Fjodor Dostojewski - Der Idiot

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Der Idiot gehört zu den bekanntesten Romanen Fjodor Dostojewskis. Die Geschichte des Fürsten Myschkin, der für ungefähr ein halbes Jahr sein Schweizer Refugium verlässt und in die Petersburger Gesellschaft gerät, zählt zu den Werken der Weltliteratur. In seiner naiven, unkonventionellen Art erblickt der Protagonist die Menschen in ihren persönlichen und sozialen Spannungen und Widersprüchen und ihrem daraus resultierenden Leid. Er scheitert in seinen Bemühungen, ihnen zu helfen, und versinkt wieder in seinen Krankheitszustand der geistigen Isolation.

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»Das ist es ja eben, daß sie das nicht getan hat.«

»Aber wie können Sie dann zu ihr hingehen?« rief Kolja erstaunt und blieb sogar mitten auf dem Trottoir stehen. »Und ... und in diesem Anzug? Es ist doch da heute eine Abendgesellschaft nur für geladene Gäste!«

»Ich weiß auch tatsächlich nicht, wie ich Einlaß finden werde. Empfängt sie mich, gut; wenn nicht, nun, so ist die Sache eben mißglückt. Und was den Anzug angeht, was ist da zu machen?«

»Führt Sie denn eine besondere Angelegenheit dorthin? Oder gehen Sie nur hin, pour passer le temps in ›feiner Gesellschaft‹?«

»Nein, ich habe eigentlich ... das heißt, ich habe allerdings eine besondere Angelegenheit ... es ist schwer, das auszudrücken, aber ...«

»Nun, von welcher Art Ihre Angelegenheit genauer ist, das ist ja nur Ihre Sache; mir ist die Hauptsache, daß Sie sich da heute abend nicht einfach in die entzückende Gesellschaft von Kameliendamen, Generälen und Halsabschneidern eindrängen wollen. Wenn das Ihre Absicht wäre, dann würde ich (verzeihen Sie, Fürst!) Sie auslachen und verachten. Hier gibt es sehr wenige ehrenhafte Leute, und man kann eigentlich niemanden so recht von Herzen hochachten. Unwillkürlich gewöhnt man sich da, von oben auf sie herabzublicken, und dabei wollen sie doch alle respektiert sein; Warja in erster Linie. Und haben Sie wohl bemerkt, Fürst: in unserem Zeitalter sind alle Menschen Abenteurer! Ganz besonders bei uns in Rußland, in unserm lieben Vaterland. Und wie sich das alles so herausgebildet hat, das ist mir unbegreiflich. Alles schien so fest und solide zu sein; und jetzt? Da reden und schreiben nun die Leute überall. Sie decken Übelstände auf. Alle Leute sind bei uns damit beschäftigt, Übelstände aufzudecken. Die Eltern sind die ersten, die den Rückzug antreten und sich ihrer früheren moralischen Grundsätze schämen. In Moskau hat ein Vater seinem Sohn als Lebensregel aufgestellt, vor nichts zurückzuschrecken, wenn es sich darum handelt, Geld zu verdienen; die Sache ist bekanntlich in der Presse besprochen worden. Sehen Sie meinen Vater, den General, an! Was ist aus ihm geworden? Übrigens, wissen Sie was? Mir scheint, daß er ein ehrenhafter Mann ist; wahrhaftig, das glaube ich! Es liegt bei ihm nur an einer gewissen Lässigkeit und am Trinken. Wahrhaftig, so ist es! Er tut mir sogar leid; nur fürchte ich mich, das auszusprechen, weil mich sonst alle auslachen; aber wahrhaftig, er tut mir leid. Und was ist an ihnen, den Klugen, dran? Sie sind sämtlich Wucherer, alle ohne Ausnahme! Ippolit verteidigt den Wucher; er sagt, der sei eine Notwendigkeit, eine wirtschaftliche Erschütterung, eine Art Ebbe und Flut, hol's der Henker! Mir mißfällt das sehr an ihm; aber er verbleibt erbittert bei seiner Meinung. Denken Sie nur: seine Mutter, die Frau Hauptmann, bekommt Geld von meinem Vater und leiht es ihm dann wieder zu hohen Prozenten; ein ganz schändliches Benehmen! Und wissen Sie, daß die Mama, das heißt meine Mama, Nina Alexandrowna, Ippolit mit Geld, Kleidungsstücken, Wäsche und allem möglichen unterstützt und durch ihn zum Teil sogar auch die andern Kinder, weil die von ihrer Mutter vollständig vernachlässigt werden? Und Warja tut dasselbe.«

