Christian Daumer - Drago

Здесь есть возможность читать онлайн «Christian Daumer - Drago» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Drago: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Drago»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ich bin Christian. Mein Vater ist bei Baumfällarbeiten gestorben. Das war vor meiner Geburt. Seit seinem Tod lebt Mama allein mit mir, in einer einsamen Berghütte. Von Vater habe ich die besondere Gabe, mit den Tieren sprechen zu können. Die Tiere im Wald sind meine Freunde geworden und sie beschützen mich. Aber es droht Unheil.
Igor, der Adler, hat Wölfe im Hagengebirge gesichtet. Und noch schlimmer: Der «Schwarze Peter» ist zurück. Mama will wegen dieser Gefahren wieder ins Tal ziehen. Das muss verhindert werden! Da kommt der Zufall zu Hilfe: Der Lammwirt in Schönau hat einen Dobermann, mit dem er nicht fertig wird und abgeben muss. Der könnte doch zu uns in den Wald kommen? Aber Mama und die Tiere im Wald sind dagegen. Sie alle haben Angst. Doch ein Ereignis sollte die Wende bringen.

Drago — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Drago», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich war mit Mama allein dort oben, ich hatte keine Freunde – aber dazu später.

Oft hatte ich solche Sehnsucht nach Papa, dass ich an nichts anderes denken konnte. Mama redete nie viel von ihm. Aber ab und zu schon. Er sei anders gewesen als die anderen. Die Leut im Tal sagten, er sei ein Freigeist gewesen. Was das ist? Das wusste ich damals selber noch nicht.

Und manchmal hat auch die Mama Angst gehabt, aber zugegeben hat sie’s nicht. Sie sagte immer, neben dem Herrgott passt auch der Papa auf uns auf, immer.

Was machen denn all die Tiere da draußen, fürchten die sich nicht? Mama meinte: „Nein, die Tiere fürchten sich nicht.“

Woher sie das denn wisse?

„Der Papa hat’s von den Tieren erfahren. Er konnt mit den Tieren sprechen – und du, Christian, du wirst das auch einmal können!“

Einmal im Jahr kam der Pfarrer zu uns. Und wenn der Pfarrer kam, dann segnete der unsere Hütte und das Wasser im Weihwassertöpfchen, malte ein Kreuzzeichen auf meine Stirn und sorgte sich: Es sei nicht gut für eine junge, schöne Frau, dort oben allein mit ihrem Kind zu leben. Auch für den Jungen sei es zu einsam hier. Ich solle nach Schönau kommen, zu den anderen Kindern ins Tal, und Mama würde als Lehrerin gebraucht.

Mama blieb respektvoll, aber bestimmt: Für den Christian sei es noch nicht Zeit für das Tal. Der Christian, der sei halt wie sein Vater, der brauche die Natur um sich herum. Das andere lerne er von ihr.

Immer wenn Mama so mit anderen redete, sah ich sie von der Seite an: Die feinen Gesichtszüge und langgliedrigen Finger passten gar nicht so recht hierher.

Ich konnt den Papa gut verstehen, was ihm so an der Mama gefallen hat – und ich war selber sehr stolz auf sie.

Kapitel 2

Der Wald und die Tiere

Am 1. Juli bin ich sechs Jahre alt geworden.

Jeden Morgen – während Mama das Frühstück zubereitete – hatte ich die Leintücher auszuschütteln und auf dem Fenstersims zu lüften. Nach dem Frühstück machte ich den Abwasch, holte die Laken wieder vom Fenstersims und legte sie – sauber gefaltet – in die Betten.

Nach dem Abwasch hatte ich dafür zu sorgen, dass genügend Holz neben dem Kamin lag. Dann kam der Unterricht, der sich bis zum Mittagstisch hinziehen konnte.

Holz hacken durfte ich noch nicht, aber Mama achtete darauf, dass ich zusah.

Den Nachmittag hatte ich zur freien Verfügung.

Ich machte es mir zur Gewohnheit, barfuß allein durch die Wälder zu streunen. Nur wenn es Katzen hagelte oder im Winter hab ich dann Schuhe getragen.

Die Zeit im Wald war die schönste Zeit des Tages. Mama hat mir so viel über die Kräuter und Blumen beigebracht, und was sie mir im Buch gezeigt und erklärt hat, konnte ich vor unserer Hütte selbst entdecken, berühren und erfahren. Meistens suchte ich den Boden nach Kräutern ab, um Mama damit zu überraschen. Mama hat dann die Kräuter für unser tägliches Leben nutzbar gemacht.

Wenn ich beim Suchen aufblickte, sah ich die Tiere des Waldes huschen, die sich anfangs sehr scheu verhielten.

Abends, vor dem Schlafengehen, las Mama mir aus Büchern vor. Es waren Geschichten, die oft in fernen Ländern spielten.

Eines Tages bemerkte ich auf einem meiner Streifzüge ein Reh das sich in - фото 3

Eines Tages bemerkte ich auf einem meiner Streifzüge ein Reh, das sich in einiger Entfernung seitlich mit mir fortbewegte. Blieb ich stehen, blieb auch das Reh stehen. Bewegte ich mich auf das Reh zu, bewegte es sich von mir weg. Ging ich weiter, folgte es mir. Als ich wieder zur Hütte kam, schloss ich schnell die Tür hinter mir, kletterte auf die Spüle und lugte aus dem Fenster hinaus. Und tatsächlich: Das Reh stand am Bach und knabberte an den Fichtenzweigen.

