Alexander Jordis-Lohausen - Der Rote Kolibri

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"Der rote Kolibri" ist eine Seeräubergeschichte, die Leser jeden Alters interessieren kann.
Er erzählt vom Leben eines armen Fischerjungen, der durch die Willkür reicher Händler in Marseille zur Seeräuberei getrieben wird, um sich an den «Pfeffersäcken» zu rächen und auf seine Weise Gerechtigkeit walten zu lassen. Schillernde Gestalten wie der Capitán Diablo, der alte erfahrene Steuermann El Indio, des Jungen geistiger Mentor Bruder Salomon, sein Blutsbruder Nikolaus, der brutale Draufgänger Pulver-Max oder der afrikanische Königssohn Nabongo tragen, jeder auf seine Weise, zum Werdegang des Jungen bei. So steigt er vom schmächtigen Schiffsjungen der ersten Monate im Laufe der Jahre zu einem der erfolgreichsten Seeräuber auf.
Die Kaperfahrt im Mittelmeer, das malerische, aber gefährliche Seeräubernest Algier mit seinem berüchtigten Sklavenmarkt und die Flucht vor der Rache des Dey sind die ersten Stationen dieses Werdegangs. Es folgt die Jagd nach Gold und Reichtümern in Westindien, der Tod des Capitáns und die Aussetzung auf einer einsamen Vulkaninsel. Gerettet durch ein gestrandetes Sklavenschiff führt der gereifte junge Mann jetzt seine Schar in den Indischen Ozean und gründet auf Madagaskar seinen eigenen Freiheitsstaat. Durch geschickte Taktik gelingt es ihm, ein überaus wertvolles Edelsteinschiff aufzubringen, und wird damit auf einen Schlag überall berühmt. Wenn der rote Kolibri trotz aller Erfolge an seinem Streben nach Gerechtigkeit festhält, so lernt er erst durch die Liebe eines jungen Mädchens, dass Hass und Rache nicht die einzigen Triebfedern solchen Strebens zu sein brauchen.
Der Text ist mit zahlreichen Vignetten vom Autor illustriert.

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Verhandeln wollten sie dann mit dieser Horde, sie aufklären, dass ich immer ein Freund des Volkes gewesen sei. Aber die Schergen des Bürgers Fouché 1 wussten alles besser. Sie hätten Beweise, sagten sie. Und ich wohne ja schließlich in einem Schloss. So kam ich ins Gefängnis. Und dann vor das Revolutionstribunal.

Man sagt, du seiest selbst Revolutionär. Ist das richtig?“ fragten sie mich.

Ich habe mein Leben lang gegen Unfreiheit und Ungerechtigkeit gekämpft, auch gegen die, die im alten Königreich geherrscht hat. Denn dort stand nicht immer alles zum Besten. Wenn Ihr das Revolutionär nennt, dann bin ich wohl einer!“ erwiderte ich ihnen.

Und was hälst du dann von unserer glorreichen Revolution?“ wollten sie wissen.

Ich weiß nicht allzu viel darüber. Ich weiß nur, dass ihr mit einer neuen Brüderlichkeit das erneuern wollt, was alt und morsch geworden ist. Und das ist gut. Ich habe jahrelang in einer Bruderschaft gelebt und weiß wie fruchtbar sie sein kann, sofern alle guten Willens sind. Auch wollt ihr Freiheit für alle. Auch das ist gut, doch manchmal schwierig. Denn ist die Freiheit des einen nicht allzu oft die Unfreiheit des anderen? Und schließlich strebt ihr an, daß alle Menschen gleich werden. Ich habe lange nach Gleichheit gesucht, aber meist nur Neid, Gier und Hass gefunden. Ist Gleichheit nicht vielleicht doch nur eine schöne Utopie? Aber……“ und ich wollte ihnen sagen, dass trotz alle dem ihre Revolution vielleicht zu einem glücklicheren Leben für alle führe. Aber sie ließen mich nicht ausreden. Sie schrien wild durcheinander:

Hört ihr! Hört ihr! Gleichheit eine Utopie! Er verrät sich ja selbst! Wir wussten es ja von vorn herein! Du bist ein Volksfeind und du bist zum Tode verurteilt!“

Ich bin nun schon fast fünfundneunzig Jahre alt. Und ich bin dankbar für alles, was das Leben mir geschenkt hat. Auch glaube ich, dass ich die Aufgaben, die es mir gestellt hat, so gut ich es vermochte, erfüllt habe. Es war eine reiche Zeit.

So ist es auch nicht mehr wichtig, dass ich nun im Gefängnis sitze. Doch bin ich froh, dass meine liebe, kluge Maya schon lange nicht mehr am Leben ist und ihr dies Schicksal erspart geblieben ist. Für mich ist es nicht mehr wesentlich.

Wenn ich in der kurzen Zeit, die mir noch bleibt, nun versuche meine Lebensgeschichte zu

Papier zu bringen, so geschieht das nicht, um mich vor meinen Henkern zu rechtfertigen. Das brauche ich nicht. Nein, ich tue es in der Absicht, dass meine Söhne, die hoffentlich in Sicherheit sind, vielleicht einmal diese Zeilen lesen werden, wenn ich schon lange tot bin. Und vielleicht auch ihre Kinder und Kindeskinder. Denn ist nicht fast jeder versucht, weit zurückliegende Begebenheiten am Prüfstein der Gegenwart zu messen und zu vergessen, dass ja jede Zeit ihre eigene Gesinnung hat.

