Lene Levi - Tödlicher Nordwestwind

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Eigentlich erhoffte sich Robert Rieken durch seine Rückversetzung in die Oldenburger Polizeiinspektion nur eins: lieber Fahrraddieben das Handwerk legen, als brutale und kaltblütige Verbrechen aufzuklären. Mit Raub, Erpressung, Mord und Totschlag wollte er nichts mehr zu tun haben, denn die meisten seiner Dienstjahre hatte er als Ermittler in den härtesten Großstadtrevieren des Landes zugebracht – und nun war einfach das Maß voll.
Jedoch sein Wunschtraum zerplatzt genau an jenem Tag, an dem zwei Dangaster Krabbenfischer eine männliche Leiche mit ihrem Schleppnetz aus der Nordsee ziehen und Robert als Kriminalkommissar plötzlich vor der Aufgabe steht, die Identität des unbekannten Toten zu ermitteln. Während der Autopsie durch die taffe Gerichtsmedizinerin Dr. Lin Quan wird schnell klar, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt.

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„Leider verstehe ich nicht viel von dem ganzen Fachchinesisch. Und was bedeutet das genau?“

„Entschuldige. Der Mann war clean, als er ins Meerwasser fiel. Daher kann auch ein klassischer Fall von Leichendumping ausgeschlossen werden. Es fanden sich an seinem Körper keinerlei Anzeichen eines Todeskampfes mit Abwehrverhalten. Der Mann war also bereits bewusstlos, bevor er ertrank.“

„Mit anderen Worten, dann wäre das ein Mordopfer oder es könnte sich zumindest um vorsätzlichen Totschlag handeln.“

Robert machte diese Feststellung mit ruhiger Stimme.

„Die Frage, ob er vorsätzlich ins Meerwasser geworfen oder unabsichtlich da hineingestolpert ist, kann die Rechtsmedizin leider nicht eindeutig beantworten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Es gibt immer wieder auch typische Unfälle auf Segelbooten, die durch erschwerte Wetterbedingungen oder durch Kentern verursacht werden. Aber auch durch scharfe Manöver, Navigationsfehler, Unaufmerksamkeit, Nachlässigkeit bei der Einhaltung von Sicherungsvorschriften. Unser Mann trug ja nicht mal eine Schwimmweste. Daher kann ich nur feststellen: Die Schlagverletzung auf seinem Hinterkopf könnte möglicherweise auch durch einen unerwartet herumschlagenden Großbaum zugefügt worden sein. Ich bin schon oft gesegelt und kenne daher dieses Problem aus eigener Erfahrung.“

Er verzog das Gesicht, nickte aber.

„Die Sache nimmt nun doch eine etwas kompliziertere Form an, als ich es mir zunächst erhofft habe. Eigentlich hatte ich mich nur auf einen kurzen Besuch bei dir eingestellt.“

„Du hast das Schlimmste bereits überstanden, Robert. Die Leiche bleibt bis auf Weiteres im Kühlraum. Sie kann noch nicht freigegeben werden. Ich habe daher alles Wichtige für dich fotodokumentiert. Rätselhaft bleibt allerdings weiterhin, wieso der Körper der Leiche bis auf die ungewöhnliche Tiefe von rund zwanzig Metern sinken konnte. Ich hatte zunächst die Vermutung, dass sie nach dem Tod wieder aufgetaucht sein könnte und erst später endgültig versunken ist. Sie ist vergleichsweise gut konserviert, was durch die kalten Temperaturen der südlichen Nordsee zu erklären ist. In etwa zwanzig Meter Tiefe beträgt die Wassertemperatur ungefähr 11 bis 13 Grad. Das wäre eine mögliche Erklärung. Dann aber habe ich mir die Kleidung des Toten etwas genauer angesehen. Wirf bitte mal einen Blick auf dieses Foto.“

Lin hielt eine Fotografie unter den Lichtkegel einer Schreibtischlampe. Robert zog seine Lesebrille aus einem Etui und setzte sie sich auf die Nase.

„Eine langbeinige Leinenhose, wie sie häufig von Seglern getragen wird. Ich kann daran nichts Auffälliges erkennen.“

„Mit dem bloßen Auge sieht man natürlich nichts, aber hier auf dem vergrößerten Abzug. Erkennst du die veränderte Gewebestruktur im Leinen? Dem Mann wurde ganz offensichtlich ein Seil um sein rechtes Bein geschnürt. Dieser Abdruck ist auch als Hämatom auf seiner Wade gut zu erkennen.“

Sie blickte rasch auf und sah Robert dabei fragend an. „Nur haben wir kein Seil bei der Leiche gefunden. Der schräge Verlauf der Hämatome lässt eindeutig darauf schließen, dass das Seil mit einem Ballastgegenstand verbunden war, der ihn in die Tiefe gezogen haben muss. - Herr Kommissar, ist uns da etwas durch die Lappen gegangen?“

„Ein Seil? Aber da war nichts um sein Bein geschnürt, als mir die Fischer den Toten auf Deck gezeigt haben.“

„Ich habe natürlich auch die Leinenhose nach eventuellen Rückständen untersucht, aber nichts gefunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat es sich hierbei um ein Polyesterseil gehandelt.“

„War das alles, Lin? Mir qualmt nämlich der Kopf.“

„Fürs Erste war es das. Du darfst mich nun endlich auf eine gepflegte Tasse Kaffee einladen.“

