Ina Maria Teutsch - Schattenglanz
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Larissa wird von ihren Eltern in den Sommerferien zu sechs Wochen Sommercamp verdonnert. Sie ist am Boden zerstört und wünscht sich nur, dass die Ferien so schnell wie möglich vorbei gehen. Da ändert auch die Tatsache nichts daran, dass sie bald neue Leute kennenlernt, die ganz nett zu sein scheinen. Doch dann trifft sie auf Laurin. Der so geheimnisvoll und anders ist, als alle anderen, sie aber irgendwie zu hassen scheint. Und alles verändert sich…
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KAPITEL 5 - Kein Ausweg
Ich rannte blindlings über den Hof. Meine Augen begannen zu brennen und ich bemerkte, dass ich angefangen hatte zu weinen. Unaufhörlich flossen mir Tränen über meine Wangen und tropften auf den Boden hinunter. Mein Atem ging schwer und mein Herz schmerzte, als würde man es mit einem Messer bearbeiten. Warum musste mir das alles nur so nahe gehen? Was interessierte mich das schon, was diese dämlichen Idioten von mir dachten?! Ich sollte eher gesagt froh darüber sein, dass sie mich nicht als ihresgleichen betrachteten. Denn das wäre eine ziemliche Beleidigung gewesen. Beinahe wäre ich in ein Mädchen hinein gerannt, das mir aus dem Sonnenblumenhaus entgegen kam. Dieses warf mir einen verwirrten Seitenblick zu, doch ich blieb keine Sekunde lang stehen. Mir war es gerade völlig gleichgültig, was die anderen von mir denken mochten. Sollten sie sich doch ihre Mäuler über die Neue zerreißen, die gleich am ersten Tag heulend durch die Gegend rannte. Sollten sie doch ihren Spaß haben! Ich stolperte die Treppe hinauf und wäre beinahe gestürzt. Na super! Ich sollte wohl erst einmal richtig laufen lernen. Schnell beeilte ich mich den Gang entlang zu kommen, um endlich in mein rettendes Zimmer zu gelangen. Doch dort benötigte ich erst einmal geschlagene drei Minuten, um mit meinen zitternden Fingern den Schlüssel in das Schloss zu bekommen. Dann sprang zu meiner großen Erleichterung die Türe auf und ich schmiss mich mit einem erstickten Laut aufs Bett. Wie sollte das alles bloß enden? Schon wieder kamen mir neue Tränen, die ich nicht zurückhalten konnte. Ich schluchzte hemmungslos auf und vergrub mein Gesicht unter der Decke. Wie hatte ich mich vor diesen Idioten nur so blamieren können? Warum gerade jetzt? Denn wenn sie auch nur annähernd so schlimm waren, wie die Angebercliquen an unserer Schule, wusste spätestens morgen früh jeder über mein kleines Missgeschick Bescheid. Ich konnte ihre hämischen Gesichter schon deutlich vor mir sehen, wenn ich in die Mensa zum Essen ging oder durch die Gänge der Häuser eilte. Wie sollte ich das nur ertragen? Aber mir konnte es ja eigentlich auch vollkommen egal sein. Ich hatte hier nie beliebt sein oder Freunde finden wollen. In sechs Wochen würde ich verschwinden und keinen Gedanken mehr an dieses Camp verschwenden. Ich würde bis dahin einfach alles ignorieren und hoffen, dass wenigstens Franziska und die anderen noch zu mir hielten. Warum war ich dann jetzt eigentlich so fertig? Was bereitete mir solche Bauchschmerzen, dass ich am liebsten nie wieder aus diesem Zimmer herausgekommen wäre? Und da wusste ich es auf einmal klar und deutlich. Es war plötzlich so offensichtlich und doch gleichzeitig so verrückt, dass ich mich am liebsten selbst dafür gehasst hätte. Aber das konnte ich nicht. Denn auf eine seltsame Weise hatte ich nämlich das Gefühl einmal in meinem Leben die richtigen Dinge zu empfinden, die unausweichlich waren. Es war die Schuld dieses seltsamen, geheimnisvollen Jungen, der mich so vollkommen verwirrte. Mich schmerzte es ungemein, dass er mich vorhin so hatte sehen müssen und sein hasserfüllter Blick brannte mir noch immer im Nacken. Er verachtete mich so