Das Thermometer zeigt 10 Grad Minus. Der eiskalte Höhenwind lässt die Zeltplane ächzen. Die Morgendämmerung taucht das Bergmassiv in ein leuchtendes Orange. Das ferne Glitzern des schneebedeckten Gipfels zieht uns magisch an. Die Stiefel sind fest geschnürt und das Basislager gesichert. Dies wird unsere letzte Chance auf den Gipfelsturm sein. Das wissen wir nur allzugut seit dem letzten Funkspruch der Talstation. Der Wind nimmt erbarmungslos zu. Unsere Rufe werden, sobald sie die Lippen verlassen, zerfasert und in alle Richtungen davongetragen. Mit Handzeichen und unerschütterlichem Willen kämpfen wir uns weiter voran. Der Atem brennt eisig in den Lungen. Die Höhenluft ist dünn und man spürt beinahe jedes Molekül einzeln in den Körper strömen. Jeder weitere Atemstoß entlässt Wolken aus gefrierendem Wasserdampf. Die mit einem Eisfilm überzogenen Augenbrauen schimmern und funkeln silbern im hellen Glanz der aufgehenden Sonne. Doch schon im nächsten Moment umspielen wie aus heiterem Himmel Schneeflocken tanzend unsere Nasen. Der Weg ist kaum mehr zu erkennen. Gefährlich nahe kommen wir dem drohenden Abgrund. Plötzliche Dunkelheit. Dann Stille. Ein leises Räuspern. „Ähm, Schatz, würde es Dir etwas ausmachen, die Kältekammer noch einmal anzuwerfen? Ich glaube, ich brauche etwas länger, um mich zu entscheiden.“
„Das darf jetzt einfach nicht wahr sein, oder? Ich habe mir ja alles unter einem fantasievollen Einkaufsbummel mit Dir vorgestellt. Aber zum Winterschlussverkauf in den Outdoorladen…?!“
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