Philipp Döhrer - The Racing Flower Pilgrim

Здесь есть возможность читать онлайн «Philipp Döhrer - The Racing Flower Pilgrim» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

The Racing Flower Pilgrim: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «The Racing Flower Pilgrim»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Pilgern auf dem Jakobsweg… nichts Neues. Schon oft da gewesen. Schon oft beschrieben.
Auch nichts Neues, wenn ein stinknormaler, atheistischer Thüringer das macht. Oder doch?
Nach einer persönlichen Krise begab ich mich im Spätsommer 2019 auf den Camino de Santiago.
Den Weg, den ich schon seit einiger Zeit gehen wollte.
Mit sehr wenig Vorbereitung, ganz grober Planung und ein wenig Mut der Verzweiflung brach ich auf.
Was ich mitnahm? Meine alte Ukulele, künstliche Blumen, bunten Krimskrams… und Durst. Durst auf Neues, auf Menschen und auf Bier.
Was ich fand? Alles. Und mehr.
Schaut mal rein. Ein Buch für alle, die mich kennen. Für alle, denen ich begegnen durfte.
Für alle, die schon einmal darüber nachdachten, diesen Weg zu gehen. Für alle, die ein wenig Humor mögen.
Traut euch. Lesen ist gar nicht so schwer.
Ultreia.

The Racing Flower Pilgrim — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «The Racing Flower Pilgrim», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Am Stadtrand von Los Arcos hole ich Hanne endgültig wieder ein. Es geht vorbei an spielenden Katzen und schwitzenden Pilgern bis zum großen Platz an der Kathedrale. Hier treffen wir auf die schon rastenden Alex und Inga, die bereits je ein großes Bier zur Hälfte geleert haben. Hanne, zwei weitere große Bier und ich gesellen sich dazu. Hier könnte ich bleiben. Los Arcos ist ein schönes, kleines Städtchen. Die Gässchen gefallen mir, die alten Gebäude sehen toll aus. Der riesige Platz und die Kathedrale sind wunderschön. Ja, es wäre ein toller Übernachtungsort. Außerdem haben wir heute schon über 21 Kilometer zurückgelegt und es ist extrem heiß. Vollkommen ausreichend für eine Tagesetappe. Ich bin allerdings der Einzige von uns, der das so sieht. Die anderen drei Beatles sind in Lauflaune und wollen weiter. Warum auch immer. Alex schaut in die App. Im nächsten Ort Sansol gibt es keine Möglichkeit zur Übernachtung, also müssten wir noch einen Ort weiter nach Torres del Río. Nochmal knapp acht Kilometer durch die Nachmittagshitze. Das muss nicht sein, das versaut uns nur die Füße und macht uns kaputt. Meine Überredungskünste scheitern grandios. Extrem widerwillig beschließe ich, diese letzte Etappe für heute auch noch zu laufen. Klar, ich könnte hierbleiben und in Los Arcos übernachten, niemand zwingt mich. Aber schließlich käme die Trennung der Band dann etwas verfrüht. Und ganz ohne Yoko. Von mir aus. Gehen wir eben weiter. Alex sucht weiter seine App nach Herbergen ab und reserviert uns aufgrund der fortgeschrittenen Nachmittagsstunde vier Betten in Torres del Río. Bis 16:00 Uhr müssen wir dort sein. Prima. Dann dürfen wir nicht trödeln.

Alex bastelt mit Tape von Hanne noch schnell einen Griff an seinen neuen Stock und dann erheben wir uns zum Aufbruch. Alex‘ mächtige Erscheinung während des Aufstehens, seine Größe, die langen Haare, der lange Bart und der Stock sind so beeindruckend, dass es von der anderen Seite des Platzes plötzlich schallt: „Oh, ein Wikinger.“ Ein junges Pärchen, auch gerade im Aufbruch, kommt zu uns. Schnell gemerkt, es sind auch Deutsche. Robert und Michelle. An Michelles Aussprache bemerke ich einen bekannten Klang. „Sag mal, wo kommt ihr her? Aus Thüringen?“ „Na klar, aus Jena.“ „Ach ja...“

Zwei Thüringer, die nicht so weit von mir weg wohnen. Einfach so. Mitten in Navarra tauchen sie auf. Schon irgendwie lustig. Robert und Michelle haben beide riesige Rucksäcke dabei. Wir erfahren auch, warum. Sie sind bereits seit Wochen unterwegs. Im französischen Orléans sind sie gestartet. Anders als wir, zelten sie überall und haben dementsprechend eine komplette Ausrüstung dabei. Respekt. Nur die Bratwürste haben Sie leider auch in der Heimat gelassen.

Zusammen mit den beiden unverhofften Thüringern brechen wir auf. Ich merke bereits kurz hinter Los Arcos, dass mir das Tempo der nun größeren Gruppe viel zu langsam ist. Ist mir egal, ob und wie sehr die Füße schmerzen, ich möchte heute einfach nur noch ankommen. Inga geht es auch so. Also legen wir den Turbo ein. Und ich meinen Spezialturbo. Wo ich plötzlich diese letzte Reserve hernehme, weiß ich selbst nicht. Die Füße tun sehr weh und ich laufe in meinem eigenen Saft. Es ist unglaublich heiß und es gibt nicht den geringsten Schatten. Ich habe keine Lust auf acht Kilometer. Aber irgendwie geht es. Durch herrliche Landschaft, durch sanfte Weinberge, allerdings in der knallenden Sonne, stürze ich voran. Einfach einen Fuß vor den anderen. Immer wieder. Kopf aus, Beine an.

