Anton Reutlinger - Kognitive Kybernetik

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Im Zeitalter des GPS für jedermann ist Kybernetik am anschaulichsten als untrennbare Kombination von Fahrzeugführung und Navigation erklärbar. Im engeren Sinn umfasst die Kognitive Kybernetik die Planung, Ausführung, Erfolgskontrolle und Korrektur zielgerichteter Handlungen. Die Grundlage jeder Form von Kybernetik bilden die logischen Gesetze der Kommunikation, welche von einem kybernetischen System zur Außenwelt und zwischen den Teilsystemen stattfindet. Die intellektuellen und kulturellen Leistungen der Menschheit stehen nicht im Programmheft der Evolution. Sie sind Nebenwirkungen vieler, für die Bewältigung des Lebens günstige Entwicklungsschritte. Damit verbunden ist die funktionalistische Deutung der Welt und des Weltgeschehens. Die Weltfrage ist, wie aus den dummen Kräften der Physik intelligente Lebewesen hervorgehen können. Dieser Übergang von der Physikalischen zur Kognitiven Kybernetik ist ein wesentlicher Teil des Mysteriums des Lebens und soll als Inversion der Kybernetik im Brennpunkt dieser Kollektion und Kompilation von Überlegungen stehen. Wie ein Hamburger im Sandwich liegt die Kognitive Kybernetik zwischen der normativ-holistischen Sichtweise von Soziologie, Technologie und Psychologie als Kulturalismus einerseits und der deskriptiv-reduktionistischen Sichtweise von Biologie, Physiologie und Neurologie als Naturalismus andererseits.

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Nach und nach hat der Mensch Maschinen geschaffen, die mit Hilfe der Kybernetik seine Leistungen verbessern oder seine Mängel kompensieren: Kraft, Beweglichkeit, Wahrnehmungsvermögen, Organfunktionen und schließlich die mentalen Fähigkeiten werden verstärkt, ergänzt oder ersetzt. Sigmund Freud bezeichnete den Menschen als Prothesengott, Johann Gottfried von Herder als Mängelwesen, der Philosoph Helmuth Plessner schrieb "der Mensch ist von Natur aus künstlich". Arnold Gehlen sieht Technik als die entscheidende "Entlastungsinstanz des instinktarmen, unangepassten, unspezialisierten, weltoffenen Mängelwesens Mensch". Ist noch etwas übrig außer den Gefühlen und dem Leben an sich? Die nächste technische Revolution steht bereits vor der Tür mit der Steuerung und Manipulation neurologischer Funktionen mittels implantierter Sender und Empfänger, den sogenannten Brainchips oder "Stimoceiver" (Jose Delgado, Kevin Warwick) zur elektrischen Stimulation von Nervensignalen und Auslösung motorischer oder emotionaler Effekte. Daneben gibt es spekulative bis esoterische Entwicklungen wie Psychoakkustik oder Neurofeedback zur Leistungssteigerung des Gehirns, Beschleunigung des Lernens, Bewusstseinserweiterung und dergleichen mehr. Aus der Verbindung von Gehirn, Computer und drahtloser Übertragung soll die "Wunderbox" hervorgehen.

Bedauerlich und tragisch ist, dass die Menschheit ihre handwerklichen, künstlerischen und intellektuellen Höchstleistungen nicht zu ihrem eigenen Wohl erbracht hat, sondern allzu oft an Könige, Kirchen und Kriege verschwendet hat - von denen sie allerdings auch finanziert wurden. So ist auch die Technische Kybernetik als Kind des Krieges geboren worden, nicht zufällig und zeitgleich mit der Informations- und Kommunikations­theorie von Shannon & Weaver und den ersten Exemplaren der Computer­technik. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die heutigen technischen Möglichkeiten Ängste und ethische Bedenken hervorrufen. Technik­folgenabschätzungen gehören daher zum unverzicht­baren Instrumen­tarium der modernen Gesellschaft und politischen Führung.

Kognition und Zeichen

Alles was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, nehmen wir als Formen wahr. Die Sinnesorgane übersetzen die Welt der Wirklichkeit aus Sinnesreizen in die Form von Nervensignalen, mit denen das Gehirn intern arbeitet, um eine subjektive Welt der Vorstellungen zu erzeugen, um die Welt innerlich zu "repräsentieren". Somit sind quasi unendlich viele Formen möglich, die einfach sein können oder aus einfachen Formen zusammengesetzt sein können. Die unendliche Vielfalt der Formen wird reduziert durch Abstraktion, Aggregation und Approximation zu einer handhabbaren Menge von Zeichen, die dem Bewusstsein als Vorstellungen präsentiert werden. Zeichen sind erkennbare, identifizierbare und wiederkehrende Muster, Formen oder Gestalten der Wahrnehmung, denen auf Grund einer Funktion oder eines Zweckes des wahrnehmenden Subjekts eine Bedeutung zukommt oder beigemessen wird, wenn sie in regelmäßigen Zusammenhängen mit anderen Zeichen erscheinen. Unterschiedliche Kontextinformation wie Perspektiven, Formvarianten, Lichtverhältnisse oder andere Wahrnehmungsbesonderheiten können dabei eliminiert, substituiert oder an bekannte Formen approximiert werden. Solche Mechanismen sind aus der Wahrnehmungspsychologie bekannt. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der sogenannte Ames-Raum, in dem eine markante Perspektivenverzerrung stattfindet.

