Erik Schreiber - Wiesbaden

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Dies ist die Geschichte des hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, geschrieben von Oberlehrer Fr. Otto. Er trug alles wissenswerte über die Geschichte der Stadt zusammen, was ihm damals zugänglich war. Es ist gleichzeitig ein Blick auf die alte Sprache und die Treue zum herrschenden Adel.

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§ 3.

RÖMER.

Wann die Römer zuerst unseren Boden betraten, ist genauer nachzuweisen nicht möglich, doch ist nicht unwahrscheinlich, dass es jedenfalls bald nach den ersten Versuchen diesseits des Rheines festen Fuss zu fassen geschah, ja es kann die Kunde von den warmen Quellen, die sie sicherlich in Mainz vernahmen, sie sofort veranlasst haben, da sie Freunde warmer Bäder waren, die ungefährdete Benutzung derselben durch eine militärische Niederlassung zu sichern, indem sie auf dem Ende einer in das Thal vorspringenden Bergzunge, gerade über den Quellen, auf dem sog. Heidenberge, ein Castell anlegten, das die aus dem Gebirge führenden Thalgründe beherrschte und einen Ueberfall der Badeanstalt verhindern sollte. (Becker, Ann. VII, 1. p. 74 u. 75.) Und da Mainz unstreitig zu den fünfzig Castellen gehörte, welche Drusus am Rheine errichtet haben soll, so könnte schon während dessen vierjähriger Wirksamkeit am Rheine, wie auf dem Taunus bei Homburg die Saalburg, so auch in Wiesbaden, das Castell Mattiacum angelegt worden sein. Die folgende Betrachtung der Besatzungsgeschichte wird diese Vermuthung als möglich erweisen, wenn auch die andere Möglichkeit offen bleibt, dass die Anlage des Castells einige Jahre später erfolgt sei.

Erst in Folge dieser Benutzung der warmen Quellen Wiesbadens und der Errichtung der Militärstation durch die Römer erhellt sich einigermassen das Dunkel, welches bis dahin über unserer Ortsgeschichte ruhete, und zwar sind es vornehmlich die zahlreichen Reste römischer Anlagen, Denkmäler und Inschriften, deren Auffindung nun einiges Licht verbreitet hat. Es blieb unserem Jahrhundert vorbehalten, nachdem früher zufällige und vereinzelte Spuren römischen Lebens waren bemerkt worden, durch planmässige Ausgrabungen und unausgesetzte Aufmerksamkeit bei Neubauten unsere Kenntniss der alten Oertlichkeit bis zu einem gewissen Abschlüsse zu bringen, namentlich seitdem der Verein für Alterthumskunde und Geschichtsforschung den Mittelpunkt für diese antiquarischen Studien abgab und im Museum die gefundenen Schätze auf eine würdige Weise zusammengestellt wurden. Ueber die Gründer und die Gründung des Vereins im Jahre 182 1 sowie über seine nun mehr als fünfzigjährige Thätigkeit handelt der elfte Band der Annalen.

§ 4.

BESATZUNGSGESCHICHTE.

Um Anhaltspunkte für die Zeitbestimmung zu gewinnen, betrachten wir zuerst die Besatzungsgeschichte des Castells, wie sie durch inschriftliche Zeugnisse auf Grabsteinen und durch Legionsstempel auf Ziegeln festgestellt ist. Danach haben für längere oder kürzere Zeit die Besatzung des Castells gebildet:

1. die Legio I Adjutrix;

2. die Legio VIII Augusta;

3. die Legio XIIII Gemina Martia Victrix;

4. die Legio XXI Rapax;

5. die Legio XXII Primigenia Pia Fidelis.

Zweifelhaft bleibt, ob wir auch hierher rechnen dürfen

6. die Legio IUI Macedonica;

7. die Legio XI Claudia Pia Fidelis.

Ferner folgende Auxiliarmiliz

a) Reiter:

1. Ala Flavia I Gemina;

2. Ala Scubulorum.

b) Cohorten:

1. Coh. II Raetorum Civium Romanorum;

2. Coh. I Pannoniorum;

3. Coh. IUI Thracum;

4. Coh. III Delmatarum Pia Fidelis; (Auf einem Grabsteine und dem Militärdiplom des Kaisers Trajan steht Delm., auf den Ziegeln Dahn. Rossel in den Ann. V, 1. p. 11. Vgl. die Abbildung Taf. III. Ann. IV. 3. p. 37 u. 64. Rossel bezeichnet sie als peditata; nach genauerer Untersuchung zeigt das Diplom nicht die Buchstaben P E, sondern PF, wonach unsere Cohorte wie sonst die Beinamen Pia Fidelis führte. Mommsen im Corp. Inscr. Lat. III. p. 870 u. 868.)

