Die neuen alten Frauen

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In diesem Buch geht es weder um Demografie noch um Wissenschaft. Hier kommen ältere, insbesondere allein lebende Frauen zu Wort, die selbstbewusst Ich sagen und von sich und ihrem Alltag schreiben. Die Autorinnen berichten aus unterschiedlichen Perspektiven über ihr gelebtes Leben, teilen Erfahrungen mit, erzählen von ihren Netzwerken. Sie denken über Freundschaft und Spiritualität nach und schreiben auch von Verlusten, vom Verlust des Partners, und wie sie nun allein leben.
Frauen zwischen sechzig und neunzig – eine Generation, die wie keine zuvor markante Veränderungen der Frauenrolle erlebt und erkämpft hat: Wie gestalten sie die Jahre, die ihnen noch bleiben? Wie erkennen sie ihre Möglichkeiten, Fähigkeiten und offenen Wünsche? Wie gehen sie um mit Altern, Abschied und Tod?

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Alte arme Frauen ohne Familienverband hatten kaum solche Perspektiven. Gerade Verdingkinder, die ihren Familienanschluss verloren hatten, blieben in der Regel als Mägde und Knechte in Bauernbetrieben oder arbeiteten als Dienstmädchen in bürgerlichen Haushalten. Sie wurden in der Regel weggeschickt, sobald sie gebrechlich wurden. Dass sie am Dienstort bleiben konnten bis zum Tod, war seltene Ausnahme. Sie hatten grossmehrheitlich schon immer an der Armutsgrenze in wechselnden Arbeitsgemeinschaften gelebt, waren körperlich verbraucht und konnten sich nicht selbst durchbringen. Ihre Endstation als Pflegebedürftige war das Verdingtwerden durch die Gemeinde, oder, falls vorhanden, das Armenhaus.

In den Städten erhielten alte alleinstehende Frauen unter Umständen eine gewisse materielle Unterstützung von gemeinnützigen Frauenvereinen oder Kirchgemeinden; so war für sie eine kärgliche Existenz in Mansarden oder Hinterzimmern möglich. Viele dieser Frauen galten als Einzelgängerinnen am Rande der Gesellschaft. Als «schrullige Alte» mit einem «bösen Blick» wurden sie von ihrer Nachbarschaft häufig ausgegrenzt.

Allein in der Villa: Grossmütter und Erbtanten

In wohlhabenden Kreisen war – wie in Arbeitsgemeinschaften – das Zusammenwohnen von zwei oder drei Generationen bis zur Zeit des Zweiten Weltkriegs üblich. Allerdings bot eine Villa ausreichend Platz für mehrere separat geführte Haushalte. In vielen grossbürgerlichen Häusern lebten im einen Stockwerk die alte Mutter oder Tante mit ihrem Dienstmädchen, im anderen der Sohn oder die Tochter mit Familie und Dienstpersonal. Erinnern wir uns an Ida Bindschedlers Roman «Tur­nachkinder»: Die dort geschilderte Grossmama residierte alleine – natürlich mit Personal – in einem grossen Stadthaus und versammelte regelmässig an Sonntagnachmittagen und hohen Festtagen ihre gesamte Familie im Salon um sich herum. In der Regel blieben diese Patriarchinnen Besitzerinnen ihres Vermögens; erst nach ihrem Tod wurde das Erbe geteilt. Diese Frauen blieben in der Regel tätig, so lange sie irgendwie konnten, sei es innerhalb der Familie oder auch in gemeinnützigen Organisationen, wo sie weiterhin Kontakte zu Frauen ihrer Kreise pflegten. Die Idee des Ruhestandes als Phase des Alterns ohne materielle Sorgen und ohne die gewohnten öffentlichen Aktivitäten wurde um 1900 zwar schon propagiert, aber kaum realisiert.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Zivilstand als Kriterium für ein gesichertes Alter

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Schweiz eine allgemeine Altersversicherung, die AHV, eingeführt. Die Lebenserwartung stieg bis 1950 auf rund 64 Jahre bei den Männern und 68 Jahre bei den Frauen. Und zunehmend wurde es der älteren Generation möglich, unabhängig von den Jungen in einer eigenen Wohnung zu leben. Das ökonomische Wachstum der 1950er- und 1960er-Jahre bewirkte, dass die meisten voll erwerbstätigen Männer nach der Pensionierung eine Rente bezogen, die sie und ihre Ehefrau finanziell unabhängig machte. Diese ökonomische Emanzipation der Alten von den Jungen stellte einen radikalen Bruch mit einer jahrhundertelangen Tradition dar. Bis 1970 stieg die Lebenserwartung auf gut 69 Jahre bei den Männern und 75 Jahre bei den Frauen an. Für die meisten älteren Menschen bildete nun die Pensionierungszeit – der sogenannte Ruhestand – eine neue Herausforderung.