Die Zeichen, in der Form von Chiffren, bilden das Material unseres Denkens. Die Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge der Wahrnehmungen und Erfahrungen, die Identitäten und Ähnlichkeiten sowie die Unterschiede der Formen und Bewegungen resultieren in den Funktionen des Denkens wie Identifizieren, Klassifizieren, Generalisieren, Spezialisieren, Aggregieren, Segregieren. Das Denken findet seinen spiegelbildlichen und äußerlichen Ausdruck insbesondere in der Sprache, in den Bedeutungen ihrer Wörter als Begriffe, in ihren grammatischen Formen zur Bildung von Sätzen und Aussagen. In die Sprache eingebettet ist die Logik als Ausdruck einer speziellen Form, des abstrahierenden, verbindenden, ordnenden, urteilenden und schlussfolgernden Denkens. Die materiale Logik, die mit den Bedeutungen von Wörtern operiert, ist nahe der Linguistik, die formale und symbolische Logik, die mit bedeutungslosen Formen, Zeichen oder Symbolen operiert, ist näher zur Mathematik. So ist die Logik über das Denken und die Sinne mit der Natur des Geistes und mit der Natur der Welt verknüpft.

Das bedeutet auch, dass Logik oder Mathematik und Natur kommensurabel sein müssen, wenn man davon ausgeht, dass die Natur nicht ausschließlich chaotisch oder zufällig funktioniert. Die Ursprünge dieses logischen Denkens zeigen sich bei Kleinkindern im Alter von wenigen Monaten, wenn sie erkennen, dass Objekte, die zeitweise verdeckt waren, nicht verschiedene oder neue Objekte sind, sondern dass es dasselbe Objekt ist. Das heißt, es erkennt, dass Objekte nicht plötzlich im Nichts verschwinden und neue Objekte nicht plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Die Erkenntnis von Persistenz und Identität von Objekten und folglich die Erkenntnis von Verschiedenheit und Veränderung bildet die Grundlage des logischen und rationalen Denkens.

Unter der Annahme einer gesetzmäßigen Funktionsweise der Wirklichkeit wie auch der Sinnesorgane gibt es regelmäßige, strukturelle Eigenschaften der Zeichen und Beziehungen zwischen den Zeichen. Der Anblick des Löwen erzeugt das Zeichen "Löwe" und erhält instinktiv die Bedeutung "Gefahr" oder unmittelbar "Flucht" zugeordnet. Neben den durch die Phylogenese natürlich bestimmten und gegebenen Zeichen gibt es als Hervorbringung der Ontogenese und der Ratiogenese die von Menschen gemachten Zeichen wie die Schrift- und Zahlzeichen sowie Zeichnungen, technische und kulturelle Symbole und schließlich die lautlichen Sprachzeichen. Diese Zeichen können dazu dienen, andere Zeichen, besonders die von den Sinnen erzeugten Zeichen, zu vertreten, um somit eine kommunizierbare Welt der Zeichen und Symbole zu erzeugen. Dadurch erst wird es möglich, auf der Grundlage der Unterscheidung von Form und Bedeutung der Zeichen, über Zeichen selber zu reden, eine notwendige Operation des Geistes für Denken und Sprechen und Begründung für das notwendige Vorhandensein eines Formen- oder Zeichengedächtnisses neben dem Gedächtnis für Bedeutungen.

Intern werden nur Zeichen verarbeitet, indem sie in andere Zeichen übersetzt und mit anderen Zeichen verknüpft und in Beziehung gesetzt werden. Diese rekursiven Prozesse sind es, die neue Zeichen schaffen, die die Bedeutungen der Zeichen bestimmen und somit das Verhalten und das Leben insgesamt lenken. Denken geschieht in Zeichen. Die Form der Zeichen spielt dabei keine Rolle, sie sind beliebig. Es können ikonische Zeichen sein wie die Hieroglyphen, Muster wie die chinesischen Schriftzeichen oder abstrakte und kombinierbare Zeichen wie die lateinischen Buchstaben. Die Sprachlaute dagegen sind anatomisch vorgegeben. Bedeutung bekommen die Zeichen erst durch den Gebrauch in der Gemeinschaft. An sich tragen sie prinzipiell keine Bedeutung.

Es ist Aufgabe der Anthropologie, im besonderen der Neuropsychologie, die Funktionen, Eigenheiten und Gesetze der Wahrnehmung aus ihrer Entwicklung herauszu verstehen und zu bestimmen, um daraus die Anfangsgründe der Erkenntnis, des Denkens und der Vernunft ableiten zu können. Der Entwicklungsgedanke - Phylogenese als Gegenstand der evolutionären Erkenntnistheorie, Ontogenese als Gegenstand der Entwicklungs­psychologie und Ratiogenese als Gegenstand der Erfahrung und Pädagogik - und die semiotische Trennung von Form und Bedeutung ist der entscheidende Schlüssel zum Verständnis der menschlichen Erkenntnis- und Vernunftfähigkeiten.

Man kann also die Semiotik in zwei Bereiche teilen. Ein Teil umfasst die von Menschen willkürlich geschaffenen Zeichen als gestalterische Repräsentation der Bedeutung von Gedanken und Ideen, sowie die aus der sinnlichen Wahrnehmung entstandenen natürlichen Zeichen, die einer Deutung durch Erfahrung oder Erleben und einer daraus folgenden Zuordnung von Bedeutung bedürfen. Die beiden Bereiche willkürlich und natürlich sollen hier als explizite und implizite Semiotik bezeichnet werden. Die Wahrnehmung eines Dreiecks als implizites Zeichen kann die Form eines Vulkankegels oder eines Hausdaches darstellen. In der Mathematik oder als Verkehrs­zeichen hat das Dreieck als explizites Zeichen eine jeweils festgelegte Bedeutung.

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