Uwe Hammer - Amsterdam

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Dieter Frei ist ein Außenseiter und mit seinem Leben unzufrieden. Seine Ehe mit der sportlichen Ärztin Claudette steckt in einer schweren Krise. Beruflich befindet er sich auf dem Abstellgleis. Es fehlt ihm an Energie und Ehrgeiz seinem Leben eine Wende zu geben Nach einem Fahrradunfall hat er eine Vision. Er sieht sich auf einem elektrischen Fahrrad mit einem Campinganhänger. Sein Leben gerät endgültig aus dem Fugen, als er in eine selbstverschuldete berufliche Krise stürzt und seine Frau beim Ehebruch ertappt

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Dieter war nur in Sorge, dass ihm genau in diesem Augenblick nichts einfallen würde was er sagen könnte. Diese Sorge war indes nicht unbegründet, denn so erging es ihm grundsätzlich in der Gegenwart von Frauen. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, dass genau dieser unwahrscheinliche Fall eins Tages wenn auch viele Jahre später eintreffen würde, und er genau auf die von ihm erträumte Weise seine zukünftige Frau Claudette kennen lernen würde. Die sich unglücklicherweise im Laufe der Jahre allerdings nicht als seine Traumfrau entpuppen sollte. Hätte er das damals bereits geahnt wäre er wohl nicht so häufig auf Matthias altem Sessel gesessen und hätte immer denselben Traum geträumt. In Unkenntnis des ihm vorbehaltenen Schicksals saß er jedoch oft in jenem uralten verdreckten Sessel und sprach mit Matthias, der während dessen irgendetwas baute, oder reparierte, sägte oder schweißte, bohrte oder schraubte oder was er sonst noch alles tat. Matthias sagte selten etwas, aber er hörte zu, wenigstens ging Dieter davon aus, dass er das tat. Sicher konnte er sich nie sein, da Matthias selten zum Gesagten Stellung bezog. Wenn ihm Dieter sein Leid über sein schweres Leben klagte, sagte er oft nur:

„Weißt du Dieter, das Leben ist wie eine Schraube, manchmal geht sie ganz leicht auf, ein anderes Mal, musste Du kämpfen, um sie aufzubekommen, und manchmal reißt sie einfach ab.“

Dieter konnte mit dieser Lebensweisheit in der Regel nicht allzu viel anfangen, das sagte er Matthias aber nie. Und für Matthias, da passte diese Lebensweisheit, da sein Leben ohnehin fast nur aus Schrauben bestand. Dieter traute es sich nie Matthias von seinem Traum der in der Werkstatt auftauchenden hilfesuchenden Frau zu erzählen. Zum einen aus Angst Matthias könnte ihn auslachen, zum Anderen aufgrund der Befürchtung Matthias könnte mit seiner Rolle in diesem Traum nicht einverstanden sein, und wollte, statt das Fahrzeug zu reparieren viel lieber die Rolle als Bequatscher übernehmen. Wobei das doch recht unwahrscheinlich war, dazu würde es Matthias viel zu sehr reizen, das Fahrzeug wieder flott zu machen. Auch 30 Jahre späte verbrachte Matthias fast den gesamten Tag allein in seiner Werkstatt, wenn er schrauben konnte dann war er glücklich. Und am glücklichsten war er, wenn er ein altes, verrottetes Auto wieder auf Vordermann gebracht hatte, wenn es vor ihm stand, blinkend und blitzend, wenn sich der altersschwache Motor das erste Mal wieder aus eigener Kraft drehte, und es aus dem Auspuff so richtig stank, dann war er wahrscheinlich für einen kurzen Moment der glücklichste Mensch auf der Welt.

Mit Menschen konnte Matthias nie viel Anfangen, er verstand sie einfach nicht, und Smalltalk hasste er mehr wie einen abgerissene Schraube oder einen Kolbenfresser. Er hatte regelrecht Angst davor. So wie es ihm schwer fiel Menschen in die Augen zu schauen. Fast als hätte er Angst dort etwas schreckliches zu entdecken, oder war es die Angst, die Menschen könnten in seinen Augen etwas schreckliches Entdecken, ein düsteres Geheimnis, das er mit sich herumschleppte, dass er unter allen Umständen zu verheimlichen suchte. Matthias und ein schreckliches Geheimnis? das war ja nun wirklich lächerlich. Er der keiner Fliege etwas zu leide tun konnte, der es nicht einmal übers Herz brachte Mausefallen in seiner Werkstatt aufzustellen und sich stattdessen lieber einen Stahlschrank anschaffte in dem er alles verwahrte, was für die Mäuse in irgendeiner Form schmackhaft sein konnte. Dieter hatte seit seiner Heirat mit Claudette nur sehr wenig Zeit für Matthias gehabt, zumal es Claudette nicht sonderlich schätze wenn er bei ihm in der Werkstatt war, Bier trank und sich einfach nur mit ihm unterhielt oder besser gesagt ihm Dinge aus seinem Leben erzähle, denn eine Unterhaltung setz ja voraus, dass mindestens zwei beteiligte Personen zumindest hin und wieder ein Wort sprachen. Bei Matthias konnte es allerdings sein, dass er eine Stunde lang kein Wort sagte. Und falls doch dann etwas in die Richtung

„Gib mir mal bitte den 15er Gabelschlüssen“, was in der Regel wenig mit dem zu tun hatte was Dieter ihm zuvor erzählt hatte.

