Doch genau das ist es, was sie nicht macht.
Keine Sekunde lasse ich sie aus den Augen. Ich lehne mich mit dem Rücken an dem Kopfteil des Bettes an und ziehe sie an mich heran, sodass ihr Kopf auf meiner Brust liegt. Fest umschlinge ich sie, sodass sie nicht zurückweichen kann.
„Ich weiß, dass das nicht unbedingt leicht ist, für keinen von uns“, fahre ich fort. „Auch für mich wird es eine große Umstellung werden.“
Ich hasse es, wenn ich nicht weiß, was in ihr vor sich geht. Es kommt mir vor, als würde ich so keine Chance haben zu verhindern, dass sie sich von mir entfernt, wenn sie das will. Und das ist etwas, was ich unbedingt vermeiden will.
„Ja, so kann man das wahrscheinlich auch bezeichnen“, flüstert Sarah, wobei sie sich aber anhört, als wäre sie mit ihren Gedanken ganz woanders.
Sie weicht mir aus.
Ein paar Sekunden bleiben wir noch liegen, bevor sie sich von mir löst und aufsteht. Es gefällt mir nicht, doch ich will sie auch nicht einengen. Deswegen bleibt mir nichts anderes übrig, als ihr dabei zuzusehen, wie sie nach meinem Shirt greift, dass auf dem Boden liegt und es sich über den nackten Oberkörper streift.
„Ich muss das machen“, versuche ich es ihr zu erklären. „Es sind unsere Familiengeschäfte. Mein Vater hat mir ehrlich gesagt auch keine Wahl gelassen. Wenn er was sagt, macht man es einfach. Aber es ist auch das, was ich in den letzten Jahren schon wollte.“
Langsam dreht sie sich zu mir um und sieht mich an.
„Du musst dich vor mir nicht rechtfertigen“, erwidert sie und setzt sich dabei so auf die Bettkante, dass sie mich besser sehen kann. „Ich kenne mich in diesen Dingen zwar nicht so aus, eigentlich weiß ich manches nur aus Filmen und Serien, aber ich weiß, dass es von einer Generation an die Nächste weitergegeben wird. Ich frage mich nur, was das für uns bedeutet.“
Ich erkenne die Unwissenheit in ihrer Stimme. Und die passt wiederum zu der Ratlosigkeit in ihrem Blick, als sie mich ansieht.
Um dafür zu sorgen, dass sie sich nicht von mir entfernt, richte ich mich auf und rücke näher an sie heran. Meine Hand lege ich an ihre Wange und streiche sanft darüber.
„Ich werde immer bei dir bleiben. Zwischen uns wird sich nichts ändern. Du wirst die Frau an der Seite eines sehr mächtigen Mannes sein, was dich zu einer sehr mächtigen Frau macht. Und ich bin mir sicher, dass meine Mutter dir helfen wird, wo sie nur kann. Sie ist total begeistert von dir, das habe ich gestern sofort gesehen. “
Kaum habe ich ausgesprochen, drücke ich meine Lippen auf ihre und küsse sie leidenschaftlich. Zum einen will ich ihr so die Möglichkeit nehmen, etwas zu erwidern. Ich werde nicht mit ihr darüber diskutieren. Für mich gibt es da nämlich nichts zu diskutieren. Auf der anderen Seite will ich ihr so zeigen, dass ich es ernst meine. Und zwar jedes einzelne Wort. Und wenn es sein muss, werde ich ihr das immer und immer wieder zeigen.
Ich spüre, wie ihre Muskeln sich entspannen. Sarah drückt sich an mich. Mein Schwanz wird hart, als ich sie wieder aufs Bett ziehe. In der nächsten Sekunde beuge ich mich bereits über sie und ziehe das Shirt wieder nach oben und entblöße so ihre Brüste. Genüsslich lecke ich darüber, bevor ich sie nacheinander in meinen Mund ziehe.
Ihr Rücken biegt sich durch und ihre Finger fahren durch meine Haare. Auf diese Weise hält sie mich dort gefangen. Ich gewähre ihr diesen Wunsch. Dabei lasse ich meine Hand über ihren Bauch immer weiter nach unten wandern, bis ich ihre empfindliche Stelle erreicht habe.
Da Sarah kein Höschen trägt, spüre ich ihre geschwollene Perle direkt unter meinen Fingern. Alleine das reicht schon aus, dass ich noch härter werde. Ich will meinen Schwanz nur noch in ihr vergraben und spüren, wie sie sich um mich herum zusammenzieht, während sie sich fallen lässt. Doch vorher werde ich sie noch mehr verwöhnen.
