Thomas Herrmann - Pfui Herr Präsident!

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Vorsicht! Auf den folgenden Seiten gewähre ich dem Leser beispiellose Einblicke in die konspirativen Strukturen und in das undurchsichtige Milieu der so genannten «besseren Gesellschaft».
Sehr private Einblicke, die dem gutgläubigen Medienkonsumenten im Allgemeinen vorenthalten werden. Hinter der vermeintlich sauberen Fassade honoriger Persönlichkeiten verbergen sich bisweilen menschliche Abgründe. Abgeschottet und von der Öffentlichkeit unbemerkt werden politische Gegner schon mal mit unsauberen Mitteln aus dem Weg geräumt oder man schmiedet im Verborgenen hinterhältige Allianzen. Gefährlich lebt, wer den unvorstellbaren Schmutz ans Tageslicht zerrt.
Diese Lektüre macht auch Sie zwangsläufig zum Mitwisser von bizarren Intrigen und zwielichtigen Machenschaften, ja sogar von strafbaren Handlungen mächtiger Personen der Zeitgeschichte. Neugierige Menschen gehen in mafiösen Gesellschaftssystemen immer ein hohes persönliches Risiko ein… Bedenken Sie also die Folgen. Jedem Leser, der Nachteile für sich, seine Angehörigen und Freunde nicht völlig ausschließen kann, rate ich dringend, dieses gewagte Werk ungelesen zur Seite zu legen. Verschenken Sie es lieber bei passender Gelegenheit an einen guten Feind.
Auf keinen Fall sollten Sie sich aber mit diesem Buch in der Öffentlichkeit zeigen.
Wir alle schätzen die freie Presse und deren Selbstreinigungskräfte für unsere gefährdeten Demokratien. Diesem unabhängigen, investigativen Journalismus verdanken wir zahlreiche Rücktritte und Amtsenthebungen, vom einst geachteten Würdenträger bis hin zum korrupten Präsidenten.
Es menschelt eben auch in den obersten Etagen der Gesellschaft. Schadenfreude und Spott ernten jene ehrlosen Falschspieler, wenn sie nicht clever genug sind und sich von ihren krummen Geschäften einholen lassen. Selbst das Führen eines unrechtmäßig erworbenen akademischen Titels kann gelegentlich zum Stolperstein werden. Die Wahrheit ist faszinierend und der Fiktion weit überlegen.

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Die Styling- und Kosmetikfraktion versprach alles Menschenmögliche zu tun, um sämtliche Unebenheiten und Verfärbungen unter einer hauchdünnen, dennoch blickdichten Schicht feinster, französischer Camouflage verschwinden zu lassen. Sollte dies wider Erwarten nicht gelingen, gab es noch die Möglichkeit, ihre Anmut mittels eines transparenten Seidenschleiers effektvoll verhüllend und umso aufreizender in Szene zu setzen. Sie fügte sich. Sie hatte ja keine Wahl. Oh, wie sie es hasste ausgebremst zu werden. Widerwillig und übelgelaunt ließ sie also die Prozedur über sich ergehen. Doch zuvor puderte sie ihr Näschen noch mit einer Prise Koks.

Ausgerechnet heute Abend musste sie in ihrer Funktion als Vorsitzende des Lions Club von Kairo eine Charity-Veranstaltung eröffnen, bei der es um die Verbesserung der angeblich beklagenswerten Lebensbedingungen ägyptischer Sklaven gehen würde. Jenes nimmersatte Gesindel, das ihr jetzt schon die Haare vom Kopf fraß. (Dieser Gedanke mündete in die Idee, sich eine neue Perücke anfertigen zu lassen.)

Sie würde wie immer im Mittelpunkt stehen, belauert von den missgünstigen Weibern des internationalen Jetsets, die wie die Geier nur darauf warteten, dass sie sich eine Blöße gab.