Kindheit Es sind Bilder des Lichts und der Geborgenheit Erinnerungen an - фото 3

Kindheit

Es sind Bilder des Lichts und der Geborgenheit Erinnerungen an eine - фото 4

Es sind Bilder des Lichts und der Geborgenheit, Erinnerungen an eine glückliche, unbeschwerte Kindheit. Heute kennt niemand mehr den Namen des Dorfes am Mittelmeer, in dem ich sie verlebte. Seine Häuser sind verlassen und verfallen. Nur Möwen nisten noch in den Ruinen. Und doch liegt es nur wenige Meilen von der großen Hafenstadt Marseille entfernt.

Man schrieb das Jahr 1704. In Versailles herrschte noch der alte König Ludwig XIV. Ich war gerade sechs Jahre alt geworden.

Unser Dorf lag wie Schutz suchend an hohe Felsen geschmiegt, die das Land wie eine Tausend-Klafter-Mauer gegen die Brandung aufgebaut hatte. An dieser Stelle ragte auch eine Felszunge schräg ins Meer hinaus und bildete einen natürlichen, kleinen Hafen, der Strand und Dorf und den Booten bei Unwetter Schutz gewährte. Etwa ein Dutzend kleiner Hütten standen dort, aus Stein fest gefügt und mit runden Ziegeln gedeckt. Ihre Türen und Fenster waren blau, grün, rot oder gelb angemalt und sahen fröhlich in die Welt hinaus. Wir gehörten, meine Eltern und ich, einer kleinen Gemeinschaft von Fischern an, in der jeder jedem half und aller Gewinn gleich und gerecht verteilt wurde. Das war meine Welt. Dort lebte ich glücklich von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. Ich kannte und brauchte keine andere. Und über die Zukunft machte ich mir keine Gedanken.

Ich erinnere mich noch lebhaft an jenen Tag, an dem sich alles änderte. Es war ein klarer, sonniger Spätsommermorgen. Doch lag etwas Bedrohliches in der Luft. Gelegentliche starke Böen kündigten an, dass wohl noch vor Ende des Tages ein Sturm zu erwarten sei. Fast alle Frauen und Kinder waren über den schmalen Pfad auf die Felszunge hinausgestiegen, von wo aus sie ihre Männer vom nächtlichen Fischfang zurückerwarteten.

Nur meine Mutter und ich waren zurückgeblieben, denn es war der Tag, an dem sie für die ganze Woche Brot buk. Mutter hatte schon frühmorgens den Teig in einer großen, irdenen Schüssel angerührt und geschlagen, nun stand er mit einem weißen Tuch bedeckt in der Sonne, um zu gehen. Meine Aufgabe war es, am Strand Treibholz zu sammeln, es klein zu machen und in der Feuerstelle aufzuschichten. Unseren einfachen Backofen hatte Vater erdacht, als er seinerzeit unser Häuschen mit Hilfe der anderen Fischer Stein auf Stein zusammenfügte. Die Feuerstelle war durch eine Öffnung in der Außenwand zugänglich und heizte von unten eine Ziegelplatte, über die sich wie eine kleine Kuppel der eigentliche Backofen wölbte, doch der öffnete sich zum Inneren des Hauses hin. So bleiben alle Asche und aller Rauch draußen, und nur der Duft des frisch gebackenen Brotes erfüllte die Stube. Mutter war sehr stolz auf Vaters Erfindung. Einige Fischer hatten sie bei sich sofort nachgeahmt, denn jeder buk sein eigenes Brot.

Um kostbares Holz zu sparen, musste der Ofen zu einer ganz bestimmten Zeit angezündet werden. Weder zu früh noch zu spät durfte er heiß werden. Ich saß also vor dem Feuerloch und wartete auf Mutters Zeichen. „Mach’ Feuer, Sebastian!“ rief sie mir aus dem Hause zu. Ernst, als sei ich der Dorf-Älteste bei einer wichtigen Zeremonie, entzündete ich das trockene Gras, das zu unterst lag. Bald loderte es im Feuerloch und schlug mir heiß entgegen. Jetzt hieß es, das Feuer bei gleichmäßiger Stärke zu unterhalten. Ein Stück Holz nach dem anderem verschwand im feurigen Schlund. Ich hatte meiner Mutter oft genug bei dieser Arbeit geholfen, um zu wissen, wie das Holz zu liegen hatte, um am stärksten zu brennen, wann mit dem ledernen Blasbalg nachzuhelfen, und wie sprühende Funken zu vermeiden seien. „Das ist kein Spiel, Sebastian, das ist Verantwortung!“ hatte Mutter mir immer wieder eingeschärft.

Dass ich dennoch das Gesicht und die Hände bald voller Ruß hatte, war nicht zu ändern und erstaunte niemanden. „Das hast du gut gemacht!“ sagte meine Mutter, als ich nach verrichteter Arbeit in die Stube kam. Ich liebte meine Mutter über alles und hielt sie für die schönste Frau, die es jemals gegeben hat. Sie hatte ein junges, fröhliches Gesicht, und ich glaube, ich hatte sie, trotz unseres harten Lebens, nie traurig gesehen. Ihr langes kastanienrotes Haar glänzte in der Sonne und ihre großen, grünen Augen lachten mich an.

Aber los jetzt! Ins Wasser mit dir! Du siehst ja aus wie ein Schornsteinfeger! Bleib nicht zu lange -- Vater und die anderen werden bald zurück sein.“

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