Daniel Karl Göhler - Richtig gewaltig und gewaltig falsch

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Zeitgenössische Kurzgeschichten, resultierend aus dem gesellschaftlichen Werdegang der vergangenen sieben Jahrzehnte, inspiriert durch «die Unsichtbarkeit, die der Wahnsinn aufgrund genügend großer Ausmaßen angenommen hat» ( Berthold Brecht ).
Lösungen können nicht konkretisiert werden. Vielmehr dient der Inhalt als kleiner Beitrag zur Ideensammlung und der sich daraus ergebenden Fazite. Die «moderne» Gesellschaft und deren von oben herab diktierte «Entwicklung» ihrer Werte bietet Myriaden an Beispielen, wie es eben NICHT sein sollte. Das Bittere an einer Welt, die ihren Menschen globale Kommunikation ermöglicht hat ist, dass niemand mehr sagen kann, von all dem nichts gewusst zu haben.
Gestern Abend in den 20 Uhr-Nachrichten wurde zu Spenden für den Jemen aufgerufen. Den Notleidenden dort könne mit nur ein paar Euro geholfen werden. Zuvor wurde darüber berichtet, dass Waffenlieferungen in Milliardenhöhe an die dafür verantwortliche Regierung von oberster Stelle abgesegnet worden waren.
Immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr, wird man eines Besseren belehrt…
Ist das schon Populismus, oder soll das weg?
Immer noch besteht die irrige Idee einer Exklusivität des Leidens und immer mehr verliert der Wert des Lebens gegenüber dem Wert des Geldes. Wie lange gedenkt man noch diese Art von «Zivilisation» voranzutreiben? Seit ich auf der Welt bin, hagelt es Bettelbriefe, in denen der kleine Bürger damit konfrontiert wird in der Lage zu sein, mit nur ein paar Münzen Leben retten zu können. Hält man einen gewissen Teil der Erde absichtlich in Armut, damit daraus extremer Reichtum resultieren kann? Abermals die Frage mit dem ihr entsprechenden Modalverb: Ist das schon Populismus oder MUSS das weg?

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Wie explizit hat man vor dem sozialistischen Staatsapparat gewarnt, der die Erziehung der Kinder übernimmt und über das Eigentum und den Werdegang der Menschen bestimmt? Wer erzieht denn heute unsere Kinder? Wer nimmt uns Haus und Hof weg, wenn das erwirtschaftete Geld durch drei Jobs immer noch nicht reicht? Müssen wir nicht für die Bespitzelung der Privatsphäre bezahlen, während diese im Sozialismuspaket inklusive und für die Privatperson umsonst war? Würde man nicht hüben wie drüben zum Arbeiten gezwungen, auch wenn diese einem absolut nicht schmeckte? Wo ist bitteschön der Unterschied zu dem, vor dem man immer warnte, geblieben? Oder gab es ihn vielleicht überhaupt nicht? Dies sei für nun meine letzte unerhörte Frage.

Diese aufgeführten bitteren Auszüge dessen, was wir als „normal“ fälschlicher Weise zu lange toleriert haben, dienen nur als Schmankerl für all die anderen Trugschlüsse, die man bis heute über Film und Fernsehen, über Lehr- und Studienpläne versucht, am Leben zu erhalten. Wie unheimlich wichtig ist es, sich dieser Farce bewusst zu werden und dieser Gesellschaft den Rücken zu kehren. Die Diagnose in der Retrospektive steht seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges fest und nun sind nötige Maßnahmen gefordert, um endlich zu genesen. Die folgenden Kurzgeschichten und Prosa greifen das Unschöne auf, was der Status Quo unserer Zeit als modern und fortschrittlich entschieden hat und letzten Endes nur dem eigenen Klassenerhalt dient. Wer sich den Absurditäten wie u.a. „Umstandskleider für Soldatinnen“, „Toiletten in Schützenpanzern für Hochschwangere“ oder die „Gender-Kunde“ als obligatorisches Schulfach nicht bewusst ist, dem gebührt unter allen Umständen dringend was genau? Für die Antwort, siehe bitte erste Zeile.

„Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaßen angenommen hat.“ ( Berthold Brecht )

Von der Freiheit der Großstadt...

Große Augen machte ich, als ich die Breite der Straßen beim Überqueren anhand des Schreitens des Sekundenzeigers meiner Uhr messen konnte. Große Augen machte ich vor dem größten Restaurant, das ich jemals betreten hatte und mich plötzlich in Kambodscha zu befinden. Unauffällig bediente ich meine kleine Stabkamera um das festzuhalten, das manchmal an der Inakkuranz der Wörter scheitert. An einen der längsten Tische, die ich mir nie im Leben hatte vorstellen wollen, setzte ich mich. Meine Augen suchten aus Neugier den letzten Gast am Ende dieses Tausendbeinigen und nahmen eine kleine Figur wahr, die man wie die große Sonne am Himmel mit nur einem Finger abdecken konnte. Die Höhe der Decke sprach Bände über die ehemalige Verwendung dieser Gewölbe, in denen man einst Zeppeline zusammen montierte. Bis die große Pleite dieser Branche den Gar ausmachte. Sie stand nicht lange leer und wurde zu einem Spottpreis verkauft. Herr Chey und seine große Familie legten zusammen und machten daraus die weltgrößte Khmer-Kitchen der nördlichen Hemisphäre. Nachtisch?

Wieso einen Nachtisch? Warum ich keinen Hauptgang wolle. Wieso ich von so weit käme und dann mit dem Letzteren begänne? Es passte nicht in das Weltbild des Kellners, der meine Bestellung aufnahm, dass ein Gast einfach nur „phaem“ möchte. Die grenzwertige Nötigung, etwas „troemotrauv“ (etwas „Richtiges“) zu bestellen, war lieb gemeint, denn eigentlich hätte ich mich an all diesen Hauptgerichten laben sollen, doch mein Auftrag war ein anderer. Das Dessert, das man mir auftischte, war lächerlich groß und überhaupt verstand ich nicht, wie die herum wuselnden Kellner so viele dieser riesigen Teller zuerst zum Bersten voll und schließlich leer übereinander gestapelt zum Abwasch balancieren konnten. Am Tisch herrschte striktes Rauchgebot. Hausrecht; „Schließlich befinden wir uns Land der Freien!“, blies ein werter Herr Ringe aus Rauch gen die Deckenventilatoren, die sie niemals erreichen sollten. Zwischen den untiefigen Suppentellern – abgeleitet von „Untiefe“, was laut Duden ein anderes Wort für „große Tiefe“ ist – hatte man auf dem Tisch muldige Vorrichtungen eingearbeitet, in welchen alle zwei Meter Aschenbecher auf ihren Lohn warteten. Sie füllten sich nie, da eifrige Helfer dafür sorgten, dass sie alle zwei Minuten entlohnt wurden. Entleert. Ich erinnere mich daran, wie dieser Helfer immer wieder etwas sagte, das sich in meinen Ohren wie „Lohn“ und „Entlohnt“ anhörte, aber sicherlich etwas völlig anderes bedeutete. Die Rechnung war lächerlich klein gehalten und wirkte nahezu winzig im Vergleich zu diesem riesigen Gaumen- und Augenschmaus. Solch eine Nachspeise in all ihrer phantastischen Dekoration, befand sich in der Liga des Weltkulturerbes. „Das Auge isst man bekanntlich hier mit!“, lachte ein anderer Mann gegenüber von mir, darauf anspielend, dass ich als nüchtern wirkender Schreiberling doch bestimmt auf eben diesen exotischen Details scharf wäre. Nein, bin ich nicht. Seriöse Fressen-Presse. Böse Zungen mögen behaupten, dass die Verköstigung von Getieren aller Art auf den Hungersnöten basiert, die von der damaligen Kulturrevolution verursacht wurden. Alle und alles gleich – wortwörtlich. Alle 1,70m, alle 65 kg, alle denselben Haarschnitt und dieselbe Kleidung, alle das gleiche Essen und Trinken. Der Wahnsinn, dem nicht nur Millionen Menschenleben zum Opfer gefallen waren, hatte logischerweise kein Mitgefühl für die so mannigfaltige Küche des Landes, dass nach den Jahren der Unterdrückung aus Ruinen wieder entstanden war. „ In der Stunde Null sollte die Erinnerung an die Vergangenheit für immer gelöscht werden, doch die Köstlichkeiten dieses Restaurants beweisen das Versagen dieses Planes.“ Diese Worte sollten nicht in meinem Artikel fehlen, doch wurden sie von oberster Stelle gestrichen. Aha. Geschichtliches passe nicht in das Konzept, hieß es. Aha. Informiert sei ich gut, meinte mein Gegenüber trocken und bot mir einen Schluck Wein aus einer wunderschönen Karaffe an. Kambodschanischer Rotwein? Ja, so ähnlich. Schmecke so ähnlich. Was es denn sei? Tukatonle. Tukantonle? Bis heute habe ich nicht herausfinden können, was in aller Welt das war, aber obendrauf ist es egal, denn ich bin mir sicher, dass die Gaumen unserer Leserschaft daran keine Freude haben werden und unser Kodex verbietet es uns, Lebensmittelkreationen durch den Dreck zu ziehen. Mein Dessert war unbeschreiblich köstlich. Ein Kunstwerk weit unter Wert verkauf t – so hätte es auf Kambodschanisch heißen sollen, doch man hielt sich übertrieben bescheiden: ផ្អែម( süß ). Durch die große Eingangstür verließ ich das Restaurant und bemerkte, dass dieser Begriff solch einen Essenstempel nicht gerecht wurde. Essenstempel klingt zu clichéhaft, passt aber ebenso wenig wie „Restaurant“. Ich wollte ein Foto von dem noch namenlosen machen und überquerte dazu die breite Straße, dabei die zuvor berechneten Sekunden zählend. Die Distanz war nicht genug. Weitere Zentimeter musste der Sekundenzeiger wandern um das Foto zu schießen, das den gesamten Bildschirm meiner Kamera ausfüllte. Klick. Ein kleiner Klick für mich, ein großer für die Menschheit, denn es sollte später hoch geladen und prämiert werden und dem Laden zu internationaler Berühmtheit verschaffen.