»Nun, sehen Sie wohl! Sie sagten, es gebe keine ehrenhaften, sittlich starken Menschen, und alle seien Wucherer; da haben Sie ja nun gleich ein paar sittlich starke Menschen: Ihre Mutter und Warja. Hier zu helfen, unter solchen Umständen zu helfen, ist das etwa nicht ein Zeichen sittlicher Kraft?«

»Warja tut es aus Ehrgeiz, aus Prahlsucht, um nicht hinter der Mutter zurückzubleiben; na, aber Mama, die tut es wirklich ... ich empfinde gegen sie Hochachtung. Ja, ich billige und achte eine solche Handlungsweise. Sogar Ippolit hat ein Gefühl dafür; aber er ist fast ganz verbittert. Zuerst wollte er sich darüber lustig machen und nannte es von Mamas Seite eine Gemeinheit; aber jetzt urteilt er manchmal doch anders darüber. Hm! Also Sie nennen das sittliche Kraft? Das will ich mir merken. Ganja weiß nichts davon; sonst würde er es Selbstverweichlichung nennen.«

»Ganja weiß nichts davon? Es scheint, daß Ganja auch sonst sehr vieles nicht weiß«, entfuhr es unwillkürlich dem Fürsten, der sehr nachdenklich geworden war.

»Und wissen Sie, Fürst: Sie gefallen mir sehr. Ihr Verhalten vorhin Ganja gegenüber kommt mir gar nicht aus dem Sinn.«

»Auch Sie gefallen mir sehr, Kolja.«

»Hören Sie mal, wie beabsichtigen Sie sich Ihr Leben hier einzurichten? Ich werde mir bald eine Beschäftigung verschaffen und etwas verdienen; dann könnten ja wir drei, ich, Sie und Ippolit, uns eine gemeinsame Wohnung mieten und zusammen leben; und meinen Vater würden wir dann zu uns nehmen.«

»Mit dem größten Vergnügen. Aber darüber können wir erst später reden. Ich bin jetzt sehr ... sehr zerstreut. Wie? Sind wir schon da? In diesem Haus ...? Das ist ja ein großartiges Portal! Und ein Portier! Nun, Kolja, ich weiß nicht, was daraus werden wird.«

Der Fürst stand ganz fassungslos da.

»Morgen werden Sie mir alles erzählen! Seien Sie nur nicht zu schüchtern! Ich wünsche Ihnen von Herzen guten Erfolg; denn ich bin in allen Dingen derselben Ansicht wie Sie. Leben Sie wohl! Ich gehe wieder zu der Hauptmannsfamilie zurück und werde es Ippolit erzählen. Daß sie Sie empfangen wird, daran ist gar nicht zu zweifeln; da brauchen Sie keine Besorgnisse zu haben. Sie ist eine höchst eigenartige Frau. Diese Treppe hier hinauf, in der ersten Etage. Der Portier wird Ihnen schon Bescheid sagen.«