abgrundtief und war so voller Abneigung gegen mich, dass es unglaublich weh tat. Das Verrückteste daran war jedoch, dass ich ihn gerade deswegen noch mehr mochte. Ich wünschte mir nur ein einziges Mal ein kleines Lächeln in seinem Gesicht sehen zu dürfen, das seine Züge weich werden ließ und nur einmal seine Nähe zu spüren. Doch da würde wohl eher noch das achte Weltwunder geschehen, bevor das passierte. Ich musste wirklich total gestört sein. Oder vielleicht waren das auch die Nebenwirkungen des Camps. Wer wusste das schon so genau. Ein lauter, scheppernder Gong ertönte, der mich erschrocken auffahren ließ. Verwirrt blickte ich mich um und suchte die Quelle des Lärms. Ich entdeckte an der Decke in der hintersten Ecke des Zimmers eine Klingel, die ununterbrochen schrillte. Was hatte das nur zu bedeuten? War das ein Feueralarm? Verstört richtete ich mich auf. Doch dann erinnerte ich mich vage an die Ausführungen von Frau Superfröhlich, die erklärt hatte, dass uns eine Glocke zum Essen rufen würde. Genervt ließ ich mich zurück sinken und presste mir ein Kissen auf die Ohren. Ich stöhnte auf. Das war ja nicht auszuhalten! Ich hatte absolut keinen Hunger. Also beschloss ich in meinem Zimmer zu bleiben, bis die Party begann. Ich hatte auch nicht die geringste Lust nun auf Marie und den Rest ihrer Angeberclique zu treffen, was noch ein weiterer guter Grund war nicht zu gehen. Und vor allem wollte ich nicht einem viel zu gut aussehenden Jungen begegnen, der mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte, egal wie sehr ich mich auch bemühte. Es war zum verrückt werden! Irgendwann musste ich wohl eingeschlafen sein, denn als ich schweißgebadet wieder hochschreckte, war es bereits sieben Uhr und höchste Zeit sich für die Party fertig zu machen. Ich wühlte schnell mein Schminkzeug und neue Klamotten aus meinem Koffer hervor und machte mich auf den Weg ins Bad. Es befand sich am anderen Ende des Ganges hinter einer veilchenblauen Tür. Als ich sie öffnete, kam mir ein Schwall stickig heißer Luft entgegen. Wie es aussah hatten sich hier schon viele für die Party fertig gemacht. Der Boden war nass und die Spiegel schon fast erblindet. Der Raum selbst war mit blauen Fliesen gefliest, von denen einige schon tiefe Risse aufwiesen. Die Waschbecken waren winzig und aus einigen tropfte ununterbrochen Wasser. Seufzend stellte ich mich vor einen der Spiegel und versuchte irgendetwas zu erkennen. Na prima! Nicht einmal ein gescheites Bad hatten sie hier. Ich bemühte mich, mich einigermaßen zu richten, was ich den Umständen entsprechend relativ gut hinbekam. Gerade trug ich mir etwas Lidschatten auf, als plötzlich die Tür zum Bad aufging und zwei kleine Mädchen hereinkamen. Sie unterhielten sich tuschelnd hinter vorgehaltener Hand und kicherten. Als sie mich bemerkten, stoppten ihre Gespräche sofort und sie brachen in schallendes Gelächter aus. Na ganz toll! Ich konnte mir schon fast denken, über was sie sich unterhalten hatten. Sie warfen mir immer wieder flüchtige Seitenblicke zu und schienen sich prächtig zu amüsieren. Ich kam mir vor wie ein Affe im Zoo. Offensichtlicher ging es ja nicht mehr! Neuigkeiten schienen sich hier wohl noch schneller zu verbreiten, als an unserer Schule. Wahrscheinlich gab es aber auch einfach sonst nichts Interessantes, über das man sich den Mund hätte zerreißen können. So schnell ich konnte stürzte ich wieder aus dem Bad hinaus in mein rettendes Zimmer. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr zu der Party zu gehen, aber leider hatte ich es Franziska und den anderen ja hoch und heilig versprochen. So schmiss ich mein Schminkzeug in eine Ecke, atmete noch einmal tief durch und machte mich auf den Weg. Auf den Weg zu einer Party, auf der alle bereits wussten, was ich getan hatte.
