Thomas Ross - Gelbfieber

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Ben Abraham ist ein begnadeter Radrennfahrer. Früh deutet sich an, dass er große Rundfahrten gewinnen kann. Die Siege kommen, die Radsportfans sind entzückt, die Nation feiert den neuen Radsportkönig. Auf dem Weg zum dritten Toursieg erleidet Ben eine Niederlage, die ihn nachhaltig prägt. Der Ire Johnny Mulligan stellt sich als nahezu unbezwingbar heraus. Auf der Suche nach einem Ausweg greift Ben das Kontaktangebot einer Person auf, die verspricht, ihn auf die Siegerstraße zurückzuführen. Ben erhält eine bis dahin unbekannte Substanz. Tatsächlich gewinnt er weitere Rennen, die Droge testet negativ. Ben ist begeistert, immer wieder versucht er, mit seinem unbekannten Gönner in Kontakt zu treten. Als dies nicht gelingt, bricht Ben emotional zusammen. Er verletzt versehentlich ein Kind, begeht Fahrerflucht. Von der Polizei und dem eigenen Team gejagt begegnet er einem Abt, der Ben mit Fragen konfrontiert, die dieser sich nie gestellt hat: Ben hat die Wahl, sich für oder gegen das Leben als Radsportgott entscheiden. Er trifft eine Entscheidung: ein einsames Rennen gegen die Uhr als Preis für eine weitere Dosis. Was er nicht weiß: er muss gegen Mulligan antreten, Mann gegen Mann. Ein gnadenloser Kampf beginnt…

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Ben fuhr einmal pro Woche nach Heidelberg, zur Ermittlung von Leistungsdaten, wie es offiziell hieß. Weitere Tests wurden im Sechswochenturnus in Rom und in Sevilla vorgenommen. Bens Teamkollegen verfuhren in ähnlicher Weise; nur ab und zu konnte man es sich leisten, berufliche Reisen in den sonnigen Süden mit einem Urlaub zu verknüpfen, zumal die Mannschaftsleitung längere Aufenthalte der Fahrer in unkontrolliertem Gelände missbilligte. Man sah es nicht gern, wenn die Fahrer aus dem Blickfeld gerieten. Junge Männer neigen bekanntlich zu Übertreibungen, wenn man sie an der langen Leine lässt. Also bestand man auf ständiger Erreichbarkeit; kontaktfreie Zeiten von mehr als 24 Stunden bedurften besonderer Vereinbarungen, waren also nur in Ausnahmefällen erlaubt und führten, ohne rechtzeitige Rückmeldung beim Teamchef, zu erheblichen disziplinarischen Maßnahmen, wozu auch hohe Geldstrafen zählten. Mehr als das Geld schmerzte die Fahrer übrigens die Ächtung im Team. Wollte man ein Exempel statuieren, so tat man es wirkungsvoll.

Nachdem Ben vor Jahren am Nufenenpass seine erste schlimme Niederlage erlitten hatte, erhielt er ein Rezept für ein Asthmamittel. Ben wusste zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, wie man „Asthma“ buchstabiert, geschweige denn, dass er irgendwelche Symptome aufgewiesen hätte.

Asthma ist jedoch, wie jeder weiß, eine der häufigsten Grunderkrankungen von Leistungssportlern und kommt besonders häufig bei Ausdauerathleten vor. Unter Tourfahrern liegt der Anteil therapiebedürftiger Asthmatiker, die von Ausnahmeregelungen zur Einnahme gefäßerweiternder Medikamente profitieren, bei fünfzig Prozent.

Die geringste Belastung, und die Bronchien verengen sich, dann rasselt die Lunge. Wenn es schlimm kommt, bringt das respiratorische System gerade noch die Hälfte der normalen Leistung. Mehr als ein paar Meter in schnellem Schritt sind da nicht drin, für den Normalkranken jedenfalls. Aber Gott seiʼs gedankt, im Radsport stirbt die Hoffnung zuletzt. Zu welchen Leistungen Asthmatiker in der Lage sind, können wir Jahr für Jahr bezeugen, wenn wir am Straßenrand stehen und vor den Fernsehern kleben, wenn wir jubeln, staunen und bewundern; denn das, was sich vor unsren Augen abspielt, ist tatsächlich ein Wunder.

Ben war also Asthmatiker. Er erhielt Medikamente. Hinfällig die Frage, auf welche Weise er seine Leistungsfähigkeit wiedererlangte. Entscheidend war, dass sie wiederhergestellt wurde. Und dabei zuzusehen, wie das vor sich ging, war eine reine Freude. Bens (nicht selten aus dem Melancholischen schöpfende) Grundstimmung verbesserte sich zusehends, Entzündungsherde aller Art wurden eingedämmt, dazu kamen eine kräftigere Kontraktion des Herzens und mehr Erythrozyten und Glucose im Blut. All dies war spürbar, und weil es so schön war, vertraute Ben den Ärzten blind. Alle Fahrer taten dies. Wer nicht mitspielte, war bald nicht mehr mit von der Partie, aber die in ihrem süßen Geheimnis verschworene Gesellschaft merkte davon kaum etwas. Wenn ein Kollege es nicht draufhatte, musste er gehen, das war nur recht und billig. Nebenwirkungen nahmen die Fahrer in Kauf wie gewöhnliches Volk den Kater nach einer durchzechten Nacht. Es ging ja vorbei, der Grund des gelegentlichen Unwohlseins war wohlbekannt und man befand sich in guter Gesellschaft. Außerdem bedeutete dies nichts im Vergleich mit dem Elend der Fahrer auf schweren Bergetappen. Das waren Schmerzen! Es war die Hölle! Dass die Leiderprobten so vieles erduldeten, machte den Ärzten das Leben leichter. Sie konzentrierten sich weiter auf die Maximierung der Medikamentenwirkung und sie taten es nach bestem Wissen und Gewissen. Die Strukturen dieses seit vielen Jahren etablierten internationalen Großunternehmens, das sich einzig und allein dem Ziel der Leistungsoptimierung verschrieben hatte, funktionierten reibungslos wie eine gut geölte Maschine. Alle Rädchen surrten an ihrem vorgesehenen Platz, nur in seltenen Fällen hakte und stockte es einmal, hier und da verlor das Getriebe etwas an Geschmeidigkeit, aber dem Gesamtsystem tat das keinen Abbruch. Ben und seine Kollegen waren Teil des Systems. Sie waren die Blüten, das glänzende Resultat unzähliger Vorgänge innerhalb des riesigen Baumes, der Wasser zieht und Borke ansetzt, Knospen ausbildet, Blätter entfaltet und Photosynthese macht, um dann seinen Samen in die Welt zu werfen. Aber Blüten sind nicht für die Ewigkeit bestimmt. Sie kommen und gehen, haben ihr Verfallsdatum, nur der Baum als Ganzes bleibt. Er ist immer da.

