Thomas Ross - Gelbfieber

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Ben Abraham ist ein begnadeter Radrennfahrer. Früh deutet sich an, dass er große Rundfahrten gewinnen kann. Die Siege kommen, die Radsportfans sind entzückt, die Nation feiert den neuen Radsportkönig. Auf dem Weg zum dritten Toursieg erleidet Ben eine Niederlage, die ihn nachhaltig prägt. Der Ire Johnny Mulligan stellt sich als nahezu unbezwingbar heraus. Auf der Suche nach einem Ausweg greift Ben das Kontaktangebot einer Person auf, die verspricht, ihn auf die Siegerstraße zurückzuführen. Ben erhält eine bis dahin unbekannte Substanz. Tatsächlich gewinnt er weitere Rennen, die Droge testet negativ. Ben ist begeistert, immer wieder versucht er, mit seinem unbekannten Gönner in Kontakt zu treten. Als dies nicht gelingt, bricht Ben emotional zusammen. Er verletzt versehentlich ein Kind, begeht Fahrerflucht. Von der Polizei und dem eigenen Team gejagt begegnet er einem Abt, der Ben mit Fragen konfrontiert, die dieser sich nie gestellt hat: Ben hat die Wahl, sich für oder gegen das Leben als Radsportgott entscheiden. Er trifft eine Entscheidung: ein einsames Rennen gegen die Uhr als Preis für eine weitere Dosis. Was er nicht weiß: er muss gegen Mulligan antreten, Mann gegen Mann. Ein gnadenloser Kampf beginnt…

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Waitz brüllte minutenlang ins Mikrofon, aber ohne Wirkung. Ben hörte nicht mehr. Reize unterhalb der Schmerzschwelle kann nicht wahrnehmen, wer sich auf der anderen Seite befindet, am Anschlag, dort wo Höllenfeuer lodern.

Als Ben das Ziel erreichte, gab Mulligan bereits sein erstes Interview.

Ben verschwand im Mannschaftswagen, so schnell er konnte. Nach Reden war ihm nicht zumute, man hätte ihn ohnehin nur nach Mulligans Leistung gefragt. Bei der obligatorischen Urinabgabe begegnete er seinem Bezwinger noch einmal. Für einen kurzen Moment kreuzten sich ihre Blicke.

In der folgenden Nacht lag Ben lange wach. Das unverschämte Grinsen des Iren ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Es war ihm völlig schleierhaft, weshalb er, Ben Abraham, der Stärkste von allen, das Grinsen dieses Iren nicht aus dem Kopf bekam.

12

Mulligan gewann die Königsetappe in den Alpen mit zweieinhalb Minuten Vorsprung und wurde auf einer weiteren Bergetappe der Ehrenkategorie Zweiter hinter Pellegrini. Ben war mitgefahren, das hieß im Klartext: Er fuhr hinterher. Am Ruhetag vor der letzten Alpenetappe hatte das Team noch etwas versucht. Ben war nach dem Frühstück mit seinem Masseur nach Grenoble aufgebrochen. Die Fahrt verlief problemlos, und da für diesen Vormittag keine Kontrollwarnung vorlag (Dopingkontrollen finden während der Tour ohne Ankündigung statt, aber die Teams haben Leute, die dafür sorgen, dass es keine bösen Überraschungen gibt), wähnte man sich in Sicherheit. Das Zimmer war auf den Namen des Ehepaars Moritz und Claudia Beller aus Köln gebucht, die sich dort nicht einfanden, weil sie gar nicht existierten. Ben wurde bereits erwartet. Er erhielt den Schlüssel für Zimmer 13. Er schloss das Fenster, zog die Vorhänge vor und schaltete den Fernseher ein. Er fand den einzigen deutschen Sender, der nicht gerade von seinem bescheidenen Abschneiden des gestrigen Tages berichtete und von der göttlichen Leistung dieses Iren. Er war miserabler Stimmung.

