Iris Weitkamp - Mein Morbi und ich

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Mein Morbi und ich – ein Erfahrungsbericht und Mutmachbuch über den Umgang mit einer zunächst beunruhigend erscheinenden Lebenskrise.
Mit der Diagnose einer ernsten, womöglich unheilbaren, Erkrankung verändert sich das Leben – aber nicht unbedingt zum Schlechteren. Die Krankheit bietet so viel mehr!
Ihre teils leidvollen, aber auch interessanten, häufig lehrreichen oder sogar urkomischen Seiten schildert eine Autorin, die sich seit zehn Jahren aufrichtig mit ihrem Morbus Crohn auseinandersetzt.
Offen und schonungslos, doch stets mit einem Augenzwinkern, lässt die Ich-Erzählerin ihre Leser an Erfahrungen und Gefühlen im Operationssaal, in Bett und Bad teilhaben. Von der Darmräumung bis zum erotischen Selbstverständnis als Frau geht sie ins Detail, ohne vulgär zu werden. Von der Angst vor einem drohenden Augenschaden ist die Rede, aber auch von der Teilnahme an einer Naturschutzexpedition und dem Segen der viszeralen Osteopathie. Leser erfahren mehr über Analdehner und Suchtprobleme und scheinbar banale Herausforderungen des Alltags: Wie sieht eigentlich der korrekte Businesslook für frisch Darmoperierte aus? Auch eine Patientin, die seit ihrer Jugend unter Colitis ulcerosa leidet (einer dem Morbus Crohn ähnlichen Darmerkrankung) kommt zu Wort.
Das Buch regt zu einem differenzierten, optimistischen und liebevollen Blick auf den vermeintlich schrecklichen Schicksalsschlag an. Es macht Mut, offen zu sein für alle positiven Seiten der Krise. Es macht Mut, Chancen zu erkennen und häufiger zu lachen als zu weinen. Dabei weckt es die Lust, sein Leben aktiv und genussvoll in die Hand zu nehmen. Ein Leben, das zwar nicht leicht, aber niemals langweilig ist, ein 'Leben für Fortgeschrittene'.
Stimmen zu 'Mein Morbi und ich':
"Es wird Iris Weitkamp nicht leichtgefallen sein, diese intimen Erfahrungen öffentlich zu machen. Aber ich bin überzeugt, dass gerade ihre offenen Worte hilfreich für andere Betroffene sind.

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Um Gottes Willen! Hinten undicht möchte frau ja keinesfalls werden!

Man verschrieb mir einen sogenannten „Analdehner“ und Xylocain Gel. Das war ein Erlebnis!

Ich sollte mit diesem Plastikzylinder dreimal täglich meinen After dehnen, „damit nichts verhärtet und alles schön elastisch bleibt“. Wobei die Wunde natürlich noch immer nicht verheilt war und energisch gegen diese zusätzliche Reizung protestierte. Frei nach Otto Waalkes formuliert, funkte die betroffene Stelle ununterbrochen Alarm an das Großhirn. Dieses hielt ein entnervtes „ja, ich weiß es doch, die Botschaft ist angekommen, aber was hilft`s?“ dagegen und dehnte weiter, woraufhin die Schmerzzentrale an einen Kurzschluss im Großhirn geglaubt haben musste und verzweifelt und wütend mehr Schmerzmeldungen morste.

Im Nachhinein bin ich nicht überzeugt, dass diese ärztliche Anweisung über jeden Zweifel erhaben war. Vor Schmerzen habe ich geheult und mir stand der Schweiß auf der Stirn. Auf der Toilette hatte ich noch geglaubt, ich würde echt einen Streifen mitmachen. Nun wurde mir klar: Es kann immer noch schlimmer kommen. Hatte ich mich früher gerne in mein Schlafzimmer zurückgezogen (ach, wie herrlich waren die Tage nach der OP gewesen ...), schaute ich nun böse auf den Nachttisch, von wo aus mir Analdehner und Gleitgel entgegengrinsten. Ich glaube nicht, dass ich mich nach dieser Bekanntschaft jemals für Vibratoren oder Analsex werde begeistern können.

Meine Selbstdisziplin reichte statt für die verschriebenen dreimal täglich fünf Dehnungen nur für ein- bis zweimal täglich zwei- bis dreimal. Tagsüber auf der Arbeit waren die Übungen sowieso undenkbar. Wie hätte man auswärtigen Gästen das Weinen und Fluchen aus Richtung der Sanitärräume erklären sollen?

Genau fünf Wochen nach der Operation erledigte sich diese masochistische Selbstbehandlung mit dem Analdehner endlich, denn ich bereitete mich auf meine erste Darmspiegelung vor.

Und geriet vom Regen in die Traufe.

