Émile Zola - Nana

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Erotische Bibliothek Band 19: Nana von Émile Zola
Sammlung klassischer erotischer Werke der Weltliteratur
Die intrigante und triebhafte Prostituierte Nana erobert mit List und Charme die feine Gesellschaft, deren Dekadenz, Hemmungslosigkeit und Verderbtheit der Nanas in nichts nachsteht. Zola schildert wortgewandt, wie die talentlose ehemalige Straßendirne mittels ihrer körperlichen Vorzüge zu gesellschaftlichem Ansehen gelangt, zugleich jedoch auch an ihrem Leichtsinn zugrunde geht.

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Der Bankier Steiner, der seit kurzer Zeit durch Léonide de Chezelles, die ganz Paris kannte, bei der Familie Muffat eingeführt war, plauderte auf einem zwischen zwei Fenstern stehenden Kanapee; er fragte einen Abgeordneten aus, dem er geschickt Neuigkeiten zu entlocken suchte, die auf eine von ihm vermutete Bewegung an der Börse Bezug hatten, während der Graf Muffat, der vor ihnen stand, schweigend, mit noch strengerem Gesicht, als er es gewöhnlich zeigte, dem Gespräch zuhörte. Vier bis fünf junge Leute bildeten eine zweite Gruppe neben der Tür, wo sie den Grafen Xavier von Vandeuvres umstanden, der ihnen mit halblauter Stimme eine zweifellos sehr schlüpfrige Geschichte erzählte, denn sie erstickten fast vor Lachen. Mitten in dem Gemach, ganz allein für sich, schwerfällig in einen Fauteuil gestreckt, schlief ein dicker, robuster Herr, der im Ministerium des Innern als Bürochef angestellt war, mit offenen Augen. Aber einer der jungen Leute mochte Vandeuvres' Geschichte nicht recht glauben, vorauf dieser laut ausrief:

»Sie sind zuviel Skeptiker, Foucarmont; Sie verderben ja allen den Spaß!«

Lachend trat er zu den Damen zurück. Der letzte Sproß eines angesehenen Geschlechtes, weibisch, aber geistreich, brachte er sein Vermögen durch allerlei noble Passionen, denen er leidenschaftlich nachhing, durch. Sein Pferdestall, einer der berühmtesten von ganz Paris, kostete ein rasendes Geld; seine Verluste im »Cercle Imperial« erreichten in jedem Monat eine beängstigend hohe Summe; seine Maitressen verschlangen jahraus, jahrein, mochten die Erträgnisse seiner Besitzungen gut oder schlecht sein, mindestens eines seiner Pachtgüter und ein paar Morgen Land oder Feld dazu und rissen alljährlich einen Fetzen mehr von seinen ungeheuren Besitzungen in der Pikardie ab.

»Ich rate Ihnen, nicht die anderen für Skeptiker anzusehen, Sie, der Sie an nichts glauben«, sagte Léonide, indem sie ihm ein Plätzchen an ihrer Seite einräumte. »Kein anderer verdirbt Ihnen Ihr Vergnügen, nur Sie selbst tun es.«

»Ganz recht«, antwortete er. »Ich will indes den anderen die Möglichkeit geben, aus meiner Erfahrung Nutzen zu ziehen.« Man nötigte ihn jedoch zu schweigen, denn Herr Venot nehme Anstoß an seinen Worten. Die Damen rückten zur Seite, und plötzlich erblickte man, tief in einen Sessel gelehnt, einen kleinen Herrn von ungefähr sechzig Jahren mit feinem Lächeln, bei dem er seine häßlichen Zähne zeigte; er hatte sich ungeniert ausgestreckt, als ob er zu Hause wäre, hörte auf jedermanns Worte, sprach aber selbst nie eine Silbe. Mit einer Handbewegung gab er zu verstehen, daß ihm die letzten Worte der Unterhaltung mit den Damen Ärgernis bereitet hätten. Vandeuvres hatte seine vornehme Haltung wieder angenommen und setzte in gewichtigem Tone hinzu:

»Herr Venot weiß recht gut, daß ich das glaube, was man glauben muß.«

Es war eine Art Glaubensäußerung, über die selbst Léonide sich befriedigt zeigte.

Als die Diskussion gerade auf ihrem Höhepunkt angelangt war, öffnete sich die Tür und Hector de la Faloise erschien im Zimmer. Fauchery, der ihm folgte, näherte sich der Gräfin und sagte, sich verneigend: »Madame, ich habe mich Ihrer schätzenswerten Einladung erinnert ...«

Sie lächelte und sprach ein paar liebenswürdige Worte. Der Journalist blieb, nachdem er den Grafen begrüßt hatte, einen Moment stehen, als ob er nicht in diesen Salon gehöre, wo er nur den Bankier Steiner kannte. Vandeuvres, der sich umgedreht hatte, kam ihm entgegen und reichte ihm die Hand. Fauchery, der einerseits über diese Begegnung erfreut war, andererseits von einem Bedürfnis nach Aussprache gedrängt wurde, nahm Vandeuvres sogleich in Beschlag und fragte ihn mit leiser Stimme:

»Sie sind also morgen dabei?«

»Ei, das will ich meinen!«

»Um Mitternacht bei ihr.«

»Ich weiß, ich weiß ... Ich komme mit Blanche.«

Er wollte entschlüpfen, um wieder zu den Damen zu treten, aber Fauchery hielt ihn zurück.

