Arber Shabanaj - Die vorgespielte Gerechtigkeit

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Man soll ja die Gerechtigkeit höher achten als das größte Glück auf der Erde. Gesundheit, Fröhlichkeit, die Liebe anderer, Überfluss, ja selbst das Leben hängt nicht immer von uns ab. Gerechtigkeit ist das Einzige, was uns gehört, was wir in unserer Gewalt haben, was uns kein Zufall, keine macht, ja selbst der Tod mit dem Leben nicht rauben kann.
Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit.
Niemals empört etwas mehr als Ungerechtigkeit. Alle anderen Übel, die wir ausstehen, sind nichts dagegen.

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Es ist ein erstaunliches Kuriosum, dass diverse Medien dieses Landes die vorliegenden Sachverhalte verschmähen, anstatt die feigen und brutalen Zuwiderhandlungen (gegen geltendes Recht) zu veröffentlichen. Man übt Gewalt auch dann aus, wenn man jemanden verachtet, auf ihn herabschaut oder ihn demütigt.

Darauf zu bestehen, dass ungeliebte Wahrheiten, nicht zu veröffentlichen sind, ist gefährlich für die Demokratie.

Hier wurden offensichtlich die Grenzen des Rechtsstaates ausgetestet. Und zu welchem Zweck? Denn die Gerichte sollten uns vor der Willkür des Staates schützen. Das ist die Idee der Gewaltenteilung und daran kann man nicht rütteln. Das ist ein Prinzip unserer Demokratie. Dahingehend sind die Gesetze nicht beliebig, nicht disponibel, sondern es braucht echten Gerechtigkeitswillen.

Die geschilderten Geschehnisse entbehren jeglicher Grundlage und sind eine Schande für den Rechtsstaat.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere bewegenden Zeilen den Leidtragenden dieser Unbekümmertheit - unseren betroffenen Kindern - gewidmet sind. Wenn Menschen so offensichtlich unter Schock gesetzt werden und ihnen nachhaltig geschadet wird, dann tun sie ungewöhnliche Dinge, um sich so Gehör zu verschaffen.

Das Buchexemplar zu unseren unmöglichen Erlebnissen sollte man bitte unvoreingenommen lesen, um effektiv und ehrlich darüber berichten zu können. Denn nur das macht unsere Demokratie so stark und nur das trägt dazu bei, unsere Gesellschaft nicht noch weiterhin auseinanderdriften zu lassen.

Wir haben unseren betroffenen Kindern versprochen, dass wir mutig dem Hass widersprechen und dafür sorgen werden, dass man sie nicht vergisst. Bekanntermaßen lässt sich Demokratie nur durch Pluralität, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung verwirklichen.

Daher wenden wir uns nun hoffnungsvoll direkt an Sie und vertrauen Ihnen das Taschenbuch zu den Tatsachenberichten an. Wir sind uns sicher, dass Sie unseren Brief und die beschriebenen, unmöglichen Erlebnisse aufmerksam lesen und diese als einen maßgeblichen Kompass für Ihre alsbaldige Berichterstattung pflegen.

Im Voraus danken wir Ihnen recht herzlich für Ihre Unterstützung!

Die betroffene Familie Shabanaj

Vorwort zum Anhang

Dieser Anhang wurde für den interessierten Leser zusammengestellt, der sich eingehender mit den Hintergründen der dargestellten Problematik befassen möchte.

Er besteht aus Kopien der Dokumente, die im Vorfeld und während des Prozesses eine Rolle gespielt haben: Schreiben der Anwälte, Gutachten, Fotos, Urteile und andere Nachweise. In den angefügten Kopien wurden aus Datenschutzgründen die Namen der beteiligten Personen verändert, inhaltlich entsprechen sie aber den Originalen.

Sollten sie dennoch Ähnlichkeiten mit Ihnen bekannten Personen feststellen, sind diese rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

Es ist das Anliegen des Autors, dem Leser auf diese Art einen umfassenden Eindruck der Gesamtsituation zu vermitteln.

DAS PORTRÄT

Im Stadtbüro palaverte jemand und beleidigte fortwährend den Bürgermeister höchstpersönlich. Agron Iravosok stand hinter der Tür des Bürgermeisterbüros und schaffte es in allerletzter Not, sich zu beherrschen. Er wollte seinen Ohren nicht trauen, was er an diesem Julinachmittag mit anhören musste.

Er kannte Herrn Grünewald seit Jahren. Als er erfahren hatte, dass dieser zum Bürgermeister gewählt worden war, war Agron unbeschreiblich glücklich gewesen.

Agron war davon überzeugt, sollte er von ihm keinen geeigneten Wohnraum bekommen, müsste er noch ewig im Asylbewerberheim bleiben. Dort, wo das Abfluss- und Sanitärfahrzeug der Kommune wie so oft erst dann kam, wenn das Kanalisationsrohr bereits geplatzt war. Eine schwarze, verfaulte Flüssigkeit drang dann durch die Fugen der pilzbefallenen Bodenbretter.