Und das in ihrem bejammernswerten Zustand. Doch falls sie dieses bedeutende, gesellschaftliche Ereignis absagte, würden sich die Hyänen erst recht ihre Lügenmäuler zerreißen und nebenbei den anwesenden Pressefuzzis ein paar „vertrauliche“ Informationen zuspielen. Als Begründung für ihr Nichterscheinen war von einer mittelschweren Depression über ein kleines Alkoholproblem bis hin zum Gebärmutterhalskarzinom alles denkbar. Morgen früh könnte sie sich dann den ganzen Mist vorlesen lassen. An solchen abscheulichen Tagen verwünschte sie die Last ihres Amtes. Sie puderte sich noch einmal die Nase, sagte nicht ab und zog die Sache durch.

Aufgekratzt und beinahe euphorisch betrat Kleopatra dann gegen zwei Uhr ihr Schlafzimmer. Sie fühlte sich wider Erwarten gut an diesem Abend; auch der Champagner zeigte seine Wirkung. Erneut hatte sie allen die Schau gestohlen. Ihre „Predigt“ war einfach sensationell gewesen. Bukowskiih, ihr genialer Redenschreiber, lieferte wie erwartet einen perfekten Bericht menschlichen Elends ab, den sie nur noch mit tränenerstickter Stimme und zittrigen Händen vortragen musste.

Beider Talente ergänzten sich perfekt und waren im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Die anwesenden Gäste und Nutznießer des kostenlosen Banketts, die von den unerträglichen Leiden tausender, halbverhungerter Sklaven zu Tränen gerührt waren, zückten ihre dicken Scheckbücher zwischen Aperitif und Dessert beinahe reflexhaft, um sich derartige Schilderungen künftig nicht mehr anhören zu müssen. Wie einfach es doch war, an das Geld anderer Leute zu kommen. Sie überschlug kurz, was der Abend wohl eingebracht haben könnte, multiplizierte einfach die Anzahl der Gäste mit einer Mindestsumme je Spender und kam so unschwer auf einen 7-stelligen Betrag. WOW! Der neue Aston Martin war bezahlt. Sie liebte dieses Auto.

Den Nimmersatten musste sie allerdings auch ein wenig abgeben. Etwas Sichtbares; etwas, das man von außen wahrnehmen konnte. Vielleicht einen Sanitärwagen an der Transportstrecke zur Pyramidenbaustelle. Dann würde es dort auch nicht mehr so übel stinken. Und in Kürze hatte sie Geburtstag, dies könnte man zum Anlass nehmen, den Ausgezehrten ein paar Ochsen am Spieß und Freibier zu spendieren. Das Feuilleton hätte eine hübsche Geschichte und nebenbei erntete sie die ausgezeichnete Publicity für diese großmütige Geste und die Teilhabe des Volkes an ihrem Ehrentag. Eine glänzende Idee.

Sie würde jetzt nicht einschlafen können, wollte jedoch ausgeruht und frisch aussehen, wenn Cäsar eintraf. Deshalb suchte sie in ihrer gut sortierten Pillendose nach den kleinen, rosafarbenen Helfern, um sie mit einem Schluck Mineralwasser runterzuspülen. Eine halbe Stunde später war sie im Sessel eingenickt.

₪₪₪₪₪

Cäsar nutzte die Reise nach Ägypten für einen Zwischenstopp in Paris, um einen seiner bevorzugten Strichjungs zu treffen. Er war im Hilton abgestiegen, wo er in seiner reservierten Suite bereits von dem blonden 16-jährigen Gildo erwartet wurde. Sie verbrachten eine wunderbare Nacht zusammen. Gegen neun weckte man sie mit einem üppigen Frühstück. Er musste den Linienflug kurz vor elf nach Luxor nehmen, weil sein Privatjet vergangene Woche Opfer eines Anschlags gallischer Separatisten geworden war, zumindest ließ man diese Version des Attentates verbreiten. Nach der gemeinsamen Mahlzeit und bevor der Junge von Cäsars Chauffeur abgeholt und nach Hause gebracht wurde, entlohnte er ihn großzügig für seine diskreten Dienste und versprach, sich bei ihm zu melden, wenn er wieder in Frankreich wäre.