Robert lächelte mit wehmütiger Zuneigung, dann sah er auf seine Uhr und sagte: „Ich fürchte, wir müssen das auf ein andermal verschieben. Ich habe heute noch ziemlich viel zu erledigen. Am meisten bereitet mir die Identifizierung der Leiche Kopfzerbrechen.“

Robert stellte das geleerte Pernodglas auf der Schreibtischkante ab und reichte Lin seine Hand. „Du hast da einen ganz hervorragenden Job gemacht. Ich weiß gar nicht, wie ich mich dafür revanchieren kann.“

„Oh, vielen Dank. Aber das ist nun mal mein Beruf.“ Sie klang ganz sachlich, dabei wünschte er sich, sie wäre auf sein Angebot einer Revanche eingegangen.

„Es ist unsere erste Zusammenarbeit. Allerdings habe ich mir nicht gerade gewünscht, dass sie ausgerechnet mit einem Mordfall beginnt.“

Sie packte alle Dokumente und den Obduktionsbericht in einen Aktenordner und wollte ihn schon schließen, als ihr plötzlich doch noch ein Gedanke kam: „Ach ja, beinahe hätte ich da noch etwas vergessen. Vielleicht hilft dir sogar dieses kleine Detail weiter. Ich habe auf dem linken Unterarm des Toten ein Tattoo entdeckt. Siehst du, hier auf diesem Foto ist es sehr gut zu erkennen. Ich finde nur das Motiv etwas merkwürdig.“

Als Robert das Gerichtsmedizinische Institut verließ, verspürte er ein leichtes, nicht unangenehmes Gefühl, das der Alkohol in seinem Körper ausgelöst hatte. Obwohl in der Stadt hochsommerliche Außentemperaturen herrschten, fühlten sich seine Hände dennoch eiskalt an.

Kapitel 6

Um diese Uhrzeit waren in der 5. Etage der Polizeiinspektion nur noch wenige Beamte anzutreffen. Das Gebäude leerte sich täglich kurz nach 18 Uhr mit einer fast mechanisch, exakt einhergehenden Pünktlichkeit. Diese war übrigens auch in der Fußgängerzone zu beobachten, wenn dort die Geschäfte um diese Zeit dichtmachten und sich die Straßen innerhalb einer Viertelstunde nahezu schlagartig leerten. Robert fiel ein Satz ein, den er manchmal von einem seiner früheren Dresdener Kollegen gehört hatte: ‚Privat geht vor Katastrophe‘.

Sein Privatleben war ihm in diesem Augenblick ziemlich gleichgültig, denn nur hier in diesem schäbigen Büro konnte er ungestört nachdenken und versuchen, konzentriert zu arbeiten. Durch seinen Kopf jagten zahlreiche Fakten und Details, die Lin durch ihre Arbeit ans Tageslicht befördert hatte. Als er heute am Nachmittag sein Büro verließ, war dieser tote Mann lediglich eine ganz gewöhnliche Wasserleiche. Nun aber war aus ihm plötzlich das Opfer eines Verbrechens geworden, mit großer Wahrscheinlichkeit sogar das eines Mordfalls, der aufgeklärt werden musste.

Robert räumte eine der Pinnwände leer, an der lauter Kurzinformationen und Fotos von gestohlenen Gegenständen aus Wohnungseinbrüchen der jüngsten Zeit angeheftet waren. Er verstaute den ganzen Kram in einen Karton und schob ihn in eine Ecke des Büros. Schlagartig wurde ihm bewusst, dass die stadtbekannten Einbrecher und Kleinkriminellen, die Dealer und Fahrraddiebe einige Zeit vor seinem wachsamen Auge Ruhe haben würden. Sein Vorteil war, sie wussten nichts von ihrem Glück. Dann öffnete er die Akte mit den Untersuchungsergebnissen der Rechtsmedizinerin, suchte nach dem Foto, welches das Gesicht des Toten zeigte und heftete es genau in die Mitte der Pinnwand. Er betrachtete die entstellten Gesichtszüge der Leiche ausführlich. Der Mann sah aus, als würde er schlafen, wären da nicht die hässlichen roten Flecken auf seiner Stirn. Robert war sich nicht sicher, ob er diesen Mann zuvor schon irgendwo einmal gesehen hatte. Der einzige markante Anhaltspunkt waren seine rotblonden Haare. Und dann war ja noch dieses Tattoo. Das war aber auch schon alles, was an ihm auffällig war. Vielleicht sollte er mithilfe dieser Merkmale einen Datenabgleich in der Vermisstendatei des Bundeskriminalamts vornehmen; ein Job, den er gern seinem jungen Kollegen anvertraut hätte. Aber Jan war jetzt nicht im Büro.

Robert startete seinen PC und wartete ab, bis das Programm vollständig aufgebaut war. Die Vermisstendatei erfasste täglich bis zu 300 Neuzugänge. Insgesamt waren es über 6.000 Personen. Es war immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen täglich verschwanden. Der Versuch wäre also zwangsläufig sowas wie die berühmte Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Das stand schon jetzt fest. Als er die Datenbank öffnete und die ersten Einträge der verschwundenen Männer in der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren zu überprüfen begann, klingelte plötzlich sein Telefon. Er nahm ab und hörte Lins Stimme am anderen Ende.

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