13

Ben erhielt 1.500 ml mit Epo angereichertes Eigenblut. Es war ihm vor der Tour in Heidelberg abgenommen, präpariert und eingelagert worden. Wie es nach Frankreich gekommen war und wo es verwahrt wurde, entzog sich Bens Kenntnis. Es kümmerte ihn auch nicht weiter. Das Blut war da und die vertrauten Heidelberger Gesichter auch, es war also alles in Ordnung. Eine halbe Stunde Ruhe, dann würde er die Rückfahrt antreten. Bens Stimmung besserte sich zusehends und auf der Rückfahrt war er schon ganz wieder der Alte. Den Rest des Tages würde er mit den Mannschaftskollegen verbringen – leichtes Training, dann am Pool in der Sonne liegen und ausspannen, etwas fernsehen zum Ausklang des Tages – so ließ es sich aushalten. In der folgenden Nacht schlief Ben ausgezeichnet. Er spürte, dass er am nächsten Tag gute Beine haben würde.

14

Heute standen die letzten Berge bevor, danach sollte das lange, abschließende Zeitfahren erfolgen. Die Teamsitzung war kürzer als üblich ausgefallen.

Waitz befahl Angriff und bedingungslose Hingabe. Ben lag dreieinhalb Minuten hinter Mulligan und vierzig Sekunden hinter Pellegrini. Der Etappensieg musste her, und das Minimalziel der Mannschaft war, eine Lücke zwischen Ben und Mulligan zu reißen. Pellegrini könne man als schlechteren Zeitfahrer zur Not wegfahren lassen, Mulligan nicht. Während Waitz den Plan vortrug, studierte der Mannschaftsarzt eine Liste mit den aktuellen Leistungsdaten seiner Fahrer. Sein Blick verriet tiefe Besorgnis. Würde es reichen, um diesen Mulligan in Schach zu halten?

Drei Stunden später wusste man Bescheid. Mulligan rollte als Zweiter zeitgleich mit einem Ausreißer, den er eingeholt hatte, ins Ziel, weit vor Ben, der Vierter wurde. Ein kurzer Handschlag, Konvention nach hartem Kampf, und dann das schmerzfreie Gefühl der hoffnungslosen Leere. Enttäuschung, Bitterkeit und Neid – noch waren es ferne, kaum greifbare Empfindungen, die im Dämmerschlaf auf dem Massagebett verborgen lagen, sich aber zeigen würden, wenn die Lebensgeister zurückkämen und die Fahrer, die Ereignisse des Tages rekapitulierend, endlich begriffen, was vorgefallen war.

Ben begriff es nicht. Um ein Uhr nachts stand er auf, klingelte den Teamleiter aus dem Bett und verlangte eine Unterredung. Waitz wies ihn zurück. Worauf Ben den Fuß in die Tür schob und sie gewaltsam aufdrückte. Waitz stieß Ben eine Hand vor die Brust. Wütend packte der seinen Teamchef am Arm.

„Verdammt noch mal, was denkst du, wer du bist!“, schrie Ben. „Die verdammte Transfusion war völlig wertlos; dieser Bastard hätte noch schneller fahren können.“

Waitz zog Ben ins Zimmer.

„Bist du verrückt geworden? Kommst hier rein und setzt mir die Pistole auf die Brust, du dummer Junge? Ein Wort von mir und du siehst kein Land mehr, in der Gosse landest du, kannst für den Rest deines Lebens Tüten kleben in dem Dreckloch, wo du herkommst!“

Ben sah die Wand an.

„Schau mir in die Augen, wenn ich mit dir rede, du Feigling! Ein großer Champion willst du sein, was? Sieh dich doch an, ein Rüpel bist du! Glaubst du im Ernst, wir wüssten nicht, was das Stündlein geschlagen hat? Mulligan hat was Neues, die Amerikaner haben was Neues, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Niemand fährt den Tourmalet mit 460 Watt hoch, niemand, nicht mit herkömmlichen Mitteln.“

Ben setzte sich aufs Bett und kratzte sich am Hals.

