Es herrscht eine enorme Dysbalance, die kaum jemanden zufrieden macht. Die, die viel haben, haben auch Probleme, wenn auch andere, als die, die zu wenig Geld haben.
Geld ist ja auch nicht das Problem. Das sind nämlich nur ein paar bedruckte Papierscheinchen, die kein Eigenleben haben. Das Problem ist unsere Sichtweise dazu und unser Umgang damit.
Ich kenne Menschen, die im Monat 10.000 € verdienen und immer noch unglücklich sind. Ich habe eine Bekannte, die mit zwei Minijobs rund 850 € verdient und damit glücklich ist. Ich habe einen mehrfachen Millionär getroffen, der zwanghaft der Meinung war, immer mehr Geld machen zu müssen.
Ich habe mit einem alten, weisen Beduinen in einer Oase in Sinai gesessen und nie wieder einen so warmherzigen Mann gesehen, der absolut Null Geld hatte und sich über eine neue Haarbürste freute wie hierzulande ein kleines Kind über einen Keks.
Das Problem ist, dass die meisten Menschen sich von Geld abhängig fühlen. Es muss Geld herbei geschafft werden, um die Miete und die Rechnungen zu bezahlen.
Immer mehr Menschen arbeiten nebenbei in einem Minijob oder entdecken die nebenberufliche Selbständigkeit, um sich dadurch das Leben und die eigenen Träume eines Tages zu finanzieren. Das ist nichts für Menschen, die in ihren alten Strukturen bleiben wollen.
Wer unfrei sein und bleiben möchte, der sollte auch das Recht dazu haben. Alle anderen können ab heute an der Erfüllung ihrer Träume und Wünsche arbeiten.
Die Kontroverse um Geld und Wertigkeit
Ich habe einmal in einem Forum ein Experiment gemacht, denn ich wollte Statements zu Geld haben. Ich suchte weitere Impulse für dieses Buch.
Als ich eine Email mit einem sehr teuren Seminar erhielt, das ich selbst gerade in ähnlicher Form für einen weitaus geringeren Preis anbieten wollte, schrieb ich meinen Schockzustand ins Forum und erhielt binnen kürzester Zeit sehr kontroverse Postings. Diese Diskussion gebe ich hier in gekürzter Form wieder.
Gudrun: Ich bin gerade schockiert. Ein führender Anbieter für Unternehmerseminare bot mir per Email ein spannendes Fortbildungsseminar für Internetmarketing an. Ein Tag, 8 Zeitstunden, in nur 75 km Entfernung. Ich war interessiert. Bis ich den Preis sah. 3 x dürft ihr raten, was da wohl stand ... Na, wer rät es? ....
Alex: 1000 € ???
Gaby: 6.500 Euro.
Andreas: Kostenlos!
Ingrid: 750 Euro?
Petra: 400 €
Marcus :Bin gespannt was raus kommt.
Gudrun: Ingrid ist am nächsten dran. Tatsache: 770 € für ein Tagesseminar! Hammer ....
Petra: Warum müssen die Leute immer so übertreiben? Ich verstehe es nicht. *Kopfschütteln*
Gudrun: Was ich nicht verstehe, Petra - da gehen auch noch welche hin, obwohl es die Seminare auch für 150 € / Tag gibt. ... ??
Gaby :Die dürfen das, sind ja auch offizielle Wirtschaftsunternehmer... Aber wehe ein spiritueller Lebensberater macht so was, dann heißt es Abzocke. Heißt es ja oft schon bei sehr günstigen Preisen. Sie schreiben sogar: Muss GRATIS sein.
Ingrid :Für manche Menschen sind hochpreisige Angebote ein Zeichen für Selbstwert – ich denke, es darf einen bestimmten Rahmen haben. Jeder sieht es anders und so lange Menschen das zahlen ... – wird es das auch geben.
Gaby :Das stimmt auch wieder, was nichts kostet, ist nichts!
Petra: Es laufen halt einfach zu viele Volltrottel durch die Welt. Ein Glück für diese Art von Veranstalter.
Gaby: Na ja - jedem das Seine.
Gudrun: Ja. Nur die Diskrepanz zu den Preisen im spirituellen Bereich wie Gaby auch sagt, ist natürlich enorm und im Grunde nicht nachzuvollziehen. ...