Langsam löse ich mich von ihren Brüsten und rutsche nach unten, bis meine Zunge über die Stelle gleiten kann, die ich gerade noch berührt habe. Ihr Körper bäumt sich auf, sodass ich meinen Arm auf ihren Oberkörper lege um zu verhindern, dass sie mir entkommen kann.
Es dauert nicht lange, bis sich ihr Körper anspannt. Laut stöhnt sie, während sie kommt. Doch ich lasse erst dann von ihr ab, als ich merke, dass sie mir nicht mehr geben kann.
Mit einem frechen Grinsen auf dem Gesicht komme ich langsam wieder nach oben und küsse sie, sodass sie ihren eigenen köstlichen Geschmack auf den Lippen hat.
Sie ist so sehr darauf konzentriert, dass sie nicht mitbekommt, wie ich mit einer Bewegung in sie eindringe. Scharf zieht sie die Luft ein. Normalerweise würde ich ihr die Zeit geben, sich an mich zu gewöhnen. Doch jetzt mache ich das nicht.
Stattdessen ziehe ich mich ein Stück zurück und weite sie dann erneut. Ich kann mich selber nicht zügeln. Auf diese Weise will ich ihr zu verstehen geben, dass ich bei ihr bin und sie mir gehört. Mir selber aber auch, dass es nichts und niemanden gibt, der sie mir wieder nehmen kann.
Als ich komme, stöhne ich ihren Namen, verstecke mein Gesicht an ihrem Hals und küsse ihre zarte Haut hinter dem Ohr. Sarah zieht noch näher die Beine an ihren Oberkörper, sodass ich noch tiefer in sie eindringen kann. Auf diese Weise schafft sie es, dass ich beinahe den Verstand verliere.
Nie hätte ich es gedacht, dass ich eine Frau treffe, die wie sie ist. Doch nun habe ich sie und genau dort wird sie auch bleiben.
Verschwitzt lasse ich mich auf Sarah sinken und ringe um Atem. Es dauert ein wenig, bis ich wieder einigermaßen normal denken kann, doch dann falle ich neben ihr auf die Matratze und ziehe sie so dicht an mich heran, dass kein Blatt mehr zwischen uns passt.
Verträumt liegt Sarah neben mir und hängt ihren Gedanken nach. Ich kann mir vorstellen, was in ihrem Kopf vor sich geht. Doch dieses Mal ist es mir egal. Ich weiß, dass sie sich nicht von mir trennen wird. Auch wenn ihr der Gedanke, was nun vielleicht auf sie zukommt, wahrscheinlich Angst macht.
Ich lasse meine Fingerspitzen über ihre nackte Haut wandern, während Sarah sich noch näher an mich drückt.
„Du scheinst dich gut mit meiner Mutter zu verstehen“, stelle ich fest um sie abzulenken. Mir ist bewusst, dass das hier nicht der beste Zeitpunkt ist, um sie auf das Verhältnis zu meiner Mutter anzusprechen, doch ich will sie ablenken. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich so hoffe herauszubekommen, was die beiden Frauen gestern gemeinsam gemacht haben.
„Sie ist eine sehr interessante Frau.“
„Als Kind hat meine Mutter einiges mitgemacht. Mein Großvater war ein Schläger und meine Großmutter hat alles hingenommen, was er gemacht hat. Sie war oft blau geschlagen und hatte eine aufgeplatzte Lippe. Dementsprechend sagt sie meinem Vater auch gerne mal die Meinung.“
„Und wenn ich dir die Meinung sagen würde?“ Neugierig hebt sie ihren Kopf und zieht die Augenbrauen ein Stück nach oben.
Ja, ich muss kurz über ihre Frage nachdenken. Bis jetzt habe ich es gehasst, wenn sich jemand in meine Geschäfte eingemischt hat. Und es gab mehr als genug Bettgeschichten in der Vergangenheit, die meinten, dass mir ihre Meinung wichtig wäre, nur weil wir zweimal im Bett waren. Denen habe ich aber schnell zu verstehen gegeben, dass mich ihre Meinung nicht interessiert und sie diese für sich behalten können. Meistens hatte es auch nicht lange gedauert, bis sie begriffen haben, dass nichts aus uns werden wird. In Folge dessen, sind sie zum nächsten, bei dem sie aber meistens auch nicht mehr Glück hatten.
Bei Sarah ist das aber anders. Sie hat mich zum Jäger gemacht und ist nicht hinter mir hergelaufen. Ich liebe sie und werde sie immer beschützen. Ihr Leben steht über meinem und das wird auch so bleiben.
„Ich würde gerne deine Meinung hören und alles, was dich beschäftigt“, stelle ich deswegen fest.
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