Émile Zola - Nana

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Erotische Bibliothek Band 19: Nana von Émile Zola
Sammlung klassischer erotischer Werke der Weltliteratur
Die intrigante und triebhafte Prostituierte Nana erobert mit List und Charme die feine Gesellschaft, deren Dekadenz, Hemmungslosigkeit und Verderbtheit der Nanas in nichts nachsteht. Zola schildert wortgewandt, wie die talentlose ehemalige Straßendirne mittels ihrer körperlichen Vorzüge zu gesellschaftlichem Ansehen gelangt, zugleich jedoch auch an ihrem Leichtsinn zugrunde geht.

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»Wirf sie samt und sonders hinaus! Ich will mit der Maloir jetzt eine Partie Bésigue spielen. Das ist mir zehnmal lieber.«

Das Erklingen der elektrischen Glocke schnitt ihr das Wort ab. Das fehlte noch. Nun noch ein solcher langweiliger Michel mehr! Sie verbot Zoé, zu öffnen. Diese aber, ohne auf ihre Herrin zu hören, war längst aus der Küche gehuscht. Als sie wiederkam, sagte sie in ihrer bestimmten Art, indem sie zwei Karten auf den Tisch legte:

»Ich habe geantwortet, daß Madame heute empfängt. Die Herren warten im Salon.«

Nana war wütend aufgesprungen. Aber die Namen des Marquis de Chouard und des Grafen Muffat de Beuville, die sie auf den Visitenkarten las, stimmten sie ruhig. Einen Augenblick blieb sie schweigend stehen.

»Was sind denn das für Käuze?« fragte sie dann. »Kennst du sie?«

»Ich kenne den alten Herrn«, versetzte Zoé, indem sie auf eine diskrete Art den Mund verzog. Und als sie den fragenden Blick ihrer Herrin noch immer auf sich gerichtet sah, setzte sie hinzu:

»Ich habe ihn schon irgendwo einmal gesehen.«

Dieses Wort schien das junge Frauenzimmer zu bestimmen; sie verließ ungern die Küche, diesen lauwarmen Winkel, in welchem man in dem Duft des auf dem halbausgebrannten Feuer warmstehenden Kaffees behaglich plaudern konnte. Hinter ihrem Rücken setzte sich die Maloir zurecht und legte nun die Karten; sie hatte den Hut noch immer nicht abgenommen, nur, um es sich ein bißchen bequemer zu machen, die Bänder gelöst und sie auf die Schultern zurückgeschlagen.

In dem Ankleidezimmer, wo Zoé ihrer Herrin eifrig in ein Hauskleid half, rächte sich Nana für die Widerwärtigkeiten, die man ihr bereitete, dadurch, daß sie die Männerwelt mit den verschiedensten Schimpfworten belegte. Die groben Ausdrücke bekümmerten die Zofe; sie wagte sogar die Bitte an ihre Herrin, daß sie sich doch beruhigen möge.

»Ach was, Quark!« gab Nana zur Antwort. »Da braucht's kein Blatt vor den Mund! Die Patrone wollen es nicht besser!« Bei diesen Worten nahm sie die stolze Haltung einer Fürstin an. Zoé hatte sie in dem Augenblick, als sie sich nach dem Saal begeben wollte, zurückgehalten und führte jetzt den Marquis de Chouard und den Grafen Muffat in das Ankleidezimmer. Das sei weit besser, meinte sie.

»Meine Herren«, empfing hier das junge Weib die beiden mit ausgesuchter Höflichkeit, »ich bedaure unendlich, daß ich Sie habe warten lassen.«

Die Herren verbeugten sich und nahmen Platz. Ein gestickter Tüllvorhang ließ ein mattes Halblicht in das Kabinett treten. Es war das eleganteste Zimmer der Wohnung mit hellen Vorhängen, einer großen Marmortoilette, einem mit buntem Holz eingelegten drehbaren Stehspiegel, einer Chaiselongue und blauatlassenen Fauteuils. Auf der Ankleidetoilette standen Buketts, Rosen, Holunder, Hyazinthen, die einen durchdringenden Duft verbreiteten, während die schale, muffige Luft, die aus Waschbecken und Eimer aufstieg, zuweilen von einem schärferen Geruch durchzogen wurde, der von ein paar Körnchen trockenen, auf dem Boden einer Schale kleingestoßenen Patschulis herrührte. Nana, die zusammengekauert dasaß und ihren lose zugeknöpften Hausrock enger um die Taille zog, sah ganz so aus, als ob sie bei der Toilette überrascht worden wäre.

»Madame«, begann der Graf Muffat, »wir bitten Sie um Entschuldigung, daß wir darauf bestanden haben, von Ihnen empfangen zu werden ... Wir kommen mit einem Ansuchen ... Der Herr Marquis und ich sind Mitglieder des Wohltätigkeitsausschusses des Arrondissements.«

Der Marquis de Chouard beeilte sich, mit einer galanten Gebärde hinzuzufügen:

»Da wir in Erfahrung gebracht haben, daß eine große Künstlerin in diesem Hause wohnt, haben wir uns erlaubt, ihr unsere Armen ganz besonders ans Herz zu legen ... Talent ist ja ohne Mitgefühl nicht denkbar.«

Nana spielte die Bescheidene. Sie antwortete mit leichtem Kopfnicken, während sie rasch dabei überlegte. Der Alte mußte es sein, der den anderen hergeführt hatte; der Ausdruck seiner Augen war zu durchtrieben. Indessen durfte man auch dem andern nicht trauen, dessen Schläfen sich eigentümlich dehnten.