Gaby: Lass uns einfach so leben wie wir wollen!
Ingrid: Jeder darf tun was stimmig ist – ohne Bewertung.
Gaby :Es ist ja auch jeder frei, das zu nutzen, was er will!
Ingrid: So ist es Gaby – der Preis ist das eine, was ich dafür bekomme, dass andere. Darüber wissen wir nichts.
Christian: Wenn ich dazu auch was sagen darf... Das vergleiche ich mit den Kaffeepads. Wenn man das Kaffeepulver umrechnet, zahlt man so ca. 80 EURO für das Kilo Kaffee - das steht auch in keinem Verhältnis zur Qualität und Leistung. Und trotzdem funktioniert es.
Ingrid: Genau so ist es, Christian – wir dürfen nicht nur immer den Preis sehen. Danke.
Christian :So wie Ingrid es sieht, sehe ich es als Astrologe auch, denn das Geld- und das Werte-Haus sind eins. Das geht so zu sagen Hand in Hand.
Gudrun: Ist deshalb der Referent sooo viel besser? Ich weiß nicht...
Christian :Der Referent wie auch der Kaffee ist deshalb nicht besser, sondern es geht ums Gefühl. Einer der besten und erfolgreichsten Verkäufer aller Zeiten hat mal gesagt: „Das Geld ist nicht weg, nur woanders.“ Verkaufsgesetz Nr. 1 lautet: Die Menschen kaufen im Grunde keine Produkte, Dienstleistungen oder Ideen, sondern mehr das Gefühl was sie haben, wenn sie diese Produkte, Dienstleistungen oder Ideen (Angebote) benutzen. Eben, was sie sich vorstellen, was sie davon haben werden. Also: „Ich habe das Gefühl, dass dieses oder jenes Angebot/Produkt usw. meine Lebensqualität verbessert.“ Wenn ja, kaufe ich, wenn nein lasse ich es.... Und es kommt im Wesentlichen sehr stark darauf an, wer und wie mir dieses Angebot macht bzw. gemacht wird.
Ingrid: Du sprichst mir aus dem Herzen, Christian, so sehe ich es auch. Jeder Mensch kauft aus einem Bedürfnis heraus, was er befriedigen will und damit ein gutes Gefühl bekommt. Manche lieben Luxus ... –auch bei Seminaren.
Christian :Wie wäre es denn, wenn wir alle voneinander lernen – nach dem Motto, der Kluge lernt von anderen und der nicht so kluge macht eigene Fehler. Es ist doch jetzt die Zeit gekommen das wir uns alle gegenseitig unterstützen sollen...
Ingrid: Das sehe ich nicht so - einfache Werbung für dass, was er tut. Das können wir doch auch machen.
Christian: Wer nicht wirbt, der stirbt... Ein Naturgesetz. Ich weiß halt wie man erfolgreich wird, weil ich diesen Weg selbst gemacht habe. Dabei geht es nicht ums Geld.... Zumindest nicht für mich. Klar ist mir das auch wichtig...
Gudrun :Christian – Erfolg wird aber auch von jedem Menschen anders definiert. ....
Christian: Der jedoch einzige und lebenslange Erfolg definiert sich ausschließlich über das eigene Innere... Bin ich mir im Innern treu?
Gudrun: D'accord!
Christian :Was ich in meinem eigenen Umfeld schon immer beobachte ist, es wird geraucht und Alkohol getrunken, es wird gejammert und man beschimpft andere und beschwert sich jeden Tag aufs Neue. Völlig am Bedarf vorbei ernährt – und diese Menschen wundern sich. Hass, Neid, Gier, Eifersucht, Selbstsucht, Zynismus und Sarkasmus, wer sich darauf einlässt, hat schon von vorn herein verloren.
Gudrun : Wir haben noch viel zu tun! ...
Angelika :Habe nicht alle Kommentare gelesen. Ich finde: Jeder hat seinen eigenen Preis, seine eigene Wertigkeit. Ich finde es GUT.
Christian :Der in den 70er Jahren härteste Manager Lee Iacocca (amerikanische Automobilindustrie) hat damals gesagt: Ein Manager hat nur die Aufgabe einen einzigen Menschen im Unternehmen zu führen – sich selbst. Wer führen will, braucht Kraft. Darum heißt es ja auch Führungskraft.
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