Die materielle Absicherung des Alters war explizit eine Errungenschaft, die voll verdienenden Ehemännern mit ihren nicht erwerbstätigen Ehefrauen zugutekommen sollte. Dem gegenüber blieb die Alterssicherung alleinlebender Frauen wie schon im 19. Jahrhundert stark von ihrem privaten Vermögen abhängig. Aufgrund ihrer durchschnittlich kleineren Einkommen erhielten sie in der Regel eine minimale AHV-Rente und oftmals gar keine Pension aus der 2. Säule – diese war vor 1984 freiwillig und hauptsächlich in Männerbranchen etabliert. Das «Fräulein» in der kleinen Einzimmerwohnung, das sich nach einem vollen Berufsleben mit kleinstem Budget durchs Leben schlug, blieb die Norm.

«Das Vierte Lebensalter ist weiblich»

Heute ist die Lebenserwartung für beide Geschlechter auf über achtzig Jahre gestiegen. Diese Generation hat beim Eintritt ins Rentenalter noch eine jahrzehntelange gesunde und finanziell abgesicherte Phase vor sich. Sie besitzt erstmals in der Geschichte mehr Einkommen und Vermögen als die jüngere Generation. Dies gilt explizit nicht für alle Frauen; aufgrund von unter­brochenen Erwerbsbiografien oder minimalen Löhnen zählen manche von ihnen auch heute zu den armen Alten, die sich oft sogar schämen, die ihnen zustehenden Ergänzungsleistungen zu beziehen. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich gegenwärtig im Alter noch stärker als in früheren Zeiten.

Das Alleinleben im Alter ist heute gerade für Frauen eine realistische Perspektive. Der Anteil alleinlebender Frauen im Alter von 65 Jahren beträgt heute 36 Prozent, bei den Achtzigjährigen leben schon zwei von drei Frauen allein. «Alter» ist heute eine jahrzehntelange Phase mit verschiedenen Stadien: Man spricht vom jungen oder dritten Alter nach der Pensionierung und vom vierten Lebensalter bei Hochbetagten, die oft gebrechlich und unterstützungsbedürftig sind.

Allein zu leben im Alter hält besondere Herausforderungen bereit, die sich nicht nur je nach materieller Lage, sondern auch je nach Zivilstand unterscheiden. Für Frauen, die jahrzehntelang in einer Beziehung lebten, bedeutet das plötzliche Alleinleben eine Art Schock, einen Bruch mit Gewohnheiten, die den Alltag und die Überzeugungen prägten. Je nach Alter beinhaltet ihr Alleinleben grundsätzlich verschiedene Anforderungen – von der Verantwortung, neben der Familie einen eigenen Freundeskreis aufzubauen und eigene Interessen zu pflegen, bis zum Erfordernis, bei Pflegebedürftigkeit den eigenen Haushalt aufzulösen und in einer Institution zu leben bis zum Tod. Sogar materiell gut abgesicherte Witwen sehen sich im vierten Lebensalter von Armut bedroht, etwa wenn das Vermögen für die Pflege des Ehemannes bereits aufgebraucht wurde.

Geschiedene und unverheiratete Frauen haben dem ge­genüber häufig schon eine Tradition des Alleinlebens und die Erfahrung, sich organisieren zu können im Alltag, in der Freizeit und in den Ferien. Viele haben ein tragendes Netz von Freundinnen und Familie und diverse Engagements. Dies alles und auch das Bedürfnis, gerne von Zeit zu Zeit alleine zu sein, erleichtert das Alleinleben im Alter. Das vierte Lebensalter kann aber auch diese Frauen vor extreme Herausforderungen stellen, wenn sie betreuungsbedürftig werden.

Unterstützend ist zudem der Trend, dass Frauen das Alter nicht bloss negativ, als Phase des Abbaus, sondern positiv, als Phase mit spezifischen Herausforderungen wahrnehmen. In Bewegungen wie etwa der «GrossmütterRevolution» organisieren sich alte Feministinnen und mischen sich ein in die Diskussionen um Solidarität zwischen den Generationen und innerhalb der Frauen der eigenen Generation. Sie liefern Fakten wie die hier zitierte Studie «Das Vierte Lebensalter ist weiblich» und prägen die gelebte Frauen-Alterskultur entscheidend. Zudem existiert heute eine Fülle von Literatur zum Thema Altwerden als Frau, die nicht wie früher aus der Feder von Ärzten und Pfarrern stammt, welche alten Frauen Trost bieten wollten. Heute sind es die älteren Frauen selbst, die in zahlreichen Publikationen die Prozesse des Reifens und des Sich-Versöhnens als Privileg des Alterns beschreiben – als eine Chance, die wir in früheren Jahren nicht hätten wahrnehmen können.

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