» Du hast die Wahl. Genieße die kommenden Stunden als meine Sklavin oder verlasse diesen Ort so schnell Du kannst!«
Emilia erstarrte erneut. So ganz war ihr nicht bewusst, ob es einer seiner komischen Scherze war oder ob er es tatsächlich ernst meinte. Sie versuchte, die Stimmung mit einem kleinen Lächeln zu lockern, doch sein Gesicht verharrte weiter in der gleichen Stimmung.
Als er ihre Hand losließ, durchlief sie wieder ein kalter Schauer. Es schien beinahe so, als ob die Stimmen und Schatten im Kerzenschein kommen und gehen und so manch gruseliges Geheimnis dabei verstecken wollten.
»Ein schönes Haus. Ich wusste nicht, dass es hier in der Stadt so große Anwesen gibt ...« Ihre Stimme wirkte immer noch so klein und so richtig wusste sie gar nicht, was sie sagen sollte.
»Es ist seit Jahrhunderten in dem Besitz meiner Familie. Selbst im Zweiten Weltkrieg blieb es fast vollständig von den Bomben verschont. Manche sagen, es sei ein Ort der unerlösten Seelen.« Zum ersten Mal war in seinem Gesicht ein kleines Lächeln zu erkennen.
Remus führte Emilia langsam durch die Räume. Alles war so merkwürdig verzweigt. Dunkle Gänge verbanden die einzelnen Zimmer und Wohntrakte miteinander. Wo keine Kerzen loderten, schimmerte gedämpftes Licht von alten, barocken Leuchtern. Ihre Beine waren immer noch schwer. Sie hatte viel erwartet, doch das alles hier übertraf ihre kühnsten Vorstellungen.
Schwere Vorhänge bedeckten die Fenster. Ein leicht modriger Geruch lag in der Luft und immer wieder war da ein plötzlicher Kälteschauer. Alles wirkte so erdrückend, das sie nicht wirklich wusste, ob sie lächeln sollte oder ... Die Angst ließ ihr Blut in den Adern gefrieren. Remus musste tatsächlich ein sehr exzentrischer Mann sein, der in seiner ganz eigenen Welt lebte.
Immer wieder blickte er fasziniert auf ihr kleines Kleid, das so viel von ihren beinahe endlosen Beinen zeigte. Und innerlich war er amüsiert und doch auch erregt, wenn sich bei den kleinen Schritten ihre Brüste sanft und doch mit voller Gewalt gegen den feinen Stoff pressten, so als wollten sie sich aus dem viel zu engen Gefängnis befreien. Auf einen BH hatte Emilia verzichtet, das Kleid wäre dafür viel zu eng gewesen und ohnehin ging sie davon aus, dass sie dieses kleine Etwas nur kurz tragen würde ...
Das Haus war wirklich riesig. Remus führte sie von einem Raum in den nächsten. Alles erschien so verwinkelt, das sie schon gar nicht mehr wusste, wo sie eigentlich war. Merkwürdig war jedoch, dass tatsächlich in allen Zimmern die Spiegel abgedeckt waren. Das ganze Haus wirkte wie ein gruseliger, düsterer Abenteuerspielplatz. Und na ja, er hatte sie ja auch zum Spielen gebucht ...
Plötzlich stoppte Remus. Beide standen vor einer großen Doppeltür. Mit Goldfarbe lackiert und Türgriffen aus Löwensymbolen verziert. Auf dem Türblatt war blass ein Teufelskopf zu erkennen gewesen. Seine Augen funkelten. Emilia überlegte, ob es nicht doch besser wäre, das Haus schnell zu verlassen. Sie hatte den Eindruck, dass Remus nicht nur exzentrisch war, sondern auch vollkommen durchgeknallt. Vor einem durchgeknallten Perversen hatte man sie immer gewarnt. Bisher hatte sie so einen Typ Mann stets belächelt, aber das alles hier war unbeschreiblich. Umso tiefer sie in das Haus eindrang, desto mehr erschien es ihr so, als ob sie in einer ganz anderen Welt wäre. Nichts erinnerte an die moderne Welt da draußen. In diesen Räumen mischte sich ein morbider Charme mit einer dunklen Welt, die Remus vermutlich für sich geschaffen hatte.
Sein Blick durchdrang sie in diesem Augenblick: » Wenn ich diesen Raum öffne, beginnt unsere Zeit. Du wirst zu meiner Sklavin und wir werden viele schmutzige Spiele miteinander spielen. Am Ende werde ich Dich noch einmal, so wie versprochen, gut dafür mit einem Extrabonus belohnen.«
Geld war für Emilia schon immer wichtig gewesen. Auch wenn der Gedanke das Haus schnell zu verlassen, gerade noch in ihrem Köpflein rumsauste, fesselte sie die Aussicht auf noch einmal einen so großen Geldbetrag gerade zu magisch. Das mulmige Gefühl pulsierte immer noch in ihr, dennoch nickte sie ihm zustimmend zu und er öffnete die große Doppeltür.
