Robert Mirco Tollkien - Madonnenländchen

Здесь есть возможность читать онлайн «Robert Mirco Tollkien - Madonnenländchen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Madonnenländchen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Madonnenländchen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das Erwachen des Herrn Kukas
Kuka demütigt seine Untergebenen. Kuka quält die Schwachen. Kuka grübelt darüber, wie er seine psychisch kranke, ehemalige Gattin in den Freitod treiben kann. Kuka erwacht eines Morgens in einem tür- und fensterlosen Raum aus zyklopischen Steinen; seine persönliche Ewigkeit.
Die Wiedergeburt
Im Herzen des neuen Computers erwacht mit der ersten Energie der Überrest einer uralten Spezies zum Leben. Gar grausig sind die Erinnerungen an den Sündenfall ihrer Art. Der junge Zocker weiß selbstverständlich nichts von dem Gast in seinem Zimmer. Nur die tapfere Chihuahua-Dame Kiki steht vor dem Tower eifrig auf der Wacht.
Klaus
Durch die geheimnisvollen Zutat Dionysos steigt Klaus vom ehemaligen Obdachlosen zum Starkoch der globalen Gastronomieszene auf. Doch der märchenhafte Erfolg ruht auf einem gar finsteren Fundament. Als Klaus lediglich noch ein sterbendes, von Alkohol und Psychopharmaka gezeichnetes Wrack verkörpert, stößt ein alter Freund im Keller von dessen Villa auf das unsagbar grauenhafte Geheimnis des großen Küchenmeisters.
Midas kalte Gold
Die bereits reiche Carola wünscht sich stillschweigend die märchenhafte Fähigkeit, dass sie Dinge in Gold verwandeln könne. Gar nicht bange ist ihr beim Erscheinen einer pyramidenhaften Kreatur, denn diese erfüllt ihr diesen geheimen Traum. Doch das sogenannte Geschenk lässt den finstersten Albtraum Realität werden.
Eine Stadt aus Papier
Um Ängste und Depressionen in die Knie zu zwingen, beginnt Paul auf den Rat einer Ärztin mit dem Schreiben fantastischer Geschichten. Was der kleine Angestellte nicht ahnen kann, ist, dass jede verfasste Zeile gravierende Auswirkungen in einer jenseitigen Welt verursacht.
Das Virus
Aus einem blasphemischen Labor entweicht das Virus. Es reagiert auf die Gier und Oberflächlichkeit der Menschen. Wer von ihm befallen wird, den zersetzt es in seine Atome.
Kurz darauf tritt Taxifahrerin Secil in eine plötzlich fremdartige Welt hinein. Ihr sonderbarer Weg durch die Straßen der Millionenstadt führt sie in die Tiefen eines beinahe verwaisten Automatencasinos.
Madonnenländchen
Unter wundervoller Idylle liegt ein unheilvolles Labyrinth. Es ist dies eine Welt elitärer Brüder und Schwester, greller Drogen, finsterer Götter und tiefster menschlicher Abgründe.
Ein braver Prokurist gerät während einer Dienstreise durch schicksalshafte Fügung in dieses Reich hinein. Schnell erkennt er, dass sich Grauen und Unmenschlichkeit bis ins Unendliche steigern lassen. Und eine weitere Sache steht rasch fest; sämtliche Pfade des Labyrinthes münden im Wahnsinn. Doch der ist an diesem Orte Erlösung.
Sieben fantastische Kurzgeschichten, deren Spektrum vom klassischen Teufelspakt über Ängste und Depressionen bis hin zur endzeitlichen Dystopie reicht. Augenzwinkernd wird zudem das Thema Verschwörungen aufs Korn genommen.

Madonnenländchen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Madonnenländchen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Gegen acht Uhr, meiner Erfahrung nach konnte ich an Abenden wie diesen gegen 23:00 Uhr Feierabend machen, betrat Greta in Begleitung eines unbekannten Mannes das Lokal.

Von den heute wenig anwesenden Stammkunden wurde die Chefin gar freudig begrüßt.

Anschließend kam sie mit dem Fremden zu mir und ich konnte ihn im fahlen Licht einer Kneipe genauer betrachten. Sein Gesicht wies Spuren eines harten Lebens auf und unter seinem linken Auge sah der Betrachter das letzte Stadium eines abschwellenden Veilchens. Die Kleidung passte nicht recht zusammen, sah verblichen und wie unzählige Male gewaschen aus, roch allerdings frisch nach Weichspüler.