KAPITEL 6 - Dieser Moment
Unschlüssig stand ich vor der Tür, auf der in goldenen Buchstaben "Aufenthaltsraum" geschrieben stand und aus der laute, hämmernde Musik drang. Es wunderte mich, dass Frau Superfröhlich und die anderen Erwachsenen davon nichts mitbekommen sollten. Aber das war nicht mein Problem. Ich hatte beschlossen die anderen Partygäste einfach geflissentlich zu ignorieren. Eigentlich war ich ja nur hier, um meine Zeit im Camp abzusitzen. Und Freunde hatte ich auch nie finden wollen. Ich machte mir nicht im geringsten etwas daraus, was sie von mir denken mochten. Eben nur mit einer kleinen Ausnahme. Diesem seltsamen Jungen mit den faszinierend silbergrauen Augen. Ich hätte wirklich alles dafür gegeben, dass er mir wenigstens eine winzig kleine Chance gab. Aber wie es schien, hatte er mich ja bereits abgeschrieben, bevor er überhaupt ein Wort mit mir gewechselt hatte. Das musste ich wohl oder übel so hinnehmen. Ich straffte meine Schultern und öffnete schwungvoll die Tür vor mir. Die Musik war nun noch lauter, dröhnte mir in den Ohren und der Bass ließ den Boden vibrieren. Neugierig schaute ich mich genauer um. Ich befand mich in einem Raum, der von oben bis unten mit Girlanden und Lametta geschmückt worden war. Chips und Kuchen standen auf einem langen Tisch und eine behelfsmäßige Bar war hinter einer Abtrennwand eingerichtet worden. Überall standen mehrere kleine Grüppchen von Jugendlichen an Stehtischen herum, die hier und da im Raum verteilt worden waren. Eine kleine Fläche war jedoch frei geräumt worden, die als Tanzfläche diente. Zwei Jungen gaben gerade ihre Tanzkünste zum besten und eine kleine Schar Schaulustiger hatte sich johlend um sie versammelt. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung und ich fühlte mich sofort etwas besser. Bei Partys kannte ich mich aus. Ich liebte es einfach mich mit der Masse der tanzenden Körper um mich herum mitreißen zu lassen und alles andere zu vergessen. Da entdeckte ich zu meiner großen Erleichterung Timo, der mit einem anderen Jungen an einem Tisch stand, den ich noch nicht kennengelernt hatte. Er lachte ausgelassen und hielt einen Cocktail in der Hand. Schnellen Schrittes ging ich auf die beiden zu, ohne die Blicke der anderen weiter zu beachten, die mir folgten. Da erblickte ich auch Franziska, die sich gerade etwas zu essen holte. " Hey Larissa! Wo warst du denn beim Abendessen abgeblieben? Wir haben dich schon beinahe als vermisst melden wollen ", rief Timo mir laut über die Musik hinweg entgegen, als er mich erkannte. Sein Gesicht verzog sich dabei zu einem hinreißenden Lächeln, was mir einen warmen Schauer den Rücken hinunter jagen ließ. Doch sofort schob sich das Bild dieses seltsamen Jungen mit den silbergrauen Augen vor mein inneres Auge, dessen Gegenwart mich so aus der Bahn geworfen hatte. Jetzt war es wohl völlig um mich geschehen! Timo war so nett zu mir und ich dachte nur an diesen Idioten. Schnell schüttelte ich meinen Kopf: "Ich hatte einfach keinen Hunger. Aber die Party hier konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen." Timo nickte zustimmend und legte mir freundschaftlich seine Hand auf meinen Arm. Ein warmes Kribbeln breitete sich von