Der Koran

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Der Koran ist eines der meistdiskutierten und missverstandenen Bücher der Welt. Das Buch ist die Heilige Schrift des Islam, die gemäß dem Glauben der Muslime die wörtliche Offenbarung Gottes an den islamischen Propheten Muhammad enthält. In einer Einleitung und einem ausführlichen Interview mit einem der führenden Koranforscher Deutschlands, Prof. Dr. Harry Harun Behr, wird der Text, seine Geschichte und dessen mögliche Interpretationen verständlich gemacht. Ein Beitrag zum Dialog der Religionen … 100% Sachbuchklassiker: vollständig, kommentiert, relevant.

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Wie kann es zu der fatalen Koranexegese kommen, die islamische Fundamentalisten betreiben?

Rigidisierung und Fanatisierung sind keine Sonderprobleme des Islams, sondern in allen Religionen zeitweise und lokal begrenzt zu beobachten (vgl. Kippenberg 2008). Sie sind nicht einmal Kennzeichen von Religion an sich, sondern entstehen auch in anderen politischen und ideologischen Kontexten. Dennoch tragen die Prozessstrukturen der religiösen Ideologisierung maßgeblich zum Missbrauch des Islams bei – egal ob es sich dabei um fatale Ideologien oder berechtigte Reaktionen auf strukturelle Gewalt handelt, die diesen Prozessen vorausgegangen ist. Solches zu rechtfertigen aber wäre nichts anderes als dem Teufelskreis der Vergeltung anheimzufallen, wovor der Koran in seinem gleichnishaften Entwurf der Geschichte von Kain und Abel warnt (vgl. 5:27-32).

Und doch schließt sich mit 5:33 eine jener verstörenden Gewaltpassagen des Korans an, von denen sich Muslime wie Nicht-Muslime gleichermaßen herausgefordert sehen. Ähnliches wird für die Gewaltpassagen des Alten und des Neuen Testaments und den überraschend postmodernen Missbrauch dieser Texte in den christlichen Theologien kritisch diskutiert (Bechmann 2005, Berner 2005). Das gestattet folgendes Zwischenfazit: Die hellen und die dunklen Stellen des Korans wie auch der Bibel sind zu verstehen als Text und Gegentext. In manchen der dunklen Texten manifestiert sich in doppelter Hinsicht die gewaltvolle Gegenwart der Akteure, und zwar in historischer wie in aktueller: Noch heute gibt es Versklavung, Landnahme und Missbrauch. Die dunkeln Texte dürfen aber der oben erwähnten Oberflächenstruktur zugewiesen werden; sie erfahren in der Schrift selbst ihre Korrektur durch die hellen Texte, die ihr Licht aus der dahinter liegenden Tiefe schöpfen. Es führt kein Weg daran vorbei: Die Schrift zum Guten auszulegen wird damit zu einer Entscheidung des Subjekts; für diese und nicht für die Schrift selbst sieht es sich von Gott in die Verantwortung genommen (vertiefend Behr 2007 a und b). Ferner gilt: Die Auslegung der Schrift mit Blick ist eine Sache der Ausbildung. Beide also, Halbbildung und der Unwille zum Guten, bedingen die satanische Signatur misslungener Koranexegese. Was man dagegen tun kann? Wachsamkeit, Bildungsarbeit und Gebet.

Welche Rolle spielt die Koranexegese für das Leben der Moslems in Deutschland? Und: Giebt es eine besondere Tradition der Koranexegese in Deutschland? (Also: Sind deutsche Moslems besonders liberal etc.?)

