Einschläfernde Routineim täglichen Flugbetrieb wird dadurch vermieden, dass sich Aufgaben im Cockpit ständig wechseln. Der Pilot fliegt (PF = Pilot Flying) und hat die Gesamtverantwortung für die Crew und Passagiere. Der Copilot (PNF = Pilot Non Flying) kontrolliert ihn während des gesamten Fluges und seine Handlungen. Er übernimmt den Sprechfunkverkehr und die Kontrolle der Instrumente. Er liest die Checklisten vor. Diese Verantwortlichkeiten werden vor jedem Flug unmissverständlich geklärt. Beim nächsten Flug wechseln sie. Natürlich springt im Notfall der eine für den anderen ein.
Mehrfachbelastungen kein Problem
Pilot und Copilot, oder in der Fachsprache „ Verkehrsflugzeugführer“ wie auch Fluglotsenmüssen vor allem Englisch sehr gut beherrschen, weil das die einzige internationale Kommunikation im Luftverkehr ist. Fliegt man mit ausländischen Airlines, hat man mitunter Probleme, bei Ansagen zu verstehen, was gemeint ist. Nicht immer ist die englische Ausdrucksweise so klar. Deshalb gilt: Fragen Sie immer bei den Stewardessen oder Stewards nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Zur Not lassen Sie sich den oder die „Purser“ geben. Das ist der Chef oder die Chefin der Kabinencrew. Sie müssen gutes Englisch sprechen können. Neben Englisch müssen Piloten auch Kenntnisse von Physik und Mathematik mitbringen sowie den Nachweis erbringen, dass sie Mehrfachbelastungenstandhalten können. Sie müssen also verschiedene Dinge gleichzeitig korrekt erledigen und in hektischen Situationen den Überblick behalten. Dafür gibt es einen so genannten DLR-Test, den alle Piloten, Copiloten und Fluglotsen mittlerweile absolvieren müssen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ihn speziell für den Nachweis von Mehrfachbelastungen entwickelt. Erst wer den erfolgreich bestanden hat, darf sich an die Ausbildung zum Piloten oder Fluglotsen heranwagen.
Intensivierte Sicherheitsmaßnahmen
Seit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York 2001 müssen zudem die Türen zum Cockpit verschlossensein, damit kein Kidnapper mehr eindringen und die Maschine kapern kann. Manche Fluggesellschaften wie amerikanische oder israelische haben zudem verdeckt so genannte Sky Marshalsan Bord, also ziviles Sicherheitspersonal.
Auf den Flughäfen selbst sind die Kontrollenerheblich verschärftworden, so dass Luftpiraterie nahezu ausgeschlossen ist. Neben Flüssigkeitendürfen Taschenmesser, Teppichmesser oder Nagelscheren nichtmehr im Handgepäckmitgeführt werden. Auch Streichhölzerund Feuerzeugesind verboten. Das Hauptgepäck wird vielfach durchleuchtet, bevor es in den Frachtraum kommt. Weder Schusswaffen, noch Munition, Spraydosen oder feuergefährliche Stoffe dürfen mitgeführt werden. Die Sicherheitsbedingungen an Bord haben sich dadurch erheblich verbessert, wenngleich diese Kontrollsituationen zeitraubend und manchmal lästig sind. Nicht jeder zeigt Verständnis, aber letztlich kommen sie der Sicherheit zugute.
Die Besatzung kann auch randalierenden Fluggästendie Rote Kartezeigen und sie der Maschine verweisen. Wenn jemand sich schon vor dem Flug so stark betrunkenhat, dass er ein erhöhtes Sicherheitsrisikowährend des gesamten Fluges für alle darstellt, wird er vorsichtshalber des Fliegers verwiesen. Selbst wenn die Besatzung feststellt, dass ein Passagier offensichtlich fluguntauglichist, etwa wenn er schon mit Atemproblemenan Bord kommt, wird sie ihn eher vom Flug ausschließen, als das Risiko einer Notlandung einzugehen. In solchen Fällen sorgt dann natürlich die Fluggesellschaft für Unterkunft und Untersuchung bis zum nächsten Weiterflug. Man will insgesamt den Flug so reibungslos wie möglich gestalten.
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