Daniel Morawek - Caffe della Vita

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Seltsame Dinge geschehen in einem kleinen sizilianischen Dorf, seitdem einige Bewohner behaupten, einen mysteriösen Wanderprediger gesehen zu haben. Carla, eine junge Reporterin aus Palermo, bekommt davon Wind. Sie weiß was sie will – sie ist auf der Suche nach der Story ihres Lebens. Das Recherchematerial hat sie ihrem Freund eiskalt gestohlen. Gleichzeitig heftet sich Gaetano, ein eleganter Kopfgeldjäger aus Rom, an die Fersen des geheimnisvollen Predicatore. Seine Auftraggeber bleiben im Dunkeln. Es kann die Kirche, die Mafia oder ein unabhängiger Agent sein. Gaetano trifft diverse Zeugen, die ihm jedoch nur ein unvollständiges Bild liefern. Im Caffè della Vita, dem kulturellen Treffpunkt des Dorfes, interviewt Carla einen Kellner. Dieser erzählt ihr filmreife Episoden von dem außerordentlichen Wirken des rätselhaften Mannes. Die kuriosen Geschichten sind bevölkert mit modernen Menschen und ihren alltäglichen Nöten: Sie erzählen von der verzweifelten Suche nach Identität und einer überzeugenden Lebensperspektive. Bei den Menschen, denen er begegnete, bewirkte der Predicatore eine tiefgreifende Veränderung und Umkehr. Am Ende kreuzen sich Gaetanos und Carlas Wege. Ohne den Predicatore selbst getroffen zu haben, wird für beide die Begegnung mit seinen Spuren zum aufregenden Wendepunkt in ihrer eigenen Geschichte. In präzisen, filmischen Sequenzen erzählt Caffè della Vita ausdrucksstark die Geschichte intensiver Begegnungen und der überwältigenden Macht der Vergebung. Stark und belebend wie ein Espresso, getränkt von italienischer Lebensart und sizilianischem Flair: Eine berührende Schilderung gebrochener und geheilter Biografien.

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Carla sah auf ihre Armbanduhr. Kurz vor zwölf. Am vergangenen Tag um diese Zeit hatte sie noch einen festen Job gehabt, dem sie jetzt schon nicht mehr nachtrauerte. Sie dachte an Giancarlo, ihren (inzwischen) ehemaligen Chefredakteur. Gestern Mittag war sie in sein Büro gegangen. Er saß in der Mitte des Raumes, auf seinem großen Ledersessel, und machte keine Anstalten, die Bilder nackter Frauen, die er sich gerade im Internet ansah, von seinem Bildschirm zu entfernen, als Carla eintrat. Daran hatte sie sich mittlerweile gewöhnt.

»Ich muss mit Ihnen reden, Giancarlo«, sagte sie und stellte sich dabei so nah vor seinen Schreibtisch, dass er nicht anders konnte, als zu ihr aufzusehen.

»Was könnte denn so wichtig sein, dass Sie mich stören? Ich dachte, ich habe mich vorhin in der Redaktionssitzung klar ausgedrückt. Sie wissen, was Sie zu tun haben«, erwiderte er und griff zu einer Schale mit Keksen, die auf seinem Tisch stand.

»Sie meinen die Vorbereitungen zur Prozession der heiligen Rosalia, über die ich berichten soll?«

»Genau, wo ist denn das Problem damit?«, fragte er, während er einen Keks hinunterschluckte.

»Das Problem? Das Problem ist, dass Sie mich seit drei Jahren nur über Wohltätigkeitsveranstaltungen, entlaufene Haustiere und Schönheitsoperationen örtlicher Politiker schreiben lassen. Ich will endlich mal eine richtige Story schreiben. Ich habe doch nicht studiert, um Aufsätze für den Lokalteil zu dichten.«

Sie war aufgebracht, hütete sich aber davor, die Fassung gänzlich zu verlieren.

»Nun, Carla«, er konnte ihr in den Ausschnitt starren, da sie sich auf seinen Schreibtisch gelehnt und zu ihm vorgebeugt hatte, »niemand hat gesagt, Sie wären blöd, aber wenn Sie meine Meinung hören wollen: Schönheitsoperationen, das ist genau Ihre Welt, Sie haben’s nicht drauf, ernsthafte Geschichten zu schreiben.«

Carla richtete sich wieder auf.

»Das mache ich nicht länger mit!«

»Hören Sie, keiner zwingt Sie, hier zu arbeiten. Wenn es Ihnen nicht gefällt – gut. Sie sehen nicht schlecht aus, versuchen Sie’s doch mal beim Fernsehen. Die suchen immer Frauen wie Sie.« Er lehnte sich in seinem Sessel zurück.

Carla war sprachlos, aber nur für einen Moment, dann fing sie sich wieder und schlug auf Giancarlos Schreibtisch – so fest, dass der Teller mit den Keksen ein Stück in die Luft hüpfte.

»Ach so, ich verstehe! Wie konnte ich nur vergessen, dass ich nur mit dem Arsch wackeln und mir die Haare blondieren kann!« Carlas Stimme zitterte.

Giancarlo kehrte die Kekskrümel mit einer Handfläche zusammen, ohne dabei zu ihr aufzusehen.

»Sie werden sich wundern. Ich werde schon beweisen, was ich kann. Aber nicht für Ihre Zeitung. Ich kündige!«, sagte sie und wandte sich Richtung Ausgang.

Als sie im Türrahmen stand, drehte sie sich noch einmal um und fügte hinzu: »Und übrigens – Sie können mich mal!«

Giancarlo entsorgte die Krümel im Mülleimer, während Carla aus seinem Büro entschwand.

