Johann Wolfgang von Goethe (hg. von Redaktion - Johann Wolfgang von Goethe - Faust I + II

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Johann Wolfgang von Goethe - Faust I + II: краткое содержание, описание и аннотация

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"Verweile doch, du bist so schön": Um diesen Satz geht es im so genannten Teufelspakt zwischen Faust und Mephistopheles. Sollte Mephisto es schaffen, Faust in einen Zustand zu versetzen, der ihn diese Worte ausrufen lässt, dann gehört Fausts Seele dem Teufel. Umrahmt wird diese Vereinbarung von einer Wette zwischen Gott und Mephisto. Durch diese Konstellation wird deutlich, dass Goethe «seinen» Faust über die Schilderung eines Einzelschicksals hinaus darstellt. Faust ist DER Mensch, der zwischen Gut und Böse pendelt, der zwischen Schuld und Unschuld schwankt und doch auf Vergebung hofft.
Goethes Faust ist als Band 4 der Reihe «Literaturklassiker» – herausgegeben von der Redaktion Müller – erschienen. Das Vorwort stammt vom Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Manfred Müller.
Die «Literaturklassiker» erscheinen in zunächst 10 Bänden als ebook und wollen ausgewählte Texte zeitgenössisch und aktuell präsentieren und so wichtige Bücher vor dem Vergessen retten oder wieder in den Fokus einer Leserschaft stellen.

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Und leider auch Theologie!

Durchaus studirt, mit heißem Bemühn.

Da steh’ ich nun, ich armer Thor!

Und bin so klug als wie zuvor;

360Heiße Magister, heiße Doctor gar,

Und ziehe schon an die zehen Jahr,

Herauf, herab und quer und krumm,

Meine Schüler an der Nase herum –

Und sehe, daß wir nichts wissen können!

365Das will mir schier das Herz verbrennen.

Zwar bin ich gescheidter als alle die Laffen,

Doctoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;

Mich plagen keine Scrupel noch Zweifel,

Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –

370Dafür ist mir auch alle Freud’ entrissen,

Bilde mir nicht ein was rechts zu wissen,

Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,

Die Menschen zu bessern und zu bekehren.

Auch hab’ ich weder Gut noch Geld,

375Noch Ehr’ und Herrlichkeit der Welt.

Es möchte kein Hund so länger leben!

Drum hab’ ich mich der Magie ergeben,

Ob mir durch Geistes Kraft und Mund

Nicht manch Geheimniß würde kund;

380Daß ich nicht mehr mit sauerm Schweiß,

Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;

Daß ich erkenne, was die Welt

Im Innersten zusammenhält,

Schau’ alle Wirkenskraf und Samen,

385Und thu’ nicht mehr in Worten kramen.

O sähst du, voller Mondenschein,

Zum letztenmal auf meine Pein,

Den ich so manche Mitternacht

An diesem Pult herangewacht:

390Dann über Büchern und Papier,

Trübsel’ger Freund, erschienst du mir!

Ach! könnt’ ich doch auf Berges-Höh’n,

In deinem lieben Lichte gehn,

Um Bergeshöle mit Geistern schweben,

395Auf Wiesen in deinem Dämmer weben,

Von allem Wissensqualm entladen,

In deinem Thau gesund mich baden!

Weh! steck’ ich in dem Kerker noch?

Verfluchtes, dumpfes Mauerloch!

400Wo selbst das liebe Himmelslicht

Trüb’ durch gemahlte Scheiben bricht.

Beschränkt mit diesem Bücherhauf,

Den Würme nagen, Staub bedeckt,

Den, bis an’s hohe Gewölb’ hinauf,

405Ein angeraucht Papier umsteckt;

Mit Gläsern, Büchsen rings umstellt,

Mit Instrumenten vollgepfropft,

Urväter Hausrath drein gestopft –

Das ist deine Welt! das heißt eine Welt!

410Und fragst du noch, warum dein Herz

Sich bang’ in deinem Busen klemmt?

Warum ein unerklärter Schmerz

Dir alle Lebensregung hemmt?

Statt der lebendigen Natur,

415Da Gott die Menschen schuf hinein,

Umgiebt in Rauch und Moder nur

Dich Thiergeripp’ und Todtenbein.

Flieh! auf! hinaus ins weite Land!

Und dieß geheimnißvolle Buch,

420Von Nostradamus eigner Hand,

Ist dir es nicht Geleit genug?

Erkennest dann der Sterne Lauf,

Und wenn Natur dich unterweist,

Dann geht die Seelenkraft dir auf,

425Wie spricht ein Geist zum andern Geist.

