Trance
Trance ist für den Schamanen wichtig, um die Ekstase einzuleiten. In Trance findet die erste große Bewusstseinsverschiebung statt. Hier hat der Schamane einen guten Zugangspunkt zu seinem Unterbewusstsein. Diesen Zustand erreicht er durch Hypnose, Meditation, Autosuggestion, Askese oder äußere bzw. innere Reize wie Trommeln, rhythmische Bewegungen, Gesang oder Drogen.
Ekstase
Die Ekstase stellt das zentrale Element des Schamanismus dar. In diesem Zustand löst sich der Schamane von seinem Körper und betritt eine nichtphysische Welt. In dieser Welt fixiert er sich auf ein Ziel, welches in der normalen physischen Welt nicht zu erreichen ist. Tritt eine Ekstase ungewollt oder spontan auf, spricht man im Schamanismus von Besessenheit. Dieser Zustand hat für die Schamanen eine negative Bedeutung.
Schon die alten Ägypter glaubten an das Zusammenspiel des Körpers mit einer Seele. Das alte Ägypten reicht bis zu einer Zeit 4000 vor Christus. Sie waren der Meinung, dass eine fortdauernde Verbindung zum Körper nach dem Tod besteht. Obwohl es in vielen anderen Kulturen auch üblich war, an eine Seele zu glauben, hatten die alten Ägypter die Vision von drei unterschiedlichen Seelen. Ihr tiefer Glaube an diese Mythologie prägte ihre Verhaltensweisen und ihre Bestattungen. Die Mumifizierungen finden hier ihren Ursprung.
Ka
Ka wird als die Seele der Lebenskraft bezeichnet. Ka beschützt den Menschen als eine Art Schutzegel. Auch nach dem Tod bleibt Ka immer in der nähe des Verstorbenen. Ka hat die Aufgabe den Toten Leichnam zu schützen und sorgt dafür, dass seine Bestattung seinem bisherigen Rang entspricht. Ka ist zusammen mit dem Körper im Mutterleib entstanden, also nicht präexistent, aber überdauert den physischen Tod (postexistent). Könige hatten oft mehrere Kas.
Ba
Ba wird als Exkursionsseele bezeichnet. Im Gegensatz zum Ka ist Ba fest mit dem Körper verbunden und lenkt seine Aktivitäten. Damals wurde Ba nur dem König zugeschrieben, später fand man aber auch Sarkophage von Privatpersonen, die auch mit Ba gekennzeichnet waren. Es kam vor, dass man bewusst in die Sichtweise von Ba eintreten konnte (außerkörperliche Erfahrung). Aus diesem Grund wurde Ba als Vogel mit Menschenkopf dargestellt, da der Vogel eine große Beweglichkeit symbolisierte. Nach dem physischen Tod trennt sich Ba vom Körper und geht auf Reisen. Ähnlich wie beim Ka entsteht Ba im Mutterleib des Heranwachsenden.
Ach
Die dritte Art der Seele ist Ach. Sie unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen beiden Seelenarten. Ach kann erst nach dem Tod entstehen, wenn Körper, Ba und Ka wiedervereint werden. Der Tote erreicht mit Hilfe von Ba die Ach-Kraft und wird zum Ach. Diese Seelenform hat höchstes Bestreben, da man dadurch Unsterblichkeit und eine göttliche Form erhält. Ach ist weder gut noch böse, konnte aber die Menschheit beeinflussen. Ach entstand nur, wenn Ba und Ka im Körper vereint werden konnten. Aus diesem Grund waren die Bestattungen sehr aufwendig. Der Verstorbene wurde einem aufwendigen Bestattungsritual unterzogen und spirituell gereinigt. Das Grab wurde aufwendig geschmückt und eine Statue wurde als Heim für Ka eingesetzt. War die Verklärung erfolgreich, entsteht Ach, steigt zum Himmel hinauf und wird zu einem strahlenden Stern.
Der Buddhismus entstand vor etwa 2400 Jahren in Indien. Der Buddhismus zählt heute zur viertgrößten Religion weltweit. Diese Religion beruft sich auf Lehren von Siddhartha Gautama, die er nach seinem „Erwachen“ verbreitete. Das „Erwachen“ ist die Einkehr in das endgültige Nirwana. Das Glaubenssystem beinhaltet, unter anderem, folgende Aspekte.
