Willy Mertl - Wild Willy Westbahn -the Guitar Highlander

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Wild Willy Westbahn, mit bürgerlichem Namen Willy Mertl genannt, beschreibt in seiner Autobiografie seine Liebe zum Rock-'n'-Roll, zu einer Zeit als Rock-'n'-Roll noch gleichbedeutend mit Heroin, Alkohol und «nicht gesellschaftsfähig» war. In umwerfend komischen, oft aber auch bewegenden Bildern erzählt er uns von den Höhen und Tiefen seiner Karriere. Angefangen vom ersten Open Air auf dem Mistkarren seines Freundes bis hin zu seinen Erfolgen als Musiker und Produzent lässt uns der «Bayrische Guitarhighlander» auf eindrückliche Weise an seinem ungewöhnlichen Leben teilhaben. Witzig – echt – frech!

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Nur mal zum Vergleich: Ich habe mich in meiner Lehrzeit mit einem Monatsverdienst von 92 Mark, wobei die Fahrkarte für die Berufsschule schon über 30 gekostet hat, oft monatelang von einem Paket Toast täglich ernährt. Es waren 14 Scheiben drin und das Paket kostete 59 Pfennig. Mit einem Glas Himbeermarmelade für 69 Pfennig kam man ziemlich weit. Die Marmelade war billig, denn es waren ja fast keine Früchte drin! Wurst gab es nur, wenn ich ab und zu beim Brotzeitholen von jeder Semmel eine Scheibe abgenommen habe und sie vor dem Eintreffen im Betrieb gegessen hatte. Natürlich ohne Semmel, denn die hätte 15 Pfennig gekostet. Für mich war das Brotzeitholen wohl die ehrenvollste Aufgabe eines nicht akzeptierten Karrosseriebaulehrlings, der ansonsten vollkommen fehl am Platze war. Leider war es die Ausnahme, bestimmt nicht die Regel. 20 Mark waren damals ein Vermögen!

Aber es gab ja die Musik! Hätte ich damals nicht bereits als Musiker in den verschiedenen Tanzbands, wie den heute noch existierenden „Moskitos“, als Keyborder, Gitarrist oder als Sänger ein wenig Geld verdient, hätte ich mir weder den Führerschein noch später ein Fahrzeug leisten können. Bei 210 Mark im dritten Lehrjahr schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit. So verdiente ich damals schon mehr Geld mit meinem Talent als mit meiner täglichen Arbeit, die fünf Tage die Woche von 6.45 Uhr bis 17.30 Uhr ging – mit einer viertel Stunde Brotzeit und einer halben Stunde Mittag. Für 2,5 Pfennige in der Stunde. Lehrjahre sind wohl keine Herrenjahre …

Doch dann winkte das große Geld, immerhin in Höhe von 600 Mark, denn der Gesellenbrief rückte in greifbare Nähe. Nur noch drei Monate, dann würde es bergauf gehen. Dachte ich jedenfalls.

Falsch gedacht: Ich hatte einen Motorradunfall, weil ein betrunkener Maurer seine vollen Einkaufstüten mitten in der Nacht auf der Straße hatte fallen lassen und ich durch das Ausweichmanöver die Kontrolle über meine Maschine verlor. Ausweise und Geldbörse des Maurers waren zwar darin, was ihm eine Strafe von 100 Mark an das Rote Kreuz – und mir einen Krankenhausaufenthalt von sechs Monaten und zwei Tagen in der Unfallklinik samt einer Rechnung über 72 Mark für den Begrenzungspfosten und das Verkehrszeichen einbrachte. Jobverlust, Querschnittslähmung für drei Tage, außerdem sechs Wochen auf dem Rücken liegend auf einem Holzbrett mit nur einem Laken drüber festgeschnallt sein, inbegriffen. Nach dieser schweren Zeit war ich froh wieder unter den Lebenden zu sein – und arbeitslos …

Jugend, die keine war …

14 Jahre alt. Ein schwieriges Alter. Nicht nur für den, der vierzehn ist, sondern auch, und vielleicht noch mehr, für die Menschen, die einen umgeben. Haltlos umherwandernd. Jeder Tag ein freudloser Alltag aus blassen Farben. Ich kann mich, so seltsam fremd es auch klingen mag, nicht an irgendwelche Farben in meiner Jugend erinnern. Als wäre die Welt damals in schwarz-weiß gewesen. Die Erinnerung daran ist wie an einen alten Stummfilm. Nur spielt links vorn kein Klavier dazu. Und die Erinnerung an Töne ist ähnlich wie die an Farben – sie sind nicht vorhanden …

Und an die, an die ich mich dann doch erinnere … Ich wünschte, sie wären nicht vorhanden.

Ich hatte meine geliebte Mutter verloren. Eigentlich nicht an dem Zeitpunkt, an dem ihr irdisches Leben zu Ende ging, sondern schon früher. Nämlich ab diesem Zeitpunkt, den man in der heutigen Zeit neudeutsch den „Point of no return“ nennt. Ab dem Zeitpunkt, an dem ich für mich innerlich beschlossen hatte, mich von ihr zu verabschieden. Verabschieden zu müssen, um mich nicht noch mehr selbst zu verletzen und daran zu zerbrechen.

