Bernhard Riedl - Warm gewechselt - kalt erwischt

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Trennungen, meist nach langer Partnerschaft, bei denen sich die Verlassenen wie aus dem Nichts über Nacht als alleinstehend wiederfinden, wohingegen oft die Zuflucht der Gehenden schon vorbereitet ist. Trennungen, bei denen es sich also um einen so 'Warmwechsel' handelt. Mit der Folge, dass die Zukunftsperspektiven der Beteiligten sich deutlich unterscheiden. Der Essay begleitet lakonisch bis ironisch typische Beziehungsverläufe. Er schildert die nun in aller Regel folgende Lebenskrise mit ihren emotionalen Turbulenzen. Und er zeigt unter anderem mit Hilfe psychologischer Perspektiven wie auch der philosophischen Ethik – fundiert, aber in möglichst leichter «Verpackung» – denkbare Antworten wie auch Handlungsmöglichkeiten auf. Letztlich wird der Individualfall als gesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen betrachtet. Die Frage ist, ob angesichts dominierender Normen bzw. Leitlinien, bei denen «Selbstverwirklichung» gewissermaßen die Poleposition innehat, das Vermögen zu lieben verlorengeht. Zum guten Schluss: Der Essay beginnt – nach einer Einführung ins Thema – mit dem Glück, und genau besehen endet er auch damit.
"Ob man nun umgehend ersetzt oder nur ›einfach verlassen‹ wurde, spielt keine Rolle: Ein zentrales, unersetzliches Puzzlestück der Identität hat beschlossen, seine eigenen Wege zu gehen. So schön wie auch schrecklich die Zeit gewesen sein mag
Kein Ratgeber – wer aber einen Rat braucht, kann hier womöglich einen finden. Ein unterhaltsamer Blick auf Paarbeziehung und Trennung mit dem Fokus auf den nahtlosen Übergang in die nächste Beziehung.

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13Philipp Dittberner: Wolke 4

14Hannah Green (2012): Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen: Bericht einer Heilung. Stuttgart Radius

8 Die Stunde der Wahrheit – Überraschung will geplant sein

Genauer gesagt sind es beim »fliegenden Wechsel« zwei Wahrheiten, die zu Tage kommen. Dies geschieht meist in zeitverzögerter Folge, wobei nichts überstürzt wird. Der Verlassende wartet den nächsten Streit ab, den er keineswegs als Mittel zum Zweck von sich aus provozieren möchte, damit es nicht nach dem aussieht, was es ist.

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass ein Streit das notwendige Energiepotential sowie das passende Ambiente bietet, um zu sagen, was man sich »einfach so« zu sagen nicht recht traute, dass man entschieden hat, sich zu trennen. Es versteht sich, dass der Verlassende mit diesem gewissermaßen Meta-Argument in dem Streit die Oberhand bekommt. – Zudem liegt ein weiterer Pluspunkt dieses Verfahrens darin, dass dem Partner ein weiteres Mal seine Unmöglichkeit vorgeführt werden kann.

Die zweite, mit dem Faktor des Warmwechselns zusammenhängende Wahrheit, kommt in aller Regel zeitversetzt daher und häufig in der Form, wie es immerhin hätte auch sein können. Vielleicht aus Rücksichtnahme auf die Verletzbarkeit des zukünftig Alleinstehenden, dem man nicht zu viel zumuten mag.

Hierfür bedarf es keiner besonderen Gelegenheit, sie wird mehr oder minder beiläufig unter der Rubrik »Übrigens, was ich dir noch sagen wollte, ich habe da jemanden …« präsentiert. In halbwegs realitätsnaher Form ist es jemand, den man zufällig just gerade kennengelernt hat, oder noch rücksichtsvoller: sie wird als nette Arbeitskollegin geschildert, bei der man zeitweilig unterkommt. Letztlich, auch das soll vorkommen, bringt aber erst eine etwas zweifelhafte Informationsbeschaffung untrügliche Indizien zu zutage.

9 Nahtloser Übergang – Warmwechseln

Wir hatten auf dem bisherigen Weg einerseits Stadtmusikanten, also Wagemutige, und andererseits warm Wechselnde unterschieden. Die einen meinen, etwas Besseres als den Tod gäbe es überall. Die anderen haben weniger Zutrauen in die Zukunft. Sie ziehen, soweit es irgend geht, Sicherheit vor. Nicht jeder ist von zureichendem Urvertrauen beseelt, und insofern ist ihre Vorgehensweise durchaus vernünftig. Möglicherweise spielt zudem eine besondere, sozusagen psycho-biologische Konstitution eine Rolle, die Wärmeentzug nicht gut verträgt. Man stelle sich vor, ein Warmwechsler läge eines Morgens allein im Bett und wäre erfroren.

Wie dem auch sei, sie fahren, sozusagen als Testlauf, erst einmal zweigleisig, freilich ohne Wissen desjenigen, der nun zur Disposition steht. Und zwar aus nachvollziehbaren Gründen. Weshalb ihn womöglich vollkommen unnötig verletzen? Wozu sollte das gut sein? Mag auch sonst nicht mehr viel vorhanden sein, wenigstens ein Rest von Mitgefühl ist gerade bei langjährigen Beziehungen anzunehmen.