Spontan beschloss ich, meine neue Freundin „Lena“ zu nennen.

Am nächsten Tag konnte ich es kaum erwarten und witschte zur Tür hinaus; meine Hefte und Bleistifte lagen noch verstreut auf dem Tisch. In den Augen von Mama eine Todsünde. Egal jetzt! Nichts wie weg, bevor Mama mich noch erwischen konnte. Ich hörte noch ein Rufen, bevor sich die Tür ganz schloss. Aber eigentlich hatte ich das Rufen nicht richtig gehört und meinen Namen schon gar nicht!

Ich lief sofort unter den Schutz der Bäume und der Wald sog mich auf.

Lena war da! Ich tat so, als würde ich sie nicht sehen und ging bergwärts. Nach einer Weile überquerte ich den Bach und trank sein kühles Wasser. Da hörte ich ein leises Fiepen. Ich richtete mich auf. Nein, ich hatte mich nicht getäuscht: Da war es wieder! Ich ging dem Geräusch nach, und dann sah ich das Unglück: Am Bachlauf lag ein kleines Rehlein mit einem verdrehten Vorderlauf.

Das Fiepen kam von der Mutter, dicht bei ihm.

Das Rehlein musste große Schmerzen haben, aber vor allem sah ich die Angst in seinen großen Augen.

Ich kniete mich langsam nieder. Ohne mir Gedanken zu machen, strömten aus mir Laute heraus, die ich noch nie von mir gehört, die ich noch nie zuvor geformt hatte. „Sei ruhig und hab keine Angst.“

Langsam bewegte ich mich auf den Knien auf das Rehlein zu. Die Mutter stand wie angewurzelt. Da stand auf einmal auch Lena neben mir. Wir sahen uns kurz in die Augen. Dann hob ich das Rehlein in eine andere Position, um den Vorderlauf zu entlasten. Anschließend suchte ich nach ein paar einigermaßen geraden Ästen, nahm meine Schnur aus der Tasche und befestigte die Äste – zu einer Schiene geformt – am Vorderlauf des Rehleins.

„Sei vorsichtig“, hörte ich es da: Es kam von Lena.

Ich nahm gar nicht recht wahr, was sich soeben zugetragen hatte: Lena sprach zu mir – und ich hatte es verstanden!

Ich umfasste das Rehlein mit beiden Armen, hob es behutsam auf und sprach ihm weiter gut zu, in einer fremden Sprache!

Ganz langsam hab ich das Rehlein bergabwärts getragen, jede Erschütterung vermeidend. Obwohl der Körper des Rehleins sich leicht anfühlte, war das Gewicht auf die Dauer sehr anstrengend. Mehrmals wurde mein Verlangen übermächtig, das Rehlein kurz abzusetzen. Dies hätte jedoch wieder Schmerzen bei ihm ausgelöst, sodass ich darauf verzichtete. Einmal bin ich dann doch ausgerutscht und hätte das Rehlein fast sausen lassen.

Da gab es Rufe des Schreckens um mich rum. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie uns Tiere in einigem Abstand folgten. Es wurden immer mehr.

Ich war vollkommen erschöpft. Das Rehlein zitterte am ganzen Leib. Endlich erreichte ich mit lahmen Armen und klammen Fingern unsere Lichtung.

Vor der Hütte rief ich schon laut nach Mama, die mit Stirnrunzeln und einem saftigen Gewitter auf den Lippen sofort öffnete.

Aber schnell war Mama im Bilde und rollte ein Fell vor dem Kamin aus. Wir legten das Rehlein ab, das sofort versuchte aufzustehen. Ich rief nach draußen: „Lena komm rein, hab keine Angst.“

Nach einigen Augenblicken stand Lena an der Türschwelle. Ich winkte sie heran und sagte: „Leg dich zu dem Rehlein, dann bleibt es ruhig.“

Mit einem Seitenblick streifte ich Mama: Sie hatte Tränen in den Augen, legte aus dem Verbandskasten eine Binde bereit und sah mir dann eindringlich in die Augen: „Christian, halt das Rehlein jetzt gut fest. Wenn wir es jetzt nicht richtig machen, muss es sterben.“

Es gab ein knackendes Geräusch, und das Rehlein schrie vor Schmerzen, dann war es still.

Mama hatte das verletzte Bein mit einem Ruck gerade gerichtet, ein Tongefäß aus dem Küchenschrank geholt, die Heilkräuter vorsichtig aufgetragen und schließlich einen festen Verband angelegt.

Ich lockerte den Griff um das Rehlein, und nachdem es ruhig blieb, ließ ich es ganz los.

Lena stupste mich mit ihrer feuchten Nase: „Christian, das werden wir Tiere dir nicht vergessen!“ Dann sprang sie mit einem Satz nach draußen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Drago»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Drago» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Drago»

Обсуждение, отзывы о книге «Drago» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x