Kurz darauf schneite der Dürre Karl zur Tür herein, der immer wusste, wer im Paris-Hilton ein und aus ging und brachte bei der Gelegenheit gleich seine neuesten Kreationen mit. „Dieser anmaßende Mensch würde für ein Bündel Scheine seine geliebte Mama meistbietend an jeden sizilianischen Zuhälter verhökern“, dachte der römische Imperator bei sich. Um diese taktlose und peinliche Veranstaltung rasch zu beenden kaufte er ihm seinen ganzen geschmacklosen Plunder ab. So schnell wie der Eindringling gekommen war, so schnell machte er sich wieder aus dem Staub. Er hatte ja sein Ziel erreicht.

Solche erbärmlichen Figuren würde er normalerweise öffentlich an die Löwen im Circus Maximus verfüttern. Aber der Dürre Karl ging bei den Mächtigen ein und aus. Er war meist besser informiert als die Spitzel seines Geheimdienstes, käuflich und jederzeit bereit, sich für eine schmutzige Intrige einspannen zu lassen. Nur deshalb war er noch am Leben.

Wie geplant saß er gegen elf im Flieger nach Luxor. Er teilte sich die 1. Klasse mit Wim Wedeling, jenem eigenwilligen Boss einer schwäbischen Sportwagenschmiede, der sich bei seinen Unternehmungen ein wenig verspekuliert hatte und jetzt dringend frisches Geld brauchte, um seinen Kopf, eine bevorstehende Abfindung und die Firma zu retten (in dieser Reihenfolge). Er kannte ihn nur aus den Medien, schätzte jedoch angriffslustige Menschen, die bereit waren, Risiken einzugehen und den Mut besaßen, unkonventionell zu handeln.

Sie kamen ins Gespräch und Cäsar erfuhr, dass der gebeutelte Wedeling auch auf dem Weg zu Kleopatra war, um sie mit einem größeren Aktienpaket zu ködern, damit sie bei ihm einstieg. „Vergiss es“, meinte der Imperator, „die Schlampe baut an drei Pyramiden gleichzeitig und weiß nicht mal wie sie ihre Handyrechnung bezahlen soll.“ Er überlegte. Vielleicht könnten sie beide ja miteinander ins Geschäft kommen. Die einzige und etwas angestaubte Automarke seines römischen Imperiums krankte seit langem an ihrem schlechten Image und musste sich mit Qualitätsproblemen herumschlagen. Da käme so eine findige Fusion mit einem strahlenden Stern am internationalen Autohimmel gerade recht, um Prestige und Ansehen seiner Modelle aufzuwerten. Nebenbei ließe sich der Einfluss Roms auf die deutsche Wirtschaft ausbauen. Die Möglichkeiten, auf diese barmherzige Gewerkschaftsrepublik einzuwirken, waren angesichts rückläufiger Zahlen im Parmesan- und Drogengeschäft gegenwärtig sehr begrenzt.

Zusehends näherten sich die beiden an und kurz vor der Landung war der Deal unter Dach und Fach. Cäsar bezahlte für Wedis morsches Aktienpaket einen angemessenen Preis. Als Gegenleistung würde dieser seine Kontakte, über die er als Global Player zweifellos verfügte, für die Geschäfte des neuen Partners nützen, ihm Wege ebnen und die Türen zu den bislang verschlossenen Weltmärkten aufstoßen. Sie vereinbarten außerdem vorerst Stillschweigen zu bewahren und stattdessen ein paar gezielte Falschinformationen zu streuen, um auch noch die Gewinne aus den angeheizten Kursbewegungen mitzunehmen. Wenn man dann am Ende die Katze aus dem Sack ließe, würde der Rahm erneut, auf der anderen Seite der Alpen abgeschöpft werden können. Solche Geschäfte waren ganz nach dem Geschmack des Impresarios.

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