Es kam, wie er es geahnt hatte. Gerade mal einen Monat war Herr Grünewald Bürgermeister, als er zusammen mit Vertretern der zuständigen Flüchtlingskommission Agron und seine Familie im Asylbewerberheim besuchte.

Er kann sich noch ganz genau erinnern, wie sie den eingezäunten Garten des Heimes betraten. Die vielen Rosen, die einer ultrastolzen Meereswelle ähnelten, strahlten Lebendigkeit aus und verbreiteten ihren Duft. Hier tankten Agron, seine Ehefrau und seine Tochter fast jeden Nachmittag ein wenig Motivation und Zuversicht. Doch was nützte ihnen das, denn sobald es Abend wurde, mussten sie sich wieder in ihre Fäkalienhütte einschließen, dort, wo jeden nur Übelkeit heimsuchen würde.

Die Hausmeisterin war gerade dabei, mit dem Hauspantoffel nach einem von ihren kleinen Findelkindern zu werfen, weil es zuvor über einige Blumenblätter Pipi gemacht hatte. Die Frau kam ursprünglich aus Schlesien und sprach ein sehr unattraktives Deutsch, oder eigentlich eher Polnisch. Sie war jedoch längst eingebürgert worden, da sogar die kleinste Laus auf ihrem Hof in Schlesien deutsch war. Laut dieser Hausmeisterin, die damals in ihrer Heimat auf einem Bauernhof gedient haben will, hatten der gesamte deutsche Stolz und alle Kultur ihre Wiege in Schlesien, und nur dort.

Die Autorisierten der Stadt lachten mit dem Kleinen, der versuchte, sich in ihrem Beisein nicht zu schämen und sein Urinorgan nach dem Gießen wieder zurückzustecken.

Sie kamen nun und tankten reichlich Luft, die durch den schönen Duft der vielfältigen Blumen gespendet wurde.

Sobald sie den Raum betreten hatten, in dem Agron samt Familie lebte, musste ein Mitglied der Flüchtlingskommission drei Mal hintereinander niesen. Einem weiteren, der etwas auf einen Block notierte, rutschte ein Wort heraus, er sagte: „Mist“. Ein weiterer ...

Bei diesem Besuch fühlte sich Agron Iravosok plötzlich jung und stark und nicht wie ein Mann von 50 Jahren. Oh Gott, er wird ein Zuhause bekommen! Er hatte den Eindruck, dass Worte, die fielen, und Zeichen, die zwischen den Teilnehmern der Flüchtlingskommission ausgetauscht wurden, ihn hoffen lassen könnten, dass alles gut werde.

Doch gleichzeitig überkamen ihn auch Ängste, es könnte jemand wie aus dem Nichts auftauchen und ihm wieder Steine in den Weg legen.

Er schwankte zwischen Hoffen und Bangen, mal fühlte er sich jung, dann fühlte er sich alt. „Eh, wie der Mensch ist“, dachte er, „mal Löwe, mal Hase“.

Und recht hatte er, es wurde von allen Seiten viel gesprochen, es gab nichts, über das nicht geredet wurde. Für ein Apartment, mit einem Raum und einer Küche ausgestattet, würde er sehr viel Geld ausgeben müssen, mit zwei Räumen und einer Küche noch mehr. Doch, was sollte er geben, das Ungeziefer aus dem Keller?

Er hatte weder das Recht noch die Mittel, seinen einzigen Verwandten in knapp zwanzig Kilometern Entfernung mal zu besuchen, weil dafür regelmäßig eine Besuchserlaubnis nötig war, um den Landkreis verlassen zu dürfen! Seit sechzehn Jahren lebte er in Deutschland, und seine Jahre schmolzen dahin. Er, auch mit dem Potenzial, fehlerfreies Deutsch und Englisch zu artikulieren, hatte bis heute noch keinen Aufenthaltstitel.

Der frühere Bürgermeister war nicht gut gewesen, sein Nachfolger nicht besser.

Agron Iravosok hatte Jahre hinter sich, in denen er gehofft hatte, man kümmere sich um eine Wohnung für ihn und seine Familie. Jahre, in denen Versprechungen gemacht worden waren, ihm ein Apartment mit einem separaten Eingang zu gewähren. Jahre, während sie mit ihm und seiner Familie Katz und Maus gespielt hatten. Geschehen aber war nichts.

Und während die Zeit verging, spürte er, wie auch seine Tochter, eine junge aufstrebende Frau auf der Suche nach Verantwortung und Glück, keine Chance ihr Leben selbstständig zu gestalten hatte und sich mit der Situation abfinden musste.

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