Friedrich Gerstäcker - Die Missionäre

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Auch in diesem Roman entführt uns Friedrich Gerstäcker in die Südsee. Auf einer kleinen Insel landet Berchta, eine junge Adlige aus Deutschland.
Ihre romantischen Vorstellungen, den Heiden der
Südsee den christlichen Glauben zu bringen,
lassen sie kopfüber in ein unglaubliches Abenteuer stürzen. Sie reist völlig unbedarft mit der Missionsgesellschaft in die Südsee, heiratet dort einen ihr bis dahin vollkommen unbekannten Missionar und lebt nun unter den Einheimischen. Zunächst erfolgreich, müssen die Missionare jedoch schon bald erkennen, dass sich der Häuptling der Insel nur taufen ließ, um mit Hilfe der Schusswaffen der Weißen die Insel zu unterwerfen und seinen Herrschaftsbereich auszubauen. Es kommt zum Krieg auf der idyllischen Insel, und Berchta ist mitten im Geschehen…

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Von jetzt ab schilderte er nur die stille Thätigkeit in den kleinen, von den Missionären angelegten Colonien, ihren Fleiß und ihr Streben, aber auch den Mangel, dem die Eingeborenen anheimgegeben wären. Auf nichts waren sie ja vorbereitet, um jetzt auf einmal in ein gesittetes Leben überzutreten. Ihre Tracht stand im Widerspruch mit den Gesetzen der Sittlichkeit; Kenntnisse besaßen sie gar keine; wie Kinder mußten sie herangezogen und gekleidet werden, wie hülflose Kinder, die sie, wenn auch nicht an Körper, doch sicher an Geist waren. Aber lernbegierig hatten sie sich gezeigt, und bei der Masse /31/ der Zuströmenden, die Belehrung verlangten, fehlte es noch immer an Lehrern, besonders an Lehrerinnen; waren ja doch auch fast nur junge Missionäre all' diesen Gefahren begegnet, da sie, wenn sie auch ihr eigenes Leben nicht achten wollten, doch nicht wagen durften, mit Frauen und Kindern in ein Land zu ziehen, wo jede Nacht das Schlachtgeheul der Wilden ihre Hütte umtoben und seine Opfer fordern konnte. Um aber Lehrer und Lehrerinnen dort hinüber zu senden, brauchte man Geld, denn diese mußten auch mit allem Nöthigen ausgestattet werden. Selbst das kleinste Scherflein war deshalb willkommen, und wo Einzelne nicht im Stande seien, wirklich baares Geld zu missen, da erbot sich die Missionsgesellschaft, auch andere Liebesgaben zu übernehmen und sicher an den Ort ihrer Bestimmung zu befördern. Wenn noch irgend Jemand nähere Auskunft über die Art dieser Sammlungen haben wolle, so sei er selber gern erbötig, sie ihnen heute Nachmittag in Rothenkirchen zu geben.

Der Schluß der Predigt klang, gegen den glühenden Anfang und die begeisterte Schilderung der dortigen Zustände, da er fast nur von Geschäftssachen handelte, ein wenig nüchtern; aber es ließ sich das auch eben nicht vermeiden. Er konnte ja das nicht unerwähnt lassen, was der Hauptzweck seiner ganzen Reise und Wanderung war: Propaganda für die Mission zu machen und ihre Zwecke durch Sammlungen zu fördern.

Wenn sich nun Johnson auch nicht gerade rühmen durfte, auf die Männer, die noch dazu größtentheils einen andern Inhalt der Predigt erwartet hatten, einen besonders tiefen Eindruck hervorgebracht zu haben, so war das dafür um so entschiedener mit den Frauen der Fall, die bei der ganzen Rede fast zu Thränen zerflossen und mit oft peinlicher Spannung gerade den Schilderungen folgten, die über das Familenleben der Indianer, über die armen und nur zu oft hingemordeten Kinder handelten. Ihre weichen Herzen faßten das Schreckliche solcher Zustände nicht allein auf das Lebendigste auf, sondern malten es sich auch vielleicht noch in übergrellen Farben aus, und oh wie gern hätten sie da geholfen, wenn es nur in ihrer Macht gestanden! Aber was sie thun konnten, /32/ - dazu waren sie fest entschlossen – wollten sie auch sicher thun, und als die Predigt zu Ende war, sammelten sich die Frauen (während die Männer in die Taschen griffen und manchen harten Thaler in das für die Mission ausgestellte Becken warfen) vor der Kirche auf dem freien Plan und besprachen in lebendigen Gruppen das eben Gehörte, ja warteten ungeduldig auf den Moment, wo sie den fremden Geistlichen sprechen und seinen Rath hören konnten, wie sie es am besten anfangen sollten, seinen Wunsch zu erfüllen und sich an der Mission zu betheiligen.

