Dirk War - Marta

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Marta: краткое содержание, описание и аннотация

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Unterschiedliche Blicke ruhen auf einer jungen, schönen Frau.
Drei Blickwinkel, und keiner scheint der richtige zu sein.
Die Lüge von drei Seiten betrachtet? Oder doch: das Leben?
Melancholie und Verliebtheit, oder Depression und Klischee?
Eine Reise nach Zandvoort, aus der mehrere Reisen werden, und auch: ein Ende.
Drei Männer auf der Suche. (Drei Streifzüge durch die Ratlosigkeit.)
Zwei fürchten, auf der Strecke zu bleiben.
Einer zumindest hofft. Bis zuletzt.

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Während wir Kaffee tranken, stritten sich vor uns zwei holländische Mädchen. Beide sahen aus wie drogenabhängige Nutten. Die eine lächelte sehr hübsch zu mir herüber. Wenn sie die Aussagen ihrer Freundin nicht mehr ertragen konnte, blickte sie mir fassungslos in die Augen. Als könnte ich ihr helfen. Als könnte ich sie verstehen.

Wir müssen gehen , sagte Marta, und zog mich fort. Fort von den beiden Mädchen.

Heimat

Zuhause, in meiner mittelpopulären Heimatstadt, pflegte ich seit einigen Wochen eine unverbindliche Liaison (weniger Niveauorientierte Zeitgenossen würden an dieser Stelle wohl von einer Fickbeziehung sprechen, einer reinen Fickbeziehung) mit einer Bäckereifachverkäuferin. Sie hieß Carmen. Wir haben uns in einer Disco kennengelernt. Ich war ziemlich betrunken. Genauer gesagt: vollgesoffen. Schamlos hat sie das ausgenutzt, damals.

Seitdem fuhr ich in unregelmäßigen Abständen zu ihr. Immer abends. Niemals nüchtern.

Carmen redete viel zu viel und viel zu gern. Tagsüber musste sie sich berufsbedingt mit den klassischen Fragen mit Salz, oder ohne? , beziehungsweise darf es sonst noch etwas sein? begnügen.

Am Abend holte sie dann alles nach. Kaum war ich in ihrer Wohnung angekommen, fing sie an. Es begann sofort ein unsäglicher Schwall gebündelter Nichtigkeiten aus ihr heraus zu schwappen. Lange konnte sie reden. Pausen machte sie keine. Schön war das nicht.

Immer versuchte ich, schnellstmöglich zur Sache zu kommen, um ihre Redezeit zu minimieren, und die nackte Liaison-Zeit zu maximieren. Der in mir vorhandenen Resthöflichkeit war es zuzuschreiben, dass ich ihr nicht unmittelbar nach dem Begrüßungskuss die Hose runterzog. Einige Minuten Elend, dachte ich, könne ich schon ertragen, im Vorfeld. Doch schnell verließ mich die Geduld, und selten vergingen mehr als fünf Minuten, ehe ich ihr die fleischigen Möpse zu massieren begann. Ihren Redefluss zu stoppen, war eine schwierige Aufgabe. Sie schwieg erst, wenn sie etwas im Mund hatte, das sie am sprechen hinderte. Eine Zunge, zum Beispiel, oder halt was anderes.

Dennoch gab es Momente, in denen ich froh war, Carmen zu haben. Es waren die Momente der schläfrigen Melancholie, der Katerbedingten Lethargie, der Einsamkeit und Ratlosigkeit. Und vor allem, die Momente der überkochenden Bockigkeit.

Doch es waren Momente. Immerhin.

An einem Samstag im März brach wieder so ein Moment über mich herein. Die Nacht von Freitag auf Samstag war hart und einsam gewesen. Trost spendeten der Alkohol, und das bisschen Gras, das ich noch hatte. Entsprechend kraftlos griff ich gegen Mittag zum Telefon. Carmen nahm das Gespräch schon an, als ich noch auf das erste Tuten wartete.

Sie freute sich sehr über meinen Anruf. Allerdings sprach sie zu meiner Verwunderung (und Enttäuschung) von einem gemeinsamen Abend in einer schönen Bar .

Was auch immer das bedeuten sollte.

Sie müsse allerdings eine Freundin mitbringen , die zurzeit bei ihr zu Besuch sei.

Die Aussicht auf das Abend beschließende Fleischvergnügen gab mir die Kraft, auch noch diese Hiobsbotschaft wegzustecken. Doch wo unbekannte Frauen auftauchten, war da nicht auch immer so etwas wie Hoffnung? Nicht, wenn es sich um Freundinnen von Carmen handelt, dachte ich.

Neben dem Telefon entdeckte ich ein Überraschungs-Ei.

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich rauchend.

Am späteren Nachmittag kombinierte ich die Sportschau mit einer Tiefkühlpizza.

