Luise Bahr - Angst bekämpfen

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Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst blockiert uns, wichtigere Dinge zu tun. Die
Lebenszeit, die wir durch Angst verlieren, bekommen wir nie wieder zurück, auch
wenn das Leben danach noch so glücklich ist.
Führen Sie sich diesen Satz immer wieder vor Augen.
In unserer heutigen modernen Kommunikationswelt verbreitet sich Angst so rasend
schnell. Das Internet und die sozialen Netzwerke sorgen dafür, dass Angst sich
sekundenschnell verbreitet – und das über Kontinente hinweg. Es ist nicht nur ein
Segen, denn so rast auch das Böse in Windeseile um den Globus.
Dabei gilt es immer auch, fein abzuwägen zwischen dem, was nützlich und sinnvoll
ist, und dem, was uns nur die Angst einjagt. Denn mittlerweile nutzen ja auch Polizei
und Rettungskräfte gerade die sozialen Medien, um die Bevölkerung vor Gefahren zu
warnen. Wir bewegen uns hier auf sehr dünnem Eis – zwischen Nutzen und Risiko.
Einerseits kann zeitnah davor gewarnt werden, wo Naturkatastrophen oder
Terroranschläge das Leben bedrohen. Oder nehmen Sie nur große Chemieunfälle,
bei denen die Bevölkerung aufgerufen wird, die Fenster zu schließen. In früheren
Zeiten musste die «Grüne Minna» mit dem Lautsprecher durch die Gefahrengebiete
düsen und per Durchsage die Menschen informieren. Heute bekommen Sie
entsprechende Warnungen direkt aufs Smartphone oder Tablet. Aber eben auf
diesem Wege verbreiten sich auch jede Menge Falschmeldungen, aufgebauschter
Sensations-Journalismus und Irreführung der Bevölkerung bis hin zur Panikmache.
Ob Naturkatastrophen, Terroranschläge, schwer Unfälle, Verbrechen, Kriege oder
barbarische Einzelakte, sie alle rauben uns die Lebensqualität, die Leichtigkeit, das
Glück, den Spaß und die Freude.

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erfahren Sie im nächsten Kapitel.

Angst ist ein Geschäft

Die Schlagzeile macht Kasse. Gerade die fast nur am Kiosk verkauften Boulevard-

Blätter wie die mit den vier großen, roten Buchstaben müssen sich tagtäglich neu

erfinden – über die bluttriefende oder pornografische Schlagzeile sowie über die

entsprechenden Bilder. Wer nicht den Nerv der sensationslüsternen Leser trifft,

verliert – an Auflage und an Anzeigen, also an finanziellem Erfolg. Das Produkt muss

sich täglich millionenfach verkaufen, um damit den aufwendigen Apparat bezahlen zu

können.

Da wird die Wahrheit schnell mal so hingebogen, dass man gerade noch so an der

Lüge vorbeischrammt. Alles ist nur auf Sensation und auf Angstmache aus, weil sich

eben das Normale nur schwer verkaufen lässt.

Leider ist unser Leseverhalten auch so gestrickt, dass wir einfache Gutmenschen nur

umblättern, aber am Blut haften bleiben. Manche Medien weigern sich inzwischen,

allzu Angst machende und brutale Bilder sowie Nachrichten zu veröffentlichen. Zu

verstörend sind die Fotos getöteter Personen. Nicht umsonst decken Polizei und

Rettungskräfte solche Tatorte schnell mit Sichtwänden und Planen ab, um den

herbeieilenden Kettenhunden der Sensations-Presse den ungeschützten Blick zu

verwehren.

Und dennoch sorgen unsere modernen und immer besser werdenden

Kommunikationsmittel dafür, dass mittlerweile fast jeder Passant zum

Erfüllungsgehilfen der Presse wird. Leser-Reporter nennt man das inzwischen, und

die Yellow-Press ermuntert ja geradezu dazu, dass alle Zaungäste draufhalten und

das Material, das übrigens gut bezahlt wird, an die Redaktionen über die sozialen

Netzwerke per Smartphone schnell absetzen.