Umsonst, daß trocknes Sinnen hier

Die heil’gen Zeichen dir erklärt,

Ihr schwebt, ihr Geister, neben mir,

Antwortet mir, wenn ihr mich hört!

Er schlägt das Buch auf und erblickt das Zeichen des Makrokosmus.

430Ha! welche Wonne fließt in diesem Blick

Auf einmal mir durch alle meine Sinnen!

Ich fühle junges, heil’ges Lebensglück

Neuglühend mir durch Nerv’ und Adern rinnen.

War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb?

435Die mir das innre Toben stillen,

Das arme Herz mit Freude füllen,

Und mit geheimnißvollem Trieb,

Die Kräfte der Natur rings um mich her enthüllen.

Bin ich ein Gott? Mir wird so licht!

440Ich schau’ in diesen reinen Zügen

Die wirkende Natur vor meiner Seele liegen.

Jetzt erst erkenn’ ich was der Weise spricht:

„Die Geisterwelt ist nicht verschlossen;

Dein Sinn ist zu, dein Herz ist todt!

445Auf bade, Schüler, unverdrossen,

Die ird’sche Brust im Morgenroth!“

Er beschaut das Zeichen.

Wie alles sich zum Ganzen webt,

Eins in dem andern wirkt und lebt!

Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen

450Und sich die goldnen Eimer reichen!

Mit segenduftenden Schwingen

Vom Himmel durch die Erde dringen,

Harmonisch all’ das All durchklingen!

Welch Schauspiel! aber ach! ein Schauspiel nur!

455Wo faß’ ich dich, unendliche Natur?

Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,

An denen Himmel und Erde hängt,

Dahin die welke Brust sich drängt –

Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht’ ich so vergebens?

Er schlägt unwillig das Buch um, und erblickt das Zeichen des Erdgeistes.

460Wie anders wirkt dieß Zeichen auf mich ein!

Du, Geist der Erde, bist mir näher;

Schon fühl’ ich meine Kräfte höher,

Schon glüh’ ich wie von neuem Wein,

Ich fühle Muth, mich in die Welt zu wagen,

465Der Erde Weh, der Erde Glück zu tragen,

Mit Stürmen mich herumzuschlagen,

Und in des Schiffbruchs Knirschen nicht zu zagen,

Es wölkt sich über mir –

Der Mond verbirgt sein Licht –

470Die Lampe schwindet!

Es dampft! – Es zucken rothe Strahlen

Mir um das Haupt – Es weht

Ein Schauer vom Gewölb’ herab

Und faßt mich an!

475Ich fühl’s, du schwebst um mich, erflehter Geist.

Enthülle dich!

Ha! wie’s in meinem Herzen reißt!

Zu neuen Gefühlen

All’ meine Sinnen sich erwühlen!

480Ich fühle ganz mein Herz dir hingegeben!

Du mußt! du mußt! und kostet’ es mein Leben!

Er faßt das Buch und spricht das Zeichen des Geistes geheimnißvoll aus.

Es zuckt eine röthliche Flamme, der Geist erscheint in der Flamme.

Geist.

Wer ruft mir?

Faust abgewendet.

Schreckliches Gesicht!

Geist.

Du hast mich mächtig angezogen,

An meiner Sphäre lang’ gesogen,

485Und nun –

Faust.

Weh! ich ertrag’ dich nicht!

Geist.

Du flehst erathmend mich zu schauen,

Meine Stimme zu hören, mein Antlitz zu sehn,

Mich neigt dein mächtig Seelenflehn,

Da bin ich! – Welch erbärmlich Grauen

490Faßt Uebermenschen dich! Wo ist der Seele Ruf?

Wo ist die Brust? die eine Welt in sich erschuf,

Und trug und hegte; die mit Freudebeben

Erschwoll, sich uns, den Geistern, gleich zu heben.

Wo bist du, Faust? deß Stimme mir erklang,

495Der sich an mich mit allen Kräften drang?

Bist Du es? der, von meinem Hauch umwittert,

In allen Lebenstiefen zittert,

Ein furchtsam weggekrümmter Wurm!

Faust.

Soll ich dir, Flammenbildung, weichen?

500Ich bin’s, bin Faust, bin deines gleichen!

Geist.

In Lebensfluthen, im Thatensturm

Wall’ ich auf und ab,

Webe hin und her!

Geburt und Grab,

505Ein ewiges Meer,

Ein wechselnd Weben,

Ein glühend Leben,

So schaff’ ich am sausenden Webstuhl der Zeit,

Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

Faust.

510Der du die weite Welt umschweifst,

Geschäftiger Geist, wie nah fühl’ ich mich dir!

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