Später, als ich mich in einer gesunden Phase (und in einer Phase gesunder Wut) befand, suchte ich die Chirurgische Gemeinschaftspraxis noch einmal auf. Mit meinem Krankheitsbefund in Händen stellte ich einen der schnieken, hoffnungsvollen Jungärzte zur Rede. Während ich die Fragen weitergab, die meine Hausärztin, der Darmspezialist und meine Augenärzte mittlerweile gestellt hatten, wirkte er plötzlich nicht mehr so aalglatt.

Ob nicht im Rahmen der Operation eine histologische Untersuchung (eine Untersuchung auf Entzündungsmerkmale) erfolgt sei?

„Doch, schon...“

Und ob er den Laborbefund bitte mal vorlesen könne?

„Ja, Moment ... hier ist von ... ähm ... starken Entzündungsanzeichen die Rede ... aber Sie waren ja schon wegen Darmproblemen in Behandlung ... es ist nicht üblich, den Laborbericht an den Hausarzt zu schicken ... aber wenn Sie möchten, natürlich ...“

Und ob die Wunde nicht ungewöhnlich schlecht heilen würde, und die wochenlange Nachsorge in der Klinik nicht unüblich sei ...?

„Oh, die OP-Wunde sieht ja nun wunderbar in Ordnung aus, und eine weitere Nachsorge durch die Chirurgische Klinik ist ab sofort nicht weiter erforderlich ...“

Ich erklärte klipp und klar, meine Hausärztin nähme an, der Laborbefund sei einfach in meine Akte geheftet worden, ohne dass ihn einer der Ärzte gelesen habe. Außerdem wies ich darauf hin, dass meine Krankheit bei einer sorgfältigeren Behandlung in dieser Klinik schon sehr viel früher hätte festgestellt werden können und mir eine beidseitige Regenbogenhautentzündung erspart geblieben wäre.

Sehr still wurde er da, der Chirurg, und senkte den Blick. Er schluckte, räusperte sich. Nach einer Weile kam seine Antwort, mit leiser Stimme: „Man hofft natürlich immer, dass einem so etwas nicht passiert ...“

Als ich den Raum verließ, hockte er immer noch da mit hängenden Schultern. Seine Reaktion ließ mich hoffen, dass er umgehend in den Betriebsabläufen dafür sorgen würde, dass sich so etwas nie, nie wiederholte. Operieren konnten die ja wirklich gut, nur die Organisation drumherum ließ zu wünschen übrig: Ein Fließbandbetrieb, in dem die Ärzte von Raum zu Raum flitzten und einen hastigen Blick auf Wunden warfen, ohne noch den Zusammenhang zu sehen, das Gesamtbild.

Der Fall war klar. Sollte ich mich nun in einen Rechtsstreit stürzen? Die Chirurgische Gemeinschaftspraxis zur Verantwortung ziehen, mich auf sie stürzen mit Gebrüll?

Beruhigen wir uns wieder, und seien wir mal ehrlich: Es war letzten Endes nichts wirklich Dramatisches passiert. Ich hatte, wenn auch knapp, keine irreparablen Augenschäden zurückbehalten.

Und die Beweislage schien recht dünn, zumal ich den Eindruck hatte, meine Ärztin wollte ihre Aussage ungern öffentlich wiederholen. Sie hätte ‚unter Kollegen’ keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen.

Mit der Operation selbst war ich bestens zufrieden, da hatte alles reibungslos geklappt. Es gab keinen Stress, die Narkose hatte ich super vertragen, mir war keine Minute schlecht oder schwindelig, die Atmosphäre und Betreuung waren vorbildlich gewesen. Ich kenne viele Leute, die Angst vor einem Eingriff haben, doch meine OP-Erfahrung war durchweg positiv gewesen. Lediglich die Nachsorge lag im argen.

Plus: Der Chirurg, den ich auf den Fehler angesprochen hatte, war mir nicht mit Ausreden gekommen. Er hatte ehrliches Bedauern ausgedrückt. Hätte er geleugnet oder die Sache mit einem blöden Spruch abgetan, wäre ich vermutlich auf die Barrikaden gegangen. Für das Gespräch und sein Geständnis gab es keine Zeugen.

Last but not least fühlte ich mich viel zu schwach, um mich in einen Rechtsstreit zu werfen. Meine Energie reichte gerade eben für den Alltag. Ich kämpfte bereits an so vielen Fronten - für ein weiteres Schlachtfeld fehlten mir die Truppen.

Früher (in einem anderen Leben, schien es) hatte ich mich oft darüber aufgeregt, wenn Patienten Übergriffe scheinbar stoisch ertrugen und skrupellose Mediziner mit allem durchkamen. Wie ahnungslos und überheblich war ich, auf dem sicheren Logenplatz der Zuschauenden thronend, gewesen! Man darf sich nicht alles gefallen lassen, damit kommen die auf keinen Fall durch, das wollen wir aber mal sehen ...

Siehste, sagte das Schicksal jetzt zu mir, und so sieht dann die Realität aus.

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