„Klaus“, fing Greta zu erklären an, „hat schwere Zeiten durchgemacht. Er wird für eine Weile in dem Mansardenzimmer oben im Haus wohnen und uns während der Karnevalsmonate in der Küche unterstützen, weil er gelernter Koch ist. Nächstes Jahr werde ich zweiundsechzig und mir geht die Arbeit auch nicht mehr von der Hand, wie als ich zu Beginn der Fünfzigerjahre in das Gastronomiegeschäft eingestiegen bin. Heute ist wahrlich nicht viel los. Kannst du bitte Klaus herumführen, damit er seinen Arbeitsplatz kennenlernt! Dann kann er morgen Nachmittag schon anfangen.“

So zeigte ich Klaus all das, was er wissen musste, um hier möglichst schnell seine Tätigkeit antreten zu können.

Als gegen zehn vor elf sich auch der letzte Stammgast dieser kurzen Nacht auf den Heimweg machte, saßen Klaus und ich noch in der Schankstube auf ein paar Kölsch vom Fass zusammen.

Beim Plaudern erfuhr ich, dass er vierunddreißig Jahre zählte, aus dem Nürnberger Raum stammte, Koch aus Leidenschaft mit Meistertitel war und gar bis vor fünf Jahren ein Nobelrestaurant in Chicago geleitet hatte. Einer alten Liebe wegen kehrte Maderer nach Franken zurück, lebte eine Weile äußerst glücklich, arbeitete in einem gut laufenden Landgasthof und dachte gar an Hochzeit. Doch die Liebe zerbrach, sie verließ ihn und Klaus fiel in ein tiefes Loch. Ohne Antrieb verlor er seinen Job und weil er in einer tiefen Depression steckte, wurden selbst die Gänge zum Arbeitsamt zu einem schier unlösbaren Problem, so dass er kurze Zeit später keine Miete mehr zahlte und man ihm die Wohnung irgendwann kündigte. Aus Scham vor seiner Mutter – der Vater war bereits vor Jahren an Krebs gestorben – erzählte Klaus die Lüge vom Job als Chefeinkäufer eines Lebensmittelgiganten. Er weile mal hier und mal dort auf dieser Welt und ließe sich deshalb in seiner Wohnung keinen Telefonanschluss legen.

Tatsächlich tingelte Klaus als Vagabund kreuz und quer durch die Bundesrepublik, nächtigte unter Brücken, auf Park- sowie Friedhofsbänken, bevor er zur kühleren Jahreszeit hin häufiger in Obdachlosenasylen einkehrte. In einer von diesen Einrichtungen war er an Greta geraten.

Weil es praktisch kein Thema, sei es aus dem Bereich Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Sport, gab, bei dem er nicht durch fundierte Kenntnisse mitreden konnte, machte Klaus einen äußerst intelligenten Eindruck auf mich, der erfreulicherweise noch von einer gehörigen Portion Humor und Geselligkeit ergänzt wurde. Unser später, gemeinsamer Abend verlief wahrlich angenehm.

Erst um Viertel nach drei in der Früh sperrte ich die Gaststättentüre endgültig hinter mir zu und ging durch die herbstliche Kühle den halben Kilometer in die Südstadt zurück. Während die wunderschönen, alten Häuser im sanften Licht der Straßenlaternen vorbeizogen, machten sich die Bierchen mit Klaus deutlich bemerkbar. Es stand also fest, dass die Vorlesung zur römischen Komödie morgen um neun Uhr für mich ausfallen täte.

Als ich die Wohnungstür hinter mit ins Schloss zog, befanden sich meine zwei Mitbewohner längst im Reich der Träume.

Anno 1983 lagen das Internet und selbst Fernsehen, welches vierundzwanzig Stunden sendete, noch in einer fernen, fernen Zukunft. Es gab ARD, ZDF, ein drittes Regionalprogramm und unter der Woche, sofern kein außergewöhnliches Ereignis vorlag, stellten die öffentlich-rechtlichen Sender den Fernsehbetrieb spätestens um halb zwei ein.

Zum Abschluss dieses Tages blieb mir nichts weiter übrig, als auf dem Bette noch ein paar Seiten zu lesen und dabei leise Popmusik im Radio zu hören, bis sich die Augenlider förmlich von alleine schlossen.

Schön, das muss auch heute klar so gesagt werden, fand ich diese unhektischen Zeiten jenseits der Volldigitalisierung aller Lebensbereiche dennoch.

Am übernächsten Tag, zum Start in die fünfte Jahreszeit des Rheinlands, durfte ich zum ersten Mal eine Kostprobe von Klaus Küchenkünsten nehmen. Bei dem Gericht handelte sich um eine pürierte Kartoffelsuppe mit grober Wurst und Speck darin. Obgleich meine Eltern ganz ausgezeichnet kochen konnten, musste ich neidlos anerkennen, niemals zuvor eine solch köstliche Suppe gegessen zu haben.

Klaus, soviel stand schnell fest, beherrschte sein Handwerk wahrlich meisterlich.

Der Winter löste den Herbst ab und zwischen Maderer und mir entstand rasch ein wahrlich freundschaftliches Verhältnis.