Die Vier Edlen Wahrheiten
1. Das Leben ist in der Regel vom Leid geprägt.
2. Das Leid wird durch Gier, Hass und Verblendung verursacht
3. Durch Vermeidung von Gier, Hass und Verblendung entsteht Glück
4. Die Mittel zur Entstehung von Glück ist die Praxis des Edlen Achtfachen Pfades
Der Edle Achtfache Pfad
- rechte Erkenntnis
- rechte Absicht
- rechte Rede
- rechtes Handeln
- rechtem Lebenserwerb
- rechte Übung
- rechte Achtsamkeit
- rechte Meditation
Wiedergeburt und der Kreislauf des Lebens
Die Buddhisten glauben an die Wiedergeburt und einen ständigen Kreislauf des Lebens. Nach dem Tod kehrt man als neue Lebensform wieder zurück zur Erde. Dieser Kreislauf wird als Leid gesehen. Diesem Leid kann man nur entgegenwirken, indem man sich beständig an die Vier Edlen Wahrheiten hält. Ist die Zeit gekommen, sprechen die Buddhisten von „Erwachen“. Wiedergeburt und der Kreislauf des Lebens endet hier. Die Seele geht in das endgültige Nirwana (das endgültige Nichts) ein. Dort ist man vom Leid erlöst.
Karma
Die Buddhisten denken bei allen ausgeführten Tätigkeiten an das Karma. Es bedeutet soviel wie Ursache und Wirkung. Macht man etwas Gutes, wird einem etwas Gutes wiederfahren. Macht man etwas Schlechtes, wird einem etwas Schlechtes wiederfahren. Jede ausgeführte Tätigkeit hat eine Wirkung zu folge. Das höchste Ziel des Buddhismus ist, diesem Kreislauf zu entkommen indem kein Karma mehr erzeugt wird (Eingang ins Nirwana).
Meditation
Die Meditation ist für die Buddhisten von besonderer Bedeutung. Um die Vier Edlen Wahrheiten vollständig begreifen zu können, muss Klarheit für das Denken geschaffen werden. Auch kann während tiefer Meditation ein Einblick in das Nirwana geschaffen werden. Ebenso kann man seine Seele genauer erkunden, bzw. es können Informationen über das frühere Leben gesammelt werden (außerkörperliche Erfahrung).
1.4 Chemische Induktion einer Astralreise
In diesem Kapitel werden dir chemische Substanzen vorgestellt, bei denen beobachtet werden konnte, dass dadurch außerkörperliche Erfahrungen aufgetreten sind. Vorab möchte ich deutlich darauf hinweisen, dass alle nachfolgend beschriebenen chemischen Substanzen gesund-heitsgefährdend oder lebensbedrohlich sind und zum Tod führen können. Die Einnahme oder gar der Besitz dieser Substanzen ist in Deutschland und in vielen Ländern illegal und kann mit Haft bestraft werden. Außerdem ist diese Art zur Induktion einer Astralreise extrem gefährlich und kann körperliche bzw. psychische Schäden nach sich ziehen. Deshalb ist von einer Einnahme dieser Substanzen deutlich abzuraten.In diesem Kapitel soll nur deutlich gemacht werden, wie diese Drogen auf unseren Körper wirken und was dafür zuständig ist, dass eine außerkörperliche Erfahrung erzeugt wird.
Diese psychoaktive Substanz ist hauptsächlich in Salvia divinorum enthalten. Diese Pflanze wird entweder geraucht oder gekaut und löst ein verändertes Bewusstsein aus. Obwohl dieses Mittel als Halluzinogen bekannt ist, gibt es Berichte von Konsumenten, die bei starkem Konsum eine Art Körperverbundenheit verspürten und ihren Körper verlassen haben. Es ist auch oft die Rede, dass Konsumenten frühere Erinnerungen nochmals, in absoluter Detailtreue, durchlebten. Auch von Zukunftsvisionen ist oft die Rede. Von den Mazateken wird aus diesem Grund die Pflanze für Wahrsagerituale benutzt. Da Salvinorin A als _-Opioid-Rezeptor-Agonist wirkt, unterscheidet sich diese Droge von LSD-artigen Halluzinogenen.
Achtung! Salvinorin A kann lebensgefährliche Halluzinationen auslösen!
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