XIII

Der Fürst befand sich, als er die Treppe hinaufstieg, doch in großer Unruhe und suchte sich mit aller Kraft Mut zu machen. »Das Schlimmste«, dachte er, »kann doch nur sein, daß sie mich nicht empfängt und irgend etwas Schlechtes von mir denkt, oder auch vielleicht, daß sie mich empfängt und mir ins Gesicht lacht ... Ach was! Daraus will ich mir nichts machen!« Und in der Tat ängstigte ihn dies nicht so besonders; aber die Frage, warum er eigentlich dorthin gehe und was er dort machen wolle, auf diese Frage fand er schlechterdings keine befriedigende Antwort. Selbst wenn es ihm irgendwie gelänge, eine günstige Gelegenheit abzupassen und zu Nastasja Filippowna zu sagen: »Heiraten Sie diesen Menschen nicht und richten Sie sich nicht zugrunde; er liebt Sie nicht; er liebt nur Ihr Geld; das hat er selbst zu mir gesagt, und auch Aglaja Jepantschina hat es zu mir gesagt, und ich bin hergekommen, um Sie davon in Kenntnis zu setzen«, so würde, sagte er sich, auch das nicht in jeder Beziehung korrekt sein. Und noch eine andere ungelöste Frage trat ihm vor die Seele, eine so wichtige Frage, daß der Fürst sich sogar fürchtete, an sie auch nur zu denken, gar nicht wagte, sie als zulässig zu betrachten und zu formulieren, sondern bei dem bloßen Gedan ken an sie errötete und zu zittern begann. Aber das Ende war doch, daß er trotz all dieser Befürchtungen und Zweifel eintrat und nach Nastasja Filippowna fragte.

Nastasja Filippowna hatte eine nicht sehr große, aber wirklich prachtvoll ausgestattete Wohnung inne. In den fünf Jahren ihres Petersburger Aufenthalts hatte es eine Zeit gegeben (das war gleich am Anfang gewesen), wo Afanasi Iwanowitsch ganz besonders viel Geld für sie aufwandte; er rechnete damals noch auf ihre Liebe und hoffte, sie namentlich durch Komfort und Luxus zu betören; denn er wußte, wie leicht man sich an den Luxus gewöhnt, und wie schwer es einem nachher fällt, auf ihn zu verzichten, wenn er allmählich zum notwendigen Bedürfnis geworden ist. In dieser Hinsicht blieb Tozki den alten, guten Traditionen treu und änderte nichts an ihnen, da er die unüberwindliche Macht der sinnlichen Eindrücke außerordentlich hoch anschlug. Nastasja Filippowna verhielt sich gegen den Luxus nicht ablehnend, sie liebte ihn sogar; aber (und dies erschien sehr merkwürdig) sie ließ sich von ihm nicht unterjochen, sondern machte den Eindruck, als könne sie ihn auch jeden Augenblick entbehren; sie sprach das sogar mehrmals absichtlich aus, wovon Tozki sich unangenehm berührt fühlte. Übrigens hatte Nastasja Filippowna gar manches an sich, wovon Afanasi Iwanowitsch nicht sonderlich erbaut war, ein Gefühl, das sich in der Folgezeit sogar bis zur Verachtung steigerte. Ganz abgesehen davon, daß sie manchmal, und offenbar aus persönlicher Neigung, Leute an sich heranzog, die das Gegenteil von elegant waren, traten bei ihr auch noch einige andere ganz seltsame Neigungen hervor: Es zeigte sich eine barbarische Vermischung zweier verschiedener Geschmacksrichtungen, ferner eine Fähigkeit, auf gewisse Genüsse zu verzichten und sich statt dessen mit andern zu begnügen, die ein anständiger, feingebildeter Mensch als gar nicht vorhanden betrachtet. In der Tat, hätte (um ein Beispiel anzuführen) Nastasja Filippowna irgendeine liebenswürdige, vornehme Unwissenheit bekundet, etwa eine Unkenntnis der Tatsache, daß Bäuerinnen nicht weißen Batist tragen können, wie sie ihn trug, so wäre Afanasi Iwanowitsch damit wohl ganz zufrieden gewesen. Auf solche Resultate zielte ursprünglich nach Tozkis Programm, der auf diesem Gebiet ein großer Sachverständiger war, Nastasja Filippownas ganze Erziehung ab; aber leider kamen statt dessen ganz sonderbare Resultate zutage. Trotzdem jedoch lagen in Nastasja Filippownas Wesen noch manche Eigenschaften, die mitunter sogar Afanasi Iwanowitsch selbst durch ihre ungewöhnliche, reizvolle Originalität und ihre urwüchsige Kraft anzogen und ihn bisweilen auch jetzt noch entzückten, wo schon all seine früheren Spekulationen auf Nastasja Filippowna zusammengestürzt waren.

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