Micha Rau - Das Ding im Atlas

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Das Ding im Atlas: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Tag fing schon blöd an. Mein Vater war stinkwütend, weil sie schon wieder eine Konferenz abhalten wollten, um mich von der Schule zu schmeißen, im Bus war es zu dunkel, um die blöden Lateinvokabeln zu lernen, und dann bekam Mackuth auch noch seinen Montagskoller. Ich hätte wissen müssen, dass sich an dem Tag noch jemand böse verletzen würde. Aber ich konnte beim besten Willen nicht voraussehen, dass es ausgerechnet Dannys Pimmel treffen sollte. Die Sache hatte allerdings auch einen Vorteil: Danny musste zwar eine Woche lang mit einer blauschwarz angelaufenen Nudel herumlaufen, aber Mackuth vergaß vor lauter Lachen, die Konferenz einzuberufen …

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„Wie wär´s, wenn wir ihm mal ´ne Sammlung der Seite 3 von der Bild-Zeitung mitbringen? Die mit den nackten Mädels! Vielleicht merkt er dann, wo´s langgeht?“

Die Idee war nicht schlecht, aber Jörg, ausgerechnet unser solider Jörg, ließ sich davon zu einem weitaus besseren Ding inspirieren.

„Mensch, Leute, mir fällt da was ein … was haltet ihr´n davon …?“

Das Weitere ging im Flüsterton vonstatten, nur dann und wann von einer gewaltigen Lachsalve unterbrochen. Und das will ich jetzt mal nicht wiedergeben. Lasst euch überraschen.

*

Am darauf folgenden Samstag war Manöverbesprechung.

Wir hatten die Klasse über unser Vorhaben informiert. Mit einigen Leuten hatte es tatsächlich Schwierigkeiten gegeben, und bei dieser … hmm … etwas delikaten Thematik war das auch durchaus verständlich. Aber eine gute Idee setzt sich immer durch.

Als das geklärt war, wurde eine Sammlung durchgeführt. Billig war der Spaß nicht. Manche konnten gar nichts geben, ganz einfach, weil eben nicht jeder wohlhabende Eltern hat, aber andere opferten das gesamte Taschengeld. Wir waren sicher, auf einen guten Schnitt gekommen zu sein.

Danny, Jörg und ich übernahmen die Einsatzleitung. Dann wurde zusammengezählt. Aber vor allem musste telefoniert werden.

„Wie viel haben wir?“

Danny platzierte das letzte Geldstück auf eines der zahlreichen, kunstvoll aufgebauten Münztürmchen und pfiff anerkennend.

„Hundertfünfundfünfzig, fünfundsechzig!“

Ich war skeptisch.

„Das reicht nicht. So was bekommst du nicht unter dreihundert.“

„Keine Angst.“ Jörg machte auf Fachmann. „Für dreihundert kriegste zwei für mindestens drei Stunden.“

„Woher weißt´n das?“

„Na, das weiß man eben.“

„Wer ruft an?“

Betretenes Schweigen. Jeder sah lässig woanders hin.

„Gut“, meinte ich. „Wenn wir jetzt kneifen, dann können wir nie wieder in die Schule zurück. Wir müssen da durch. Also?“

„Mach du doch!“

„Ähh … losen wir!“

Die fairste Lösung. Also drei kleine Zettel gefaltet, auf einem stand du , rein in ein Cola-Glas und gut geschüttelt. Eigentlich wollten wir dann noch losen, wer anfängt …

Jörg hatte den Hauptgewinn. Entsprechend glücklich sah er aus.

Unser Treffen fand bei mir zu Hause statt, aus dem einfachen Grund, weil hier niemand störte. Wir zwangen also Jörg liebevoll, sein Handy hervorzuholen und blickten ihn erwartungsvoll an.

Mitleidslos beobachteten wir, wie er mit schweißigen Fingern die Nummer wählte und mit einem titanischen Kloß im Hals kämpfte.

Dann war es soweit.

Besetzt!“

Jörg war für zwei Sekunden der glücklichste Mensch auf der Welt.

„Los, versuch´s noch mal!“

Glück verfliegt so schnell.

Jörg wählte und wählte, und irgendwann war es wirklich so weit.

Es tutet!“

„Mensch, sprich tiefer!“

Dann hob jemand ab, und Jörg fing an zu sprechen. Und der machte das so eiskalt, dass es seit damals niemals wieder etwas geben sollte, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Der dachte sogar glatt an die rechtlichen Aspekte der Sache! Vor allem, wie man solche verhindern könnte. Ich hätte wissen müssen, dass der Anwalt wird.

Dann schien das Gespräch beendet zu sein, denn Jörg sagte nur noch: „Danke und bis zum nächsten Freitag“ und beendete das Gespräch.

Wir sahen uns mindestens eine Minute lang grinsend an. Dann meinte Jörg völlig ernst:

„Die Sache steigt. Hundertfünfzig. Der Rest sind Spesen.“

Ich blickte zur Decke.

