Niklaus Meienberg - Forschen

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Sie machten Furore, die Reportagen Meienbergs, erregten Aufsehen, wurden viel gelesen und diskutiert. Sie waren genau recherchiert, dramaturgisch sorgfältig gebaut und brillant geschrieben, ihr streitlustiges Engagement fuhr wie ein frischer Wind in den prätentiös-bildungsbürgerlichen Mief der Feuilletons, und viele von ihnen haben ihre Frische bis heute bewahrt.
Der Inhalt dieses E-Books entspricht dem Kapitel «Forschen» aus Band 1 der Reportagen. Es enthält:
Quellen und wie man sie zum Sprudeln bringt /
Die beste Zigarette seines Lebens /
Hptm. Hackhofers mirakulöse Kartonschachtel /
Zahl nünt, du bist nünt scholdig / Die Schonfrist / Bonsoir, Herr Bonjour Bonjour Monsieur / Vorwärts zur gedächtnisfreien Gesellschaft! /Eidg. Judenhass (Fragmente) / 1798 – Vorschläge für ein Jubiläum / Die Schweiz als Schnickschnack und Mummenschanz / Die Schweiz als Staats-Splitter

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Im Ordner die Protokollakten: Der Regierungsrat X. von Zauggs Heimatkanton und der Regierungsrat Y. des Erschiessungskantons, welche protokollarisch das Recht zur Anwesenheit auf dem Richtplatz haben, verzichteten auf diese Anwesenheit. Auch die Verteidiger wollten nicht beiwohnen. Dann die pathologisch-anatomische Diagnose (die Leichen wurden sofort seziert): Hinrichtung durch Erschiessen. 17 Treffer. 6 Kopfschüsse, 11 Brustschüsse, Sprengung der Schädelkapsel, Schädelbasisfrakturen, weitgehende Zertrümmerung des Gehirns, Schädelschwartenriss, Abriss des linken Ohrläppchens, Zertrümmerung der Brustwirbelsäule, Paravertebrale Frakturen der 2. bis 6. Rippe, 3 Herzdurch- und -streifschüsse, Zerreissung des Herzbeutels, beider Lungenoberlappen und des linken Lungenunterlappens, mehrfache Durchtrennung der Brustschlagader. Hämothorax duplex, zwei Rachenwanddurchschüsse, Zertrümmerung des rechten Humeruskopfes, vacuoläre Depression der Leber.» Signiert: Professor K., eine Kapazität auf dem Gebiet der Pathologie. Dann ein Brief vom protestantischen Pfarrer der Heimatgemeinde Zauggs (eines Dorfes im Emmental): «… dass verschiedene Geschwister nicht einverstanden sind, dass man die Asche Ferdinands ins Grab der Eltern lege, denn das würde dieses Grab der Eltern schänden. Sie können sich gar nicht auf die Tatsache stellen, dass es eine göttliche Vergebung gibt, unter die wir uns selbst dann zu beugen haben, wenn eine weltliche Gerichtsbarkeit keine Gnade mehr geben kann, wie es in diesem Fall wohl geschehen muss.» Die Asche Zauggs und die Leiche Schläpfers kamen dann, weil die Angehörigen sie nicht haben wollten, auf einen Friedhof der Innerschweiz.

*

Kurt Holliger in Burgdorf ist Schützenkönig und Metzgermeister. Eine Mietwohnung am Stadtrand, ähnlich eingerichtet wie die Wohnung der Frieda Schläpfer, ziemlich einfach. Holliger sagt: Wir haben nicht gesungen, das hat sich der Oberst eingebildet. Das sei wieder typisch für Koller. «Üseri Offiziere sy komischi Type gsy», der Koller ein richtiger Protz, ein bissiger Hund. «Mir händ si ghasst wie Pescht.» Die waren nicht wie Menschen, immer kaltschnäuzig. Am Abend, als sie die Erschiessung im Schlachthaus trainieren und auf den Oberleutnant Meinhold anlegen mussten, hätte er am liebsten auf diesen geschossen, um diesen Hund wäre es weniger schade gewesen als um den Johann Schläpfer.

Einer aus dem Peloton habe bei dieser Zielübung im letzten Moment gemerkt, dass eine richtige Kugel im Lauf sei, und habe sie leider entfernt, sonst wäre der Meinhold abgekratzt, da er ihnen so schön die Brust hinstreckte. Gott sei Dank habe er nicht auf den Johann Schläpfer zielen müssen, der ein lieber Kerl gewesen sei, sondern auf die Brust vom Zaugg, der weniger sympathisch war. Auch war Zaugg in der Kompanie als deutschfreundlich bekannt, und damals habe man die Deutschen und ihre Freunde wahnsinnig gehasst, weil sie ihretwegen die Geschäfte zu Hause im Stich lassen mussten. So sei das Schiessen leichtergefallen. Aber trotzdem habe er sich oft gefragt, ob das damals richtig gewesen sei und ob man nicht auf ganz andere Leute hätte schiessen sollen, da waren noch ganz andere Vaganten herum. Nur eben, damals hat der Staat einfach über die Leute verfügt, man führte die Befehle aus. Holliger hat nicht gewusst, dass bei einigen der Schuss nicht losging, sie haben nie darüber gesprochen, sie mussten Geheimhaltung versprechen und wurden von der Heerespolizei nachher bespitzelt. Keiner vom Peloton habe geschlafen in der Nacht vorher. Er habe von Jahr zu Jahr mehr Zweifel, ob es die Richtigen getroffen habe, schliesslich, was könne so ein Fourier schon für wichtige Geheimnisse verraten, verglichen mit einem Obersten.

Eine saubere Exekution? Das könne man eigentlich nicht sagen. Auf jeden Fall nicht sauber für die Soldaten, die Schläpfer und Zaugg einsargen mussten. Die Gesichter aufgedunsen, wie von vielen Wespenstichen. Man habe den beiden ihren Ceinturon etwas höher als sonst gegürtet, damit die Soldaten genau 10 Zentimeter weiter oben visieren konnten, wo sich das Herz befand. Die vordere Schützenlinie hingegen musste auf den Mund zielen. Als sie schon die schwarze Binde über den Augen hatten und ihnen alle Knöpfe an der Uniform abgeschnitten waren, damit das Abprallen der Kugeln vermieden wurde, taten die Feldprediger ihren letzten Zuspruch. Zaugg habe keinen Mucks gemacht, also sagte Pfarrer Hürlimann an seiner Stelle: Herr, ich sühne meine Sünden. Der katholische Feldprediger hingegen habe noch gemeinsam mit Schläpfer ein Vaterunser gebetet. Dann habe es geklöpft. Gleich nachher sei es ans Härdöpfelrüsten gegangen. An jenem Tag gab es Brätkügeli, Härdöpfelstock und Randensalat, das weiss er noch genau.

Man nannte es das Exekutionsmenü.

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