Phil Lister - Karriere und Liebe

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Das aufregende Leben eines jungen Mannes in der Nachkriegszeit. Früh erkennt er die Möglichkeiten der Datenverarbeitung und setzt sich an die Spitze dieser Entwicklung. Mit einem unbändigen Willen und einer charismatischen Ausstrahlung bringt er es vom Lehrling bis zum Generaldirektor einer großen Bank. Neid und Intrigen begleiten seinen Weg. Sein Privatleben gleicht einer Achterbahn. Erst spät, fast zu spät findet er sein persönliches Glück.

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„Gut, Sie stellen das Ganze dann auf der nächsten Vorstandssitzung vor. Und die Kostenseite nicht vergessen.“

Felix war erleichtert. Nach dem Gespräch mit Sell hatte er tagelang über das Problem der Akzeptanz nachgedacht. Er konnte nicht drei Jahre warten, um dann neu anzusetzen. Es musste einen Weg geben, das Misstrauen der Belegschaft gegen die Veränderungen umzulenken. Auf der Suche nach der Lösung war ihm ein Artikel in einer amerikanisches Wirtschaftszeitung aufgefallen, der sich mit betrieblicher Menschenführung beschäftigte. Human relations war ein Zauberwort in Amerika.

Es ging darum, die Freiwilligkeit und das Verantwortungsgefühl der Mitarbeiter zu stärken. Nur der glückliche und zufriedene Mitarbeiter ist auch ein guter und tüchtiger Mitarbeiter, so der Kern der Aussage. Wie war das mit dem Wettbewerbsgedanken zu verbinden? So hatte sich aus der Gedankenskizze allmählich der Plan entwickelt, den er jetzt auch Daser vortrug.

„Generaldirektor Carwitz kennt Ihre Überlegungen?“ war Dasers erste Frage. „In groben Zügen. Ich bin erst in der Entwicklungsphase.“

„Mir ist die Umsetzung noch nicht klar. Wenn Sie die Kosten ermitteln, ist ja auch zu berücksichtigen, dass die Mitarbeiter zwei Wochen nicht am Arbeitsplatz sind. Wir brauchen Ersatz, den es nicht gibt auf dem Arbeitsmarkt. Oder es gibt Unzufriedenheiten, weil die Kollegen dann Überstunden machen müssen. Sie haben dafür sicher eine Lösung?“

„Ich denke, wir müssen beim Kopf anfangen. Es geht zunächst um die Abteilungsleiterebene. Die braucht natürlich eine andere Ansprache als später die Sachbearbeiterebene. Bei den Abteilungsleitern gehe ich einfach davon aus, dass die Stellvertreter das übernehmen. Unaufschiebbare Entscheidungen können auch mal per Telefon getroffen werden. Bei den Sachbearbeitern, da gebe ich Ihnen recht. Wir müssen dafür sorgen, dass der Bankbetrieb reibungslos weiterläuft. Es darf kein böses Blut geben. Das ist eine gute Anregung. Gut, dass wir jetzt schon darüber gesprochen haben. Ich werde sie bei der konkreten Ausarbeitung meines Planes berücksichtigen.“

Felix bewegte sich bei den Daser-Gesprächen immer vorsichtig und ausgesucht höflich. Er fühlte sich auf dünnem Eis, aber er gab sich keine Blöße. Das Bemühen, den Zwergen keinen Anlass zu liefern, zu Giftzwergen zu werden, war mit vielen Anstrengungen verbunden. Denn er musste versuchen, sich auch in den Gehirnwindungen seines Gegners auszukennen. So war es sein Bestreben, nach Möglichkeit nie direkt neben Daser zu stehen, um dann im Gespräch auf ihn herabzublicken. Wenn sich beide in Dasers Büro gegenübersaßen, war ein Gespräch in Augenhöhe möglich, da Daser einen verstellbaren Drehstuhl benutzte, der ihn hinter dem Schreibtisch größer erscheinen ließ. Was würde er wohl dafür geben, wenn es möglich wäre, seine Körpergröße zu verändern, dachte Felix. Was wäre möglicherweise aus diesem Zwerg geworden, wenn er sich nicht so erniedrigt gefühlt hätte? Immerhin hatte er es mit seinen Intrigen bis in die Vorstandsetage gebracht. Und ich habe jetzt unter den Kompensationsversuchen zu leiden.

Sells Abschied nahte. Auch er hatte, zog man die Kriegsjahre ab, fast 40 Jahre in der Bank zugebracht. Auch er kam aus einem guten Stall der Oberschicht. Schon der Großvater war Bankier gewesen, der Vater hatte sich als Wirtschaftsprofessor einen Namen gemacht. Aber er wurde nicht verweichlicht. Er arbeitete viel, verstand es aber auch zu genießen. Allerdings gingen die Freizeitaktivitäten immer eher von Frau Sell aus, die ihren Mann dann aus der Vorstandsetage loseisen musste.