der Stelle aus, wo er mich gerade berührte und ich musste unwillkürlich lächeln. "Ich habe von deiner Begegnung mit unserer Angeberclique gehört und muss sagen ich bin stolz auf dich. Du hast dich gut geschlagen. Das können nicht viele von sich behaupten. Ich fand dabei nur schade, dass du Marie nicht auf die Füße gekotzt hast. Das wäre nämlich die Krönung gewesen. Aber egal. Wie wäre es also mit einem Cocktail für unsere Heldin des Abends?", meinte Timo ernst. Sofort ging es mir um einiges besser. Er machte sich nicht über mich lustig, sondern schien mich tatsächlich aufmuntern zu wollen. "Sehr gerne", erwiderte ich dankbar und wurde leicht rot. Timo verschwand in Richtung Bar, um mir etwas zum trinken zu holen, wobei er mir noch einen letzten Blick zuwarf. Ich konnte es nicht fassen. Dieser richtig süße, hinreißende Typ schien tatsächlich etwas von mir zu wollen! Oder zumindest versuchte er super nett zu sein. Da kam Franziska zu mir herüber geschlendert und gesellte sich zu mir. Wir plauderten etwas über unsere Familien und unser Leben zu Hause. Sie berichtete von ihren drei jüngeren Geschwistern und ihren nörgelnden Eltern, vor denen sie wenigstens einmal im Jahr in den Ferien Ruhe brauchte und weswegen sie eigentlich hierher ins Camp kam. Ich konnte sie durchaus verstehen und fragte mich, wie ich sie noch vor ein paar Stunden alle als Langweiler verurteilt haben konnte. Timo war mittlerweile wieder mit einem Cocktail in der Hand zurückgekehrt, den er mir galant reichte. Ich nahm einen großen Schluck des leckeren Getränks, das mir kühl und süß den Hals hinunter floss. Herrlich! Timo stellte sich dicht neben mich und ich konnte seinen umwerfenden Geruch nach irgendetwas Exotischem wahrnehmen, der mich an Urlaub und Strand erinnerte. Oh mein Gott war der Typ hammer! Leonie und Martin gesellten sich mit der Zeit auch noch zu uns und es war, als hätte ich schon immer dazugehört. Wir scherzten und lachten und ich fand langsam aber sicher sogar ein bisschen Gefallen an dem Gedanken hier mit meinen neuen Freunden noch sechs Wochen verbringen zu können. Das würde sicherlich auch lustig werden. Auf einmal wurde ich von hinten heftig angerempelt und schüttete den Rest meines halb leeren Glases über mein T-Shirt. Eine Lache Pina Colada breitete sich dort aus und ich fuhr wutschnaubend herum. "Was fällt dir ein?! Hast du keine Augen im Kopf oder was? Du solltest dir wohl eine Brille besorgen!", schrie ich außer mir vor Wut. Der, der mich umgerannt hatte, gab keinen einzigen Ton von sich, als würde ihn die ganze Sache nichts angehen und ihn nicht im Geringsten interessieren. Hatte es ihm etwa jetzt auch noch die Sprache verschlagen oder was? Verächtlich schaute ich auf, direkt in das Gesicht dieses geheimnisvollen Jungen, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Seine Augen funkelten belustigt und ein kleines Lächeln war darin zu erkennen. Mir verschlug es den Atem. Für einen winzigen Augenblick erstrahlte sein Gesicht in einem amüsierten Grinsen und entriss mich vollkommen dieser Welt. Kleine Grübchen bildeten sich um seinen vollen Mund und das Silbergrau seiner Augen schien auf einmal mit goldenen Flecken durchsetzt zu sein. Es hätte