Monica Maier - Nicht alle sehen gleich aus

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In Berlin ist seit 2015 erst recht nichts mehr beim Alten. Die Deutschkurse boomen. Die Deutschlehrerin Annika von Stockhausen (42) muss in ihrem Deutschkurs bei einem Berliner Bildungsträger wirklich einiges leisten: einen anstrengenden Muslim vor die Klassenzimmertüre setzen, sich mit der Arroganz eines Brexugees und der Desillusionierung einer spanischen Krankenschwester arrangieren oder Pflegepersonal aus Vietnam und Afrika anwerben. Mit ihrem marokkanischen Ehemann Karim Ait Kaouki (38) an ihrer Seite bewegt sie sich zwischen den Kursteilnehmern und den Buchreligionen. Desillusioniert von ihrer Klasse und ihrem Bildungsträger wechselt sie den Arbeitgeber und hilft sich damit zur Abwechslung mal selbst.

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Hinter der Glastür am Aufzug gab es in dem Haus aus den 50er-Jahren, dem ein neuer Innenanstrich wirklich guttun würde, schon eine Schlange von Schülern und Angestellten, die in Büros im Gebäude arbeiteten. Sie nahm deshalb lieber die Treppe und spürte beim Hinaufsteigen noch die Müdigkeit von der langen Reise am Vortag in den Beinen. Zum Glück hatte sie ihre bequemen Schuhe an. Als sportlicher Typ nahm sie auch jetzt am Morgen die Gelegenheit wahr, ein paar Gramm der leckeren marokkanischen Küche in der Bauchgegend wieder zu verlieren.

Auf der ersten Etage im Lehrerzimmer saßen bereits zwei ihrer Kolleginnen, darunter auch Sibylle, die sie im Urlaub vertreten hatte und gerade etwas für ihren Integrationskurs vorbereitete. Es gab vier Computerarbeitsplätze, einen großen Tisch in der Mitte und einen Kopierer. Die Uhr an der Wand zeigte auf Punkt 8 Uhr.

„Guten Morgen!“, begrüßte Annika die beiden, als sie den Raum betrat, der zu dieser Uhrzeit gerade von der Sonne durchleuchtet wurde. Nach dem Wochenende wirkte er dazu noch aufgeräumt und sauber geputzt. Der Ansturm der Kursteilnehmer und 20 Lehrkräfte ließ sicher nicht lange auf sich warten, daher konnte man hier früh noch die Ruhe genießen.

„Hallo, Morjen! Wieder zurück aus der Sonne?“, drehte sich die gut gelaunte Berlinerin auf dem Stuhl ihr zu und meinte: „Haste am Freitag meine Überjabemail bekommen?“

„Ja, vielen Dank, ihr habt im Buch den letzten Teil von Kapitel 4 ganz geschafft und auch schon für die B2-Prüfung geübt, stimmt’s? Vielen Dank nochmal für die Vertretung, ich revanchiere mich! Der Urlaub war ganz toll, wenn das mit dem Opferfest und dem Schlachten auch etwas grausam war, hast du ja vielleicht auf meinen Postings mitbekommen?!“ Annika schaute sie lächelnd an.

„Natürlich! Hab ick jesehn, haste dich trotzdem jut erholen können? Wat war n dit für ne Bootsjeschichte?“, meinte Sybille interessiert.

„Erzähl ich dir später, vielleicht essen wir gemeinsam zu Mittag? Beim Asiaten?“, schlug Annika ihr ernster werdend vor. „Ich muss noch einiges kopieren.“

„Okay, dit machn war!“ Sybille beschäftigte sich wieder mit ihrer Vorbereitung am Computer und Annika ging an den Kopierer, während sie gleichzeitig das Kursbuch aus ihrer Tasche holte. Gleich würden all die anderen Dozenten antanzen und dann würde es eng am Gerät werden.

„Guten Morgen!“, hörte man Martin Kusow sagen, der sich als Nächster einfand. „Was haltet ihr eigentlich von dem neuen Lehrwerk für A1? Die bringen seit 2015 eins nach dem andern raus“, fragte er schon in die Runde.

Sibylle blickte ihn an und erwiderte in ihrem Westberliner Slang: „Na, Morjen, du Quoten-Mann, wie war dein Wochenende?“ Frauen waren in diesem Beruf eindeutig in der Überzahl.

„Ruhig, viel geschlafen“, antwortete er.

