Stefan Zweig - Silberne Saiten

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"Was ins Weite einst geflogen,
Einzeln, ein verlorner Klang,
Ruht hier, Blatt an Blatt gebogen,
Träumerstunden stiller Sang. –
Nun geht's weithin auf die Reise.
Allen gibt es wohl nicht viel,
Aber mir erklingt d'raus leise
Meiner Jugend Sehnsuchtsweise
Und mein innres Glockenspiel . . ."
Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig ist vor allem für seine Romane und Novellen bekannt. In diesem frühem Gedichtband lernt der Leser eine neue Seite des bekannten Romanciers kennen.

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Was ins Weite einst geflogen,

Einzeln, ein verlorner Klang,

Ruht hier, Blatt an Blatt gebogen,

Träumerstunden stiller Sang. –

Nun geht's weithin auf die Reise.

Allen gibt es wohl nicht viel, Aber mir erklingt d'raus leise Meiner Jugend Sehnsuchtsweise Und mein innres Glockenspiel . . .

Das Lebenslied.

. . . Und jedes Lebensmal, das ich gefühlt,

Hat in mir dunkle Klänge aufgewühlt.

Und doch, das eine will mir nie gelingen,

Mein Schicksal in ein Lebenslied zu zwingen,

Was mir die Welt in Tag und Nacht gegeben,

In einen reinen Einklang zu verweben.

Ein irres Schiff, allein auf fremden Meer,

Schwankt meine Seele steuerlos einher

Und sucht und sucht und findet dennoch nie

Den eig'nen Wiederklang der Weltenharmonie.

Und langsam wird sie ihrer Irrfahrt müd.

Sie weiß: Nur einer ist's, der löst ihr Lied,

Der fügt die Trauer, Glück und jeden Drang

In einen tiefen, ewig gleichen Sang.

Nur durch den Tod , der jede Wunde stillt, wird meiner Seele Wunschgebet erfüllt.

Denn einst, wenn müd mein Lebensstern versinkt,

Mit matten Lichtern nur der Tag noch winkt,

Da werd' ich sein Erlösungswort verspüren,

Er wird mir segnend an die Seele rühren,

Und in mir atmet plötzlich heil'ge Ruh . . .

Mein Herz verstummt. . . Er lächelt mild mir zu . . .

Und hebt den Bogen . . . Und die Saiten zittern

Wie Erntepracht vor drohenden Gewittern,

Und beben, beugen sich – und singen schon

Den ersten, sehnsuchtsweichen Silberton.

Wie eine scheue Knospe, die erblüht,

Reift aus dem ersten Klang ein süßes Lied.

Da wird mein tiefstes Sehnen plötzlich Wort,

Mein Lebenslied ein einziger Accord,

Und Leid und Freude, Nacht und Sonnenglanz

Umfassen sich in reiner Consonanz.

Und in die Tiefen, die noch keiner fand,

Greift seine wunderstarke Meisterhand.

Und was nur dumpfer Wesenstrieb gewesen,

Weiß er zu lichter Klarheit zu erlösen.

Und wilder wird sein Lied . . . Wie heißes Blut

So rot und voll strömt seiner Töne Flut

Und braust dahin, wie schaumgekrönte Wellen,

die trotzig an der eig'nen Kraft zerschellen,

Ein toller Sang lustlechzender Mänaden

Ertost es laut in jauchzenden Kascaden.

Und wilder wird der Töne Bacchanal

Und wächst zur ungeahnten Sinnesqual

Und wird ein Schrei, der schrill zum Himmel gellt –

– Dann wirrt der wilde Strom und stirbt und fällt . . .

Ein Schluchzen noch, das müde sich entringt . . .

. . . Das Lied verstummt . . . Der matte Bogen sinkt . . .

Und meine Seele zittert von den Saiten

Zu sphärenklangdurchbebten Ewigkeiten . . .

Wie dunkle Kiefernforste . . .

Wie dunkle Kiefernforste sind oft meine Träume,

Wo sich die Stämme innig aneinanderdrängen.

Dort blaut kein heller Frühlingstag. Die Zweige hängen

In stiller Trauer, voll von wundersamen Klängen

Wie lang vergessne Harfen sind dort alle Bäume.