Musliminnen und Muslime in Deutschland können gegenüber ihrer Religion vieles sein: konservativ und liberal, orthodox und reformiert, extrovertiert oder introvertiert, retrograd oder progressiv, interessiert und indifferent… Die Schablonen religionswissenschaftlicher Expertise früherer Epochen helfen hier aber nicht weiter, sondern eher die Instrumente sozial-empirischer Religionsforschung. Allerdings: Für die Musliminnen und Muslime in Deutschland spielt der verstehende Zugriff auf den Koran eine zunehmend wichtige Rolle, zumal wenn verstehendes mit erklärendem Wissen in Konkurrenz zueinander geraten. Den Koran weit gehend erklärend zu interpretieren gehört zum Mainstream islamischer Religionslehre, wie er durch die Prozesse der Migration nach Westeuropa gekommen ist. Aus diesem Blickwinkel heraus wird der Koran in jeder Hinsicht zur norma normans deduktiver Denkstrategien; Andersdenkende mit Lust am Explorativen, am Induktiven, an neuen Wegen sehen sich da schon aus prinzipiellen Vorbehalten schnell der Kritik ausgesetzt. Das Ringen um verstehendes Wissen zeichnet sich demgegenüber durch die größere Mobilität aus, muss aber, wie eingangs erwähnt, vorsichtig zwischen Beharren und Aufbruch lavieren. Der Lohn der Mühe ist die höhere Relevanz der Denkergebnisse und ihr besserer Austausch über die Grenzen hermetischer Denksysteme und kultureller Räume hinweg. Zum einen sehen sich Muslime wie Nicht-Muslime den selben drängenden Zukunftsfragen gegenüber, die nicht nach religiöser Konfession segregieren: Umweltgerechtigkeit, Wirtschaftsfragen, Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens. Mit diesen Fragen wenden sich Muslime natürlich auch an den Koran – vielleicht sogar mehr Muslime an den Koran als vergleichsweise Christen an die Bibel. Zum anderen sind heranwachsende Muslime darauf angewiesen, sich von rigiden und religiös begründeten Einschränkungen zu befreien, wie sie in den sozialen Gruppen entstehen können, denen sie angehören. Mit dem islamischen Religionsunterricht als ordentliches Fach an der öffentlichen Schule beispielsweise werden auch hermeneutische Kompetenzen eingeübt, die dabei helfen sollen, sich selbstverantwortet zur Religion des Islams positionieren zu können. Hierüber kommt es immer wieder zum Disput zwischen grundsätzlichen Strömungen islamischer Theologie und Philosophie (vertiefend Behr 2009 a und b), bei dem es aber eigentlich nur darauf ankommt, miteinander im Gespräch zu bleiben und den Streit fruchtbar zu machen. Ja, Koranexegese als gehobene Streitkultur – das wäre ein interessanter „deutscher“ Weg.

Was können Christen und Muslime aus dem heiligen Buch der jeweils anderen Religion lernen?

Alles und nichts, je nachdem ob sie darauf einlassen, mit dem Herzen zu lesen (vgl. dazu im Koran 7:179, 22:46 und 33:4). Dann – Und nur dann! – können sie nämlich nicht nur lernen, den Anderen in seiner Eigenart anzunehmen und das Andere zu verstehen, sondern damit auch, sich selbst anzunehmen und zu verstehen – und zwar indem sie am Anderen auch das Eigene erschließen. Fremd- und Selbstverstehen gehen Hand in Hand. Wer den Koran dahingehend erliest, stellt fest, wie sehr dieser Aspekt bereits im Koran angelegt ist (vgl. 5:82ff.). Kein Wunder, denn der Islam tritt Christentum und Judentum als das jüngere Geschwisterkind gegenüber – auch wenn ihm bisweilen nicht wie einem Geschwisterkind, sondern wie einem ungeliebten Stiefkind geantwortet wird. Aber auch Muslime können hier viele Fehler machen – und sie machen sie ständig, beispielsweise indem sie meinen, als die besseren Christen auftreten zu müssen; ihnen scheint der Inklusivismus nicht auszutreiben zu sein. Auch hier muss weiter geübt werden – nicht an den Schriften vorbei, sondern mitten durch sie hindurch. Erst wer erfahren und verstanden hat, dass das Heilige Buch des Anderen auch ihm heilig ist, der überwindet das Gegeneinander und das Nebeneinander und erreicht das Miteinander und das Füreinander (vertiefend Behr 2009 c und d).

Literaturempfehlungen zur vertiefenden Lektüre

Bechmann, Ulrike: Bibel und Gewalt - Auf der Suche nach neuen Wegen im Umgang mit der Heiligen Schrift. In: Kügler, Joachim und Werner H. Ritter (Hg.): Auf Leben und Tod oder völlig egal. Kritisches und Nachdenkliches zur Bedeutung der Bibel. bayreuTer forum Transit 3. Lit: Münster 2005. Seiten 105-122.

Behr, Harry Harun: Was einen Moslem an der Bibel reizt. In: Kügler, Joachim und Werner H. Ritter (Hg.): Auf Leben und Tod oder völlig egal. Kritisches und Nachdenkliches zur Bedeutung der Bibel. bayreuTer forum Transit 3. Lit: Münster 2005. Seiten 149-164.

[Behr 2007 a] = Behr, Harry Harun: Grundriss islamisch Teologischen Denkens im Kontext der Bundesrepublik Deutschland. In: Zeitschrift für die Religionslehre des Islam (ZRLI), Heft 1 2007, Jg.1, Seiten 2 ff. Nürnberg 2007

[Behr 2007 b] = Behr, Harry Harun: Die Menschenwürde im islamischen Diskurs. In: Zeitschrift für die Religionslehre des Islam (ZRLI), Heft 2 2007, Jg.1. Nürnberg 2007. Seiten 2 ff.

Behr, Harry Harun: Die anderen fünf Säulen des Islams. Zu normativen Dimensionen des Islamischen Religionsunterrichts. Zeitschrift für die Religionslehre des Islam (ZRLI), Heft 4 2008, Jg. 2. Nürnberg 2008. Seiten 7 ff.

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