Phil Lister - Karriere und Liebe
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Gerne diskutierte er diese Fragen mit Dr. Vogt, seinem alten Mentor, den er inzwischen überflügelt hatte. Er war einer der Wenigen von der alten Generation, die dem Neuen mit Neugier und Optimismus entgegen schauten. Felix versorgte ihn regelmäßig mit Informationsmaterial. Die Kybernetik faszinierte ihn besonders.
„Das ist die Brücke zwischen den Wissenschaften“, strahlte er, und seine blauen Augen blitzten Felix an. „Die Kybernetik wird uns mehr beeinflussen als die Atomindustrie oder die Raumfahrt, von deren Entwicklung jeder heute spricht.“
„Also mich interessiert im Moment der Chip noch mehr. Auf kleinstem Raum werden höchste informationstechnische Leistungen vollbracht. Wenn das in Serie geht, die Produktionskosten entscheidend gesenkt werden können, ist der Weg für große intelligente Netzwerke frei. Das sind dann keine Denkmaschinen mehr, sondern Denksysteme.“
„Sie sehen die artificial intelligence auf uns zukommen?“
„Im gewissen Sinne schon. Es wird so etwas wie eine künstliche Intelligenz geben. Zunächst geht es sicher um das Bemühen, die Leistungen des menschlichen Gehirns auf dem Rechner nachzuvollziehen. Das geht über Frage-Antwort-Systeme, die Donovan in amerikanischen Schulen ausprobiert, bis zu Mustererkennungen oder Textanalysen.“
„Wäre das nicht auch ein Thema für die Dienstags Vortragsrunde?“
„Mit Sicherheit würde es mir auch Spaß machen, den neuen Jahrgang in Augenschein zu nehmen. Aber, leider ich bin total ausgebucht. Neben den Abendkursen für unser Fortbildungsprogramm habe ich mir noch eine Vortragsreihe bei der Industrie- und Handelskammer aufgehalst. Das sind zehn Abende, die gut vorbereitet werden müssen.“
Felix Überlastung war echt. Aber er war auch süchtig nach Arbeit, eine Sucht allerdings, die sich aus seiner Neugier speiste. Er wollte alle neuen Entwicklungen kennen und bis ins Detail beherrschen.
Neben der Mikro-Elektronik faszinierte ihn die Wirkungsweise der Lasertechnik, an der in den USA fieberhaft gearbeitet wurde. Wieder einmal ging die Entwicklung vom militärischen Bereich aus. Donovan hatte ihm erzählt, dass 400 Spezialisten der Quantenelektronik in Berkeley an dieser Erfindung arbeiten. Es gab unzählige Querverbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Eine Entwicklung, die in der Bundesrepublik Deutschland unvorstellbar war. Gelehrte saßen hierzulande im Elfenbeinturm. Aber es ging Felix ja nicht nur um den Stand der Forschung und Technik es ging auch um Wissensvermittlung. Wollte er die Menschen für die neuen Techniken und ihre Anwendungen begeistern, so musste er auch ihre Vorbehalte und Denkweisen kennen. Und das Spannende an den Vorträgen war immer die abschließende Diskussion. Was antwortet man auf die Frauenfrage: Besteht nicht die Gefahr, dass sich die Familie ganz auflöst, wenn neben Radio und dem neumodischen Fernsehen noch der Computer kommt? Wie reagiert man auf Mütterbedenken wie: Die Kinder werden verwahrlosen. Heute schon machen sie ihre Schulaufgaben und hören nebenbei ständig Radio!
Aber auch die Kaufleute und Selbständigen, die IHK-Vorträge besuchten, waren uninformiert: Handelt es sich bei der neuen Technik um eine Rationalisierung oder werden Arbeitskräfte gebraucht? Wird es Ärger mit Gewerkschaften geben, weil die Belastung und der Stress zu groß sind?, wollten sie wissen. Felix leistete Basisarbeit. Wo keine Information war, musste erst ein Grundstock gelegt werden. Wissensaneignung und Wissensvermittlung waren gleichermaßen wichtig.