»Ganz gewiß, meine Herren«, versetzte sie voll Anmut, »Sie haben recht getan, sich heraufzubemühen.«

Aber die elektrische Glocke ließ sich vernehmen. Noch ein Besuch mehr, und diese abscheuliche Zoé, die immerfort öffnete! Sie fuhr fort: »Man fühlt sich ja überglücklich, geben zu können.«

Im Grunde ihres Herzens fühlte sie sich auch wirklich geschmeichelt.

»Ach, Madame«, erwiderte der Marquis, »wenn Sie all das Elend kennen würden! Unser Bezirk zählt mehr als dreitausend Arme und ist noch einer der reichsten. Sie können sich einen solchen Jammer gar nicht vorstellen: Kinder, die kein Brot haben, kranke, jeder Hilfe beraubte, halb erfrierende Frauen ...«

»Die armen Menschen!« rief Nana gerührt aus.

Ihr Mitleid war so lebhaft, daß Tränen ihre schönen Augen füllten. Mit einer leichten Bewegung hatte sie, aus ihrer wohlüberlegten Rolle fallend, sich vorgebeugt: das offenstehende Gewand ließ ihre Brust sehen, während ihre Knie unter dem dünnen Stoff die Rundung des Beines ahnen ließen. Ein schwacher Blutstrom schoß in die erdfahlen Wangen des Marquis; der Graf Muffat, der gerade hatte sprechen wollen, senkte die Augen.

»Man möchte reich sein, wenn solche Anlässe sich bieten«, fügte Nana hinzu. »Zuletzt tut eben jeder, soviel er kann. Glauben Sie, meine Herren, wenn ich gewußt hätte ...«

Sie war eben im Zuge, in ihrer gerührten Stimmung eine arge Dummheit zu sagen. Aber sie vollendete den Satz nicht. Einen Moment lang blieb sie verlegen sitzen, sie wußte nicht mehr, wohin sie die fünfzig Franken gesteckt hatte, als sie ihr Kleid auszog. Aber sie besann sich, sie mußten in der Ecke der Frisiertoilette unter einer umgestülpten Pomadenbüchse sein. Als sie sich erhob, ertönte die elektrische Glocke wieder mit einem langhingezogenen Schrillen. Gut, wieder einer! Das schien ja gar kein Ende zu nehmen. Der Graf und der Marquis waren zu gleicher Zeit aufgestanden, und die Ohren des Marquis hatten, nach der Tür hinspitzend, leicht gezittert; ohne Zweifel kannte er diese Art des Läutens. Muffat schaute ihn an; dann wandten sie die Augen ab. Sie fühlten sich geniert und nahmen wieder ihre reservierte Haltung an; der eine, vierschrötig und bieder, strich über das stark gescheitelte Haar, der andere reckte seine mageren Schultern hoch, auf die ein Kranz spärlicher weißer Haare niederfiel.

»Meiner Treu!« rief Nana, brachte die zehn großen Silberstücke herbei und begann zu lachen. »Ich darf Sie doch damit beladen, meine Herren? Das hier ist für die Armen!«

Das kleine, liebenswürdige Grübchen im Kinn lächelte in vollendeter Anmut. Sie hatte jetzt wieder ihr gutmütiges Gesichtchen, jede Ziererei war aus ihrem Wesen geschwunden, und mit naiver Gebärde bot sie den beiden Herren den kleinen Stoß von Silberstücken, den sie in ihrer offenen Hand hielt, als wenn sie hätte sagen wollen: »Na, bitt' schön, wer will denn nun zugreifen?« Der Graf war der behendere, er nahm die fünfzig Franken, aber ein Stück blieb liegen, und er mußte es von der lauen, weichen Haut des jungen Frauenzimmers fortnehmen, was ihm ein heftiges Beben verursachte. Nana aber lachte in einem fort.

»So, das ist alles, was ich kann, meine Herren«, meinte sie, »ein andermal wird's hoffentlich mehr sein.«

Sie hatten keinen Vorwand mehr zu längerem Bleiben, verneigten sich und schritten nach der Tür. Aber in dem Augenblick, da sie gehen wollten, ertönte abermals der Klang der Glocke. Der Marquis konnte ein flüchtiges Lächeln nicht unterdrücken, während der Graf noch ernster wurde. Nana hielt sie ein paar Sekunden zurück, um Zoé zu ermöglichen, noch ein Plätzchen aufzufinden. Sie hatte es nicht gern, wenn sich die Herrschaften bei ihr begegneten. Doch diesmal mußte ja alles förmlich vollgestopft sein. Sie fühlte sich darum wirklich erleichtert, als sie den Salon leer sah; Zoé hatte sie wohl in die Wandschränke gesteckt?

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