Leon Grüne - Die Schule

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Als David trotz seiner guten Noten von seiner Mutter auf eine Sommerschule geschickt wird, ist ihm klar, dass sie ihn bloß loswerden will. Zu allem Übel muss er jedoch feststellen, dass die Schule mitten im Wald, abgegrenzt von der Zivilisation steht. Doch das ist nicht das Einzige, was an der Schule seltsam erscheint. Als ein mysteriöser Zwischenfall an der Schule passiert, scheint nichts mehr so zu sein, wie es einmal gewesen ist. Mit der Zeit häufen sich die Zwischenfälle, und bald schon muss David selbst um sein Leben bangen.

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„Als Christoph Kolumbus damals bei seiner eigentlichen Route nach Indien unerwartet auf einen ihm unbekannten Kontinent stieß, bewies er nicht nur, dass die Erde keine Scheibe ist. Er bewies auch, wie gierig und egoistisch die Menschen sind. Die Entdeckung Amerikas ist eine wahre Bluttat, für die viele Menschen der indigenen Bevölkerung ihr Leben lassen mussten. Nach und nach drangen Spanier, Portugiesen, Niederländer, Franzosen und Engländer immer weiter in das Land ein. Die Spanier und Portugiesen beuteten die Ureinwohner regelrecht aus und nahmen ihnen alles, was ihnen lieb war. Keiner der eigenen Landsleute hatte moralische Bedenken dabei, schließlich waren es Heiden und Wilde. Ihre Gesetze erlaubten es ihnen sogar, weil es dem eigenen Land eine wirtschaftliche und politische Stärkung brachte. Auch die Kirche befürwortete die Ausbeutung. Man solle den Heiden alles nehmen, um sie für ihre Vergehen der Gottesleugnung und -lästerung gerecht zu bestrafen und dann zum christlichen Glauben zu bekehren.“

Mr. Brenner trank einen weiteren Schluck Wasser.

„Gesetzlich und religiös korrekter Völkermord. Ein wahres Paradoxon, nicht wahr?“

David nickte.

„Die Ironie ist beachtlich“, stimmte er ihm zu.

„So kann man es ausdrücken, ja“, bestätigte Brenner ihn und stellte die Wasserflasche neben sich auf den staubigen Boden.

„Was ist mit den Indianern im Tal passiert? Wurden sie auch ausgebeutet und versklavt?“, fragte David neugierig.

„Nun ja. Es gab nicht nur Mord und Totschlag bei der Invasion Amerikas. Die Franzosen zum Beispiel waren den Einheimischen nicht so feindlich gesinnt, wie die Portugiesen. Sie betrieben Handel mit ihnen, akzeptierten sie als Menschen und nutzten ihre Verbundenheit auch beim Siebenjährigen Krieg in Nordamerika. Die Shasta Indianer hatten das große Glück von ihnen und nicht von den plündernden Südeuropäern entdeckt zu werden. Trotz der Geschichten, die sie über die weißen Männer hinter dem großen See gehört hatten, begegneten sie ihnen offen und tolerant. Eine Tages kam es dazu, dass der führende General der Franzosen, Mathis Dubois, gemeinsam mit dem Häuptling der Shasta, Canowicakte, eine Übereinkunft traf, dass beide Völker Seite an Seite leben würden und sich unterstützen würden, wenn einer von ihnen in Not sei. Jedoch forderte Canowicakte, dass keiner von Dubois Männern je Hand an eine ehrbare Squaw legen würde. Er willigte ein, und das Abkommen war getroffen. Die Franzosen bezogen etwa einen Kilometer weiter ihre Lager und gaben den Indianern im Gegenzug dafür Waffen für die Jagd. Fortschrittlichere, tödlichere Waffen. Donnerbüchsen nannten die Indianer die Gewehre, die ihnen zwar geschenkt, aber nie wirklich verwendet wurden. Es war zu umständlich, ein Gewehr neu durchzuladen, wo sie doch in derselben Zeit bereits mehrere Pfeile hätten verschießen können. Einige Zeit funktionierte das Zusammenleben von Weißen und Roten gut, und beide Parteien schätzten sich sehr als Verbündete. Bis zu dem Tag, als einer der Weißen, sich entschloss, die Abmachung zu brechen.“

„Einer von Dubois Männern hatte mit einer Indianerfrau geschlafen?“

„Nicht wirklich.“

Mr. Brenner drehte sich zu David um.

„Dubois selbst war es. Und es war nicht nur irgendeine x-beliebige Squaw. Oh nein, ganz sicher nicht. Ausgerechnet Talutah, die Tochter des Häuptlings, war seine heimliche Liebe. Es war wie bei so vielen berühmten romantischen Paaren nichts weiter, als eine einzige Tragödie. Eine Tragödie mit einem tödlichen Ende“, erzählte er wissend.

„Wie kam es dazu?“, fragte David, der gebannt seinen Worten lauschte.