10

Im Juli 2010 gewann Ben die zweite Tour de France. Zwei Monate später gewann er die Vuelta de Espa᷉na. Es war ein Jahr der Superlative. Es gibt keinen Ausdruck für Exaltation, der im Zusammenhang mit Bens Erfolgen nicht verwendet worden wäre. Wie im Vorjahr wurde er zum Sportler des Jahres gewählt und erhielt alle bedeutenden Sportpreise, die das Land zu vergeben hat. In der gehobenen Gesellschaft ging er ein und aus, Politiker aller Farben und Ränge scharten sich um den Star, zumal Ben zwischenzeitlich an seiner medialen Wirkung gearbeitet und sein öffentliches Reden sich deutlich verbessert hatte. Wirklich unterhaltsam war er zwar immer noch nicht, aber das war auch nicht nötig. Ein Juwel braucht keine Beredsamkeit, so wie eine schöne Frau am Arm eines reichen Mannes auch erst durch vornehmes Schweigen ihre größte Wirkung entfaltet. Mit Fernseh- und Werbeauftritten verdiente Ben in kürzester Zeit Millionen, die der Steuer wegen ins Ausland flossen. Das Volk nahm es ihm nicht übel; die meisten hätten an seiner Stelle dasselbe getan, und den Sportfreunden war er eine Herzensfreude, die in Steuergeld nicht aufzuwiegen war. Ben war am Zenit seiner Popularität, er fühlte sich herrlich und konnte sich nicht vorstellen, dass die Welle des Erfolges irgendwann einmal abebben und kalte Brandung ihn auf dürres Land spülen, dass der wunderbare Zauber seiner glanzvollen Parallelwelt am mächtigen Busen der Stars und Sternchen eines Tages verblassen und im Dunkel profaner Erde vergehen würde.

11

Im folgenden Jahr ging Ben als haushoher Favorit in die Tour. Die Vorbereitungsphase war „ordentlich“ verlaufen, wie es aus Insiderkreisen hieß. Den Winter hatte er mit zwei leichten Erkältungen und ein paar Tagen Trainingsausfall überstanden und im Juni die Tour de Suisse gewonnen. Es gab eine Reihe ernstzunehmender Konkurrenten, allen voran waren das ein Spanier und ein Italiener, die aber beide als schwächere Zeitfahrer galten. Ben würde die eine oder andere Sekunde in den Bergen verlieren, in der Endabrechnung aber vorne bleiben. Die Zeichen standen also wieder auf Sieg, zumal auch seine Mannschaftskollegen auf hohem Niveau fuhren und helfen würden, wenn es einmal eng werden sollte.

Die Tour begann und Ben gewann das erste Zeitfahren, aber nur denkbar knapp vor Johnny Mulligan, einem irischen Fahrer im Dienst der amerikanischen Mannschaft ArgusOne. Er war kein Unbekannter, aber so stark hatte ihn niemand auf der Rechnung gehabt, zumal er, von schmächtiger Statur und relativ leicht, kein geborener Zeitfahrer war. Mulligan war einer, auf den man schauen musste, aber er war kein Grund zu echter Besorgnis.

In den Pyrenäen wurden erste Ausrufezeichen gesetzt. Am letzten Anstieg zum Col du Tourmalet hatte sich eine Gruppe von zehn Fahrern gebildet, die sechs Kilometer vor dem Ziel ein Ausscheidungsrennen begannen. Ben fuhr am Hinterrad von Juan Pedro Gonzales und Francesco Pellegrini, seinen größten Konkurrenten um den Gesamtsieg. Es folgten Benito Carlos, ein starker Mann von Team Albistar, und Johnny Mulligan. An einer Rampe mit zwölf Prozent Steigung sprang Gonzales vier Kilometer vor dem Ziel weg, Pellegrini ließ abreißen und Ben fuhr mit Carlos und Mulligan im Schlepptau hinterher. Gonzales war bald wieder eingeholt, aber nun trat Mulligan an, und er tat es, als habe er eine Rakete gezündet. Die Rechtskurve nahm er extrem eng, wodurch er einige Meter gewann, um den Preis einer noch höheren Steigung, die ihm aber nichts anzuhaben schien. Er kurbelte die schwere Übersetzung wie eine Wassermühle und manchmal war es, als hebe er ab, es war einfach unglaublich. Ben gelang es, einige Meter zwischen sich und die Verfolger zu bringen, aber an Mulligan kam er nicht heran.

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