Doch manchmal zittert mild ein Mondesglanz hernieder

Herab aus silberweißen weiten Himmelsfernen

Und schluchzt und sehnt sich wieder auf zu seinen Sternen . . .

Dann horchen alle Bäume bebend hin und lernen

Von ihm die trauerdunklen, sehnsuchtsmüden Lieder.

Verflogene Sehnsucht.

Die Frühlingnacht naht lind und lau

Durch träumende Gelände.

Wie süßer Atem einer Frau

So lösungsmild, so zart, so lau

Sind ihre weichen Hände.

Die tragen Deine Sehnsucht fort,

Du fühlst sie Dir entschwinden . . .

Nun weißt Du nicht ihr Ziel und Wort,

Suchst Deine Sehnsucht fort und fort

Und kannst sie nimmer finden . . .

Der Dichter.

Ging einer in die helle Sommernacht.

Dem war schon längst die letzte Liebe tot;

Er klagte nicht. – Doch purpurn war entfacht

In seinem Herz der Wunden Narbenrot.

Im Auge flackerte ein fremder Glanz

Des tiefen Leides späte Schmerzenssaat . . .

So schritt er stumm dahin . . . Irrlichtertanz

War Führer ihm am blassen Dämmerpfad.

In reichem Frieden schimmerte das Land

Wie eine Brust, die selig atmend bebt . . .

Da fühlt er, wie der Stille weiche Hand

Um seine heißen Pulse kühlend schwebt.

Und schwellend flog aus tausend Kelchen her

Ein Blühen, das von weiten Fernen kam;

Wie dunkle Weine war der Duft so schwer,

Der mild sein großes Weh gefangen nahm.

Und traumgewandet zieht die Einsamkeit

Ans Mutterherz den müden Träumer hin,

Bis er vergessen Wirklichkeit und Leid

Im Banne ihrer Rätselmelodien.

Und Blütendolden stäubten in sein Haar . . .

Die Stimme aber sang und ruhte nicht,

Bis jeder Gramgedanke Traum nur war,

Und jeder Schmerz ein ewiges Gedicht . . .

Vertrauen.

Oh, einmal kommt das Glück, wann es auch sei!

Da hastet nicht der Tag an mir vorbei

Hinein in's weite wirre Weltgetriebe,

Da trag' auch ich im Haare Frührotschein,

Und Sonne wird um meine Jugend sein,

Dem Prunkpokale meiner großen Liebe.

Da prangt die Welt in Glanz und Feierkleid

Und meine Liebe wird mir tote Zeit

Und stumme Zukunft morgengoldig färben! –

Am Tag, da meines Lebens Liebe blüht Da ist des Leides letztes Scheit verglüht Da wird auch meine wilde Sehnsucht sterben . . .

Das Mädchen.

Heut kann ich keine Ruhe finden . . .

Das muß die Sommernacht wohl sein.

Durchs offne Fenster strömt der Linden

Verträumter Blütenduft herein.

Oh Du mein Herz, wenn er jetzt käme

– Die Mutter ging schon längst zur Ruh –

Und Dich in seine Arme nähme . . .

Du schwaches Herz, . . . was thätest Du? . . .

Mittagsträumerei.

Langsam schleicht die Stille in den Garten

Und verstohlen schließt der leise Wind

Einem mittagsmüden Kind

Ihre zarten

Träumeraugen, die voll Sehnsucht sind.

Über weiche weiße Blütenflocken

Strömt die Sonnenflut von Baum zu Baum

Und umblüht mit gold'nem Saum

Ihre Locken

Und gießt frohes Licht in ihren Traum . . .

Lied.

Rote Rosen in den Beeten

Sind von rohem Fuß zertreten

Und der Fuß gehörte mir.

Denn mich faßte ein Verlangen

Rote Lippen, weiche Wangen.

Und – schon sprang ich hin zu Dir.

Doch die Liebe kann nicht messen

Unbehutsam und vermessen

Kam ich in des Beet's Revier.

Rote Rosen in den Beeten

Sind von rohem Fuß zertreten

Doch da kannst nur Du dafür . . .

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