Der Vorbehalt dagegen, ihn einzuweihen, korrespondiert glücklicherweise mit den Konsequenzen, die sich aus dem Bedürfnis nach Sicherheit ergeben. Denn wenn es mit der Nachfolgerin in spe aus irgendwelchen Gründen doch nichts werden sollte, dann würden voreilig offengelegte Karten ein Arrangement mit dem (zumindest dann noch zeitweiligen) Partner deutlich schwieriger machen. Oder schlimmer noch: Was, wenn der Noch-Partner kein Interesse daran hätte, am Casting teilzunehmen?

So scheint es in Fürsorge für beide am besten, darauf zu achten, dass nichts aus der Bahn gerät, was vom praktischen Gesichtspunkt her bedeutet, dem anderen Handlungsoptionen zu nehmen, die er hätte, wenn er um den Stand der Dinge wüsste. Er könnte sich etwa mit Freunden austauschen, sich beraten lassen, vorsorglich Unterlagen kopieren oder eben von sich aus die Reißleine ziehen.

Es könnte sich die Frage nach Fairness stellen, aber abgesehen vom erwähnten Moment der Fürsorge, welcher Großbetrieb, aber auch welcher Ein-Mann-Betrieb spricht schon seinem langjährigen Lieferanten gegenüber, auch wenn er mit ihm definitiv unzufrieden ist, die Kündigung aus, bevor er einen neuen hat? Damit dieser sich seinerseits rechtzeitig und womöglich noch erfolgreicher umsehen kann?

Da in unserem Fall der Externe als Testsieger feststeht, können wir uns dem, was sich für den Verlassenen anschließt, zuwenden.

10 Der freie Fall und der Irrgarten

Ob man nun umgehend ersetzt oder nur »einfach verlassen« wurde, spielt in dieser Hinsicht keine Rolle: Ein zentrales, unersetzliches Puzzlestück der Identität hat beschlossen, seine eigenen Wege zu gehen. So schön wie auch schrecklich die Zeit gewesen sein mag, der Boden, das, was vertraut und sicher war, ist unter den Füßen weggezogen.

Die erste Reaktion darauf ist in so gut wie allen Fällen die gleiche. Man fühlt sich paralysiert, fällt in eine Art Schockstarre, möchte nichts anderes als nur noch die Decke über den Kopf ziehen. Einen Funken Hoffnung gibt es noch. Die Hoffnung, es möge doch alles nicht wahr sein. Woran man selbst nicht ernsthaft glaubt. Hinzu kommt womöglich auf Grund besagter Dramaturgie des sich Trennenden der Selbstvorwurf, es mit diesem Streit endgültig beschieden zu haben. Der Streit, so die Erwägung, war vielleicht genau der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Nach der Schockstarre kommt die Angst, geschürt durch die buchstäblich maßlose Unsicherheit in der Frage, wie man das, was auf einen zukommt – wobei man nicht einmal wirklich weiß, was es ist –, jemals wird bewältigen können. Das aufkommende Gefühl, sich in einem Irrgarten zu befinden, ist geradezu folgerichtig. Eine Welt ist zusammengebrochen und es gibt keinen tauglichen Kompass mehr, eine neue zeichnet sich nicht in den geringsten Konturen ab.

An allen Ecken und Enden gibt es nur Fragezeichen. Was ist richtig, was ist falsch? Richtig und falsch in Bezug worauf? In Bezug auf sich selbst? Wie das? Das Selbstwertgefühl tendiert gegen oder liegt exakt bei Null. Bis auf ein Häufchen Elend ist in dieser Hinsicht nichts mehr vorhanden. Wie sollte man da einen Standort haben und Maßstäbe fürs Handeln?

Ein Übriges tut ein sich drehendes Gefühlskarussell aus Wut, Verletztheit, Selbstbedauern, Angst und Verzweiflung, bisweilen vielleicht Hass und Rachegedanken, garniert mit verklärender Erinnerung und der innigen Hoffnung, dass sich alles wieder richten ließe.

Es ist ein Karussell mit ständig durcheinander wie gegeneinander laufenden Gefühlen und Gedanken. Eines, auf dem mitzufahren von Vergnügen weit entfernt ist. – Glücklicherweise brauchen wir uns nicht mitzudrehen, sondern können die Elemente einzeln betrachten. Es verhält sich wie bei einem Kreis, Anfang und Ende sind nicht auszumachen. Beginnen wir einfach mit der All-Inclusive-Lösung.

11 Allem ein Ende machen?

Die vollständige Lösung bzw. Erlösung zu erwägen, stellt sich wohl ganz ernsthaft nur einer Minderheit, wenn auch solche Überlegungen nicht gerade selten sein dürften. Es wäre gewiss ein Ausweg, aber keiner, der zu weiteren Wegen führte, denn dahinter ist die Welt zu Ende.

Man sieht sich mutterseelenallein, isoliert von der Welt, lebt nicht in ihr. Wie der Panther in Rilkes gleichnamigem Gedicht, der wie betäubt nur noch weiß, dass es hinter den Stäben eine Welt gibt. Wie wieder zu ihr finden?

Ein Zugang wäre – sicher nicht erfüllend, aber fürs Erste ganz tauglich – sich an der praktischerweise auch noch ungewöhnlich kurzen Eigentherapie zu orientieren, die Heinz Erhardt in seinem Gedicht »Der Einsame« beschreibt. Wo es heißt:

»Einsam irr ich durch die Gassen,

durch den Regen, durch die Nacht.

Warum hast du mich verlassen,

warum hast du das gemacht? (…)

Wo bleibt Tod in schwarzem Kleide?

Wo bleibt Tod und tötet mich?

Oder besser noch uns beide,

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