5. Coh. V Delmatarum;

6. Coh. IUI Vindelicorum.

Wahrscheinlich haben ausser diesen auch noch andere Cohorten in Mainz gelegen und können also auch zeitweilig einen Theil unserer Besatzung ausgemacht haben, (Vgl. die Berechnung von Rossel in den Annal. V, 1 . p. 64 und Mommsen -1. c.) doch lässt sich mit Sicherheit darüber nichts bestimmen. Auch die Geschichte der einzelnen Alen und Auxiliarcohorten ist nicht so aufgeklärt als die der einzelnen Legionen; so wissen wir z. B. nur, dass die Ala I Flavia gem. schon im Jahre 74 in Germanien stand , ebenso die Ala Scubulorum; von den Cohorten haben gleichfalls im Jahre 74 die fünfte der Delmater und vierte der Vindelicier ihr Standlager am Rheine gehabt, von der dritten der Delmater ist es wahrscheinlich, weil sich so viele Ziegel von ihr in unserem Castelle fanden, so dass sie an seiner Herstellung nach dem Bataverkrieg mitgearbeitet haben wird ; doch kann ihre Bauthätigkeit auch später fallen sie erscheint aber auf einer datirten Inschrift erst im Jahre 116, wie auch die zweite der Raetier, welche noch acht Jahre vorher und später, im Jahre 166, in Raetien angetroffen wird. (S. Mommsen C. I. R. III, im Index und dazu in der Ephem. epigr. II, p. 460. 462.) Genauer sind wir über die Legionen unterrichtet; wir betrachten zuerst die Gründerin des Castells und die, welche es am längsten inne hatte, die Legio XIIII und XXII.

1. Die Legio XIIII hatte unter Drusus (12 —9 v. Chr.) das Castell zu Mainz erbaut und bildete einen Theil der Streitmacht des Germanicus (14—16 n. Chr.); sie führt auf ihren Ziegeln oftmals keinen Beinamen, nennt sich aber meist Gemina, die gedoppelte, von ihrer Zusammensetzung; ob dieser Zusatz auch auf eine spätere Zeit hinweist, ist nicht ausgemacht; unter beiden Namen ist sie in Wiesbaden und zwar als Gemina durch einen Grabstein, mit und ohne Gemina durch mehrere Legionsstempel auf Ziegeln vertreten. Unter Claudius — etwa 43 n. Chr. — wurde sie nach Britannien beordert und nahm Theil an den Kämpfen vom Jahre 61; bald darauf erscheint sie mit den Beinamen Martia Victrix, nachweislich zuerst 66 n. Chr., so dass man mit Recht annimmt, sie habe in jenen Kämpfen durch ihre Tapferkeit sich dieselben veidient, zumal Tacitus ihre Soldaten als domitores Britanniae und praecipui fama rebellione Britanniae compressa nennt. (Hist. V, 16; II, 11.) Wir sind daher berechtigt, wenn sie uns ohne jene Beinamen, auf die sie stolz war und die sie ihren Stempeln zuzufügen nicht gern unterlassen mochte, am Rheine entgegentritt, auf eine Zeit vor diesem Jahre, also überhaupt vor ihrem Abmarsch nach Britannien zu schliessen. Nun fanden sich, wie oben bemerkt, mehrere Ziegel ohne jene ehrenvolle Bezeichnung auch in dem Castell zu Wiesbaden, und da die anderen oben genannten Legionen sämmtlich erst nach dem Abgang der vierzehnten an den Mittelrhein beordert wurden, so folgt daraus, dass die erste Anlage des Castells vor das Jahr 43 n. Chr., ja noch mehr, wenn das Fehlen des Beinamens Gemina ein Zeichen früherer Zeit ist, in die erste Zeit der römischen Invasion, also unter die Regierung des Augustus und wohl vor das Jahr 9 n. Chr., d. h. die Teutoburger Schlacht angesetzt werden und durch diese vierzehnte Legion erfolgt sein muss. Damit stimmt zusammen, dass die Zahl ihrer Ziegel dahier im Verhältnisse zu denen der anderen Legionen mit Ausnahme der Leg. XXII besonders gross ist. Es rinden sich aber auch solche mit dem Zusatz Martia Victrix. Der Kaiser Nero hatte nämlich die Legion zum parthischen Kriege beordert, aber in den Wirren, die auf seinen Tod folgten, erhielt sie Gegenbefehl, nahm an den Kämpfen in Italien Theil und wurde dann nach Britannien zurückgeschickt.

Da brach der batavische Krieg aus (69 n. Chr.), zu dessen Bewältigung zahlreiche Truppen an dem Rheine nothwendig waren; auch unsere vierzehnte Legion erhielt Befehl, dahin abzugehen. Nach Beendigung des Krieges blieb sie noch einige Zeit am Mittelrhein mit dem Standquartier Mainz und muss in diesen Jahren auch die Besatzung unseres Castells gebildet haben; daher jene Stempel mit dem vollen Namen Gemina Martia Victrix. Doch blieb sie nicht lange; schon vor Trajan, der sie auch im dacischen Kriege verwendete, vielleicht schon vor Nerva (96), verliess sie den Mittelrhein, um nie wieder dahin zurückzukehren; sie erhielt nach dem dacischen Kriege ihr Standquartier in Pannonien zwischen Drau und Donau, wo sie noch im Jahre 211 lag und zahlreiche Inschriften hinterlassen hat.

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