Er kam zu den Partys der berühmt, berüchtigten Südstadtwohngemeinschaft, kochte für uns Jungs und ein jedes Mal waren diese Mahlzeiten himmlische Freudenfeste für die Gaumen.

Nachdem der Karneval am Aschermittwoch zu Ende gegangen war, schickte der Frühling erste seichte Vorboten ins Land.

Zu dieser Zeit trat Greta an Klaus heran, um ihm von einem äußerst interessanten Jobangebot in einem Nobelrestaurant in den Bergen auf der anderen Rheinseite zu berichten.

„Das Lokal gehört dem Jahn, der regelmäßig hier auf sein Kölsch kommt. Er besitzt mehrere Häuser in der Südstadt und ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der in dies und jenes investiert. Alles, was er anpackt, wird irgendwie zu Gold. Jetzt steigt er in die gehobene Gastronomie ein und er sucht dafür einen fähigen Koch. Er kann dir mehr bieten, als ich das kann; mehr als ein paar Mark auf die Hand und ein kleines Zimmer voller alter Möbel unter dem Dach. Außerdem musst du höhere Aufgaben haben, als in einer Eckkneipe Schnitzel zu braten, Kartoffeln zu kochen oder Pommes in die Fritteuse zu schmeißen. Du, mein lieber Klaus, bist hier chronisch unterfordert und brauchst eine Herausforderung, bei der du deine Fähigkeiten voll entfalten kannst."

Klaus nahm das Angebot an, nicht jedoch ohne sich zuvor demütig und voller Aufrichtigkeit bei Greta bedankt zu haben.

Seinen Ausstand aus dem kleinen Betrieb der werten Gastronomin Frau Greta Schmitz gab Klaus gebührend in der Südstadtwohngemeinschaft.

Bei Bier, Whiskey–Cola und einigen anderen psychotropen Substanzen, welche Menschen, die relativ jung und für alles offen sind, im lockeren Kreis konsumieren, hielt die Party von Samstagabend, 20:00 Uhr, bis Montagmorgen, 09:30 Uhr, an.

Nach diesem legendären Gelage war ich zunächst derartig fertig, dass ich die gesamte Restwoche nicht wirklich in die Uni gehen konnte, und somit nur eine Vorlesung zum Salischen Kaisertum am späten Donnerstagnachmittag und ein Linguistik-Seminar am Freitagvormittag besuchte.

In der sich anschließenden Zeit sah man Klaus logischerweise immer seltener. Er nahm sich unweit seiner neuen Arbeitsstätte in Königswinter eine Wohnung und kam nur gelegentlich an seinem einzigen freien Tag unter der Woche mit der Straßenbahn auf die linke Rheinseite herüber.

Das Restaurant in den Bergen brummte Dank der Künste meines Freundes und Herr Jahn honorierte ihm dieses mit einem überdurchschnittlich großzügigen Gehalt. Wenn man es rein auf das Berufliche bezog, konnte es für Klaus Maderer kaum besser laufen.

Der alternde Herr Jahn selbst, dessen erwachsener Sohn in Australien lebte, schien sich zudem zu einer Art Ersatzvater für Klaus zu entwickeln. Ich kannte Jahn als stets netten, höflichen, auf dem Boden gebliebenen Zeitgenossen, mit dem man, wenn er vor dem Tresen hockte, auf höherem Niveau über Gott und die Welt reden konnte. Beruflich investierte der studierte Diplom–Ingenieur rund um den Globus in eine Vielzahl von Sparten und Unternehmen, von denen er einige selbst besaß. Ob es sich um Minen auf dem afrikanischen Kontinent, Wohnungen in Singapur, Beteiligungen an nordamerikanischen Sport-Franchise oder eben noble Restaurants handelte; Herr Jahn machte mit vielerlei Dingen sehr gutes Geld. Allerdings wussten wir, Greta inklusive, nur, dass er auf diese Art und Weise seinen Lebensunterhalt verdiente, während uns über die Größe seines Vermögens nichts bekannt war, da er niemals darüber redete. In seinem gesamten Auftreten kam Jahn eher dezent daher, trug keine teuren Uhren oder Designeranzüge, sondern setzte auf blaue Levis 501 von der Stange und dazu zumeist schlichte, rote T-Shirts oder Pullover. Auch am Thema Nummer Eins wohlhabender, älterwerdender Männer, dem Automobil, schien ihm kaum etwas zu liegen. In schöner Regelmäßigkeit betonte der Unternehmer, dass er als Städter kein Fahrzeug benötige, sondern zu Fuß gehe oder gelegentlich ein Taxi nehme.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Madonnenländchen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Madonnenländchen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Madonnenländchen»

Обсуждение, отзывы о книге «Madonnenländchen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x