Kein leichter Schritt. Nicht für einen Erwachsenen und schon gar nicht für einen 14-jährigen Jungen, der bis er zwölf war, keinen Kontakt zur Außenwelt und keinen einzigen Freund hatte. Ich lebte in einem Käfig.

Nicht verwunderlich, denn ich hatte ja das seltene Privileg, in jedes Fettnäpfchen zu treten, das mir jedes Mal wenigstens einen Nachmittag in der Notaufnahme, aber meistens einen längeren Besuch in irgendeinem Mehrbettzimmer eines Krankenhauses einbrachte. Meistens lag ich dann zusammen mit Erwachsenen, die Witze machten, die ich nicht verstand. Und manche verstehe ich bis heute nicht! Oder weiß jemand, warum katholische Nonnen bei allen Büchern die Seite 69herausreißen? Gäbe es einen Eintrag im Guinessbuch der Rekorde für die meisten Fahrten in einem Krankenwagen – ich würde ihn gefühlt bis heute noch halten …

Punktum, ich wurde ziemlich schnell erwachsen. Mit elf war ich noch Kind – mehr noch, ein gefangenes, behütetes Kind und mit zwölf war ich erwachsen. Das war der Zeitpunkt, an dem meine Mutter ins Krankenhaus kam und ich sie nur noch zu Kurzbesuchen zu Hause sehen sollte. Und das war ungefähr an meinem zwölften Geburtstag.

Es war ein trauriger Tag – nicht nur für mich.

Ich erinnere mich noch, dass mein Vater in mein Zimmer kam und etwas machte, das ich weder vorher, noch nachher bei ihm sehen sollte. Auch ein paar wenige Jahre später nicht, als er mit derselben heimtückischen Krankheit auf dem Sterbebett lag. Er weinte.

Dieser starke, stolze Mann, den ich zeitlebens im Streit mit meiner Mutter in Erinnerung hatte, weinte. Ich habe bis heute keinen Mann so weinen gesehen. Und da war mir klar, auch wenn ich nie einen Beweis dafür gesehen habe, irgendwann hatte er sie geliebt. Es ist schwierig als Zwölfjähriger einen Erwachsenen, einen 1,88 Meter großen und 93 Kilo schweren Mann, im Arm zu halten und zu versuchen, ihm Trost und Halt zu geben. Denn Trost und Halt, das hätte ich damals selbst mehr als alles andere gebraucht.

Ab diesem Zeitpunkt änderte sich unser Verhältnis. Mein Vater hatte einen erwachsenen Sohn und ich hatte einen für jede Form der Zuneigung dankbaren Vater.

Ab diesem Zeitpunkt waren wir Freunde.

Ich habe mit ihm meinen ersten Alkohol getrunken. Das war im „Schlößl“. Ich trank einen Grog, ein fürchterliches Rumgesöff, das nur mit sehr viel Zucker zu genießen war, wenn man bei diesem scharfen, heißen Höllengetränk überhaupt von Genuss sprechen kann. Und wir sind gemeinsam Motorrad gefahren. Natürlich fuhr er. Denkt ihr?

Selbstverständlich? Nein, selbstverständlich war es nicht.

Ich bin mit seiner Maschine, einer nagelneuen 900er BMW in orange - silber, oft zum Nachmittagsunterricht in die Schule gefahren. Dann habe ich die Maschine bei der nahen Bäckerei abgestellt und bin mit Lederjacke, auf der hinten groß das BMW Logo eingestickt war und mit Helm (ein signalroter Nolan Helm, wie man ihn damals hatte, als die ersten Integralhelme aufkamen), mit dem Nierengurt meines Schwagers und seinen Stulpenhandschuhen und Cowboystiefeln Größe 46 zum Nachmittagsunterricht gegangen. Kein typisches Outfit eines Schülers der 9. Klasse. Wahrlich nicht … jeder, ob Schüler oder Lehrer, selbst der Vertrauenslehrer oder der Rektor wussten Bescheid. Aber keiner hat je etwas gesagt.

Bis auf das eine Mal: Als ich bei der Abschlussfeier mein Zeugnis vom Konrektor erhielt. Der Rektor war kurz zuvor in Rente gegangen und sein Nachfolger war die Karrieretreppe offiziell noch nicht hinaufgefallen. Der Konrektor beugte sich mit den üblichen Worten „Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Lebensweg“ und so weiter zu mir hinunter und flüsterte mir zwinkernd ins Ohr: „…und aufpassen beim Schwarzfahren …“

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie sogar etwas stolz auf mich waren. Der Ausdruck trifft es vielleicht nicht ganz, aber mir fällt kein passenderer ein. Klar war, dass es zumindest etwas Besonderes war, dass ausgerechnet diese Schule, einen so „wuiden Hund“ – einen „Outlaw“ hatte.

Zu diesem Zeitpunkt liefen im Fernsehen gerade die „Münchner Geschichten“ und „Irgendwie und sowieso“. Vielleicht hat es damit zu tun. Viele lebten damals so wie in einem dieser Filme und versuchten, den Inhalt zu kopieren oder nachzuleben. Cineastische Vorbilder. Ich nicht – mein Film war real und das Drehbuch schrieb das Leben.

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