Joachim Gerlach - Maidan

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Der Handlungszeitraum spannt sich (abgesehen von Prolog und von Epilog) von Dezember 2013 bis zum Sommer 2014. Hauptschauplätze der fiktiven Geschehnissen sind das Weiße Haus, der Kreml, der Maidan, der Stammsitz der ukrainischen Regierung, der Flottenstützpunkt Sewastopol, ein Flugleitzentrum der ukrainischen Luftwaffe sowie Kampfgebiete im Operationsgebiet der separatistischen Rebellen.
Die fiktive Fabel basiert auf der Philosophie, dass Menscheitsgeschichte letztendlich ein permanenter Kampf um die Verteilung von Ressourcen ist und wurzelt in der Unterstellung, dass der exorbitanten Ausweitung des Konflikts in der Ukraine us-amerikanische Interessen zugrunde liegen, welche darauf abzielen, Russland strategisch wirtschaftlich und militärisch zu schwächen, um diesem den Zugang zu den Ressourcen der Arktis zu erschweren bzw. gänzlich zu vereiteln.

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Harry Westphal, hilfreich unterstützt dabei vom Direktor der CIA, nahm vor allem Bezug auf die Ereignisse in Georgien im Jahr 2008. Georgien, welches nach dem Einmarsch der Roten Armee 1921 Bestandteil der Sowjetunion wurde, erklärte sich im April 1991 für unabhängig. Das führte in den nördlichen und damit an der russischen Grenze liegenden Provinzen mit deren stark russlandbezogener Bevölkerung Abchasien und Südossetien zu Sezessionskriegen. Bis 2008 schwelte in dem zerrissenen, wirtschaftlich schwachen und durch und durch von Korruption beherrschten Land der Konflikt, gefördert noch durch den „Individual Partnership Action Plan“, ein Abkommen, welches das Land als Beistandsvertrag mit der NATO zum Schutz gegen den übermächtigen Nachbarn im Norden abschloss und welcher von den russlandtreuen Bevölkerungsteilen strikt abgelehnt wurde. Im August 2008 eskalierte der Südossetien-Konflikt erneut, und es kam zum offenen Krieg mit Russland, in dessen Folge Russland nach dem militärischen Einmarsch die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anerkannte. Das ganze führte zu erheblichen Spannungen, wobei Russland auf internationalem Parkett den schwarzen Peter zugeschoben bekam. Die Befindlichkeiten der Russen, die sich zunehmend von NATO und EU eingekreist sahen, spielten in diesem Rahmen keine Rolle. Der Westen hielt sich damals, abgesehen von medialem Zorn und einer Reihe belehrender diplomatischer Noten, in seinen Aktivitäten relativ bedeckt . Es zeigte sich aber, dass die internationale Gemeinschaft aus diversen Motiven heraus ziemlich schnell geneigt war, gegen Russland Stellung zu beziehen, Dies, so der Außenminister, könne man sich, wenn einmal die Dinge ähnlich liegen sollten, zunutze machen. Sollte Russland wieder einmal im Interesse der Erhaltung und Sicherung seines cordon sanitaire die formellen Regeln des Völkerrechts brechen, wäre daraus im Sinne der heutigen Beratung Kapital zu schlagen.

Zum Abschluss des Meetings ordnete der Präsident an, Regulate vorzubereiten, mit denen man unverzüglich nachhaltige finanzielle und wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Russland einleiten könnte, wenn Russland sich aus gegebenem Anlass die Blöße gäbe, in irgendeiner Form die Gepflogenheiten des Völkerrechts zu umgehen oder gar eigenmächtig außer Kraft zu setzen. Zum Abschluss der Beratung, die Teilnehmer verließen schon den Raum, rief er den Direktor der CIA zu sich:

“ Auf ein Wort noch bitte, Dirk.“

Der Direktor trat auf ihn zu: „Sir?“

„Drink?“

Clapton nickte, und der Präsident goss den Whiskey in zwei Gläser . Sie prosteten sich kurz zu, dann ging der Präsident zum Thema über:

„Wir wissen beide aus Erfahrung, dass manche Dinge einen Stups benötigen, weil sie nicht wie gewollt in Schwung kommen wollen oder zu früh den Schwung verlieren. Ich würde es zu würdigen wissen, wenn es uns gelingen sollte, bei nächstbester Gelegenheit unserer Angelegenheit einen solchen Stups zu verleihen und dann darauf zu achten, dass die einmal in Gang gesetzte Mühle auch in Bewegung bleibt, möglicherweise sich noch etwas schneller dreht.“

Der Direktor nahm noch einen Schluck aus seinem Glas und kaute den Whiskey geradezu hinunter. Er war ein Genießer. Sein leises Kopfnicken verdeutlichte dem Präsidenten, dass er ihn verstand. So fuhr der fort:

„Wir wissen auch, dass solche Anstöße nicht immer einer tatsächlich gegebenen Faktenlage entsprechen, was nicht heißen soll, dass wir bewusst lügen wollen. Manchmal sind uns bestimmte und nicht unwesentliche Objekte eben zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung nicht bekannt, das ist keinesfalls außergewöhnlich.“

Claptons Kopfnicken bestätigte die Ausführungen des Präsidenten, welcher den Monolog weiter spann:

