöopathika sollen „nüchtern“ (mindestens 15 Minuten vor oder nach den Mahlzeiten) verabreicht werden. Verlangen Sie ausschließlich Globuli. Das sind Rohrzuckerkügelchen, die oberflächlich mit der Arznei bespritzt worden sind. Diese Arznei ist alkoholfrei und wird von Kindern gern genommen. Sie bestellen die jeweils angegebenen Potenzen. Davon geben Sie drei Globuli in den Deckel der Flasche, das heißt, ohne die Globuli selbst zu berühren, und schütten diese auf die vorgestreckte Zunge des Betroffenen. Die Globuli sollen im Mundraum langsam zergehen. Eine Wiederholung kann am gleichen Tag noch zweimal erfolgen, wenn die Notlage es erfordert. Bei ausbleibender Besserung sind Rücksprachen notwendig. Vermeiden Sie Arzneimischungen! Es leiden die Beurteilbarkeit der Einzelarzneien, die Wirkungen und die Erfahrungen! Sie würden sich auch nicht in einen Raum setzen, in dem mehrere Radios mit verschiedenen Sendern laufen.
Die Homöopathie unterstützt die Optimierung der eigenen Leistung, die Gesunderhaltung vom Lebensbeginn an. Wer sich damit selber heilt und seine Fähigkeiten steigert, benötigt die Ärzte und die moderne Medizin immer weniger. Das spart zwar Kosten ein, wird aber offiziell nicht gefördert unter dem Vorwand der Unwissenschaftlichkeit dieser Methode. Die sehr preiswerten homöopathischen Arzneien können, wenn sie angezeigt sind, gefahrlos Schwangeren, Kindern und allen Kranken gegeben und gar bevorzugt werden. Durch diese „Eingangsmedizin“ erübrigen sich häufig Gaben von nebenwirkungsreichen gängigen Medikamenten, die nicht nur teuer sind und Giftwirkung bringen, sondern auch Selbstheilung behindern, weil sie durch die Dosis Wirkungen erzwingen und eigenes Reagieren eher behindern oder unterdrücken.
Impfgegner müssen wissen, dass nicht nur ihre Einstellung zu den Impfungen, sondern auch ihre alternativen Vorstellungen zur Gesunderhaltung und zu Therapien wie der Homöopathie abgelehnt werden. Es macht wenig Sinn, ein Arzt-Patienten-Verhältnis einzugehen, in dem Sie nur Vorwürfe, Vorschriften, Missmut, Ablehnung und gar Angstauslösung („Es könnte ja … … …. das Schlimmste passieren!“) erfahren.
Zuletzt noch eine häufig gestellte Frage: Gibt es „homöopathische Impfungen“ als Alternative, wie in manchen Schriften behauptet wird? Ganz klar: Nein!
Impfungen sind „isopathische“ Arzneien, also nicht ähnlich, sondern identisch mit der Krankheit oder ein stofflicher Teil dieser selbst. Zur „homöopathischen Impfung“ werden „Nosoden“ empfohlen, das sind Arzneipräparationen aus den typischen Krankheitsprodukten, die in Hochpotenzen von C 200 an und aufwärts gegeben werden. Da ab der C 12 (das sind 12 mal durchgeführte Verdünnungen und Verschüttelungen im 1 : 100 Verhältnis) keine Moleküle der Ausgangssubstanz mehr in den weiteren Präparationen bis zur C 200 vorliegen, kann nur eine ähnliche Empfindlichkeitsbeziehung helfen. Diese kann bei einem Gesunden, der sich auf ein Risiko vorbereiten möchte, nicht erwartet werden, da es keinen Kontakt vorher jemals gegeben hatte. Es könnte eine Empfindlichkeit zu einer Nosode allenfalls bei einer Person vermutet werden, die mit der zur Nosode gehörenden Krankheit intensive Erfahrungen gemacht hat oder mit Folgeschäden aus dieser Krankheit hervorgegangen ist. Dann läge eine Behandlung nach der Krankheit vor. Das ist etwas grundlegend anderes als die Einnahme davor.
Da vieles an der Homöopathie so unerklärlich ist, können Sie dennoch die entsprechende Nosode voreinem Erkrankungsrisiko einnehmen - nur: verlassen Sie sich nicht auf diese Maßnahme im Sinne eines Schutzes!
Fazit:Wer Selbstheilung und Gesunderhaltung ohne Impfungen anstrebt, kann die Homöopathie vorteilhaft für sich nutzen. Nur eigene Fähigkeiten werden stimuliert. Das können selbstverständlich auch Geimpfte in Anspruch nehmen.