„Witashnah, eine unbedeutende Schönheit des Stammes, erfuhr von ihrer versteckten Liebe. Die Eifersucht hatte sie gepackt, da sie selbst heimlich ein Auge auf den jungen, französischen Soldaten geworfen hatte. In ihrem Zorn berichtete sie Canowicakte von dem Bruch der Abmachung mit den Franzosen und zerstörte damit alles. Der Häuptling beschloss, sich an dem ahnungslosen Dubois für seinen Verrat zu rächen. Gemeinsam mit dem Rat der Ältesten, stellte er ihm eine Falle, die ihm das Leben kosten würde. Bei einer scheinbar üblichen Besprechung überwältigten die Indianer ihn und warfen ihn in den See. Aufgrund der Ausbreitung der Pest hatten viele Menschen, so wie auch er, nie wirklich schwimmen gelernt. Für wenige, glückliche Augenblicke, die er mit Talutah gehabt hatte, musste er qualvoll sterben. Musste warten, bis sich seine Lungen so mit Wasser gefüllt hatten, dass er endlich sterben konnte. Das ist ein Tod, dessen Qualen für einen unbegreiflich sind, bis man sie selbst erlebt und förmlich bettelt, dass es aufhört, und man endlich sterben darf.“

Er legte eine Pause ein, sodass David darüber nachdenken konnte, ehe er ihm das Ende der Geschichte erzählen würde.

„Was passierte dann? Was war mit Talutah und was hat das mit dem Grund zu tun, warum die Schule mitten im Wald steht?“

„Nach dem Tod von Dubois brach ein Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen aus. Während die Weißen den Tod ihres Anführers rächen wollten, sahen die Roten in seinem Tod die Rache für die Schändung ihres Stammes. Ein tagelanger Kampf brach aus, aus dem die Weißen, dank ihrer Feuerwaffen, als Sieger hervorgingen. Niemand, außer Talutah, hatte von den Shasta überlebt. Sie hatte sich, nach dem Tod ihres Geliebten, entschieden, die Seite zu wechseln und war bei Ausbruch des Kampfes längst nicht mehr in den Reihen ihres Volkes. Wenige Monate, nachdem die Franzosen ihren ermordeten Anführer erfolgreich gerächt hatten, bekam sie ein Kind. Ein Halbblut. Es wurde in Frankreich, der Heimat ihres Vaters, zur Welt gebracht. Doch Talutah war krank. Ihr Immunsystem war überfordert mit den Krankheiten, die es in Europa gab und auf die es nicht vorbereitet war. In ihren letzten Sekunden, die sie noch unter den Lebenden weilte, schaffte sie es grade noch, den Namen ihres Kindes zu sagen. Lauriea.“

Davids Gesicht hellte sich auf. Allmählich begann er zu verstehen, wieso Mr. Brenner ihm die Geschichte über die Indianer und die Invasion Amerikas erzählt hatte.

„Lauriea war ein wundervolles Mädchen. Schlau, wunderschön und wissbegierig. Als sie erwachsen war, erfuhr sie, wer ihre Eltern waren und welches Schicksal beide ereilt hatte. Mit dem Wunsch nach Antworten kehrte sie zurück in das Land, in dem einst ihre Mutter gelebt hatte. Zu dieser Zeit war der Wald bereits etwas gewachsen und reichte fast bis an das ehemalige Lager der Shasta heran. Auf der Suche nach ihrer Herkunft stieß sie auf Jean Michel, einer der Soldaten, die vorher ihrem Vater gedient hatten. Er erzählte ihr alles über das Verhältnis ihrer Eltern, den Verrat an ihrem Vater und schließlich auch über dessen Ermordung. Sie erkannte, dass der wahre Grund für die Ermordung ihres Vaters nicht die Pein des Häuptlings, sondern schlichte Intoleranz war. Zusammen mit Michel fasste sie den Gedanken, ein Zeichen für die Toleranz und das Gedenken ihrer Eltern zu setzen. Ihre Idee war es, zwischen den beiden Lagern ein Gebäude zu errichten, in welchem Menschen jeder Hautfarbe, Herkunft und Besonderheit Akzeptanz finden würden. Ein Gebäude, in dem ihnen gelehrt werden konnte, wie wichtig es sei, offen und tolerant anderen gegenüber zu sein. Ein Ort des Wissens.“

„Eine Schule“, vollendete David, der die Geschichte nun endgültig verstanden hatte.

„Ich weiß. Die Entstehung der Schule ist voll von kitschigen Klischees und klingt so, als würde man sie in einer typisch romantischen Tragödie finden. Doch sie ist wahr und gilt bis heute. Jeder ist gleich und wird bei uns aufgenommen und akzeptiert. Es ist das Vermächtnis, welches Lauriea uns hinterlassen hat und wir bis heute fortführen, weil es wichtig ist, dass es Orte gibt, an denen niemand nach weiß oder schwarz, groß oder klein, dick oder dünn unterschieden wird. An Orten wie diesen ist jeder Mensch einfach Mensch“, beendete er seine Geschichte.

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