Birgit Erwin - Die Bibliothek des Kurfürsten

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Oktober 1621. Jakob Liebig, Agent des bayerischen Herzogs, reist nach Heidelberg. Er soll seinem Dienstherrn die wertvollen Handschriften der Bibliotheca Palatina sichern, die der Kurfürst bei seiner Flucht zurückgelassen hat. Doch schon am Tor wird er wegen eines Mordes verhaftet, den er nicht begangen hat. Major Maxilius lässt ihn unter der Bedingung frei, dass er das Verbrechen aufklärt. Dabei stößt Jakob auf ein Dickicht aus Lügen und Spionage. Und bald wird klar, dass nicht nur sein Leben, sondern auch die Bibliotheca Palatina in Gefahr ist.

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Der Wirt zwinkerte anzüglich. »Du suchst Lena?« Über das Stimmengewirr hinweg rief er: »Lena, bring Herrn Němec ein Bier. Das, mein Freund, geht aufs Haus, wenn du noch einmal erzählst, wie du unserem großen Kurfürsten das Leben gerettet hast. Sind ein paar Neue hier.«

Jiří nickte.

Gisbert klopfte ihm auf den Rücken. »Setz dich zu unseren wackeren Recken.«

Ein paar Soldaten rückten bereitwillig auseinander. Vor ihnen standen halb geleerte Humpen, und ihre Bewegungen verrieten, dass es nicht die ersten waren. Es waren gemeine Soldaten, nur einer von ihnen war Unteroffizier, Sergeant Spielvogel, der jeden freien Abend in Reilings Hof verbrachte. Er und Jiří tauschten einen unfreundlichen Blick, als Jiří sich auf die Bank quetschte. In diesem Moment tauchte Lena, die Schankmagd, mit einem vollen Krug auf. »Wohl bekomm’s, Herr Němec.«

Mit einem gefühlvollen Augenaufschlag sah er zu ihr auf. »Nenn mich doch endlich Jiří! Von deinen Lippen klingt es sicher wie eine Liebkosung.« Er griff nach ihrer Hand, war jedoch den Bruchteil einer Sekunde zu langsam.

»Eher wie ein Zungenbrecher. Aber wenn Euch der Sinn nach Liebkosungen steht, die Anni ist sicher gern bereit, Euch ihre Kammer zu zeigen – Herr Němec.«

Jiří hob theatralisch die Hände. »So grausam! Und so schön!«

»Lena!«, rief Spielvogel gepresst. »Noch ein Bier, ja?«

Die junge Frau bedachte die beiden mit einem milden Augenrollen, nickte und verschwand.

Jiří leerte den Krug zur Hälfte und ließ den Blick weiterschweifen. Als er ein bekanntes Gesicht sah, hob er grüßend sein Bier. »Fürchtegott Mertens! Wie geht es Euch?«

Der große, dünne Mann strahlte. »Heute besser als gestern. Ich habe einen wirklich lohnenden Auftrag ergattert. Da winkt viel Geld.«

Jiří grinste. »Geld ist immer gut. Was sollt Ihr tun?«

»Über hundert Kisten soll ich zimmern. Da wird meine Frau endlich mit mir zufrieden sein, bei Gott!«

Ein paar der jüngeren Soldaten lachten grölend, Spielvogel schwenkte seinen fast leeren Krug. »Auf unseren Zimmermann!«, rief er. Mit schwerer Zunge setzte er hinzu: »Kisten! Kisten sind gut! Auf die Kisten!«

Alle ergriffen die Gelegenheit, sich ausgelassen zuzuprosten. Fürchtegott Mertens, der nicht gewohnt war, im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu stehen, errötete und bestellte eine weitere Runde für den Tisch.

»Auf den Zimmermann!« Schwungvoll knallte Jiří den Krug auf die zerschrammte Holzplatte, doch seine Aufmerksamkeit galt nicht dem verlegenen Fürchtegott. Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, dass Lena an einem Tisch in der Ecke stehen geblieben und in ein Gespräch mit einem Gast vertieft war. Der Mann hatte einen Teller mit einigermaßen appetitlichem Fleisch und einen Becher Wein vor sich. Als sie zum Tresen zurückkehrte, wirkte sie verstört. Jiří versuchte, einen Blick auf den Fremden zu erhaschen, der sich hartnäckig im Schatten hielt.

»Jiří«, ein Gast packte ihn am Ärmel seines abgeschabten Lederwamses, »erzähl uns noch mal, wie du bei Prag dem Katholikenpack entkommen bist. Und hast du wirklich den Kurfürsten gesehen?«

»Gesehen?« Jiří genehmigte sich einen langen Schluck. Nachdem er ausgetrunken hatte, stürzte er den Krug um, um den begeisterten Zechern die Nagelprobe vorzuführen. Kein Tropfen rann auf den Nagel seines linken Daumens.