Sie verließ das Verlagsgebäude durch den Haupteingang, trat auf die Via Maqueda, schlenderte gen Osten, ohne darüber nachzudenken, wohin sie lief, und hatte die erste Sinnkrise, noch bevor sie den Quattro Canti erreichte.

Was habe ich getan?

Als sie den unzähligen Schutzheiligen auf dem kleinen Platz gegenüberstand, realisierte sie, was passiert war. Natürlich glaubte sie an ihre journalistische Begabung – aber was sollte sie damit anfangen ohne Job? Sie spürte, wie das Selbstvertrauen, das sie kurz zuvor in Giancarlos Büro getrieben hatte, sie langsam verließ. Sie setzte sich auf einen der vier Brunnen, die jeweils eine Jahreszeit darstellten. Sie erwischte den Winterbrunnen.

Was soll ich denn jetzt machen?

Sie saß noch eine Weile einfach nur da. Sie wusste nicht, wie lange sie dort am Brunnen ausgeharrt hatte, als sie wieder aufstand und ohne Ziel durch die Altstadt Palermos lief. In der Nähe des Teatro Massimo betrat sie eine kleine barcaffè und bestellte sich an der Theke einen Espresso. Alles war besser, als jetzt allein zu Hause zu sitzen.

Als sie mit der Tasse auf den letzten leeren Tisch zusteuerte, entdeckte sie ein vertrautes Gesicht an dem Bistrotisch, der in der Ecke des Raumes stand. Einen Moment überlegte sie, ob sie sich umdrehen sollte, solange sie noch unbemerkt verschwinden konnte, verwarf diesen Gedanken aber wieder und setzte sich hin. Der Mann, der in die Lektüre eines Magazins vertieft war, sah auf, entdeckte Carla und fuhr zusammen. Dann wandelte sich sein erschrockener Gesichtsausdruck zu einem ungläubigen Lächeln, während er auf Carla zuging. Diese nickte ihm zu, er solle ruhig zu ihr herüberkommen, und zündete sich eine Zigarette an.

Der Mann war Mitte dreißig, nicht sonderlich groß gewachsen, aber auch nicht klein für einen Sizilianer. Er trug schwarze Jeans und ein dunkelrotes Hemd, das zwar nicht modisch, aber ebenso wenig hässlich war. Seine Frisur war nicht ungepflegt und dennoch hätte er gut einen frischen Haarschnitt vertragen. Carla fiel positiv auf, dass er sich seit ihrer letzten Begegnung ein neues Brillengestell zugelegt hatte.

»Ciao, Maurizio. Lange nicht gesehen«, sagte sie und hauchte eine Rauchwolke aus ihrem Rachen.

»Eigentlich ist es gar nicht so lange her – lediglich acht Monate und zwei Wochen.« Er setzte sich ihr gegenüber.

Armer Maurizio, ist immer noch nicht darüber hinweg.

Ein bisschen tat er ihr schon leid. Aber das würde sie nicht zugeben, oder? Vielleicht waren acht Monate und zwei Wochen genug Zeit, um wieder wie normale Menschen miteinander zu reden. Damals vor ein paar Monaten war sie mehrmals mit ihm ausgegangen. Er hatte darin recht schnell etwas Ernsthaftes gesehen – zu schnell für Carla. Sie war sich nie sicher gewesen, ob sie ihn wirklich liebte. Er hingegen schien mit einer übernatürlich anmutenden Gewissheit davon überzeugt, sie sei die Frau seines Lebens. War es ihre Schuld, dass er sich auf der Suche nach einer festen Partnerin ausgerechnet sie ausgesucht hatte?

»Wie geht es dir, Carla?«

»Es geht mir fantastisch«, log sie. Sie hielt es nicht für nötig, ihm Einblicke in ihr Gefühlsleben zu gewähren.

»Und dir? Wie geht es mit deinem Job?«, fragte sie ihn, obwohl sie wusste, dass er mittlerweile zum Erfolgsautor beim Cronaca Meridionale , einer konkurrierenden Tageszeitung, aufgestiegen war. Gelegentlich las sie einen seiner Artikel und hatte dabei alle Mühe, keinen Neid aufkeimen zu lassen. Er war ein intelligenter Bursche, sie hatte das nie angezweifelt.

»Ganz gut.«

»Schön«, erwiderte sie, ohne zu lügen.

Maurizio senkte den Kopf und schwieg für einen Moment, er schien über etwas nachzudenken. »Ich hatte dir ein Paket geschickt …«

Carla nahm einen langen Zug an der Zigarette und verzog ihren Mund, während sie den Rauch aus einem schmalen Spalt zwischen ihren Lippen blies. »Ich weiß, ich habe es dir doch selbst zurückgeschickt.«

Nachdem sie mit ihm Schluss gemacht hatte, hatte er ihr fast täglich Briefe geschickt, in denen er ihr sein aktuelles Befinden schilderte. Es schien klar, dass ihr Nein bei ihm noch nicht angekommen war. Nach zwei oder drei Wochen entschloss sie sich, seine Post nicht mehr anzunehmen, ihm auf die harte Tour beizubringen, dass er sich nichts von ihr erhoffen solle, da die freundschaftliche Variante nichts bewirkt hatte. Sie wollte ihn nicht verletzen, im Gegenteil – sie wollte ihn vor sich selbst schützen.

»Hattest du das Paket wenigstens geöffnet?«

»Nein.«

»Ich hatte dir mein Tagebuch geschickt … das mit den Einträgen aus der Zeit, als wir uns getroffen haben … mit dem Eintrag von dem Tag, an dem ich dich das erste Mal gesehen habe …«

»Du führst ein Tagebuch?«

»In Zeiten, in denen ich viel erlebe, in denen ich mein Gefühlsleben ordnen muss – ja. Dann auch mal wieder eine Weile gar nicht.«

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