Lew Tolstoi - Die Kreutzersonate

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Posdnyschew hört auf einer längeren Zugfahrt, wie die Reisenden über Liebe als Grundbedingung für eine glückliche Ehe diskutieren. Posdnyschew erzählt daraufhin seine eigene Geschichte: Mit 30 Jahren, nach Jahren der sexuellen Ausschweifung, beschließt er zu heiraten. Er bekommt fünf Kinder, dann wird seine schöne, junge Frau unfruchtbar und wendet sich der Musik zu. Posdnyschews Eifersucht ist geweckt durch ihr anhaltendes Musizieren mit dem Geiger Truchatschewskij. Sein Wahn eskaliert und kumuliert in einer schrecklichen Tat.

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»Sie wußten nicht, ob sie sich liebten, ob sie sich überhaupt jemals würden lieben können, und sie heirateten den ersten besten, um sich vielleicht ihr ganzes Leben lang zu quälen – ist das etwa nach Ihrer Meinung richtiger?« sagte sie, sich offenbar mehr an mich und an den Advokaten als an den Alten wendend, mit dem sie sich eigentlich unterhielt.

»Gar zu gebildet ist man heute geworden«, wiederholte der Kaufmann, sah die Dame verächtlich an und würdigte sie keiner Antwort.

»Ich wüßte gern, wie Sie den Zusammenhang zwischen der Bildung und der Unverträglichkeit in der Ehe erklären«, sagte kaum merklich lächelnd der Advokat.

Der Kaufmann wollte etwas sagen, doch die Dame fiel ihm ins Wort.

»Nein, die Zeiten sind vorbei«, begann sie und wollte weiterreden, doch der Advokat unterbrach sie.

»Lassen Sie doch, bitte, den Herrn seinen Gedanken klar aussprechen«, sagte er.

»Von der Bildung kommen alle Dummheiten«, sagte der Alte in entschiedenem Tone.

»Erst verheiratet man die jungen Leute miteinander, obwohl sie sich nicht lieben, und dann wundert man sich, daß sie sich nicht vertragen«, beeilte sich die Dame einzuwerfen und sah dabei mich und den Advokaten, ja sogar den Handlungsgehilfen an, der sich von seinem Platze erhoben hatte und, den Ellbogen auf die Rückenlehne gestützt, lächelnd das Gespräch mit anhörte.

»Nur Tiere lassen sich nach dem Willen des Besitzers paaren, während Menschen ihre Neigungen und Sympathien haben«, versetzte die Dame, die den Kaufmann offenbar herauszufordern suchte.

»Sie haben unrecht, wenn sie so reden, meine Gnädige«, erwiderte der Alte. »Ein Tier ist sozusagen ein Stück Vieh, dem Menschen aber ward das Gesetz gegeben.«

»Wie soll man denn aber mit einem Menschen zusammenleben, wenn keine Liebe da ist?« ereiferte sich die Dame, sichtbar bemüht, ihre Anschauungen, die sie anscheinend für sehr neu hielt, in Worte zu kleiden.

»Früher legte man darauf nicht so viel Gewicht«, sagte der Alte in eindringlichem Tone. »Erst in neuerer Zeit ist das Mode geworden. Sobald etwas vorfällt, sagt die Frau gleich: ›Ich verlasse dich.‹ Auch bei den Bauern ist das jetzt so üblich geworden. ›Da,‹ sagt die Frau, ›hier sind deine Hemden und Hosen, ich geh zum Wanjka, der hat schönere Locken als du.‹ Da hilft kein Reden. Ein Weib muß vor allem durch Furcht im Zaum gehalten werden.«

Der Handlungsgehilfe sah erst den Advokaten, darauf die Dame, dann mich an und bezwang sein Lächeln, um die Worte des Kaufmanns zu bespötteln oder gutzuheißen, je nachdem, wie wir sie aufnehmen würden,

»Was für eine Furcht meinen Sie?« fragte die Dame.

»Die Furcht, die die Frau vor ihrem Manne haben soll. Diese Furcht meine ich.«

»Nun Väterchen, diese Zeiten dürften doch ein für allemal vorüber sein«, entgegnete die Dame mit einem gewissen Ingrimm.

»Nein, meine Gnädige, diese Zeiten werden noch lange nicht vorüber sein. Wie Eva, das Weib, aus der Rippe des Mannes geschaffen wurde, so wird es auch bleiben bis ans Ende der Welt«, sagte der Alte und schüttelte dabei so streng und triumphierend sein Haupt, daß der Handlungsgehilfe ihm ohne weiteres den Sieg zuerkannte und laut auflachte.

»Ja, so urteilt ihr Männer«, sagte die Dame, die durchaus nicht nachgeben wollte und uns in der Runde anblickte. »Euch selbst nehmt ihr jede Freiheit, die Frau aber wollt ihr unter Schloss und Riegel halten. Ihr dürft euch natürlich alles erlauben.«

»Wer hat da zu erlauben, nicht darum handelt es sich; durch uns Männer kommt kein Zuwachs ins Haus, aber eine Ehefrau bleibt eine Frau, ein leckes Gefäß«, fuhr der Kaufmann in seiner eindringlichen Weise fort.