Dahinter war es zunächst stockdunkel, nur ganz weit hinten im Raum waren brennende Kerzen zu erkennen. Ganz vorsichtig betrat sie den großen Raum und erschrak, als er die Türen schloss. Remus blieb bei der Eingangstür stehen und zündete die alten Gasleuchten an, die nach und nach den Raum erhellten.
Dieser Salon war riesig, mit hohen Decken und Emilia fuhr vor Schreck zusammen. Nach und nach konnte sie immer mehr von den Einzelheiten an Wänden und Decken erkennen, dass sie vor Angst komplett erstarren ließ.
Die alten Wände waren kunstvoll, fast liebevoll mit Schädeln und Knochen angeordnet. Gebeine waren überall zu erkennen. Selbst der große Kronleuchter, der nun mit seinem gedimmten Licht den ganzen Raum schummrig beleuchtete, war aus Knochen hergestellt.
Emilia blickte Remus fragend an.
»Du willst sicherlich wissen, ob das echte Knochen sind? Ich habe vieles auf meinen unzähligen Reisen gefunden und hier in diesen Raum eingebracht. Manchmal habe ich das Gefühl, das meine Vorfahren an der Wand hängen würden. Oder na ja, zumindest deren Überreste ...«
Dabei wählte er die Betonung seiner Worte so geschickt, dass er Raum für Spekulationen ließ und Emilia sich nicht wirklich sicher sein konnte, ob einige Knochen nicht doch echt waren. Remus hatte es geschafft, ihr einen ordentlichen Schrecken zu versetzen, der immer noch tief in ihr verharrte.
Ihr kleines Herz hörte gar nicht mehr auf, laut und wild zu pochen. Eine dicke Gänsehaut hatte sie erfasst. Die Angst pulsierte mächtig in ihrem Körper, so sehr, dass sie sich nicht einmal mehr traute, sich zu bewegen. Sie blickte angstverzerrt zum Remus, doch der war plötzlich verschwunden. Hektisch schaute sie sich in dem ganzen Raum um. Sie suchte nach ihm, konnte ihn aber nicht finden. Dann auf einmal ging der knochige Deckenleuchter aus und nur noch die kleinen Kerzen loderten in der Dunkelheit ...
Sie presste ihre Hände dicht an ihren Körper, doch dann passierte es. Mit voller Kraft packte sie jemand von hinten. Es war wohl Remus, der ihren schlanken Körper von hinten packte, seine Hand auf ihren Mund legte und sie fest an sich drückte. Mit seiner anderen Hand betatsche er sie überall. Er wanderte über den glatten Seidenstoff, drückte an ihre Titten, während er mit der anderen Hand ihren Kopf immer weiter nach hinten drückte.
Emilia fühlte sich unwohl. Sie wusste nicht, was er vorhatte und war das überhaupt Remus? Sie vernahm einen holzigen Duft, ein markantes männliches Parfum. Sie hatte zum ersten Mal richtigen Bammel.
Die kräftigen Hände rissen an ihrem kleinen Kleid. Es ratschte leicht und nach nur wenigen Minuten zerriss er das Seidenkleid mit nur einem Ruck. Nur noch mit einem kleinen Höschen bekleidet stand sie da, während seine Hände erneut ihre nun nackten Brüste betatschten. Recht schnell wanderten seine Finger an ihrem schlanken Bauch runter und erfassten den Stoff ihres Höschens. Mit einem brutalen Ruck zog er ihr das kleine Stoffstück runter und fasste in ihren Schritt. Sie konnte seinen kräftigen Atem in ihrem Nacken fühlen. Vor Angst konnte sie sich kaum bewegen. Alles an ihr war erstarrt, während seine Hände immer noch ihren geilen Körper betatschten.
Ihr Schritt hatte es ihm besonders angetan. Seine Finger drückten sich brachial in ihren süßen Eingang. Sie drückte ihre Beine kräftig zusammen, doch er war stärker und fingerte sie plötzlich mehrere Sekunden lang.
Plötzlich ließ er von ihr ab. Sie hörte auf zu atmen, um ihn hören zu können. Doch in diesem Moment schubste er sie so, dass sie auf den Boden fiel.
Emilia war völlig irritiert, immer noch leicht erstarrt. Sie wusste nicht, was los war und was sonst noch alles passieren würde. Doch Zeit zum Nachdenken hatte sie nicht. Plötzlich griff er in ihre langen Haare und zerrte sie dann durch den Raum, Er zog ihren schlanken Körper an den Haaren grob über den Teppich.
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