In dem besonders abgetheilten „Stuhl“ in der Kirche – ein großer, logenartiger Raum, in welchem wohl zehn Personen Platz fanden und der nach Schloß Schölfenstein gehörte – hätte sich denn auch die Freiherrlich Schölfe’sche Familie eingefunden. Selbst Franz war mitgekommen, um den berühmten Missionsprediger zu hören, dessen Lob schon in den verschiedenen Zeitungen gestanden und von dessen Tüchtigkeit er sich selber gern überzeugen wollte. Und selbst Franz war von der Beredsamkeit des Mannes hingerissen worden, denn er schilderte wirklich mit einer Lebendigkeit, die das, wovon er sprach, wie vor den Augen der Hörer heraufzauberte.

Als sie aus der Kirche traten, kam Johnson auf sie zu und bat sie, ihn heute zu entschuldigen, wenn er nicht oben beim Diner erschiene. Er habe jetzt so viel hier unten zu thun, so viel Fragen von oft weit hergekommenen Leuten zu beantworten, daß er nicht gut abkommen könne.

Er mischte sich dann auch augenblicklich unter die Leute, die ihn von allen Seiten umdrängten, und freundlich mit ihnen redend, schritt er langsam dabei der großen Linde zu, unter welcher er den Sammelplatz bestimmt hatte.

„Hör einmal, Berchta“, sagte Franz, als sie zusammen den Schloßberg hinaufschritten und er dabei der Base den Arm gereicht hatte, „weißt Du wohl, daß ich sehr froh darüber bin, daß Selma heute Morgen nicht bei uns war und die Predigt mit angehört hat?“

„Und weshalb, Franz?“ fragte das junge Mädchen, indem sie ihre Augen voll zu ihm aufschlug. Berchta war über-/33/haupt sehr still geworden und schritt, eine lange Strecke sinnend und ihren eigenen Gedanken nachhängend, neben Franz her.

„Das will ich Dir sagen,“ erwiderte Franz, „weil sie überdies schon Feuer und Flamme für dies Missionswesen ist und nach der Rede heute Morgen ihr Herz ganz daran hängen würde. Das ist ein famoser Bursche, dieser alte Prediger, und hat die Gabe der Rede in hohem Grade. Wenn ich etwas im Staate zu sagen hätte, ließe ich den auch bei Gott nicht herumziehen, denn er kann Unheil anrichten.“

„Unheil, Franz?“

„Allerdings,“ nickte dieser, „denke Dir nur, wenn ein leicht exaltirtes und überhaupt schwärmerisches Wesen wie Selma solche Dinge mit solcher Beredsamkeit vorführen hört, so sind die Folgen ganz unberechenbar, und wenn sie auch nicht gerade selbst aufpackt und als Missionärin hinauszieht, so wird sie doch auf Jahre nichts weitere im Kopfe haben, als Strümpfe für barfüßige Heidenkinder zu stricken, Röcke zu nähen oder Sammlungen zu veranstalten, und damit eine ganze Nachbarschaft unbehaglich machen.“

„Und thäte sie damit nicht ein gutes Werk, Franz?“

„Bah, fang Du nicht etwa auch noch an, Bäschen,“ sagte der Vetter, „meine Meinung ist, daß wir jenen sogenannten „blinden Heiden“ einen viel größeren Gefallen thäten, wenn wir sie ruhig und zufrieden ließen, eingeladen haben sie uns wahrhaftig nicht, um zu ihnen zu kommen.“

„Alle Wetter, Kinder,“ sagte in diesem Augenblick der Freiherr, der eine kurze Strecke mit dem Verwalter zurückgeblieben war, um Einiges mit ihm zu besprechen, und sich jetzt den beiden jungen Leuten wieder anschloß, „hat unser geistlicher Herr von der Mission aber ein Mundwerk am Kopfe. Allen Respect; der kann wahrlich das Blaue vom Himmel herunterreden, und mir ist ein paar Mal selber, wie er von den Kindermorden sprach und sie beschrieb, siedendheiß dabei geworden. Es geht doch eigentlich wunderlich in der Welt zu, und wir, die wir hier in vollkommen geregelten Verhält-/34/nissen sitzen und darin aufgezogen sind, merken gar nichts davon und wissen noch viel weniger darüber."

„Ich bin fest davon überzeugt, daß er furchtbar übertrieben hat," sagte Franz.

„Ich weiß nicht," meinte der Freiherr achselzuckend; „weshalb sollen solche Sachen nicht vorgekommen sein und vielleicht noch vorkommen? Möglich ist's immer, und es bleibt nur die Frage, ob die Missionäre das ändern können. Das Land ist weit, und überall können sie doch nicht sein. Heut Abend muß er uns übrigens erzählen, bei welcher Gelegenheit er den Hieb über den Kopf bekommen hat. Er scheint freilich nicht gern davon zu sprechen."

„Weshalb bist Du denn so still, Berchta?" fragte Franz seine schöne Begleiterin. „Fehlt Dir etwas?"

„Mir? nein," sagte das junge Mädchen, wie aus tiefen Gedanken auffahrend, „ich dachte nur eben über so Manches nach, was der Missionär heute gesprochen. Es ist doch eine vollkommen neue Welt, die uns da erschlossen wird und in die wir uns eigentlich erst hineinleben müssen."

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