»Lena!«, lallte Fürchtegott. »Mehr Bier. Bier für unseren Helden! War es schlimm?«

»Es war die Hölle!« Jiří hielt Lena den leeren Krug hin. »Und ich habe viele Schlachten erlebt, das könnt ihr mir glauben!«

»Aufschneider!«

Wütendes Gemurmel wurde laut, einer der Soldaten sprang auf. »Halt die Fresse! Wir reden über unseren Kurfürsten! Er«, er zeigte auf Jiří, »ist ein Held.«

»Ich war schon vor zehn Jahren in Jülich dabei, als die Kaiserlichen klein beigaben«, nahm Jiří den Faden auf. Er hatte sich erhoben und sah den Sprecher eindringlich an. »Eurer Kleidung nach seid Ihr Calvinist. Holländer? Damals haben uns die Holländer geholfen, vor Prag haben sie sich feige in ihren Löchern verkrochen. Also, wer seid Ihr? Ihr habt keinen holländischen Akzent.«

»Ich bin Mattes und ich bin Pfälzer«, antwortete der junge Mann herausfordernd. »Ich habe auch für den Kurfürsten und unseren Glauben gekämpft.«

Jiří hob versöhnlich seinen Humpen. »Dann lasst uns auf unseren Kurfürsten anstoßen, ein Böhme und ein Pfälzer. Möge er bald wieder sein Schloss beziehen.«

»Auf unseren Friedrich!«

Eine Weile beteiligte sich Jiří an den wilden Spekulationen und Plänen, wie man dem Kurfürsten helfen könne. Schließlich beugte er sich zu Fürchtegott hinüber, der mit einem betrunkenen Lächeln in sein Bier stierte. Jiří stieß ihm derb gegen die Schulter. »Kisten also, hm?« Als er Fürchtegotts Aufmerksamkeit hatte, senkte er die Stimme. »Echte Kisten? Oder Särge?«

Das selige Grinsen erstarb, der Schreiner starrte Jiří erschrocken an. »Ki… Kisten natürlich. Wie kommt Ihr auf Särge? Wisst Ihr etwas?« Er schaute zur Tür, als ob jeden Moment kaiserliche Soldaten hereinstürmen könnten.

Der Böhme winkte ab. »Wollt nur fragen. Wer braucht schon hundert Kisten? Wer hat die eigentlich bestellt?«

»Der Rat!« Trotz Alkohol und Verunsicherung warf der dürre Mann sich in die Brust. »Der Obere Rat Har­ting persönlich!«

Jiří pfiff durch die Zähne. »Und was wollen die hohen Herren mit hundert Kisten?«

Fürchtegott brachte das Kunststück fertig, gleichzeitig zu trinken und die Achseln zu zucken. »Weiß ich nicht. He, ich frage nicht groß nach, wenn einer mit einem Batzen Geld lockt.«

»Ja klar, würde ich auch nicht.« Jiří folgte mit den Augen Lena, die nicht mehr an seinen Tisch gekommen war.

»Aber eins weiß ich«, beeilte sich Fürchtegott zu sagen, »es muss was Großes sein. Ein ganzer Hausstand vielleicht.«

»Stimmt«, meinte Jiří. »Vielleicht bereitet jemand seine Flucht vor. Na gut, Ihr könnt mich ja auf dem Laufenden halten.«

Fürchtegott runzelte angestrengt die Stirn. »Warum wollt Ihr das eigentlich alles wissen?«

Jiří grinste. »Weil ich ein neugieriger Mensch bin und weil ich Euch helfen will, wenn ich kann.«

»Ihr mir?«

»Aber sicher«, beteuerte Jiří. »Einem wie Euch muss man einfach helfen. Wie geht es Eurer Frau?«

Fürchtegott setzte den Krug wieder an, nur um festzustellen, dass er sich in der Zwischenzeit nicht gefüllt hatte. »Gut.«

»Das freut mich. Der Batzen Geld wird sie gnädig stimmen, wie?«

Der Schreiner machte ein zweifelndes Geräusch. »Jedenfalls werde ich in nächster Zeit oft in der Werkstatt sein.«

Jiřís Antwort ging im Gepolter eines umstürzenden Hockers unter.

»Natürlich kehrt er zurück!«, brüllte Spielvogel. »Wir schicken diese Katholiken zur Hölle, und ich heirate dich, Lena. Ihr werdet es alle sehen, verdammt! Ich werde dich beschützen und … und …«

Der Unteroffizier wurde von zwei Kameraden auf seinen Platz gezogen.

»Man kann es ihm nicht verübeln, wenn er sich besäuft«, murmelte Fürchtegott. »Er muss vielleicht bald in den Krieg. Sie sagen, die Spanier haben bereits Kaiserslautern eingenommen. Was werden wir tun, wenn sie kommen?«

Jiří winkte ab. »Die igeln sich da ein.«

»Meint Ihr?« Fürchtegotts lange Finger umkrampften den Humpen. »Der Winter kommt. Und dann der Frühling. Früher hat der Frühling immer Hoffnung bedeutet, aber heute? Ihr wart am Weißen Berg dabei. Sind die Katholiken wirklich so schlimm, wie alle sagen? Können wir siegen?«

»Katholiken, Protestanten, das ist doch alles …« Jiří erkannte die Angst seines Gegenübers und unterbrach sich abrupt. »Klar siegen wir. Gott ist auf unserer Seite.«

Fürchtegott nickte erleichtert und versuchte zum zweiten Mal, einen Schluck aus seinem leeren Krug zu trinken. Verwirrt stellte er ihn ab und sah sich nach einer der Schankmägde um. Zu Jiřís Ärger war es die blonde Anni mit der kecken Stupsnase, die mit strahlendem Lächeln zu ihnen eilte. Fürchtegott bestellte zwei Bier, nachdem er gefragt hatte, ob er den Helden vom Weißen Berg einladen dürfe – Jiří hatte gnädig zugestimmt, während sein Ärger wuchs, dass Lena schon wieder bei dem einsamen Fremden stand.

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