Auch seinen Abgang organisierte der Vorstand für die Organisation perfekt. Ein Sektfrühstück für den Stab, einen Empfang für die Etage, einen Brief an die lieben Mitarbeiter und ein außerordentliches Vorstandsessen im Frankfurter Hof, das waren die Stationen des Abschieds, die sich auf mehrere Wochen verteilten. Und immer musste Felix neben ihm stehen, wenn er die Hände schüttelte. Er freute sich sichtlich, dass er bei der Auswahl seines Nachfolgers eine so glückliche Hand bewiesen hatte.

Zum Empfang war die Elite der Frankfurter Bankenwelt und Versicherungswelt vorgefahren. Geldadel verpflichtet. Auch die Vertreter der Großkunden nippten am Champagner. Felix kannte nun alle, wusste über finanzielle Transaktionen und komplizierte Geschäfte Bescheid. Der Banken-Dschungel hatte sich längst gelichtet. Er war bekannt, und er kannte fast die gesamte Geld- und die Politikelite, die leider nicht immer aus den fähigsten Leuten bestand. Auch EL traf er an diesem Abend wieder. Er hatte vorzeitig eine Glatze bekommen, aber sonst schien er sich kaum verändert zu haben. Felix hatte er überschwänglich begrüßt und ihm auf die Schulter geklopft.

„Man hört ja viel von dir, du hast dich ja richtig eingefuchst in die Computergeschichte. Gratuliere!“

„Danke“, antwortete Felix und lächelte geschäftsmäßig freundlich. ,,Habt ihr Euch schon mit der Rechnerentwicklung befasst?“

„Da bin ich überfragt. Du weißt ja, ich beschäftige mich nur mit den Bilanzen!“

Felix lachte und war froh, dass die Konversation damit beendet war. Man musste Kreide fressen beim Gespräch mit diesen Wölfen. Das hatte er schon im ersten Jahr durch Vogt gelernt. EL war ja keine Ausnahme, wenn er auch bemerkenswert einfältig war.

Zum vorstandsinternen Abschiedsessen im Frankfurter Hof wurde Felix neben Daser platziert. Das war Zufall, und beide waren wahrscheinlich nicht begeistert. Aber man ließ es sich nicht anmerken. Daser hatte wieder den Platz neben Carwitz. Schade, dachte Felix, dass so die Köstlichkeiten ein ganz klein wenig vergiftet schmecken: Trüffel aus Alba im Piemont zum Beispiel und Kaviar auf Wachtelei und als zweite Vorspeise Gänseleberparfait mit Sauternesgelee und Seeteufel in Rotweinbutter.

„Wunderbar, und was kommt jetzt als Hauptgericht?“ scherzte Seidel, das für die Revision zuständige Vorstandsmitglied, das ihm gegenüber saß. Seidel war ein Genießer, ein Gourmet, der in den fetten Nachkriegsjahren Ringe angelegt hatte. Was aber seine Anziehungskraft auf Frauen nicht schmälerte, im Gegenteil. Es wurde kolportiert, dass er bei Baby-Pute in Estragon mit grünem Spargel seiner dritten Frau den Heiratsantrag gemacht hatte. Und bei Quarksouffle auf Himbeermark hat sie wohl ausgerechnet, dass dies ein gutes Geschäft ist, denn sie ist immerhin zwölf Jahre jünger als er. Seit dem wurde Seidel ständig beleibter und seine Frau immer dünner. Was das wohl zu bedeuten hatte?

Tratsch und Klatsch, alberne Spekulationen, gab es auch in der Luxusetage der Gesellschaft. Anders Esch. Das für die Innenbetriebe zuständige Vorstandsmitglied war rank und schlank geblieben. Er hatte seine Assistentin geheiratet, die er ein Jahr zuvor in einem Flugzeug kennengelernt und vom Fleck weg engagiert hatte. Das hatte für beträchtliche Aufregung gesorgt. Denn die Assistentenposition war besetzt. Dort saß ein fähiger Mitarbeiter, der aus der Abteilung Großkredite aufgestiegen war. Esch hatte ganz bewusst einen Mann herangezogen. Er war ein überzeugter Junggeselle, wie er gelegentlich lautstark verkündete. Sehr zum Leidwesen der Weiblichkeit verstand er es, ihren Netzen zu entgehen. Mit dem etwas plötzlichen Erscheinen der jungen, gutaussehenden Assistentin war das Image dahin. Die unhaltbare Situation musste schließlich durch eine große Hochzeit gerettet werden.

Inzwischen produzierte das Ehepaar fast jährlich Nachwuchs. Esch, mit Mitte 50, war nun ein glücklicher und überzeugter Familienvater, so wie er jahrelang der überzeugte Junggeselle gewesen war. In der Vorstandsriege pflegte er das Image eines Weinkenners. Aber es mussten schon besondere Weine sein. Ein Chateau Mouton Rothschild oder Chateau Haut-Brion und der leichte Saint Saphorin aus der Schweiz waren seine Lieblingsweine, die seinen Keller und so manches Gespräch füllen konnte. Keiner konnte auch geschickter das Weintrinken hochstilisieren „Ich habe zum Wein eine geistige Beziehung“, war eines der beliebten Esch-Worte.

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