Sie fuhr fort: „Mir sind dit zu wenije zusammenhängende Texte und die Fotojeschichte find’ ick eher varwirr’nd für Leute aus nem janz andern Kulturkreis, aber die Progression is jut! Du weeßt doch, dit einzich richtije Buch jibs nich, und mein Lieblingsbuch für totale Anfänger, hmm, hat numal veraltete Zeichnungen. Musste eben wat dazukopieren aus andern Büchern, is ja immer so.“

Martin nickte, aber erst einmal musste er in seinem A1-Anfänger-Integrationskurs damit arbeiten, das würde schon gutgehen, sagte er. Der 37-jährige bis dahin lang arbeitslose Historiker hatte vor sechs Monaten als Quereinsteiger die verkürzte Zusatzqualifikation des Bundesamts für Migration abgeschlossen, um als Dozent hier arbeiten zu dürfen. Und da Latein im Gymnasium eines seiner Lieblingsfächer gewesen war, fühlten sich für ihn der Akkusativ, Dativ und Genitiv bereits wie seine zweite Haut an. Diese half ihm ungemein, sich in die neue Materie einzuarbeiten. Als Akademiker musste man auf dem Arbeitsmarkt ja branchenübergreifend flexibel sein. Der langsame Aneignungsprozess in Sachen Lernmaterialien dauerte dann natürlich Jahre der Praxis, bis man nach dem Prinzip Learning by Doing beim Unterrichten die eigene Muttersprache und die Lehrwerke als Stoff perfekt draufhaben würde und eine Professionalität für alle Niveaustufen entwickelt hatte. Denn diese sprechen, automatisch anwenden und plötzlich jemand anderem beizubringen waren zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Pädagogisches Geschick unabdingbar vorausgesetzt. Geduld, Toleranz, eine starke Persönlichkeit, Empathie, psychologisches und interkulturelles Gespür sowie viel Herz gehörten dazu wie der Sand zum Meer.

Er meinte gut gelaunt: „Wisst ihr, was meine Oma am Wochenende gesagt hat? ‚Warum bist du jetzt nur Lehrer geworden, das ist doch wie bei den Bienen. Viele Stiche und wenig Honig.’ Sie war früher auch im Schuldienst.“

Eine Kollegin lächelte amüsiert: „Der Unterricht Geflüchteter ist aber anders als der von Kindern oder von Studenten an der Uni und an privaten Sprachschulen, die nach dem Unialltag eher Party statt Familie wollen. Du schaffst das hier schon!“

Annika hatte sich in den Anfängerniveaus im Laufe der letzten 18 Jahre zu den fortgeschrittenen Niveaus hochgearbeitet und unterrichtete diese im Moment in sogenannten Berufssprachkursen, kurz BSK genannt, die Bildungsträger in Zusammenarbeit mit Jobcentern und der Bundesagentur für Arbeit anboten. Über allen thronte das BAMF, also das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Diese BSK-Kurse kamen für die Leute aus aller Herren Länder, aber im Moment vor allem aus Syrien, erst nach einem Integrations- und Orientierungskurs in Frage, wenn man das Niveau B1 am besten schon in der Tasche hatte. Den Unterschied sollte vor allem das berufsvorbereitende Vokabular samt E-Mail-Schreiben machen, wobei dieser Anspruch bei den unterschiedlichen Berufswünschen in der Klasse oft nicht zufriedenstellend gewährleistet werden konnte. Jeder sollte in die Lage versetzt werden, halbformelle oder auch formelle E-Mails und Briefe lesen und schreiben zu können, sei es eine Beschwerde, eine Bewerbung oder eine Bitte um Information. Angebot, Reklamation und was es sonst noch gab, kamen dabei auch vor. Mit einem nach einem BSK-Kurs bestandenen B2-Abschluss in Form einer speziellen Prüfung durfte man den Arbeitsmarkt jedenfalls betreten sowie eine Ausbildung oder geförderte Weiterbildung anvisieren. Man konnte vom BAMF genehmigt auch das fortgeschrittenere C1 oben draufsetzen, um noch perfekter Deutsch zu lernen und das nötige Zertifikat für ein Studium hier zu erwerben. Dieses Niveau besaß nicht einmal jede und jeder Deutsche. Was manche Schüler aber keineswegs abschreckte, sich abstrakter in dieser Sprache auszudrücken zu lernen.

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