Cornelia Ertmer - Und sag nicht, dass die Sonne scheint

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Exposé zu «Und sag nicht, dass die Sonne scheint»
Die Kinder sind aus dem Haus, die berufliche Stellung ist etabliert. Ein neues Leben, mit mehr Zeit für die eigenen Bedürfnisse und Hobbies, beginnt. – So hatte ich mir mein Leben vorgestellt und schon Pläne gemacht, sparte auf ein Sabbatjahr an. Endlich die Reisen machen, die bislang aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich gewesen waren, für die im stressigen Berufs- und Familienalltag bisher zu wenig Raum geblieben war.
Es kommt alles anders.
Nach dem Tod meiner Mutter engagiert mein Vater eine Haushälterin. Diese Maßnahme entlastet meine beiden Schwestern und mich in Bezug auf die Alltagstätigkeiten wie Putzen, Einkaufen, Kochen. Was bleibt, ist die Sorge, wie der Vater seinen übrigen Alltag meistert.
Krankheit und Schmerzen machen mürbe, schlecht gelaunt. Darüber reden? Fehlanzeige. Er ist der Vater und wir sind die Töchter, seine Kinder. Basta.
Die kurzen Episoden, die ich unter dem Titel «Und sag nicht, dass die Sonne scheint» zusammengefasst habe, beleuchten schlaglichtartig alltägliche Vorkommnisse, deren manchmal auch komische Seite ich oft erst im Erzählen und Niederschreiben entdeckte.
Wie geht man mit einem Vater um, der plötzlich zu einem bösen alten Mann wird, der schlecht gelaunt, schimpfend in seinem Sessel sitzt, dem man nichts recht machen kann, der vehement darauf beharrt, alles selbst zu machen, alles zu kontrollieren, der sich nicht helfen lassen will? Die Persönlichkeitsveränderung des Vaters im Zusammenhang mit seiner schleichenden Demenz wird für uns Töchter zu einer echten Herausforderung. Der Vater wird unberechenbar. An manchen Tagen ist er richtig aufgeräumt, erkundigt sich nach den Enkeln, freut sich über den Besuch. An anderen Tagen wiederum ist er kaum ansprechbar.

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So liest die Tochter an einem trüben Dezembermorgen die Schlagzeile im Lokalteil Postbote von Jäger angeschossen. Sofort fällt ihr der 89jährige Vater ein. Beim Weiterlesen ist dann allerdings von einem 78jährigen die Rede. Zum Glück. Mit der Frage, die in dem Artikel gestellt wurde, bis zu welchem Alter man denn jagen dürfe, ohne eine Gefahr für die Mitmenschen zu werden, konfrontiert sie beim nächsten Besuch den Vater. Der schaut sie nur vorwurfsvoll an und meint, ihm werde so etwas nicht passieren. Schließlich passe er immer auf. Und im Übrigen habe er erst im letzten Winter seinen Jagdschein verlängert, allerdings nur für ein Jahr, obwohl die Dame auf dem Amt ihm angeboten habe, den Schein gleich für drei Jahre zu verlängern. Das komme billiger. Das sei ihm aber dann doch zu riskant gewesen. Man könne schließlich nicht wissen, ob er nächstes Jahr noch fitt genug sei für die Jagd.

Glatteis

Die Erinnerung an einen richtigen Winter mit Schnee, viel Schnee und Frost, zugefrorenen Pfützen, Glatteis auf den Straßen und Gehwegen, Schlittschuh laufen auf dem zugefrorenen Teich, ist schon in weite Ferne gerückt. Nach Jahren, in denen von den Enkelkindern jede noch so vereinzelte und unscheinbare Schneeflocke sofort bejubelt wurde, gibt es ihn dann völlig unerwartet doch wieder: den Winter mit Kälte, Schnee und Glatteis. Strahlender Sonnenschein tagsüber überflutet die Landschaft mit gleißender Helligkeit. Selbst die grauen Städte entfalten mit ihren weiß gepuderten Dächern und Bäumen einen neuen Glanz, der sich auch in den Augen der Menschen widerspiegelt. Gegen Kälte kann man sich anziehen, gegen Dunkelheit nicht. Schön, freut sich der Vater. So habe ich den Winter noch aus meiner Kindheit in Erinnerung und beginnt gleich zu schwelgen, von den Schneeballschlachten mit den Dorfkindern, von den Schlittenfahrten und von den ersten eigenen, selbst zusammengebauten Skiern, mit denen er in seiner Jugend die sauerländischen Hänge unsicher machte und wohl auch ein wenig vor den Dorfschönheiten angab.

Bei aller Freude über die zugefrorenen Teiche und Seen, über die sich mit den wieder fahrbereit gemachten Schlittschuhen gleiten lässt, bei aller Begeisterung über den meterhohen Schnee, aus dem die Kinder mühelos die schönsten und größten Schneemänner bauen können, gibt es doch auch Schattenseiten. Wie leicht kann man auf schlecht geräumten Straßen und Wegen als Fußgänger auf vereisten Flächen ausrutschen, in gefrorenen Spurrinnen umknicken und sich die Haxen brechen. Das Autofahren entpuppt sich als halsbrecherisches, alle Sinne forderndes Abenteuer.