Es ließ sich nicht vermeiden, dass Felix in der Welt der Datenverarbeitung eine immer bekanntere Größe und in der interessierten Öffentlichkeit allmählich ein Begriff wurde. Felix, der Newcomer, der Aufsteiger in die Stratosphäre der Konzernmacht, war er eigentlich zufrieden? Finanziell ganz bestimmt. Er verdiente sehr gut, und dass er kaum Zeit hatte, Geld auszugeben, das störte ihn nur selten. Er brauchte keine Statussymbole, keinen Porsche und keinen Buick. Er hatte nur wenige Laster. Ganz genau besehen, nur ein einziges. Viel Geld gab er nur für gute Kleidung aus. Salopp und leger, einfach und doch raffiniert geschnitten sollte seine Feierabendgarderobe sein. Rollkragenpullover waren eine Zeit lang seine Leidenschaft. Auch in der Bank setzte er ganz vorsichtig neue Akzente. Es musste nicht immer der dunkle Anzug sein. Wichtig war ein gepflegtes Äußeres. Aber erfüllte ein Seidenhemd oder ein Kaschmirmantel nicht gerade diese Anforderung?
Er liebte es, an den Abenden durch die City zu streifen, um sich die Schaufenster der Kaufhäuser und Boutiquen anzusehen. Wie hatte sich Frankfurt verändert! Die Spuren des Krieges waren verwischt, gelegentlich noch hinter Bretterwänden versteckt. Alles war neu, modern und abends hell beleuchtet. Die Bettler waren fast ganz verschwunden, die Prostitution bis auf wenige Ausnahmen in die Bars und Kneipen um den Hauptbahnhof verlegt. Sogar seine Kinderliebe, Milina, war mit der Familie aus ihrem Schrebergarten in Frankfurt-Höchst ausgebrochen und in einem Mietshaus im Gallusviertel untergekommen. Keine feine Adresse, aber sie lebten nicht mehr am Rande des Existenzminimums. Gelegentlich hörte er von Mutter, die den Kontakt hielt, dass Milina eine Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen hatte.
Um seinem kleinen Laster zu frönen, bevorzugte Felix ein Spezialgeschäft in der City. Eine Boutique, die den Vorzug hatte, dass die Inhaberin aus dem Mutterland der Mode kam und es ausgezeichnet verstand, Männer anzuziehen und anziehend auf Männer zu wirken. Annabelle führte eine exquisite Herrenabteilung. Und was fast noch wichtiger war: Sie hatte auch nach Feierabend für gute Kunden wie Felix Zeit. Ohne auf die Uhr schauen zu müssen, konnte man probieren und verwerfen und neue Creationen studieren.
Felix liebte dieses Spiel mit der Verwandlung, obwohl er am Schluss sehr oft wieder bei seinem vorsichtig lockeren aber insgesamt doch konservativen Stil landete.
Annabelle war die Frau eines stadtbekannten und wohlhabenden Kaufmanns. Ihre Boutique war Kommunikationszentrum und Galerie zugleich. Gelegentlich inszenierte sie auch Kunstausstellungen in ihren verschachtelten Verkaufsräumen. Es war ihr wichtig, neben dem Imperium des Gatten ihr kleines eigenes Reich zu haben. Eine ungewöhnliche Frau: charmant und klug.
Felix war sicher, dass an ihr auch ein Kleidchen von der Stange so ausgesehen hätte, als koste es einen Tausender. Sie unterlegte die Anproben ihrer Kunden mit leiser Musik, Champagner oder einem Chablis. „Oh lala“. Felix lachte sie dann mit ihrer hellen Stimme an: „Ich möchte so gerne die Blicke der Frauen beobachten in ihrer Bank, wenn Sie mit dieser Kombination antreten! Formidable! Wissen Sie eigentlich, dass Sie sehr verführerisch wirken?“
„Annabelle, ich möchte ja gerade nicht, dass man über meine Kleidung redet“, wandte er dann ein. Aber oft ließ er sich auch von ihrem Leichtsinn anstecken. Man gönnte sich ja sonst nichts! Und was war mit den Frauen in der Bank?
„Leider, Annabelle, ich weiß gar nicht, was die über mich denken! Können Sie sich vorstellen, dass ich mir über die Frauen in der Bank noch keine Gedanken gemacht habe? Ich glaube, ich selbst müsste mal Mäuschen spielen, um das zu erfahren!“
Periodisch lud er Annabelle nach einer Anprobe zum Essen ein. Sie besaß Menschenkenntnis und Einfühlung, und die leichte, anregende Unterhaltung bei ,,Monsieur Jaques“ befreite ihn von den Anspannungen des Tages oder einer ganzen Woche.
Annabelle war auf eine milde Art selbstbewusst, eine Eigenschaft, die sie bei ihren deutschen Freundinnen vermisste. Sie sind duldsam, viel zu friedfertig und manche sogar unterwürfig.
„Wenn man sich zur Maus macht, wird man als Maus behandelt“, behauptete sie und schlug temperamentvoll mit der flachen Hand auf den Tisch.
„Und was sagt Ihr Mann dazu?“
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