Fast täglich sehen wir in den Medien solche Handyfilme und -fotos. Nichts ist mehr

sicher vor den Augen der unzähligen Mobiltelefone, die irgendwo immer am

„Kriegsschauplatz“ sind. Die einen sehen es als zeitgeschichtliche Dokumentation,

die anderen als Sensationslust, die obendrein auch noch Angst macht. Muss man

unbedingt die Leichen eines Bürgerkrieges sehen?

Reicht nicht die nüchterne Nachricht? Nahezu jeden Tag passieren irgendwo auf der

Welt allein nur Terrorakte mit Toten und Verletzten. Wir sind doch mittlerweile so

abgestumpft, dass wir gerade mal noch die Headline zur Kenntnis nehmen, ach

wieder mal dort oder erneut da.

Es wird zur Normalität in der Nachrichtenlage.

Gerüchte sind ein bewährtes Mittel, um den Menschen Angst einzujagen. Allein die

fiktive Bedrohung durch eine mögliche Gefahr erzeugt schon Schrecken. Schnell

setzen unverantwortliche Zeitgenossen ungesicherte Fakten einfach so in die Welt,

ohne darüber nachzudenken, was sie damit anrichten. Menschen sind von Natur aus

sensationslüstern und wichtigtuerisch. Schnell verbreiten sich Gerüchte über soziale

Netzwerke und Medien, die nicht mal ernsthaft recherchieren werden, sondern

schnell zu Geld gemacht sind. Die Medien zahlen horrende Summen für Exklusiv-

Stories.

Das Schlimme an Gerüchten ist, dass sie sich hochschaukeln. Jeder gibt seinen

Extra-Senf dazu und so wird schnell aus einem anfänglichen Lagerfeuer am Ende

gar ein Fabrik- oder Waldbrand. Passiert irgendwo ein schlimmes Ereignis, dann

hören Menschen förmlich andernorts die Flöhe husten und geraten in Panik, weil sie

nun plötzlich doch den Weltuntergang gekommen sehen.

Nehmen Sie nur einmal die unterschiedlichen Personenbeschreibungen von zehn

Zeugen, die einen Bankräuber gesehen haben. Bei den einen ist er dick, bei den

anderen dünn; die Größe schwankt zwischen hünenhaft und Pygmäe, die Kleidung

zwischen normal und bunt. Es ist die subjektive individuelle Wahrnehmung, die mit

der Realität nichts mehr zu tun hat. So entsteht schnell Angst vor dem Bösen, vor

dem Schrecklichen, eine imaginäre Gefahr. Im Angesicht einer realen Bedrohung

erleben Menschen und Meinungsmacher plötzlich mehr, jede Mücke wird zum

Elefanten.

Eine ungesicherte Faktenlage sorgt für Spekulationen, man will ja mitten drin mit

dabei sein und nicht außen vor, also erfindet man, deutet Dinge falsch und

verunsichert, schürt damit aber unbewusst weiter Angst.

Die Medien bestimmen mit ihrer Angst einflößenden Berichterstattung mittlerweile

sogar unsere Mobilität, unser Reise- und Urlaubsverhalten. Auf der einen Seite sind

Warnungen ja gut, aber übertriebene Angstmache schränkt unseren

Bewegungsradius auch ein. Wir wissen ja selbst kaum noch, wohin wir reisen und

fahren oder fliegen können, gerade dann, wenn wieder einmal irgendwo auf der Welt

ein Flugzeug entführt wurde oder abgestürzt ist.

Das eine Ereignis des Flugzeugabsturzes zum Beispiel ist überbewertet. Gleichzeitig

aber wird die Statistik verschwiegen, die nämlich belegt, dass ein Flieger das

sicherste Fortbewegungsmittel ist. Man verunglückt tausendmal eher als Fußgänger

oder Fahrradfahrer als dass einem etwas in einem Flugzeug passiert. Oder man bricht

sich eher beim Nasebohren den Finger, als dass man bei einem Flugzeugabsturz

stirbt. Das wird bei der Sensationsmeldung geflissentlich ignoriert. Mit dem

spektakulären Unglück macht man ja auch Kasse.

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