Der Vater liebt den Winter. Er habe keine Probleme mit Schnee und Eis, so versichert er zumindest der besorgt anrufenden Tochter. Fröhlich teilt er ihr mit, dass er gerade von einem langen Spaziergang in der wundervollen Winterlandschaft zurückgekommen sei. Und? Es war doch glatt! Das war doch gefährlich? Na ja, das schon, aber er sehe sich ja vor. Und das bisschen Fallen mache ihm gar nichts. Das habe er eben noch feststellen können. Es habe nicht einmal ernsthafte blaue Flecken von dem Sturz davongetragen. Die Tochter wird hellhörig. Ah ja, du bist also gefallen? Aber es ist doch nichts passiert, beschwichtigt der Vater. Schließlich sei er nicht senil und noch Herr seiner Sinne. Hört die Tochter da einen triumphierenden Unterton?

Nach diesem Gespräch beunruhigt, ruft die Tochter die Haushälterin des Vaters an. Irgendwie musste es doch möglich sein, ihn von seinen Spaziergängen ohne Begleitung abzubringen. Man einigt sich darauf, dass die Haushälterin ihn, solange es glatt auf den Wegen ist, begleitet. Da der Tochter die Dickköpfigkeit des Vaters hinreichend bekannt ist, rechnet sie mit erheblichem Widerstand des Vaters. Doch sie täuscht sich. In den nächsten Tagen lässt der Vater sich ohne Protest auf seinen Spaziergängen begleiten. Ein wenig wundert sich die Tochter doch darüber und fragt schließlich nach, wie er denn zurecht komme mit dem Glatteis. Prima, alles gut. Nur seine Haushälterin. Die brauche seine Hilfe. Deshalb begleite er sie jetzt immer. Gestern erst habe er sie vor einem Sturz bewahren müssen. Die Tochter ruft die Haushälterin an und bedankt sich bei ihr. Manchmal hilft auch eine kleine List. Man muss nur drauf kommen.

Watte und Whisky

Der Vater hat Ohrenschmerzen. Kalt und windig ist es in diesem Januar, Mütze, Schal, Handschuhe sind die alltägliche Ausrüstung und dann das. Da sind sie nun, die Ohrenschmerzen. Was tun? Zum Arzt gehen kommt nicht infrage. Wozu? Wegen der Schmerzen? Da hat der Vater eine viel bessere Idee. Er erinnert sich an die Kriegszeit, Winter 41/42, eisige Kälte, kaum einer der Kameraden kam ohne eine Erkältung, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und andere Infektionen davon. Medikamente waren rar. Wenn nichts hilft, hilft Alkohol, möglichst hochprozentiger. Am besten eine Behandlung von außen wie innen – oder umgekehrt. Auf jeden Fall erinnert sich der Vater, damals seinen Ohrenschmerzen mit einem Alkohol getränkten Wattebausch zuleibe gerückt zu sein. Ob nun letztlich die äußere oder innere Behandlung den Schmerz betäubte? Egal, Hauptsache, es hatte geholfen.

Die Kriegserfahrung , Schmerzen oder Infektionen mit Alkohol zu bekämpfen, hat eine nachhaltige Wirkung. Besonders beliebt war beim Vater in späteren Jahren der Einsatz von Whisky, natürlich gutem. Der hilft schlicht gegen alles: Er wirkt vorbeugend gegen Magen-Darm-Infektionen bei Fernreisen, verdauungsfördernd bei unbekannten oder zu gehaltvollen Speisen in der Fremde. Auch bei Herzklabaster, wie er seine Herz-Rhythmusstörungen und seine Angina Pectoris Anfälle nennt, ist Whisky hilfreich. Ein ordentlicher Schluck hilft ihm nach eigener Überzeugung und Wahrnehmung immer wieder rasch wieder auf die Beine. Vorbeugend eingenommen, wärmt der Whisky natürlich auch, vor allem im Winter. Mit Whisky lassen sich nicht zuletzt Schürf-, Schnitt- und andere Wunden desinfizieren, die man sich auf verschiedenen Exkursionen zuziehen kann. Fazit: Gleich, wohin der Vater unterwegs ist, ein Flachmann mit entsprechendem Inhalt ist immer dabei. Beileibe ist er jedoch nicht der einzige Nutznießer. Freigebig verteilt er den Inhalt des Fläschchens an alle Bedürftigen. Und deren gab es erstaunlich viele und besonders zur inneren Anwendung.

Nun also sitzt der Vater da, mitten im Winter, und die Ohren tun ihm weh. Wie bei alten Menschen häufig, kommen Erinnerungen in ihm hoch. Wie war das noch mit dem Whisky? Und schon hat er die Lösung. Er holt einen Wattebausch, zwirbelt ein Eckchen davon ab und tunkt es in einen Schluck Whisky. Den Pfropfen ins Ohr gesteckt und – warten. Zur Sicherheit nimmt er noch einen kräftigen Schluck extra, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Die Behandlung schlägt an. Nach drei Tagen verkündet der Vater triumphierend, dass seine Ohrenschmerzen verschwunden seien. Schade eigentlich, da die Gesundung eine weitere innere und äußere Alkoholkur überflüssig macht. Aber in diesem scheußlich kalten Winter kann man sich ja noch alles Mögliche holen, was bestimmt eine neuerliche Behandlung in der bewährten Weise nötig macht. Aber dann fällt ihm der ultimative Lösung ein. Die Whiskykur wird fortgesetzt, denn Vorbeugen ist immer besser als Heilen.

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