Jamo Mantam - Oooh, Dicker, mein Dicker ...

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Oooh, Dicker, mein Dicker ...: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Unglück brach vor zehn Jahren über sie herein, als sie eines Tages über einen Rad fahrenden, Pfandflaschen sammelnden Frührentner stolperte, der seither nicht mehr von ihrer Seite weicht und sie stets seiner ungetrübten Liebe versichert. Wo auch immer sie hin zu fliehen versucht, diese ungehobelte, jeglichen Anstandes erfolgreich fern gebliebene Kreatur flieht mit. Was die Autorin in diesen zehn Jahren im Dunstkreis ihres »radelnden Affen« alles erlebt und bis zur Weißglut hin zu erdulden hatte, beschreibt sie in zwanzig Kurzgeschichten mit bissigem Humor, triefendem Sarkasmus bis hin zu resignierender Selbstironie. Denn der allgemein gehaltene Sinnspruch »Das Grauen hat einen Namen« findet hier schreckliche Realität: Das Grauen heißt DICKER! Sie hätte weglaufen sollen …

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Ich radle noch immer. Ich radle, ja. Für meine Figur, an der sich trotz achtjährigem, sonntäglichen Martyriums nichts Nennenswertes geändert hat. Aber auch nichts verschlechtert. Vielleicht ist das ja gut so. Ich radle für meinen Liebsten und seine heiligen Sammelbeutel, deren Befüllung im Laufe der Jahre immer beschwerlicher geworden ist, da viele, viele andere nun auch mit Sammelbeuteln radeln. Ich radle. Das Christkind hat mir vor vier Jahren ein neues Fahrrad geschenkt, mit sieben Gängen. Aber ich fahre nach wie vor nur die ersten drei Gänge, wie bei meinem alten Rad auch, denn das reicht an Geschwindigkeitsrausch völlig. Ich muss noch immer ein bisschen aufpassen bei unseren Touren. Noch immer sitzt mir die Angst nach unserem berühmten ersten Mal im Nacken. Die werde ich wohl auch nie mehr ganz loskriegen. Vielleicht ist ja auch das gut so. Ich denke mal, ich bin nun ein ziemlich guter und sicherer Radler geworden, kann mir einiges zutrauen, längere Strecken bewältigen, solange es nicht zu sehr bergauf geht. Und auch mal eine Strecke für mich allein suchen. Solange ich nur immer schön meinen ADAC-Straßenatlas bei mir führe.

Noch immer komme ich immer mal wieder mit aufgeschürften Knien Montag früh ins Büro. Noch immer zeige ich meine am Wochenende erworbenen, frischen Stigmata, die meine Kollegienschaft in helles Gelächter ausbrechen lassen. Aber ins Krankenhaus habe ich seit jenem denkwürdigen 13. November anno Domini 2005 nicht mehr müssen. Meine Verletzungen verarzte ich mittlerweile immer selbst. Darin bin ich fast genau so gut geworden wie im Radeln. Hauptsache, ich radle. Und ich radle immer weiter …

Und wenn Sie mal im Hochsommer nahe Brummelbach unter einem Apfelbaum ein erschöpftes kleines Kerlchen im Grase liegen oder eine durchgeweichte Vogelscheuche auf dem Rad verbissen gegen vom Himmel kommende Sturzfluten ankämpfen sehen, dann bin’s bloß ich. Ich bin’s dann bloß. Denn ich radle und radle und radle …

DAS GEHT DOCH NOCH

Manchmal, in einer stillen Stunde, wenn also Ruhe um mich herum eingekehrt ist – das heißt also, bei mir zu Hause in Piepshausen in meinem stillen Kämmerchen, – und nicht wieder ER hinter mir her gekrochen kommt, da frage ich mich bei meiner Treu und Seele, was wohl geschähe, wenn wir tatsächlich unser gesamtes Hab und Gut zusammen geschmissen und ein gemeinsam Heim bezogen hätten …

Im Prinzip weiß ich die Antwort: Ich könnte mich schlicht nicht mehr unter die Leute trauen. Denn im Prinzip verhält es sich ja so, dass ein Dasein an seiner grünen Seite grundsätzlich mit Theater und Schwierigkeiten einhergeht, wo auch immer wir uns gerade aufhalten. Innerhalb der eigenen vier Wände wird gepoltert und gescheppert, da wird lauthals durch die Bude geplärrt, wenn’s mal wieder nicht ganz so läuft, wie man sich das vorstellt, da wird lamentiert und krakeelt, die Nachbarschaft poltert gegen die Wände, der Knatsch ist da, die Hausverwaltung verwarnt und verwarnt …

Leise machen geht bei ihm nicht. Leise bleiben ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wo er geht oder steht, irgendwo kracht und knallt immer irgendwas. Und wenn er nur den Klodeckel plumpsen lässt.

In meiner über achtjährigen Dressurtätigkeit habe ich ihn ja immerhin schon mal so weit, dass er seine Glotze so weit herunter dreht, dass nicht der halbe Wohnblock zur Polizei rennt wegen Ruhestörung. Ich war monatelang auf der Suche nach Hausschuhen für ihn, die überdurchschnittlich trittdämmend wirken, damit die Mieter unter ihm kein Knalltrauma erleiden. In der Küche habe ich sämtliche Schranktürchen innen mit einem Streifen Filz beklebt, damit es nicht so fürchterlich knallt, wenn er etwas aus selbigen Schränckchen entnimmt oder hineinfügt. Wenn er mit Geschirr und Kochtöpfen hantiert, – davon möchte ich gar nicht reden. Und für das WC besorge ich demnächst eine so genannte Absenkautomatik.