IV. Grundlegendes zu den Impfungen
1. Impfungen und Krankheitsvermeidung
Der Paradigmenwechsel der modernen Medizin im 19. Jahrhundert von der Säftelehre des Hippokrates zu der Erregertheorie brachte in Konsequenz den „Krieg“ gegen Pilze, Bakterien und Viren auf den Weg und dann auch das Impfkonzept, das sich gegen Erreger richtet, die man als Auslöser von Krankheiten ansieht. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann eine ökologische Entwicklung, die als Antwort auf die ausufernde Desinfektion von Keimen als notwendige Korrekturbewegung überfällig war. Seit es Evolution von Leben gibt, steht der Mensch in innigem Kontakt mit seiner Umwelt und allen diesen Kleinstwesen, die mal nützlich, mal neutral und mal schädlich auf das biologische Gleichgewicht einwirken. Grob gerechnet besteht der Mensch aus 10 13Körperzellen, beherbergt aber in sich und überwiegend im Darm über 10 14Bakterienzellen. Desinfektionsmaßnahmen wie Antibiotika stören dynamische Gleichgewichte von Keimen im Darm, auf allen Schleimhäuten und der Haut, sodass daraus die Schwächung des Organismus und seiner Abwehr mit baldiger Wiederkehr der Störung resultieren (Rezidiv). Desinfektionen sind zum Erhalt von Monokulturen notwendig, aber immer um den Preis erhöhter Anfälligkeit und Erkrankungsbereitschaft. Das ist eine makroökologische Gesetzmäßigkeit und wird im biologisch-dynamischen Bewirtschaften von Land und Tier zu korrigieren versucht. Wer sich nicht danach richtet, benötigt immer ausgefeiltere Substanzen gegen die Schädlinge und schließlich genetisch manipulierte Pflanzen und Tiere, denen die Anfälligkeit gegen bestimmte Schädlinge genommen wurde. Der Preis ist die Verarmung der biologischen Vielfalt, weil das Zusammenspiel von Pflanze, Tier und schließlich auch Mensch tiefgreifend und anhaltend gestört wird.
Das andere, das biologische, umsichtige oder auch nachhaltige Wirtschaften sieht die Erhaltung der Vielfalt vor und fördert gezielt die Nützlinge, um lebensstarke, natürlich widerstandsfähige und vitale Nährpflanzen und Tiere zu züchten. Das ist eine uralte Methode der Selbstheilung, seit es Leben auf dieser Erde gibt.
Es gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten mikroökologisch im Mund-Magen-Darm-Trakt, auf allen besiedelten Haut- und Schleimhautorganen, im gesamten Menschen. Es liegt nun an der zukünftigen Medizin, den für den Menschen zentralen Bereich des Mikrokosmos ökologisch wieder zu würdigen, mit Umsicht zu beschützen und zu stabilisieren: nicht gegen, sondern für den Erhalt und die Stärkung der belebten Innenwelt zu arbeiten. Hier gibt es Hindernisse, die in dem mangelnden Wissen über die feinen Details des Zusammenspiels der biologischen Kräfte liegen. Denn Pflanze, Tier und Mensch bestehen aus mehr als nur der Summe ihrer Teile, ihrer molekularen Zusammensetzung. Erforderlich ist eine Lebenswissenschaft, die ganzheitlich ausgerichtet ist und bei mangelndem Wissen weiter auf Erfahrung, Beobachtung und sensible Bewertung der Detailkenntnisse setzt, um eine Beurteilung von Krankheit oder von Eingriffen im Kontext der Organisation von Leben zu erreichen. Medizin kann daher keine Naturwissenschaft sein, sondern muss immer Erfahrungswissen berücksichtigen. Nur damit können wir uns effektiv vor irrtümlichen Empfehlungen und Maßnahmen schützen. In erster Linie zählt dann die reine Beobachtung der Natur, die unvoreingenommene Bestandsaufnahme vor und nach einer medizinischen Maßnahme.
Diese Sicht auf das Leben zieht sich als besonderes Anliegen durch diese ganze Informationsschrift. Sie verfolgt die Idee des Fit-für-das-Leben-Werdens. Dann ist der Erreger nur ein Aspekt von Krankheit unter vielen, um den es nur noch geht, wenn alle anderen Maßnahmen zur Unterstützung der Selbstheilung nicht mehr ausreichen. Es gilt, in Konsequenz vom Lebensbeginn an das System der Abwehr, des Umgangs mit allen Einwirkungen von außen, mit der Persönlichkeit zu fordern und zu stärken. Das Kind trainiert mit jeder neuen Herausforderung und wird anfangs noch effektiv von der Mutter unterstützt (Nestschutz). Unter den vorzüglichen Bedingungen der familiären Bindung, des Wohlstands, von Friedenszeiten, sozialer Fürsorge und allgemeinen Informationsmöglichkeiten sind schwere Krankheitsverläufe, Komplikationen, das Entgleisen der Krankheiten, gegen die geimpft werden soll, vermeidbar und immer unwahrscheinlicher. Hingegen sind harmlosere und meist nur lästigere Oberflächenkrankheiten zumutbar und von Nutzen für das Abwehrtraining.
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