Schließlich ist der Großteil geschafft. In Sansol, nach einer guten Stunde, habe ich sieben Kilometer hinter mir. Inga ist fast genau so schnell da wie ich. Jetzt ist es nur noch ein kleines Stück, die Uhrzeit passt gerade noch, also Trinkpause. Unbedingt. Kaum ist die Trinkflasche geöffnet, ist die Hälfte schon verdunstet. Gut, dass ein Brunnen in der Nähe ist. Völlig ausgepowert stoßen Alex und Hanne zu uns. Tja Freunde, ich hab ja gesagt, wir hätten in Los Arcos bleiben sollen. Als alle versammelt und frisch bewässert sind, brechen wir auf zu den letzten 800 Metern. Hinter Sansol müssen wir einen Hügel hinabsteigen in ein kleines Flusstal. Der Hügel auf der anderen Seite des Tals zeigt uns bereits das Dorf Torres del Río, unser Ziel. Türme am Fluss. Wunderschön gelegen, ein malerisches Bild eines Dörfchens. Wir überqueren den kleinen Fluss, steigen den Hügel hinauf und schon sind wir an unserer vorgebuchten Herberge Casa Mariela.

Nach dem Einchecken brauchen wir erstmal ein unfassbar kaltes Bier. Ungeduscht und staubig setzen wir uns vor die Albergue. Die Unterkunft liegt an einem kleinen Dorfplatz, der vollständig von Pilgern und Herberge in Beschlag genommen wird. Bestuhlung, Tische, Bänke, Wäscheleinen, sich sonnende oder sich in den Schatten verkrümelnde Menschen. Prostend kommen wir mit einem Niederländer ins Gespräch. Einen faszinierenderen Menschen habe ich bis dato am Camino noch nicht kennengelernt. Er lief direkt aus der Heimat los, von seiner eigenen Haustür aus. Wie die Pilger im Mittelalter. Am 11.06.2019 startete er in Utrecht, um den Camino zu gehen. Sein Name: Jakob. Echt jetzt? Ist das eine Art Zeichen? Und wenn, wofür? Ich gebe ihm die Hand und wir stoßen an. Auf uns, auf den Camino, auf das Leben. Ein unvergleichlich schöner Moment.

Wäsche- und Körperpflege folgen. Michelle und Robert, die beiden Jenaer, ziehen irgendwann lange nach unserer Ankunft ebenfalls gemächlich an unserer Herberge vorbei und suchen einen Platz, um ihr Zelt aufzuschlagen. Inga schließt sich den beiden kurzerhand an, um sprachlich zu helfen. Robert und Michelle haben beide weder Spanisch, noch Englisch so richtig drauf. Ein wenig später kommt Inga allein wieder und bringt uns zwei große Beutel mit, während Alex und ich wieder im Schatten unter Dach sitzen und Hanne in der prallen Sonne auf einer Bank entspannt. In Ingas beiden Plastetüten sind Mandeln und Walnüsse. Sie besorgte für Michelle und Robert einen Schlafplatz auf einem Feld oberhalb des Dorfes. Die Besitzerin des Grundstückes war gerade dabei, ihr Vorratslager zu sortieren, also griff Inga kurzerhand mit zu und bekam als Dank die beiden Tüten, über die wir nun gierig herfallen.

Auf dem Platz vor der Herberge sitzen wir im Gewimmel der Pilger, warten darauf, dass die Hitze etwas nachlässt, lauschen, plaudern und beobachten. Fast nur Bekannte sind da. Der nervöse Ire, der labernde Selbstverliebte, eine peruanische Omi und viele namenlose andere Wanderer.

Gegen Abend taucht auch Robert wieder auf, um in unserer Unterkunft die Wasservorräte für das Camping-Equipment aufzufüllen. Er trinkt mit uns ein schnelles Helles und bietet uns an, ihn zu begleiten. Klingt gut. Wir decken uns mit Getränken ein und begleiten ihn ins Dorf hinauf und hinaus aufs Feld. Ich bin sehr froh, dass ich für abendliche Spaziergänge noch meine alten Turnschuhe eingepackt habe und nicht nur zwischen Wanderschuhen und Badelatschen wählen muss. Diese alten, zerlatschten Treter sind genau richtig für solche Situationen wie jetzt.

Das Zelt steht natürlich bereits und Michelle schmeißt gerade den Gaskocher an. Mitten im Feld trinken wir Wein und Bier und verschwatzen den Abend, während die Sonne langsam unter- und der Mond aufgeht. Die zwei Thüringer sind ein interessantes Pärchen. Robert war mal bei der Bundeswehr, Michelle bisher beruflich unentschlossen. Beide haben alles aufgegeben und brachen einfach auf. Jobs, Wohnung und das gewohnte Leben gegen Ungewissheit und Ausstieg. Find ich ja schon irgendwie geil. Allerdings denken beide mittlerweile darüber nach, nach Portugal auszuwandern. Robert hat wohl sowas wie ein Angebot einer portugiesischen IT-Firma. Na da. Ich drücke die Daumen.

Langsam wird es immer kälter. Der abendliche Wind zieht über das Feld, auf dessen Weite wir ihm gnadenlos ausgeliefert sind. Wir verabschieden uns und gehen zurück ins Dorf. Das war ein herrlicher Abend.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «The Racing Flower Pilgrim»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «The Racing Flower Pilgrim» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «The Racing Flower Pilgrim»

Обсуждение, отзывы о книге «The Racing Flower Pilgrim» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x