»Nie im Leben würden Sie es erraten, mit welcher Einladung man mich betraut hat.«

Mit einem leichten Kopfnicken wies er auf den Grafen Muffat, der in diesem Augenblick einen Posten des Staatsbudgets mit dem Deputierten und Steiner diskutierte.

»Nicht möglich!« sagte Vandeuvres, verdutzt und heiter gestimmt zugleich.

»Mein Wort darauf! Ich habe eidlich versprechen müssen, ihn zu ihr zu führen. Ich komme eigentlich zum Teil aus diesem Grunde her.«

Sie lachten beide still vor sich hin.

Unterdessen schaute Faloise, der ein paar rasche, halblaut gewechselte Worte aufgefangen hatte, in Erwartung einer Erklärung auf seinen Vetter Fauchery, der sich indessen nicht dazu bequemte. Von wem sprach man denn? Was hatte man denn morgen um Mitternacht vor? Er ließ seinen Vetter nicht mehr aus den Augen. Dieser suchte soeben nach einem Platz. Die Gräfin Sabine fesselte sein Interesse vor allem. Man hatte ihren Namen oft in seiner Gegenwart ausgesprochen; er wußte, daß sie, seit ihrem siebzehnten Jahr verheiratet, jetzt ungefähr vierunddreißig Jahre zählen mußte und daß sie seit ihrer Verheiratung zwischen Mann und Schwiegermutter ein klösterliches Leben geführt hatte. In den Augen der Welt galt sie den einen als eine fromme, gottergebene Frau, die anderen beklagten sie und erinnerten sich, wie fröhlich und heiter sie gelacht und wie feurig ihre Augen geblitzt hatten, bevor sie in der Tiefe dieses alten Hauses eingeschlossen worden war. Fauchery blickte sie prüfend an und überlegte. Einer seiner Freunde, der vor kurzem als Kapitän in Mexiko gefallen war, hatte ihm am Tage seiner Abreise abends beim Aufstehen vom Abschiedsmahl eine jener rücksichtslosen Mitteilungen gemacht, die sich auch die taktvollsten Männer manchmal entschlüpfen lassen. Aber seine Erinnerungen waren undeutlich; am Abend hatte man gut diniert, und Zweifel überkamen ihn, wenn er die Gräfin inmitten dieses altehrwürdigen Saales, in ihrem ernsten schwarzen Kleide, mit ihrem ruhigen Lächeln sitzen sah. Eine hinter ihr stehende Lampe hob das feine Profil ihres runden und vollen brünetten Gesichts hervor, in dem einzig der etwas üppige Mund eine gewisse überwiegende Sinnlichkeit zeigte.

»Sag mal, hat denn die Gräfin keinen Liebhaber?« fragte plötzlich Fauchery seinen Vetter Faloise.

»Ach nicht doch, mein Lieber, nicht doch!« erwiderte dieser, sichtlich verwirrt durch diese unerwartete Frage. »Wo glaubst du dich denn eigentlich zu befinden?«

Dann wurde er plötzlich inne, daß sein Unwille über die Frage nicht von Lebensart zeuge, und sich auf den Sitz eines Kanapees streckend, fügte er hinzu:

»Den Teufel auch, ich will nicht gerade nein sagen, aber ich habe noch nichts davon gehört ... Es ist ein kleines Herrchen hier, der Foucarmont, mit dem Vandeuvres vorhin sprach: den findet man in jedem Winkel. Übrigens hat man ja noch weit unwahrscheinlichere Dinge erlebt. Was mich betrifft, so scher' ich mich wenig darum ... Gewiß ist nur, daß die Gräfin, wenn sie sich darin gefällt, auf Abwegen zu wandeln, es sehr schlau anfangen muß, denn man hört niemanden davon klatschen.«

Dann meinte er, ohne daß Fauchery sich die Mühe nahm, ihn zu fragen, daß er manches über die Familie Muffat wisse. Während die Damen vor dem Kamin ihr Geplauder fortsetzten, steckten Fauchery und Faloise die Köpfe zusammen und sprachen mit leiser Stimme; man hätte glauben mögen, wenn man sie in ihren weißen Handschuhen und weißen Krawatten sitzen sah, daß sie in gewählten Phrasen über irgendein ernstes Thema sprächen. Also die Mutter des Grafen, erzählte Faloise, sei eine unausstehliche alte Person gewesen, die in einem fort bei den Pfaffen gelegen habe, übrigens von stolzem, hochfahrendem Wesen, eine starre Vertreterin des Autoritätsprinzips, vor der sich alles beugen mußte. Muffat selbst sei der nachgeborene Sohn eines durch Napoleon I. zum Grafen ernannten Generals. Auch ihm fehle der leichte Sinn, aber man halte ihn allgemein für einen ehrenhaften Mann und geraden Charakter. Von seiner Stellung bei Hofe, von seinen Würden und Tugenden habe er übrigens eine so hohe Meinung, daß er den Kopf wie eine Monstranz zu tragen pflege. Seine Mutter hatte seine Erziehung geleitet: tagtäglich hatte er zur Beichte gehen müssen, nie hat er sich austummeln dürfen, kurz und gut, seine Jugend in keiner Weise genossen. Schließlich, um ihn ganz getreu zu schildern, flüsterte Faloise seinem Vetter ein Wort ins Ohr.

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