Mein Verein verlor 0:3. Der Pizzaboden war schwarz und schmeckte nach Asche.

Irgendwann musste ich dann aufbrechen.

Deo statt Dusche.

Mütze statt Haarstyling.

Noch kurz rauchen.

Und los.

Mit schnell schwindender Rest-Energie bewältigte ich am Abend den langen Fußmarsch zur Bar 77. An die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel war in meinem Zustand nicht zu denken.

Die Stadt war kalt und feucht und unfreundlich zu mir. Ich ärgerte mich über den ewig kleinkarierten Bürgersteig. Ein Pärchen mit identischen Windjacken (vermutlich in einer Kaffee-Rösterei erworben), lief vor mir. Ich hörte sie schnattern und ihn grummeln. Warum sie wohl nicht rauchten? Ich selber rauchte konsequent weiter, bis ich das Ziel erreichte.

Mindestens zwei unglaublich fade Stunden lagen vor mir.

Dachte ich.

Und betrat die Bar.

Carmen winkte euphorisch. Als wäre ich ein Kreuzfahrtschiff. Oder ein Idiot.

Es war zu spät für eine Umkehr. Ich musste zu ihr gehen.

Hallo Hase, das hier ist meine Freundin Marta. Sie ist eigentlich Spanierin. Verrückt, oder?

Carmen schaffte es immer wieder, meine schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der Begrüßungsansprache zu übertreffen. Überhaupt gab es nur sehr wenige Sätze, die ihren roten Mund verließen, ohne mich noch ein Stückchen tiefer in den Sumpf aus Wut und Ablehnung hinunter zu drücken.

Aus reiner Verzweiflung küsste ich Marta zur Begrüßung dreimal auf ihre rosa glühenden Bäckchen, die mich irgendwie an Rotkäppchen denken ließen. Carmen begrüßte mich daraufhin mit einem feuchten Kuss auf den Mund. Ihre Haare rochen nach Backwaren.

Buy me a Drink , sagte Marta zu mir, und lächelte.

Marta hatte eine tiefe, samtige Stimme. Blumiger Sommerduft strömte aus ihren Poren.

Carmen studierte hochkonzentriert die kleine Cocktailkarte, während Marta eine zerknautschte Schachtel Zigaretten aus der Jeanstasche fummelte, und mir kurz darauf eine angezündete Kippe zwischen die trockenen Lippen steckte.

Sie schaut mir in die Augen.

Lange hielt ich ihrem Blick nicht stand.

Ich war froh, dass ich rauchen konnte.

Carmen begann einen trostlosen Monolog über den erfreulich raschen Wetterumschwung, berücksichtigte dabei die Vergleichstemperaturen aus dem Vorjahresmonat und bestellte schließlich einen kleinen Bananensaft.

Marta blickte mir während des meteorologischen Exkurses tief in die Augen, lächelte vertraulich und signalisierte dann der Bedienung, dass wir dringend zwei Cuba Libre benötigten.

Wie diese beiden Frauen befreundet sein konnten, war mir ein Rätsel. Es erschien mir absurd und sinnlos. Es war absurd und sinnlos.

Im Laufe des Abends erfuhr ich, dass Marta zurzeit allen Verpflichtungen aus dem Wege ging, sich auf eine beliebige Warteliste einer ebenso beliebigen Uni hatte setzen lassen, und jeden Tag versuchte, so glücklich wie möglich zu sein.

I hate all kind of obligations , sagte sie einmal, und mir wurde langsam klar, dass sie nur die ganz wichtigen Dinge in die englische Sprache kleidete.

Wieder und wieder streichelte sie sich mit ihren feingliedrigen Händen dunkle Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie rauchte ununterbrochen. In der Jackentasche hatte sie noch zwei Schachteln Zigaretten deponiert. Es gab also genug Rauchwaren für den Rest der Nacht.

Supply guarantee , erklärte sie, is my formula for success.

Ihr Gesicht nahm zeitweise einen Ausdruck an, als würde sie in schaurige Träume abgleiten.

Oder als würde sie an verdorbene Internet-Filmchen denken.

Work? I have a strange point of view in this special case.

Diese Antwort erhielt ich, als ich mich behutsam nach Martas Art und Weise erkundigen wollte, ihrer Art und Weise das Leben zu finanzieren.

Ich war überwältigt von ihrer konsequenten Weigerung, eine traditionelle Konversation zu führen.

Sie sprach lieber über den Mond, den Ozean, Marihuana und über die Sehnsucht.

Arbeit hatte dazwischen keinen Platz.

Mit Carmen hatte ich mich bisher nur über den alltäglichen Unfug unterhalten, immer mit der Kraft gebenden Aussicht, dass diese trostlose, verlorene Zeit mit erotischen Vergnügungen wieder gut gemacht werden würde. Es waren keine Gespräche im eigentlichen Sinne.

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