Ich schrieb auf, was ich erlebt hatte. Neben den großen Attributen, notierte ich auch die großen Geschmäcker, dessen Ursprung man mir nicht immer genau erklären konnte. Ich recherchierte zum ersten Mal im Bereich Gastronomie, und wie es mit den allerersten Malen zu ist, ward mir das Anfängerglück hold. Ich telefonierte mit meinem Redakteur und sagte ihm, dass ich das Material für meinen Artikel – samt der klandestinen Fotos – fertig hätte und sie ihm noch vor Abgabetermin senden könnte. Aufgrund eines unerklärlichen Softwareproblems verzögere sich der gesamte Publikationsablauf der nächsten Auflage bis auf weiteres und ich solle mich darauf einrichten, noch einige Tage vor Ort zu bleiben und einfach „eine gute Zeit haben“ - sagte er mit dem breitesten US-amerikanischen Akzent, der jemals von einem Menschen gesprochen wurde. Gesagt, getan. Stress-frei zog ich weiter durch die schier endlosen Straßen, deren Enden tatsächlich nicht einmal mit dem Zoom der Kamera zu erkennen waren. Die Stadt war hügelig, wenn auch direkt an der Küste gelegen und in ihrem Großteil auf Meereshöhe angelegt. Einige Straße und Viertel trugen in ihren Namen den Wortteil „Hügel“ oder „Höhen“ und gleichsam gingen sie über in „Amsterdam“ und „Flatbush“ und sich somit lingual konträr gegenseitig auflösten. Trotzdem konnte ich nicht das Ende der Straße sehen, an der ich entlang lief. Der Zeiger auf meiner Uhr zeigte an, dass die große Masse der Menschen nun schon zu Mittag gegessen hatte, dennoch passierte ich unzählige kleine und größere Imbisse, in denen gemampft und geschlürft wurde.

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