Die überzeugende Tonart des Alten brachte die Zuhörer offenkundig auf seine Seite und auch die Dame fühlte sich bereits besiegt, doch gab sie noch immer nicht nach.

»Mag sein, aber ich denke, Sie werden doch zugeben, daß auch die Frau ein Mensch ist und Gefühle hat wie der Mann. Was soll sie nun tun, wenn sie ihren Gatten nicht liebt?«

»Nicht liebt!« wiederholte der Kaufmann finster und zuckte mit den Brauen und Lippen. »Nur keine Angst. Sie wird ihn schon lieben.« Dieses unerwartete Argument gefiel dem Handlungsgehilfen ganz besonders und er stieß einen Laut des Beifalls aus.

»Nein, sie wird ihn nicht lieben«, versetzte die Dame, »und wo keine Liebe ist, da hilft auch kein Zwang.«

»Und wenn die Frau dem Manne untreu wird – was dann?« fragte der Advokat.

»Das darf es nicht geben«, sagte der Kaufmann, »da heißt es eben die Augen offen halten.«

»Und wenn es doch geschieht? Schließlich kommt es doch einmal vor.«

»Bei andern Leuten mag es vorkommen, bei uns kommt es nicht vor«, sagte der Alte.

Alle schwiegen. Der Handlungsgehilfe rückte näher heran, und da er vermutlich hinter den andern nicht zurückstehen wollte, begann er lächelnd:

»Ja, bei einem Kollegen von mir ist auch so ein Skandal passiert. Schwer zu entscheiden, wen die Schuld trifft. Hatte das Pech, sich eine leichtsinnige Frau zu nehmen. Und die machte ihm tolle Streiche. Er war ein gesetzter, gescheiter Mensch. Zuerst ließ sie sich mit dem Buchhalter ein. Ihr Mann redete ihr im guten zu. Sie war nicht zu halten. Allerlei Gemeinheiten trieb sie. Sein Geld stahl sie ihm, da schlug er sie. Doch es wurde nur immer schlimmer mit ihr. Mit einem Ungetauften, einem Juden, mit Verlaub zu sagen, bändelte sie an. Was sollte er tun? Er ließ sie ganz und gar laufen. Unbeweibt lebt er jetzt, sie aber treibt sich herum.«

»Weil er ein Dummkopf ist«, sagte der Alte. »Hätte er sie gleich von Anfang an richtig im Zaume gehalten und ihr nicht nachgegeben, dann wäre sie schon bei ihm geblieben. Man muß von Hause aus die Zügel stramm ziehen. Trau dem Gaul nicht auf dem Felde und der Frau nicht im Hause!«

In diesem Augenblick trat der Schaffner ins Coupé und fragte nach den Fahrkarten zur nächsten Station. Der Alte gab seine Fahrkarte ab.

»Ja, die Weiber muß man bei Zeiten kurz halten, sonst geht die Sache schief!«

»Aber Sie haben doch eben selbst erzählt, wie verheiratete Leute sich auf dem Jahrmarkt in Kunawino belustigen!« platzte ich heraus.

»Das ist eine Sache für sich«, sagte der Kaufmann und versank in Schweigen.

Als das Haltesignal ertönte, erhob sich der Kaufmann, holte seine Reisetasche unter der Bank hervor, schlug die Pelzschöße übereinander, lüftete die Mütze und stieg aus dem Wagen.

2

Kaum war der Alte hinaus, so begann sofort eine mehrstimmige Unterhaltung.

»Ein Patriarch des Alten Testaments«, meinte der Handlungsgehilfe.

»Der leibhaftige Domostroj«, sagte die Dame, »was für eine rückständige Auffassung von der Frau und der Ehe!«

»Ja, wir sind noch weit entfernt von der europäischen Ansicht über die Ehe«, sagte der Advokat.

»Der Kernpunkt, den solche Leute eben nicht begreifen«, sagte die Dame, »liegt darin, daß eine Ehe ohne Liebe keine Ehe ist, daß nur die Liebe die Ehe heiligt und daß nur eine Ehe, die von der Liebe geheiligt ist, als richtige Ehe gelten kann.«

Der Handlungsgehilfe hörte zu und lächelte, augenscheinlich bemüht, möglichst viel von den klugen Gesprächen zu gelegentlichem Gebrauche zu behalten.

Während die Dame sprach, ließ sich hinter meinem Rücken ein Laut wie ein ersticktes Lachen oder ein Knurren hören und wir erblickten meinen Nachbar, den grauhaarigen Krauskopf mit den glänzenden Augen, der während der ihn offenbar interessierenden Unterhaltung unbemerkt zu uns herangetreten war. Er stand die Hände auf die Lehne seines Sitzes stützend da und war sichtlich erregt: sein Gesicht war gerötet und der eine Wangenmuskel zuckte beständig.

»Was ist denn das für eine Liebe … Liebe … die die Ehe heiligt?« sagte er stockend.

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