„Und wir wissen auch, dass infolge, sagen wir einmal, Fehlinterpretation der Ausgangslage auch Maßnahmen festgelegt werden können, welche sich im Nachgang, moderat ausgedrückt, als eher ungünstig herausstellen und jede Menge Ärger nicht nur mit dem Ausland sondern auch im Inneren produzieren. Auch wenn in aller Regel diese Fehleinschätzungen erst Jahre nach der Folgeaktion offenbart werden und sich dann kaum noch, etwas brutal ausgedrückt, ein Schwein daran erinnert. Von einigen ewig misstrauischen, ewig besser wissenden und ewig meckernden Gutmenschen einmal abgesehen. Tonking und Grenada stehen dafür als Beleg.“

Schluck, Kopfnicken, Clapton war mit den soeben genannten Belegen bestens vertraut: Ein Gerangel zwischen US-amerikanischen Marineeinheiten und ein angeblicher Torpedoangriff durch zwei nordvietnamesische Schnellboote im Golf von Tonking lösten im August 1964 das direkte Eingreifen der USA in den seit 1956 andauernden Vietnamkrieg aus und legalisierte nach der Beschlussfassung im US-Kongress alle Kriegsmaßnahmen der USA in Vietnam von 1965 bis 1973. Der rund zehn Jahre währende Konflikt richtete im Land eine ungeheure Verwüstung an und kostete zwei Millionen Vietnamesen und 55 Tausend US-Soldaten das Leben. Clapton wusste natürlich auch, dass es dabei nicht um den läppischen Zwischenfall in der Tonking-Bucht sondern um die Zurückdrängung des kommunistischen Einflusses im Weltmaßstab ging. Der Vorfall selbst wurde offiziell nie aufgeklärt. Am 25. Oktober 1983 starteten die USA mit der Organisation Ostkaribischer Staaten die Operation Urgent Fury, in deren Folge US-Truppen auf der kleinen Karibikinsel anlandeten und die linksorientierte Regierung unter Maurice Bishop gestürzt wurde. Die Operation wurde damit begründet, die Sicherheit US-amerikanischer Staatsbürger auf Grenada zu garantieren und den mit sowjetischer Hilfe vorangetrieben Bau eines Flughafens zu unterbinden. Der Flughafen sollte nach offiziellen Angaben der Regierung Bishop der touristischen Erschließung des Landes dienen, laut US-Propaganda stellte er eine strategische Bedrohung vor der eigenen Haustür dar. Auch dieser Konflikt, dessen war sich Clapton sehr wohl bewusst, fügte sich nahtlos in die US-Operationen während des kalten Krieges ein. Und auch hier musste ein zusammen geschneiderter Anlass herhalten, um die wahren Ursachen zu verhehlen.

„Ich lasse Ihnen, Dirk, völlig freie Hand, aber bitte“, der Präsident hob die Stimme und schaute dem Chef der CIA starr in die Augen, „ich möchte mir und Ihnen und unserem ganzen Land eine nochmalige Peinlichkeit wie Bushs Giftgasgeschichte vor Saddam Husseins Sturz ersparen. Wir wollen den Russen auf gar keinen Fall das arktische Feld überlassen, aber die Sache ist ausgesprochen delikat und verlangt folglich in höchstem Grade Takt und Fingerspitzengefühl. Habe ich mich da deutlich genug ausgedrückt?“

Kopfnicken, letzter Schluck. Clapton stellte das nunmehr leere Glas auf die Anrichte zurück: „Sir, Sie können sich auf mich verlassen!“

„Danke, Dirk. Und grüßen Sie bitte Ihre Frau ganz herzlich.“ Der Direktor war entlassen.

Es sollten fast auf den Tag genau zwei Jahre vergehen, bis die zugespitzten politischen Verhältnisse in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine endlich die Möglichkeit boten, den dortigen Ereignissen den nötigen Stups im Interesses der Sicherung us-amerikanischer Interessen zu verleihen.

Das Gebiet der heutigen Ukraine, sprachlich abgeleitet von „Grenzland“, ist uraltes menschliches Siedlungsgebiet. Schon während des Paläolithikums lebten hier Menschen. Fruchtbarer Ackerboden, der dem Gebiet in späteren Jahrhunderten die Bezeichnung „Kornkammer Europas“ einbrachte, weckte Begehrlichkeiten und schürte Aggressionen. Griechen, Hunnen, Bulgaren und Goten hinterließen in der Antike ihre Spuren. Nachdem im frühen Mittelalter Magyaren aus dem Wolgagebiet die Ukraine durchzogen, bildeten Im 9. Jahrhundert ostslawische Stämme unter dem Einfluss skandinavischer Waräger an den Handelswegen von Skandinavien und Nowgorod nach Süden in Richtung Konstantinopel ein lose verfasstes Großreich mit der Hauptstadt Kiew., welches als die „Kiewer Rus“ in die Geschichte einging. Dessen Herrscher Wladimir der Große entschied sich im Jahre 988 für die Annahme des Christentums nach östlichem Ritus. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts fielen die Mongolen, von den hier lebenden Menschen „Tataren“ genannt, in das Land ein und fraßen es kahl, Die Belagerung und Zerstörung von Kiew nach dem zweiten Mongolenfeldzug im Jahr 1240 gilt als das Ende der Kiewer Rus.

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