„Alea iacta est. Der Würfel ist gefallen. So sei es. Amen.“

*

Der Tag X.

Wir hatten alle verdammtes Magensausen. Diesmal wusste ja ausnahmslos jeder Bescheid. Und jeder von uns hatte außer einem Satz Nerven schließlich noch eine Menge Geld investiert.

Aber wie das Leben so ist, die Meute bezahlt und gafft, aber einer muss den Helden spielen. Jemand musste die betreffende Person abfangen und die Abschlussver-handlungen führen. Der Andrang war natürlich unbeschreiblich, kurz: Niemand traute sich.

Nun ratet mal, wer dann schließlich draußen vor der Schule stand und mit hochrotem Kopf wartete, während seine klammen Finger die drei Scheine umkrampften?

Getroffen!

Also, da stand ich nun und machte mir vor Angst beinahe in die Hosen. Ich stand stundenlang da, und langsam wurde mir besser.

Sie kam nicht.

Ich sah auf die Uhr. Es waren genau drei Minuten vergangen. War wohl doch noch nicht so lange. Ich wartete weiter.

Die Uhrzeit werde ich nie vergessen: 11:48 Uhr. Bio lief schon acht Minuten.

Die Verabredung war aus strategischen Gründen auf fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn gelegt worden. Gott sei Dank, wer wusste schon, wie die Alte aussah? Außerdem … so richtig Lust auf Zeugen hatte ich wirklich nicht.

Ich ging wieder rein, murmelte irgendeine Entschuldigung und setzte mich unendlich erleichtert auf meinen Platz. Genau das dachte ich jedenfalls, aber eben in dem Moment, als mein rechtes Bein in Richtung Klasse zuckte, kam der Wagen um die Ecke.

Eigentlich hatte ich einen Ferrari oder etwas in der Art erwartet, aber alles, was da anhielt, war ein alter Golf, der noch ein Weilchen nachhustete, nachdem der Motor schon abgestellt war.

Aber was dann aus dieser Karre stieg, das war … also, ich muss schon sagen …

Nun wartet´s doch noch ein bisschen ab, beschreiben tu ich sie gleich noch!

Sie kam über die Straße auf mich zu, und ich kippte nach hinten um. Wäre ich jedenfalls, hätte der für unsere Schule zuständige Architekt seinerzeit den Zaun vergessen. So kam sie also, baute sich direkt vor mir auf und fragte mich nach der Schule. Ließ sich nicht mehr umgehen, ich musste mich offenbaren.

Das Gespräch gebe ich jetzt mal nicht naturgetreu wieder, das ist mir dann doch zu peinlich. Vielleicht könnt ihr es euch so ungefähr vorstellen. Sie sagte so etwas wie: „Waas? Du Milchgesicht … du hast mich bestellt?“

Den Rest schenke ich mir. Jedenfalls ging das noch eine Weile so weiter, aber dann stand sie kopfschüttelnd vor mir und grinste.

„Na ja, was soll´s. Du bezahlst mich dafür, und ihr habt euren Spaß. Ich glaub, dass könnte sogar richtig lustig werden. Warum also nicht?“

Außerdem, wie sagt der Lateiner: Pecunia non olet. Geld stinkt nicht. Das spielte sicher auch eine Rolle, denn 150 Piepen sind 150 Piepen.

Machen wir´s kurz, aber schmerzhaft. Sie war da, sie würde es machen, und ich wiederum musste machen, dass ich reinkam.

Ich bedeutete unserem Gast, mir zu folgen. Schließlich stand ich vor der Klassentür, sie zehn Meter dahinter, und ich konnte das Gefühl nicht unterdrücken, mal eben den Roadrunner zu spielen, sprich: abzuhauen.

Aber zwei Dinge standen dagegen: Sie hätte das Geld und ich die Klasse am Hals gehabt.

Ich klopfte an und trat ein.

„Kannst du mir verraten, wo du jetzt herkommst?“

„Entschuldigung … ich hab Dünnsch… ähh … Durchfall.“

„So. Da hättest du eine Woche mit warten sollen, da kommt nämlich der Verdauungstrakt an die Reihe. Und jetzt setz dich ein bisschen plötzlich und stör nicht weiter.“

Knolle schien ausgerechnet heute nicht seinen besten Tag zu haben.

Ich tat also wie befohlen, pflanzte mich auf meinen Platz und hob kurz die Daumen. Neunundzwanzig Augenpaare glänzten, und die dazugehörigen Köpfe wussten jetzt Bescheid. Alles klar.

Es dauerte nicht lange, aber in diesen zwei, drei Minuten schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Was würde ich in einer solchen Situation tun? Klarer Fall, ´ne Runde lächeln und dann verdünnisieren. Selten so leichtes Geld verdient, und wer würde uns schon glauben? Außerdem, mal ehrlich: Wer hätte das schon weitererzählt? Wir hätten uns bis auf die Knochen blamiert.

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