und bin doch
immer wiede
am anfang
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sich selbst
egal sein
die große aufgabe
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was ist
wenn du
dich erst
veränderst
wenn du es
nicht mehr
versuchst
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Das schmeckt wie Sekt
ich
im werden
im wandel
im wachstum
andere menschen
andere situationen
was kommt
was wird sein
leben
im werden
im wandel
im wachstum
alte gewohnheiten
alte freundschaften
ich werde mich zurück sehnen
werde ich es schaffen
altes zu integrieren
abstand zu nehmen
damit neues werden kann
ja
das will ich
neues
das hört sich gut an
das sieht aus wie ein heller morgen
das riecht nach frühling
das schmeckt wie sekt
das fühlt sich an wie ein küken
alte abschiedswunden wollen wieder aufbrechen
nein
ich will mich nicht aufhalten lassen
denn neues soll werden
in mir
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“Was möchtest du werden?”
“Mensch…”
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trauere ruhig
über dein verlebtes gestern
aber nur ein bisschen
denn morgen
ist
heute verlebt
und ein tag wäre dann
wie der andere
voller traurigkeit
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Selbst sein
für ein lächeln nach dem munde reden
für ein schulter klopfen buckeln
für eine berührung die hände in den schoß legen
für einen freundlichen blick die augen schließen
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Schwerwiegend
tausend helfende hände
fallen nicht ins gewicht
gegenüber
dem einen schritt
den du selber
tun musst
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Sprachlos
ich kann
nicht reden
weil es
so viel
zu sagen
gibt
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Unvermögen
der splitter
im auge
der eltern
wird
zum balken
im eigenen
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Domino
ein gedanke
stein des anstoßes
fallen
entscheidungen
in offene türen
weitet sich
der enge pfad
zieht mich
die straße
magisch fort
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Ich bin ein hoffnungsloser Fall
hoffnungslos bin ich verfallen
den flügeln
des morgenlichts
dem silbern
neubeginn
allem was
lind ist
und blau
und
oh Gott
der hoffnung
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Rückenwind
die nase leicht erhoben
das gesicht wangenrot
so müd’
die glieder
ich merk’ es kaum
von hinten werde ich geschoben
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Ich möchte mich dem Heute schenken.
ich will nicht länger vorwärts denken
möcht mich nur dem heute schenken
alles was sich morgen woche oder monat nennt
liegt doch eh in deinem element
darum Gott
will ich nicht weiter mehr verzagen
ich weiß du wirst mich auch
ins morgen tragen
schenk mir nur ein groß vertrauen
denn ab und an fällt es sehr schwer
nur auf das ich will zu bauen
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Einfach so
der laster
die sachen
tür auf
tür zu
weg
ich hasse abschiede
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Leerraum
leer geräumt
dunkles schweigen
noch nicht
da
noch nicht
weg
surrt der lüfter
häng ich
in der luft
unerträglich
diese spannung
und das einsame
hallen des raumes
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Und dann pack ich…
und dann pack ich
mach mich auf
zieh weiter
verzeiht
suche
wo mein herz
kann ruhn
hab satt
die luftwurzeln
und doch
leinen los
und doch
sehn ich mich
nach wurzelgrund
zerreißt’s mich schier
zwischen dort
und hier
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Ready for take off
10 bücherkisten
9 regale
8 teller
7 tassen
6 hosen
5 elektrogeräte
4 räder
3 ideen
2 träume
1 guter vorsatz
take off
&&&&
Pyroman
ein letztes mal
will ich
im feuertaumel
tanzen
auf frühlingswinden
neu geboren
werden
um dann berauscht
an eigner fantasie
hoffnungslos
am rand
des universums
einsam
zu verglühn
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Kreisbahn
kalt zieht
raureif felder
frostbeschattet
ein reiher
still dort
einsam
einen kreis
selbstvergessen
stiehlt ein
lächeln sich
in seine augen
blüht
ein sein
inniglich
sich selber zu
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Der Eine
Kannst du einen Menschen lieben, kannst du alle Menschen lieben.
Und dieser eine Mensch bist du selbst.
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Spiegelbild
meine äußere welt
ist ein spiegelbild
meiner inneren welt
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Ich bin
es geht nicht darum
was du hast
sondern
wer du bist
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Identität
was wir tun
sagt mehr darüber aus
wer wir sind
als was wir sagen
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Du
Unter Menschen
ich saß lange auf hartem fels
einsam kam ich zurück
zu euch menschen
tief habe ich gesehen
und tief bin ich gefallen
und siehe
ich sah
männer
die sich an macht ergötzten
und nicht an ihr ende dachten
achtlos spielten sie mit tand
sieh sahen nicht
was hinter allem steht
und wert hat
ich suchte frauen
sie hatten
weniger zeit als die männer
härter waren sie
und irrten hin und her
nach sich selbst
aber sie hatten sich verloren
ich aß und bat eine alte
auf mein essen aufzupassen
ihr blick war freundlich
sie nickte mir zu und öffnete
den zahnlosen mund
ihre gütigen augen waren gebrochen
und kannten das leben
sie gab mir
was die frauen und männer
die ich vor ihr traf
nicht geben konnten
und sie wusste es nicht
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Verschlüsselt
dein feind
hat den schlüssel
zu deinem
allerheiligsten
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ich bin lieber mit mir allein
als mit menschen
bei denen ich nicht
ich selbst sein kann
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stille ist das lot
für
nähe und distanz
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einsamer zu zweit
als allein
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wenn mich ein freund enttäuscht
liegt es nicht an meinem freund
sondern an meinen augen
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es kann sein
dass man sich zu ähnlich ist
um zueinander zu passen
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distanz ist ein beziehungsgeschehen
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wenn du zurückblickst
kannst du nicht weiter mit mir gehen
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dich verletzen
schadet mir
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du hast
mein gesicht
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ich drohe zu ertrinken
wenn die menschliche grenzen
verschwimmen
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das kleine
das der schwache schafft
kann größer sein
als das große
das der starke schafft
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du kannst dich nur mit dir selbst vergleichen
aber auch das ist schwierig
denn um dir gerecht zu werden
müsstest du dich kennen
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die narben auf deinem arm
mir ist
als hätte ich deine seele berührt
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in dem maße
wie ich deinen schmerz erahne
steigt meine achtung vor dir
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wenn die krise deine schutzwand bricht
die angst im hals dir pocht
mit zitternder seele
mensch
bist du am menschlichsten
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feind
mit deinen erlebnissen
hätte ich deine überzeugungen
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Weck nicht die Wölfin
pflück nicht den grünen apfel
weck nicht die wölfin
zertritt nicht den zarten schnee
der lindgrüne trieb
lass ihn wachsen
will eigene früchte tragen
seinerzeitig
sich wild verschenken
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