„Ja, kratz dich nur, mein Kleiner, du hast richtig gehört. 460 Watt, 40 Minuten lang hat der das getreten. Bei dir warenʼs 440, und du bist optimal eingestellt. Mulligan hat was Neues, sag ich, und damit basta. Was das für uns bedeutet ... wir werden sehen. Aber die Tour ist verloren.“

In Bens Augen standen Tränen der Wut und der Enttäuschung.

„Ja, heul du nur“, spottete der Teamchef, „und find dich damit ab, die Tour ist weg!“ Nachdenklich fügte er hinzu: „Aber nächstes Jahr, verlass dich drauf, da sehen wir uns alle wieder.“

Waitz zog die Jalousien zurück und öffnete das Fenster. Die Nacht war mild und hell und sternenklar. Waitz sah zum Himmel, sein Blick fixierte die Sterne, seine Lippen zuckten leise, als halte er Zwiesprache mit den Göttern. „Nächstes Jahr“, sagte er laut, „packen wir ihn beim Schlafittchen, den sauberen Herrn Mulligan! Du gehst gut trainieren und wir besorgen uns, was der hat, und dann wirst du ihn von der Platte putzen, den sauberen Herrn Mulligan. Den fegst den von der Piste, so wahr ich Eduardo heiße!“

15

Das abschließende Zeitfahren ging an Ben, aber Mulligan gewann die Tour mit zweieinhalb Minuten Vorsprung. In diesem Jahr verzichtete Ben auf die Teilnahme an der Vuelta. Es gab die Zeitfahrweltmeisterschaft, und für Ben stand der Ruf des besten Zeitfahrers auf dem Spiel. Also trainierte er eigens für diese Disziplin, ging in den Windkanal, adjustierte seine Sitzhaltung während der Anstiege und legte großen Wert auf den Zustand seiner Zeitfahrmaschine. Unterdessen interessierten sich Fahrer und Mannschaftsleitung brennend für die Hintergründe der enormen Leistung Mulligans während der Tour. Vor zwei, drei Jahren hatte ihn noch niemand so recht auf dem Schirm gehabt. Mulligan war kein Jungstar gewesen wie Ben, der früh Erfolge einfuhr und sie dann kontinuierlich ausbaute. Verglich man die Leistungsentwicklung der beiden Männer, konnte man bei Ben einen prototypisch logarithmischen Verlauf erkennen, bei Mulligan aber deutliche Schwankungen und einen späten Leistungssprung. Die Teamleitung verbrachte ganze Nächte mit dem Studium der Daten, denn es war klar, dass man über Mulligan einfach zu wenig wusste. Wie in Gottes Namen hatte er es angestellt? Alle Dopingtests waren negativ, es gab nicht ein einziges Verdachtsmoment. Mulligan hatte keine Fehler gemacht, diese Amerikaner waren gerissen. Aber es wollte niemand glauben, dass neben den üblichen Mitteln keine neuen Substanzen verwendet wurden. Glukokortikoide, Testosteron, Epo, Wachstumshormone, das war ja alles bekannt, und die amerikanischen Labors konnten es auch nicht besser als die europäischen. Man hatte alle verfügbaren Fotos und Filmaufnahmen von Mulligan gesichtet, datiert und eingehend analysiert, aber man fand keinen Hinweis auf Manipulationen. Mulligan war durchtrainiert, aber das galt auch für viele andere. Fett- und Wassereinlagerungen, Hautpigmentierung, Form und Größe der Brustwarzen, Augenfarbe, die Entwicklung des Knochengerüsts, kurz, alle Merkmale, die auf Testosteron- oder Glukokortikoidmissbrauch hinweisen, waren unauffällig.

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