„Du stinkst wieder nach Benzin und Motoröl, warst wohl wieder bei Matthias diesem Spinner“, pflegte Claudette dann immer zu sagen.

Genau, das wird er jetzt machen, er wird zu Matthias gehen diesem Spinner der er zweifelsohne war, was ihn aber in Dieters Augen nicht zu einem schlechten Menschen machte, ganz im Gegenteil. Dieter mochte Spinner vielleicht weil er selbst gerne ein Spinner wäre und es sich einfach nicht traute das zu tun was er gerne möchte, sein Leben zu leben wie er es sich vorstellte, sich nicht darum zu kümmern was die Anderen über in dachten, nein dazu hatte er nie den Mut aufgebracht. Er wird mit Matthias jede Menge Bier trinken und gemeinsam mit ihm nach Motoröl und Benzin oder Diesel oder was auch immer stinken. Matthias wird ihn schon aufnehmen, da war er sich absolut sicher.

Denn auch wenn er mit Menschen nichts anfangen konnte, so war er doch ein herzensguter Mensch, den das Leid anderer berührte. Er spendete viel für alle möglichen soziale Zwecke, denn er verdiente mit seiner Werkstatt gutes Geld. Er war einfach ein technisches Genie und so kamen Kunden aus ganz Deutschland manchmal sogar aus dem umliegenden Ausland, um bei ihm ihre Oldtimer restaurieren zu lassen und die zahlten ihm jede Menge Geld dafür. Außer für neue Maschinen und Werkzeug brauchte er kaum Geld. Luxus war etwas mit dem Matthias genauso wenig anfangen konnte wie mit Menschen. Es reichte ihm, wenn er ausreichend kühles Bier im Kühlschrank hatte und ein paar Tiefkühlpizzas im Gefrierschrank. An Tagen an denen er es sich mal so richtig gut gehen lassen wollte bestellt er auch mal eine Pizza beim Pizzaservice. Zum Essen in ein Restaurant ging er nur sehr selten. Aber es machte ihm Freude den reichen Schnöseln mit ihren teuren Autos das Geld aus den Taschen zu ziehen und es an die Armen weiterzugeben. Er war quasi eine Art moderner Robin Hood, auch wenn er das Geld nicht wirklich stahl, was einige Kunden gelegentlich allerdings anders sahen. Er spendete immer anonym, damit niemand auf die Idee kam sich bei ihm zu bedanken, denn er hasste es, wenn sich jemand bei ihm bedankte.

Einmal hat ihn Dieter darauf angesprochen, denn aus seiner Sicht ist es absolut in Ordnung, wenn man sich zu seinen guten Taten bekennt. Frei nach dem Motto tue Gutes und rede darüber. Matthias aber reagierte wie so oft völlig anders wie er erwartet hatte.

„Schon in der Bibel steht in Matthäus 6 Vers 3 Wenn du jemanden etwas Gutes tust, so soll die rechte Hand nicht wissen was die Linke tut. Oder heißt es die linke Hand soll nicht wissen was die rechte tut? Naja, ist ja auch egal jedenfalls geht es weiter. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen“. Zitierter Matthias aus der Bibel.

„Seit wann liest Du in der Bibel“, fragte Dieter überrascht.

“Tue ich nicht, einmal hat mir ein junges Mädchen einen Spendenaufruf in die Hand gedrückt, und darauf stand dieser Spruch, irgendwie hat er mir gefallen und deshalb habe ich ihn mir gemerkt“, gab Matthias sichtlich stolz ob seiner Bibelkenntnis zurück.

Matthias war schon ein seltsamer Vogel dachte Dieter, während er zur Garage ging, sich in Claudettes Auto setze, den Zündschlüssel umdrehte, der wie fast immer noch im Zündschloss steckte, und den Wagen in Bewegung setzte. Aus dem Augenwinkel konnte er gerade noch erkennen, wie Claudette mit vor Schreck aufgerissenen Augen aus dem Fenster starrte. Die braucht ihr Auto in nächster Zeit sicher nicht, sie kann ja das von Sören benutzen dachte Dieter mit einem leichten Anflug von Schadenfreude. Schade, ich hätte auf die andere Seite noch das Wort Hure lochen sollen, da hätte ich beide mit jeweils nur einem Wort charakterisiert. Matthias hatte seine Werkstatt etwas außerhalb von Miesbach genauer gesagt in Wall, einem verschlafenen Ort, den aber die Oldtimerliebhaber aus halb Europa kannten. Dieter bog mit Claudettes Wagen auf den kleinen ungeteerten Platz vor Matthias Werkstatt. Matthias ließ den Platz bewusst nicht befestigen, denn es mache ihm Freude zu zusehen, wie seine meist reiche Kundschaft, mit ihren hunderte von Euro teuren Schuhen über den in der Regel schlammigen Vorplatz in seine Werkstatt stolzierten.

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