Gegen sein lautes Organ ist mir noch keine Lösung eingefallen, außer dass ich von Freitagabend bis Sonntagnachmittag meine ständige Litanei von „Schrei doch nicht so!“ und „Nicht so laut!“ und „Plärr doch nicht so rum!“ von mir gebe. Mehr kann ich nicht tun. Diese Beschwichtigungssätze sind mittlerweile zu meinem heiligen Mantra geworden. Ich merke das schon gar nicht mehr. Wenn wir uns in der Stadt treffen und er mir sein glückliches „Hallooo, meine Kleenä!“, entgegen schmettert, dann sage ich automatisch nicht: „Hallo, mein Schatz!“ oder „Schön, dich zu sehen!“, sondern meine Begrüßung lautet verhalten: „Nu schrei doch nicht so …“ Und dann schreit er zurück: „Ick schrei doch jar nich’!“

Aber es ist wirklich so. Wenn er ums Eck herum gestapft kommt, sieht die gesamte Nachbarschaft rot. Ist er zu Hause, gilt für die Wohnsiedlung der Ausnahmezustand. Befindet er sich außer Haus, werden in besagter Wohnsiedlung drei Kreuze geschlagen und man betet inbrünstig um einen tödlichen Verkehrs-Fahrradunfall für ihn. Ist dieser nicht eingetreten, steht die Nachbarschaft wieder Kopf.

Und wenn wir gemeinsam mal unterwegs sind, fallen wir grundsätzlich unangenehm auf. Weil er laut ist! Weil er sich nicht benehmen kann! Weil er sich in Bezug auf Etikette keinen Reim drauf machen kann! Die Axt im Walde! Eine mentale Dreckschleuder vor dem Herrn!

Und ich mitten drinnen …

Weil es ihm eben keiner beigebracht hat, wie man sich in seinem sozialen Umfeld zu verhalten hat. Und da er so gesehen gar kein soziales Umfeld besitzt, da er jeglichen sozialen Versuch zum Umfeld grundsätzlich vor den Kopf stößt, gibt’s nicht mehr viel an sozialer Zuwendung, die er noch ansteuern könnte. Er verfügt über einen Haufen Nachbarn um sich herum, die allesamt das Kriegsbeil ausgraben, sobald er auf der Matte steht, – und er hat MICH. Als soziales Umfeld reicht ihm das. Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben sich all die dezent und stillschweigend aus seinem Dunstkreis zurückgezogen, die vermutlich ein friedliches und beschauliches Dasein der Anwesenheit einer stets auf Hochtouren laufenden Krawallschachtel vorziehen und schlicht keine Lust haben, sich ununterbrochen auf die Füße treten oder vergrätzen zu lassen. Und dies dann alles unter der Prämisse: Ich hab recht, und wehe, mir kommt einer krumm!

Er ist also nur portionsweise zu genießen …

Fest steht: der Kasper, den ich mir an die Backe geklebt habe, weist folgende vorstechende Wesensmerkmale auf:

1 er hat keine Manieren

2 er geht durchs Leben wie ein Berserker

3 er schreckt vor nichts zurück.

Offenbar nicht einmal vor einer Lebensmittelvergiftung …

Wie das jetzt? Wieso Lebensmittelvergiftung? Was hat eine Lebensmittelvergiftung mit einem nicht vorhandenen sozialen Umfeld samt nicht vorhandener Umgangsformen zu tun?

Jaaa, Leute! Das hängt alles miteinander zusammen, muss man wissen! Denn mit dieser Unerschrockenheit, mit der er durchs Leben scheppert, begegnet er beispielsweise auch dem Inhalt seines – Kühlschrankes …

Ich muss zugeben, zu Anfang unserer Beziehung habe ich mal lieber noch nichts gesagt, wenn ich Zeuge wurde, wie er sich in regelmäßigen Abständen mit wölfischer Leidenschaft über die Produkte in eben jenem Kühlschrank her machte. Ich für meinen Teil hielt mich bei der gemeinsamen Nahrungsaufnahme mit an Angst grenzendem Misstrauen an eben jene Dinge, die mir zum Verzehr halbwegs unbedenklich erschienen. Hauptsächlich an Marmelade und frisch geöffnete Büchsenwurst. Denn wenn man noch ganz verliebt ist und der Himmel noch voller Geigen hängt, hält man sich mit Kritik und Vorhaltungen noch vehement zurück und hegt die leise Hoffnung, dass sich alles, was einem an seinem Liebsten nicht gefällt, mit der Zeit einer Besserung zuwenden mag. Ich hielt meine Klappe und beobachtete argwöhnisch, wenn zum Frühstück oder Abendessen Lebensmittel aus dem Kühlschrank auf den Tisch und somit in meine Reichweite gelangten, die meiner Meinung nach nicht mehr nur das Verfallsdatum weit, weit hinter sich gelassen hatten, sondern offensichtlich schon kurz vor der Mumifizierung standen. In meinem von Geigen verhangenen Liebeshimmel versuchte ich mir vor Augen zu halten, dass dieser Mann vor mir ein armer Mann war und furchtbar viel sparen musste. Aber irgendwie wollte sich bei mir dennoch nicht das Verständnis für jene verarmte Ernährungsform einstellen, die sich mir hier darbot.

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