mich nicht gewundert, wenn ich gleich aus einem Traum erwacht wäre, denn so etwas Schönes hätte es eigentlich gar nicht geben dürfen. "Du musst Larissa sein. Ich hatte heute morgen leider noch keine Zeit mich vorzustellen, als du so schnell geflüchtet bist. Ich bin Laurin", grinste er da abfällig und ich bemerkte, dass er mich auf den Arm nehmen wollte. Dabei entblößte er eine Reihe schneeweißer Zähne, die aus seinem Gesicht hervorblitzten. LAURIN. Ich ließ mir das Wort auf der Zunge zergehen. Wie schön sich dieser Name anhörte! Er passte so perfekt zu ihm. Doch dann packte mich wieder die kalte Wut. Nicht einmal ein Wort der Entschuldigung hatte er hervorgebracht! Benahm sich, als sei er etwas besser, als alle anderen und ich unter seinem Niveau! Und trotzdem musste ich feststellen, dass ich nicht sauer auf ihn sein konnte. Ich brachte es einfach nicht über mich auch nur ein kleines bisschen böse auf ihn zu sein. Ohne einen Ton hervorzubringen starrte ich ihn nur ungläubig an und bewunderte seine umwerfende Erscheinung. Da trat plötzlich Timo neben mich und legte mir besitzergreifend seinen Arm auf die Schulter. "Entschuldige dich gefälligst bei ihr, wenn du nicht aufpassen kannst und über deine eigenen Füße stolperst!", drang seine Stimme von weitem zu mir durch. Laurin wandte sich nun langsam Timo zu, wobei er mich immer noch fixierte: "Du hast mir nichts zu sagen Kleiner!" Tatsächlich stellte ich verwundert fest, dass Laurin mindestens einen Kopf größer war, als Timo. "Aber weil sie es ist mache ich da mal eine Ausnahme. Es tut mir leid Larissa", meinte er spöttisch und abfällig zugleich. Timo unterdrückte ein wütendes Schnauben. Ich stand währenddessen einfach nur stocksteif da, spürte den sanften Druck von Timos Hand auf meiner Schulter und beobachtete fasziniert Laurin, der so vollkommen zu sein schien. Ich musste schon dämlich ausgesehen haben, wie ich da reglos stand, ohne ein Wort zu dem Gespräch beizusteuern. Da zwinkerte mir Laurin auf einmal zu und hauchte genau so laut, dass Timo ihn auch hören musste: "War wirklich nett dich kennengelernt zu haben Larissa." Mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand in der Menge, ohne auf eine Antwort von mir zu warten, die höchst wahrscheinlich eh nicht gekommen wäre. Ich blieb noch eine ganze Weile etwas benommen stehen, bis Timo mich leicht schüttelte und ich zum Tisch zurückkehrte. Leonie reichte mir wortlos eine Serviette, die ich dankbar entgegen nahm. "Lass dir von ihm nicht den Abend verderben. Das ist der größte Arsch, den es hier gibt. Wenn er es das nächste mal wagt so mit dir zu reden, verpasse ich ihm eine. Das schwöre ich dir!", fauchte Timo wütend. Ich fühlte mich durch seinen Beistand geschmeichelt. Doch wenn er und die anderen gewusst hätten, was in mir vorging, wären sie sicherlich nicht so nett zu mir gewesen. Der Abend wurde den Verhältnissen entsprechend noch richtig lustig und schön. Doch das Bild von Laurins Lächeln ging mir keine Sekunde mehr aus dem Kopf. Selbst als mir fast die Augen zufielen und ich hundemüde ins Bett ging, sah ich noch sein Gesicht vor mir, das mich voll und ganz verzauberte.
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